DE506865C - Verfahren zur Herstellung von Wassergas aus Kohle - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wassergas aus Kohle

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DE506865C
DE506865C DEH104206D DEH0104206D DE506865C DE 506865 C DE506865 C DE 506865C DE H104206 D DEH104206 D DE H104206D DE H0104206 D DEH0104206 D DE H0104206D DE 506865 C DE506865 C DE 506865C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wassergas aus Kohle Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Wassergas nach dem an sich blekannten Verfahren, bei dem Kohle. oder ähnliches Material in dem oberen Teil des Generators verkokt wird und als Koks in den unteren Teil wandert, wo abwechselnd zur Erhöhung der Temperatur Luft und zur Erzeugung von Wassergas Dampf durch die Beschickung angeblasen wird, wobei das Wassergas durch die obere Kohleschicht hindurchtritt, um die Kohle o. dgl. Material zu verkoken oder die Verkokung zu unterstützen. Bei Verfahren dieser Art ist es bekannt, das Heißblasegas bereits aus der Koksschicht abzuführen, ohne sie durch die Kohlenschicht . zu leiten, und dieses Gas zur Beheizung von Rekuperatorkammern zu benutzen. Diese dienen :entweder dazu, einen Teil. des erzeugten Gases zu erwärmen, das durch diese Kammern und mit dem Wassergas zusammen nur durch die Kohle streicht, oder einmal den zur Erzeugung von Wassergas benötigten Dampf zu überhitzen und das andere Mal einen Teil des erzeugten Gases zu erwärmen, das nur durch die Kammern und die Kohle geleitet wird. In diesen beiden Fällen streicht der Dampf und das erzeugte Gas aufwärts durch die herabsinkende Feuerschicht. Bei einer anderen Ausführungsart der letzterwähnten Anordnung sind mitunter getrennte Rekupe.ratorkammern für den Dampf und den Gasumlauf vorgesehen, so daß der Durchgang das Gases durch die Kohle zugleich mit der Wassergaserzeugung erfolgt. Das Entschwelen der Kohle unter Benutzung der Heißblasegase ist ebenfalls an sich bereits früher vorgeschlagen.
  • Solche Verfahren sind jedoch nicht für die Anreicherung des erzeugten Gases bestimmt, und der Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, eine Vorrichtung zu schaffen, mittels deren das Mischgas, das durch vollständige Vergasung der Kohle erzeugt wird, im Bedarfsfalle angereichert werden kann, ohne hesondere oder zusätzliche Rekup.eratoren, Karburatoren o. dgl. anwenden zu müssen.
  • Der Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht insbesondere darin, daß bei demselben Kohle, die zur Verkokung eine große Wärmemenge erfordert, zur Herstellung eines verwendbaren Gases benutzt werden kann, so daß die Wahl besonders -zweckmäßiger und teurer Kohle überflüssig ist. Dieser Vorteil wird dadurch ermöglicht, daß eine größere Menge der beim Gas entwickelten Wärme für die Verkokung und Vergasung der Kohle nutzbar gemacht werden kann, ohne daß Karburatoren oder Überhitzet verwendet werden müßten oder ihre bei den heutigen Anlagen üblich gewordene Zahl vergrößert oder verdoppelt werden müßte, so daß also nicht der Nachteil einer Vermehrung der Kammern und Schwierigkeit ihrer Regelung auftritt, und ohne daß damit die Möglichkeit verhindert würde, die Karburatoren und Überhitzet zum Karburieren des Gases in dein gewünschtr.n Maße zu benutzen.
  • Gemäß der Erfindung wird die Kohle teilweise durch das durch das Kohlenbett aufsteigende Wassergas und dien Dampfüberschuß in an sich bekannter Weise verkokt, wobei das Wassergas durch Durchblasen von in den Wärmespeichern überhitztem Dampf mit oder ohne Zugabe von etwas erzeugtem Gas gewonnen wird und teilweise durch das durch das Brennstoffbett aufsteigende heiße Wassergas, das unter Durchblasen von gesättigtem Wasserdampf durch das Koksbett erzeugt wird, wob=ei die Dauer der Gasperiode mit überlv.tztem und gesättigtem Dampf so geregelt ist, daß die nötige Zeit für das Karburieren in den Wärmespeicherkammern bleibt, wenn diese nicht zum überhitzen des Dampfes benötigt werden. Gewünschtenfalls kann Abwärtsgasen mit gesättigtem Dampf angewendet werden, der an der Übergangsstelle zwischen der Kohlen- und Kokskammer eingeführt wird, und während dieses Arb'eitsvorgang'es kann das Karburieren stattfinden oder fortgesetzt werden. Der Ausdruck »gesättigter« Dampf soll außer unmittelbar von kesseln erzeugtem Dampf auch solch=en umschließen, der in den Wiedergewinnungskammern nicht überhitzt worden ist; aber es ist unwesentlich, ob dieser Dampf durch andere Mittel, z. B. in einem Dampfkessel oder überhitzer o. dgl., mehr oder weniger überhitzt worden ist.
  • Das Durchblasen von Luft durch das Brennstoffbett kann zwischen dem Gasen mit überhitztem Dampf und dem mit gesättigtem Dampf stattfinden.
  • Während des letzten Teils des Heißblasens können die Gase durch die Kehle geleitet werden, wobei sie die Verkokung derselbenunterstützen, und können dann, da sie verhältnismäßig reich an Kohlenoxydgas sind, zusammen mit dem aus der Kohle erzeugten Gas, möglichst ohne vorher durch die Rekuperativkammer geschickt zu werden, abgeleitet und gewünschtenfalls zusammen mit dem Wassergas aufgespeichert werden.
  • Unter gewissen Umständen. kann die Verwendung eines Teils des mit dem Frischgas erzeugenden Dampf gemischten und überhitzten Kohlen- und Wassergases zur Verkokung zeitweise oder ganz unterbleiben, wobei die Wärmebedingungen im Generator, wenn es notwendig ist, durch Verwendung einer größeren Menge von Dampf während der Gas@eperioden mit überhitztem Dampf oder von Luft während der Blaseperioden oder von Dampf und Luft während dieser Perioden aufrechterhalten werden.
  • Eine Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens kann, wie aus Abb. i der schematischen Zeichnung ersichtlich ist, aus einem Ge neratör a bestehen, der eine Vergasungszone mit einer darüberliegenden Verkokungszone, eine oder mehrere Wärmespeicherkammern, z. B. einen Karburator b und einen Überhitzet c, mit Ventilen versehene Verbindungsleitungen d, e und f zwischen einer der Wärmespeicherkammern, z. B. dem Karburator, und dem oberen, unteren und dem mittleren Teil des Generators und eine eine Ventil enthaltende Verbindungsleitung g zwischen . dem oberen Teil des Generators (mittels der Leitung d) und der aus den Rekuperatorkammern nach dem Behälter oder Sammler führenden Austrittsleitungh besitzt. Die betreffenden Ventile in den Verbindungsleitungen sind mit d1, ,21, 1l und g1 bezeichnet. Am unteren Teil des Generators, an der Verbindungsstelle zwischen der Vergasungszone und der Verkokungszone desselben und in der von den Wärmespeicherkammern nach dem Sammler führenden Austrittsleitung sind Dampfeinlässe i, j, h angeordnet, und zwischen; der Gasverbindungsleitung g am oberen Teil des Generators und dem Dampfeinlaß k ist ein Regelventil l vorgesehen, mit dessen Hilfe die Rückführung von Gas durch die Regeneratorkammern einge'st'ellt werden kann. Der Dampfeinlaß h kann erforderlichenfalls auch an einer dem Generator nähergelegenen Stelle angeordnet sein. m ist das Abgasventil. Für die Zuleitung der Gebläseluft zum Brennstoffbett und für die sekundäre Verbrennung der erzeugten Gase sind die üblichen Verbindungen vorgesehen, aber in der Zeichnung nicht dargestellt.
  • Einige der Ventile können miteinander gekuppelt sein, so daß sie gleichzeitig betätigt i werden, oder sie sind in irgendeiner geeigneten Weise zwangsläufig miteinander verbunden.
  • Eine für die in Abb. i gezeigte Vorrichtung geeignete Kupplungs- oder Verbindungsein- j richtung für die Ventile .ist an Hand eines Ausführungsbeispiels in Abb. z in schematischer Darstellung veranschaulicht, welche die verschiedenen Rohrleitungen; und Ventile so zeigt, daß alle Teile sichtbar sind, wobei die i dick gezogenen Linien die Kupplungen und die gestrichelten Linien die Verbindungen zwischen den Ventilen darstellen. Diese Anordnung gewährleistet Sicherheit und Richtigkeit im B=etrieb und ermöglicht die selbsttätige Öffnung der Dampfzuführung zu den entsprechenden Teilen der Vorrichtung, wenn alle Gasventile für eine bestimmte Wirkungsweise eingestellt sind.
  • Das Ventiln leitet Dampf nach dem Ein- i laß i oder durch das Dampfabsperrventil p nach dem Dampfsteuerventil g, das den Dampf entweder dem Dampfrücklaufeinlaß k oder dem Abwärtsdampfeinlaß (zuführt; das Ventilr ist das Gen,eratorblaseventil.
  • Außerdem können die üblichen Verbindungen des Auslaßventils m mit den sekundären Luftventilen der Wärmespeicherkammern b und c angewendet werden, ebenso die üblichen Verbindungen der Zuführung des Karburieröles mit dem Generatorblasventil.
  • Die Arbeitsweise bei Ausführung des Verfahrens kann verschieden gewählt werden. Im folgenden wird beispielsweise eine vorteilhafte Arbeitsweise beschrieben.
  • Zunächst wird der Generator angeblasen, während des größeren Teils dieses Vorgangs ist das Ventil f 1 geöffnet, ebenso das Abgaseventil m. Die Ventile dl, e1 und ggl sowie die Dampfeinlässei, Fund k sind dabei geschlossen. Während des letzteren Teils der Blaseperiode wird .das Ventil/' und das Abzugventil m geschlossen, und das Ventil g1 wird geöffnet; das während dieser Zeit entwickelte Gas strömt durch den Auslaß h in den Sammler. Dann folgt eine Rückströmperiode, während welcher der Dampfeinlaß k und die Ventile e1 und g1 geöffnet und die Ventile dl und f 1 geschlossen sind. Das Regelventil l wird dabei bis zu einem gewissen Grade geöffnet; dadurch wird ein Teil des Gemisches aus Kohlen- und Wassergas, das durch die Leitung g in den Auslaß k strömt, mit Hilfe des bei k einströmenden Dampfes zurückgeleitet. Diese Zurückleitung kann auch durch irgendwelche andere bekannte Mittel erfolgen. Darauf findet ein Aufwärtsgasen mit Dampf statt, der nicht in den Wärmespeichern überhitzt worden ist; dazu wird der Dampfeinlaß i sowie das Ventil dl geöffnet und die Einlässe j und k sowie die Ventile e1, /l und g1 geschlossen. Während dieser Periode kann in den Karburator b Öl eingeführt werden, um das Gas anzureichern. Das Aufwärtsgasen kann abgelöst werden durch ein Abwärtsgasen mit ebenfalls nicht in den Rekuperatorkammern überhitztem Dampf, wobei der Dampfeinlaß f sowie das Ventile' geöffnet und die Dampfeinlässe i, k sowie die Ventile dl, f1, g1 geschlossen werden.

Claims (2)

  1. PATE,INTANSPizüciic: i . Verfahren zur Herstellung von Wassergas, bei dem die Kohle durch den Aufstrom von `Wassergas und überschüssigem Dampf verkokt wird, die sich beide durch Anblasen des Koks mit in den Wärmespeichern überhitztem Dampf mit oder ohne Zugabe von schon er7,eugtem Gas ergeben, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Periode des Gasens mittels Wasserdampfes, der nicht durch die Wärmespeicher gegangen ist, wobei das so erzeugte Gas im Generator aufwärts durch die zu verkokende Kohle und dann zu den )Wärmespeichern strömt, wo es karburiert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkokung der Kohle durch die an sich bekannte Hindurchführung von Blasegasen währenddes letzten Teiles der Blaseperiode unterstützt wird.
DEH104206D 1924-12-16 1925-11-07 Verfahren zur Herstellung von Wassergas aus Kohle Expired DE506865C (de)

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