DE40504C - Presse zur Herstellung geprägter Pastillen - Google Patents

Presse zur Herstellung geprägter Pastillen

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DE40504C
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DENDAT40504D
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W. MARTIN in Leipzig
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE SO: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1887 ab.
Die Anfertigung der Pastillen für die Receptur ist, da hierzu dem Apotheker nur unvollkommene Hülfswerkzeuge zur Seite stehen, einerseits sehr zeitraubend, andererseits ist es auch schwierig, ein Erzeugnifs von sauberer Beschaffenheit mit denselben zu erzielen.
Nachstehend beschriebene und in beiliegender Zeichnung in Fig. ι bis 5 dargestellte Pastillenpresse bietet dem Apotheker einen Apparat, mit dessen Zuhülfenahme es ihm möglich ist, jede Anzahl Pastillen von bester Beschaffenheit in kürzester Zeit herzustellen und dieselben nach Belieben mit ein- oder doppelseitiger Prägung zu versehen.
In Fig. ι bis 3 ist eine solche Pastillenpresse für kleineren Bedarf mit einem Stempel arbeitend dargestellt.
Fig. 4 und 5 stellen Stempel und Matrize einer zur Massenerzeugung bestimmten Presse dar.
Die Presse besteht wesentlich aus dem Ständer A, der Stempelstange B, dem tellerförmigen Untergesenk D (Matrize), dessen untere Seite durch den Kreisschieber E abgeschlossen ist.
Der Ständer A besitzt einen Hohlraum F, in welchen ein zur Aufnahme der geprefsten Pastillen dienendes Kästchen eingeschoben werden kann.
Die Stempelstange B ist mit dem Prefshebel G durch Gelenkstück verbunden und hat an der unteren Fläche eine Bohrung, in welche der Stempel C eingesetzt wird.
Der Stempel C ist der Form der Pastillen angepafst und auf seiner Druckfläche mit entsprechender Gravirung versehen, welche in die Pastille eingeprägt werden soll.
Das Untergesenk D bildet einen mit einem Rand versehenen Teller und enthält eine der Form der Pastillen entsprechende Oeffnung a. Der Rand b verhindert das Herunterfallen der verwendeten Materialien; und die Höhe d der Oeffhung α richtet sich nach dem Gewicht, welches die Pastillen haben sollen. Die beiden Federn g bewirken den Abschlufs zwischen dem Schieber E und dem Untergesenk D. Der kreisförmige Schieber is, welcher mit Handgriff / gestellt wird, besitzt eine Durchgangsöffnung e, durch welche, wenn der Schieber in die entsprechende Stellung gebracht ist, die fertigen Pastillen nach dem Behälter durchfallen. Die Feder F1 oder ein entsprechend angebrachtes Gegengewicht drücken den Stempel immer nach oben.
Für doppelseitig geprägte Pastillen ist auch der Schieber am entsprechenden Orte mit Gravirung versehen. Der Bügel H, welcher mit der Matrize fest verbunden, hat eine Bohrung h, durch welche die Stempelstange geht. Da der Stempel C einen gröfseren Durchmesser als die Bohrung des Bügels besitzt, so hebt man bei Druck des Hebels nach oben die Matrize mit darin sitzender Pastille nach der Pressung derselben von dem Schieber ab und so die untere Prägung aus der Gravirung heraus. Hierauf stellt man den Schieber, bis die Oeffnungen α und c zusammentreffen, und drückt dann die Pastille durch Niedergehen des Hebels durch.
Das Pressen einseitig geprägter Pastillen geschieht in folgender Weise:
Man stellt den Schieber so, dafs die Oeffnung des Untergesenks unten geschlossen ist, füllt
dieses mit der Pastillenmasse und übt durch Niederdrücken des Hebels mit dem Stempel C einen genügend starken Druck aus, wodurch die Masse zu entsprechenden Pastillen zusammengeprefst wird. Nachdem man den Hebel etwas gelüftet, stellt man den Schieber um, so dafs die Pastille über die Oeffhung desselben kommt, und entfernt sie durch nochmaliges Niederdrücken des Hebels aus der Matrize.
Bei doppelseitig geprägten Pastillen ist der Vorgang ganz ähnlich. Es ist nur ein entsprechend gravirter Schieber einzulegen und dann nach dem Pressen der Hebel so hoch zu heben, dafs durch Mitnahme des Bügels durch den Stempel C die Matrize vom Schieber abgehoben wird, wodurch der letztere verstellt werden kann, ohne dafs die untere Prägung der Pastille beschädigt wird.
Soll die Presse zur Massenherstellung dienen, so wird die Stempelstange B mit einer Scheibe k, wie in Fig. 4 und 5 dargestellt, verbunden und in diese eine entsprechende Anzahl Stempel G eingesetzt. Das Untergesenk D und der Schieber E werden mit ebenso viel Oeffnungen a bezw. e versehen, und der Schieber wird so eingestellt, dafs beim Pressen die Matrizen-Öffnungen geschlossen, beim Durchstofsen geöffnet sind.
Die Herstellung der Pastillen ist dann die gleiche, wie beschrieben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Presse zur Herstellung ein- oder doppelseitig geprägter Pastillen, charakterisirt durch eine tellerförmige Matrize D, den Drehschieber E, sowie den Bügel H und die Federn g, wovon der Bügel H während der Verstellung des Schiebers, die Federn g während des Füllens und Pressens auf die Matrize wirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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