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Halter für Induktionsspulen zur drahtlosen Telegraphie. Die Erfindung
bezieht sich auf Halter für Induktionsspulen drahtloser Signalsysteme und insbesondere
auf Halter für Spulen bei drahtlosen Empfängern.
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Nach der Erfindung wird der Spulenhalter so ausgebildet, daß er Spulen
beliebiger Größe und Form aufzunehmen vermag, was dadurch geschieht, daß die Tragarme
für die Spulen parallel zueinander oder auf andere Weise eingestellt werden. Die
Wicklungsenden der Spulen
und die Träger stehen ferner weit voneinander
ab; wodurch die Gefahr des Stromüberganges verringert wird.
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Die Spulen können entweder von Hand oder durch besondere Feinregelungsmittel
gegeneinander eingestellt werden.
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Allgemein ist Gegenstand der Erfindung eine solche Anordnung der Induktionsspulen,
daß die Spulen unabhängig von der Schwenkbewegung ihrer Halter frei um einen Durchmesser
gedreht werden können.
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Die Erfindung kann bei Induktanzen mit mehreren, mindestens zwei Spulen
angewendet werden. Eine solche Induktanz ist so ausgebildet, daß die einzelnen Spulenhalter
durch Schwenken gegeneinander verstellt werden@können, während die Spulen für sich
in den Haltern drehbar sind. Die Schwenkbewegung der Halter und die Drehbewegung
der Spulen in den Haltern können für sich oder gemeinsam eingestellt werden.
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Nach der Erfindung können die `i icklungsenden der auf Zapfen in den
Haltern drehbar gelagerten Spulen durch die Zapfen hindurchgeführt werden.
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Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Abb. i zeigt schaubildlich eine Induktanz mit drei Spulen.
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Abb.2 ist eine schaubildliche Darstellung eines von einem normalen
Steckkontakt getragenen Spulenhalters.
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Abb. 3 zeigt einen Halter für Flachspulen, Abb.4 eine abgeänderte
Ausführung der Spulendrehzapfen, Abb. 5 einen Handgriff zum Drehen der Spule nach
Abb. 4, Abb. 6 einen Reibungsantrieb zum Drehen einer Spule, Abb. 7 einen Antrieb
mit biegsamer Welle, -ebenfalls zum Drehen einer Spule.
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Der Spulenhalter hat zwei Arme 2o und 21, die bei der Ausbildungsform
nach Abb. i an einer Säule 26 verschiebbar befestigt sind. Jeder Arm trägt in einem
Loch 23 einen Zapfen 24. Die beiden Zapfen 24 stehen einander auf einem Durchmesser
der Spule 25 gegenüber, so daß diese quer zu ihrer Ebene um einen durch die Zapfen
gehenden Durchmesser drehbar ist.
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Die Säule 26 besteht aus Isolierstoff. Abb. i zeigt drei solcher Säulen,
die unten in einer Grundplatte 27, oben in einem Querstück 44 drehbar gelagert sind.
Die beiden Arme 2o und 21 umfassen mit ihren geschlitzten, sattelförmig ausgebildeten
Hinterenden ihre Säulen und greifen mit Nasen 30 in Nuten der Säulen ein.
Die beiden Hälften der geschlitzten Armenden werden durch eine Schraube 31 zusammengehalten.
Die Schraube ist in ein Abstandsstück 32 eingeschraubt, das zwischen zwei Lappen
35 der Arme liegt. Auf der der Schraube 31 gegenüberliegenden Seite ist in das Abstandsstück
32 eine Schraube 36 eingesetzt, deren Kopf bei 37 angebohrt ist, um die Enden der
Drähte des elektrischen Stromkreises aufzunehmen. Die Drähte werden in der Bohrung
37 durch eine Blattfeder 38 gehalten, die mittels der Schraube 36 an einem der Lappen
35 befestigt ist. Die Blattfeder ist U-förmig gebogen, und der äußere Schenkel ist
mit einem geschlitzten Auge zum Durchgang der Schraube 36 versehen. Der äußere Schenkel
der Feder 38 legt sich gegen die Drähte, die in die Bohrung 37 gesteckt werden.
In dem Abstandsstück 32 befindet sich außerdem -ein Loch 39, in das die Drähte
ebenfalls gesteckt werden können.
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Die beiden außenstehenden Säulen 26 der Induktanz nach Abb. i können
durch Handhebel 40 um ihre Zapfen gedreht werden. Die Hebel 40 enden in Schellen
41, die durch Klemmschrauben an den Säulen 26 befestigt werden. Der M inkel, um
den die beiden Säulen gedreht und damit ihre Rollen geschwenkt werden, wird an Skalen
43 des Querstücks 44 durch an den Säulen befestigte Zeiger 45 angegeben.
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Die Handhebel 4o können anstatt an den Säulen 26 auch an einem der
Arme 2o oder 21 befestigt werden.
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Die Arme 2o und 2i können an ihren Säulen entsprechend dem Durchmesser
der Spulen, die sie aufnehmen sollen, verschoben werden. Auch die Höhenlage der
Spule an der Säule wird durch gemeinsame Verschiebung der Arme verstellt. Die äußeren
Enden der Arme bilden j e einen A nschluß für ein Ende der Spulenwicklung. Die Enden
der Drähte des elektrischen Stromkreises liegen, wie erwähnt, in den Schrauben 36,
so daß die M icklungsenden in beträchtlichem Abstand voneinander stehen.
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Die Arme 2o und 21 werden zweckmäßigerweise federnd ausgebildet, so
daß die Spulen zwischen sie hineingedrückt werden können und die Zapfen 24, die
elektrisch leitend an die Wicklungen der Spule angeschlossen sind, sich in Aussparungen
der Spule einlegen.
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Man kann die Arme 2o, 21 anstatt an Säulen 26 auch an Stäben befestigen,
die von einem gewöhnlichen Steckkontakt gehalten werden. Eine solche Einrichtung
paßt für einen Spulenhalter gewöhnlicher Bauart. Abb. 2 gibt ein Beispiel. Die Arme
2o, 21 sind an Stäben 5o und 51 verschiebbar geführt, die mit ihren umgebogenen
Enden 52 durch Schrauben 55 an einem Klotz 54 @ aus Isolierstoff befestigt sind.
Der Klotz ist in üblicher Weise mit Stöpsel 56 und Buchse 57 ausgerüstet.
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Die Einstellung der Arme an den- Stäben 5o, 51 erfolgt genau wie vorhin;
die Klemmschraube ist wieder mit 31 bezeichnet.
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Die Arme 20, 21 jedes Halters werden beispielsweise
bei
den beiden äußeren Haltern der Induktanz nach Abb. i durch Schwenken um ihre Säulen
26 gegen den mittleren, festen Halter eingestellt, während jede Spule für sich im
Halter durch Drehen um ihre Zapfen 24 parallel zu den anderen Spulen oder anderweitig
eingestellt werden kann. Auch eine Variometereinstellung ist möglich, indem man
eine Spule ringförmig ausgestaltet und eine zweite Spule hineinsteckt, die gegen
die erste verstellt werden kann.
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Dünne Flachspulen können in der Art nach Abb. 3 befestigt werden.
Hier ist die Spule 25 in einen Ausschnitt einer Röhre 63 aus Isolierstoff eingelegt.
Die Zapfen 24. sind als rundköpfige Schrauben in das Rohr 63 eingeschraubt und werden
in ausschnitte 23 der Arme 2o, 21 eingelegt.
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Pei der Ausführungsform nach Abb. 4 sind die Zapfen 24 an Platten
64 befestigt, die an der Spule 25 durch umgebogene Blechstreifen 65 gehalten werden.
Die Platten haben Lappen 66, zwischen die eine Strebe 68 aus Isolierstoff gesteckt
wird. Die Strebe ist im Querschnitt rechteckig und wird mit einer Gabel 67 angefaßt,
um die Spule 25 zu drehen. In Abb, r ist eine solche Spule im Halter rechts gezeichnet.
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:`ach Abb. 6 wird ein Reibungsgetriebe eingeschaltet, um die Spule
25 fein einzustellen. Der Schwenkhebel 40 ist in LaUern 70 und
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am oberen Arm 2o drehbar. Auf dem Hebel sitzt eine Reibscheibe 72, die
mit einer an der Spule 25 befestigten Reibscheibe 74 in Eingriff steht. In ähnlicher
Weise kann auch ein Schneckengetriebe eingerichtet werden, um die Spule zu drehen.
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Abb. 7 zeigt eine Ausführung mit einer biegsamen V eile zum Drehen
der Spule 25. Die M eile 73 hat die Form einer Schraubenfeder, die einerseits am
Schwenkhebel 40, anderseits an einem Zapfen 24 der Spule 25 angreift.
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In allen beschriebenen Fällen wird der Halter der Spule durch den
Hebel 40 geschwenkt, während die Feineinstellung der Spule durch Drehen um ihre
Zapfen erfolgt. Diese Einstellung ist besonders fein bei Verwendung des Reibungs-
oder Schneckengetriebes nach Art von Abb. 6.
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Ein Instrument der beschriebenen Art ist einfach und billig herzustellen,
hat aber dabei sehr feine elektrische Einstellungsmöglichkeiten, weil nicht nur
die Halter als Ganzes, sondern auch die Spulen in den Haltern verstellbar sind.
So wird eine Kombination zweier Einstellungen geboten.