DE40409C - Maschine zum Befestigen der elastischen Bänder an Zündholz- und anderen Schubschachteln - Google Patents
Maschine zum Befestigen der elastischen Bänder an Zündholz- und anderen SchubschachtelnInfo
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- DE40409C DE40409C DENDAT40409D DE40409DA DE40409C DE 40409 C DE40409 C DE 40409C DE NDAT40409 D DENDAT40409 D DE NDAT40409D DE 40409D A DE40409D A DE 40409DA DE 40409 C DE40409 C DE 40409C
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- B31B50/74—Auxiliary operations
- B31B50/81—Forming or attaching accessories, e.g. opening devices, closures or tear strings
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine, welche das Befestigen der elastischen
Bänder an den weiter unten beschriebenen Zündholzschachteln, den sogenannten Schubschachteln,
selbstthätig bewerkstelligt. Diese Maschine kann indessen auch an allen anderen Arten von Schachteln für Zündhölzer, Kurzwaaren
und dergleichen elastische Bänder befestigen , da die Wirkungsweise und die arbeitenden Werkzeuge der Maschine sich dem
zu erlangenden Resultat anpassen lassen.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist Fig. 1 eine Vorderansicht einer Maschine, welche zur
Befestigung des elastischen Bandes an einer passend ausgeschnittenen, zur Bildung einer
Schublade bestimmten Papptafel dient, Fig. 2 der zugehörige Grundrifs und Fig. 3 eine theilweise
im Schnitt gezeichnete Seitenansicht der Maschine.
. Die übrigen Figuren zeigen Details.
. Die übrigen Figuren zeigen Details.
Die Zündholzschachteln, um welche es sich handelt und welche mit Hülfe von Maschinen
oder in anderer Weise hergestellt sein können, bestehen ■ aus zwei Theilen, von denen der
eine A, die Schublade, Fig. 14, die Zündhölzer aufnimmt, während der andere B der
Schublade A als Futteral dient. Die Schublade A ist durch einen Deckel A1 geschlossen,
an welchem das eine Ende eines elastischen Bandes E befestigt ist, dessen anderes Ende
am Boden B1 des Futterals -B befestigt ist.
Dieses elastische Band bewirkt, wenn man die Schublade aus dem Futteral durch Ziehen an
dem Lappen A^ herausbewegt, das selbstthätige
Aufklappen, des Deckels .k', und auch,
sobald die Hand den Lappen A 2 losläfst oder
der Schublade (um das Zuklappen des geöffneten und gegen den Rand des Futterals
gestutzten Deckels zu befördern) einen schwachen Stofs versetzt, das selbstthätige Schliefsen der
Schachtel, d. h. das Zurückgehen der Schublade in das Futteral B.
Die Schublade wird aus einer Papptafel C, Fig. 15, welche in der gewünschten Gestalt
und Gröfse zugeschnitten ist, von Hand oder vorzugsweise mit Hülfe besonderer Maschinen
angefertigt. Es ist vortheilhaft, an dieser Papptafel , bevor dieselbe verarbeitet wird, das
elastische Band E zu befestigen und das freie Ende des letzteren erst dann mit dem Boden
des Futterals zu verbinden, nachdem die Schublade und das Futteral hergestellt sind.
Diese beiden eben genannten Verrichtungen sind es, welche von der den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung bildenden Maschine ausgeführt werden.
Das Gestell der Maschine besteht aus vier, aus Winkeleisen gebildeten, passend abgesteiften
Füfsen a, und aus einem auf den Füfsen ruhenden Tisch b. Zwischen den
Füfsen α sind die Lager α1 λ1 der Treibwelle 0
untergebracht, welche letztere die Antriebriemscheibe P und die beiden Curvenscheiben c
und d trägt.
Auf dem Tisch sind zwei Führungen e e1
für eine Nadel/, die Träger g eines Messers s, sowie die Lager h h1 einer Trommel h festgeschraubt.
Auf die Trommel h ist der zum Befestigen des elastischen Bandes dienende Metalldraht gewickelt. Der Draht χ läuft von
der Trommel durch die beiden Arme einer
bügelartigen Führung i und von da durch ein Rohr j in einen Klotz A-, durch welchen die
Nadel mit dem elastischen Bande geführt wird. Zwischen den Führungen i und j wird der
Draht zeitweilig von einer Zange ρ' erfafst, deren durch eine Feder / aas einander gehaltene
Backen pp1, Fig. 4, durch die von den Curvenscheiben dldl, Fig. 5 und 6, beeinflufsten,
um ml drehbaren Hebel m von Zeit zu Zeit geschlossen werden. Der Drehzapfen
p2 dieser Zange ist auf einer Achse p3
beweglich gelagert und die Schenkel der Zange werden durch eine Feder y mit dem Excenter
d beständig in Berührung erhalten, so dafs die Zange von dem Excenter abwechselnd
hin- und herbewegt wird, d. h. eine schwingende Bewegung von hinten nach vorn ausführt,
wobei sie den Draht einklemmt und vorschiebt, und eine ebensolche Bewegung von vorn nach hinten macht, nachdem sie geöffnet
ist. Durch dieses Spiel der Zange' wird in einer bestimmten Zeit immer ein gewisses Stück
Draht in den Klotz k geschoben.
Die in den Führungen e el verschiebbare
Nadel f empfängt eine geradlinig hin- und hergehende, aussetzende Bewegung von der
Curvenscheibe c, welche mit der Nadel f durch den schwingenden Hebel η in Verbindung steht.
Die Führung e der Nadel besitzt auf der vorderen Seite einen elliptischen Ansatz q,
Fig. 7, 8 und 9 (Schnitt nach 1-2 der Fig. 7), in welchen ringsherum eine Rinne ql in der
Weise schräg eingeschnitten ist, dafs ein in die Rinne gelegter Kautschukring E, welcher
das elastische Band bildet, sich gerade vor die Oeffnung der Bohrung legt, in welcher die
Nadel f hin- und hergleitet.
Die Nadel f ist an ihrer Spitze mit einem Einschnitt versehen oder eingekerbt, damit sie
bei ihrer Vorwärtsbewegung den Kautschukring leicht aufnehmen und mit sich ziehen
kann. Der Kautschukring wird, wenn er von der Nadel erfafst ist und diese sich weiter
bewegt, ausgedehnt, da er um den festen Ansatz q herumgelegt ist. Das vordere Ende der
Nadel f ist unten stark eingekerbt, um dem Metalldraht zwischen der Nadel und dem
elastischen Band Durchgang zu gewähren.
Der durch die Zange ρ pl vorgeschobene
Draht χ wird, nachdem die Nadel mit dem elastischen Bande durch die zur Anfertigung
der Schublade dienende Papptafel A hindurchgegangen und in den Klotz k eingetreten ist,
von einem sich abwärts bewegenden Messer s, Fig. 12, abgeschnitten. Dieses Messer s, Fig. 3,
ist an einer Art von Galgen r befestigt, dessen in einer Führung r' auf- und abbeweglicher
verticaler Arm sich mit seinem unteren Ende in der Curvennuth f der Curvenscheibe d
führt.
Wirkungsweise. Die in passender Gestalt und Gröfse zugeschnittene Papptafel A wird
mit der Hand gegen die der Nadel f zugekehrte Seite des Klotzes k gelegt und das
elastische Band E über den Ansatz q der Nadelführung e gezogen. Die Nadel/, welche
anfangs die in den Fig. 1 und 2 angedeutete äufserste Stellung einnimmt, bewegt sich jetzt
vorwärts; sie nimmt das elastische Band E auf, dehnt dasselbe aus und führt es, indem
sie die Papptafel A durchsticht, mit sich durch die letztere hindurch. Hierauf steht die Nadel
still, während die Zange ρpl, welche sich inzwischen
geschlossen und dadurch den Metalldraht χ eingeklemmt hat, nun den Draht
durch die untere Kerbe der Nadel, zwischen Nadel und Kautschukring, so weit vorschiebt,
bis dafs der Draht an eine an dem Klotz k festgeschraubte Feder k ' stöfst, Fig. 12. Nachdem
dies geschehen, bewegt sich das Messers infolge der Wirkung der Curvennuth t auf
den Messerträger r nach abwärts und schneidet das zwischen der Feder kl und der Schneide
des Messers befindliche Drahtstück von dem Draht x, Fig. 12, ab.
Das abgeschnittene Drahtstück nimmt anfangs an dem jetzt beginnenden Rücklauf der Nadel
und des elastischen Bandes Theil, legt sich dann quer vor das durch die Papptafel A gestochene
Loch und hält, indem es bei dem weiteren Rückgang der Nadel aus der unteren Kerbe derselben herausgleitet, das elastische
Band an der Papptafel fest, worauf die letztere mit dem Bande von der Maschine abgenommen
wird. Ueber der Befestigungsstelle des elastischen Bandes wird an die Papptafel ein Stückchen
Papier geklebt, um das Herausfallen des Drahtstückchens zu verhindern.
Sobald die Nadel wieder in ihre Anfangsstellung zurückgekehrt ist, legt man eine
andere Papptafel gegen den Klotz k, und die beschriebenen Verrichtungen wiederholen sich
hierauf in derselben Reihenfolge.
Befestigung des elastischen Bandes
an dem Futteral. Die mit dem elastischen Bande versehene Papptafel A wird zu einer
Schublade, Fig. 14, verarbeitet, so zwar, dafs das elastische Band auf der Aufsenseite der
gebildeten Schublade frei liegen bleibt. Um das Band an dem Boden B1 des Futterals B
zu befestigen, ersetzt man die Nadel f durch eine längere Nadel/1, Fig. 10 bis 14, und die '
Curvenscheibe c durch eine andere Curvenscheibe, deren Curvennuth so gestaltet ist,
dafs die Nadel f1 eine gr.öfsere, geradlinig
hin- und hergehende Bewegung ausfuhrt als die Nadel /.
Das Futteral B und die Schublade A werden sodann hinter einander auf einen vor dem
Klotz k angeordneten Träger gelegt und hierauf die Maschine in Bewegung gesetzt. Die Na-
del f[ durchsticht den Boden Bl, tritt aus
dem Futteral an der dem Boden B1 desselben gegenüberliegenden Seite heraus und greift in
das elastische Band E ein. Nun geht die Nadel wieder zurück und. zieht hierbei die
Schublade A (deren Deckel A1 sich bei dieser
Bewegung schliefst) in das Futteral B hinein und das elastische Band durch den Boden -ß1
hindurch. In diesem Augenblick (die Nadel steht jetzt still) wird der Draht vorgeschoben,
in eine entsprechende Kerbe an der Spitze der Nadel eingelegt, Fig. io, ii und 13, und von
dem Messers, Fig. 12, in der gehörigen Länge
abgeschnitten. Die Nadel fl bewegt sich dann eine kurze Strecke vorwärts, drückt dabei das
abgeschnittene Drahtstückchen gegen den Boden .B1 und stöfst infolge dessen die Schachtel
ein wenig zurück, worauf man das elastische Band aus dem Haken der Nadel auslöst. Das
Herabfallen des Drahtstückchens beim Auslösen der Nadel wird durch die Gestalt der Kerbe
an dem Kopf der Nadel verhindert.
Bemerkung. Es ist vortheilhaft, die Maschine nach jeder dieser beiden, das Befestigen
des Bandes an der Schublade und dem Futteral bewirkenden Verrichtungen eine gewisse Zeit
hindurch anzuhalten, damit die arbeitenden Werkzeuge sich immer wieder in derselben
, Stellung darbieten. Zu diesem Zweck können alle bekannten Hemm- oder Ausrückvorrichtungen
Verwendung finden.,
In Fig. ι ist die Riemscheibe P beispielsweise mit einem Knaggen P λ ausgerüstet,
welcher nach jeder Umdrehung gegen eine. Stange ν stöfst, die durch einen Tritt vl gehoben
oder gesenkt wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Maschine zum Befestigen elastischer Bänder an Schubschachteln für Zündhölzer und andere Gegenstände, bei welcher eine intermittirend geradlinig hin- und herbewegte Nadel f bezw. fl bei ihrer Vorwärtsbewegung die Papptafel A1 der Schublade A bezw. den Boden B1 des Futterals ii durchsticht und gleichzeitig bezw. bei ihrer Rückwärtsbewegung ein elastisches Band E . durch die Papptafel A' bezw. den Boden B1 . hindurchzieht, dann, während ein Draht von einer Zange ρ pl zwischen das elastische. Band geschoben und von diesem Draht das vorgeschobene Stück durch ein Messer s abgeschnitten wird, eine zeitlang stillsteht und schliefslich in ihre Anfangsstellung zurückgeht bezw. erst wieder etwas vor- und dann wieder zurückgeht, wobei die Nadel in dem einen Falle das elastische Band und den Draht selbstthätig freigiebt, in dem anderen Falle dagegen aus dem elastischen Bande gelöst werden mufs.
2. Eine Maschine der unter Anspruch 1. bezeichneten Art, sofern bei derselben auf einer gemeinsamen Welle 0 folgende Curvenscheiben vorhanden sind:a) eine Curvenscheibe c, welche die geradlinig hin- und hergehende und aussetzende Bewegung einer Nadel f bezw. fl hervorruft, welche letztere dazu dient, ein elastisches Band durch den Deckel A1 der Schublade A oder durch den Boden B' des Futterals hindurchzuziehen;b) eine Curvenscheibe d in Verbindung mit Curvenscheiben dl dl , von denen die letzteren das Schliefseh einer Zange ρpl und die erstere vermittelst der geschlossenen Zange das Vorschieben des auf eine Trommel h gewickelten Metalldrahtes χ bewirken;c) eine Curvenscheibe ί bezw. Curvennuth t in der Curvenscheibe c, welche ein Messer s bethätigt, welches von. dem Metalldraht χ dasjenige Stück abschneidet, welches durch das elastische Band hindurchgeschoben ist und zum Zurückhalten des letzteren am Deckel A1 der Schublade A bezw. am Boden B1 des Futterals B dient.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40409C true DE40409C (de) |
Family
ID=315968
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40409D Expired - Lifetime DE40409C (de) | Maschine zum Befestigen der elastischen Bänder an Zündholz- und anderen Schubschachteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40409C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0425453A1 (de) * | 1989-10-27 | 1991-05-02 | PONTI S.r.l. | Automatische Maschine zum Anfertigen von Schachteln komplexer Form, wie z.B. Kuppelschachteln |
-
0
- DE DENDAT40409D patent/DE40409C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0425453A1 (de) * | 1989-10-27 | 1991-05-02 | PONTI S.r.l. | Automatische Maschine zum Anfertigen von Schachteln komplexer Form, wie z.B. Kuppelschachteln |
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