DE4038440C2 - Elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen - Google Patents

Elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen

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Description

Die Erfindung betrifft ein elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein derartiges Zündsystem ist aus der US-PS 44 06 273 bekannt.
In elektronischen Zündsystemen werden über einen Geber und ein Steuergerät mittels Schalttransistoren Zündspu­ len angesteuert, die die Zündspannung bzw. den Zünd­ strom erzeugen. Ältere Zündsysteme mit Einfachzündung verwenden einen Verteiler, um die Zündspannung mecha­ nisch auf die einzelnen Zylinder zu verteilen, bei mo­ dernen Zündsystemen werden die Zylinder - ohne mechani­ schen Verteiler - direkt angesteuert. Um das Kaltstartverhalten des Motors zu verbessern, wird eine hohe Zündenergie der Zündspule für den Zündvorgang benötigt; dann ist auch bei Verunreinigungen der Zündkerze - es entsteht ein niederohmiger Nebenschluß, durch den ein Teil der Zündenergie aus der Zündspule abfließt - in der Regel sichergestellt, daß ein Zündfunke zwischen den Zündkerzenelektroden entsteht. Infolge dieser hohen Zündenergie - sie ist beim warmgelaufenen Motor eigentlich gar nicht mehr erforderlich - wird die Lebensdauer der Zündkerzen stark reduziert. Um das Intervall zum Wechseln der Zündkerzen zu verlängern - beispielsweise von 20 000 km auf 50 000 oder 100 000 km -, können verbesserte Zündkerzen eingesetzt werden, die jedoch sehr teuer sind.
Bei der eingangs erwähnten US-PS 44 06 273 wird die Brenndauer der Zündkerzen durch eine Steuereinheit aus induktivem Sensor und Pulsformeinheit auf einen bestimmten fest vorgegebenen Wert verkürzt. In der DE-OS 27 59 154 ist eine Zündeinrichtung für Brennkraftmaschinen beschrieben, bei der die Funkenentladedauer auf einen vorgebbaren Wert geregelt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 anzugeben, mit dem eine Verlängerung der Zündkerzenlebensdauer ermöglicht wird und das kostengünstig und in großen Stückzahlen hergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Brenndauer oder Brennzeit der Zündkerzen - während dieser Zeit wird ein Lichtbogen zwischen den Zündker­ zenelektroden aufrechterhalten - kann beim erfindungs­ gemäßen elektronischen Zündsystem gemäß einer Brenndauer- Vorgabe durch die als Steuergerät ausgebildete Steuereinheit variiert werden: insbesondere kann beim Kaltstartversuch die maximale Brenndauer vorgesehen werden, während sie beim bereits laufenden Motor reduziert wird; deshalb kann auch eine energiereiche bzw. nebenschluß- unempfindliche Zündung eingesetzt werden, ohne daß deren schädliche Auswirkungen für die Zündkerzenlebensdauer auftreten. Die gewünschte bzw. erforderliche Brenndauer der Zündkerzen kann in Abhängigkeit von Motorparametern bestimmt bzw. festgelegt werden und wird vom Steuergerät an die Endstufe weitergegeben. In der Endstufe ist zur Beeinflussung der Brenndauer eine Schalteinheit mit einem Schalter vorgesehen, durch die die Primärseite der Zündspule nach Ablauf der vom Steuergerät vorgegebenen Brenndauer kurzgeschlossen wird; dadurch wird der Zündfunken zwischen den Zündker­ zenelektroden zum Erlöschen gebracht und die Brenndauer beendet. Dabei entsteht in der Schalteinheit ein Frei­ laufstrom, durch den die in der Zündspule gespeicherte Energie dissipiert wird, wobei dieser Energie-Betrag umso größer ist, je mehr die vorgegebene Brenndauer ge­ genüber der maximalen Brenndauer verkürzt wird.
Der Schalter der Schalteinheit kann beispielsweise durch Transistoren oder Thyristoren realisiert werden, wobei als Transistoren NPN-Transistoren, PNP-Transisto­ ren, IGBT-Transistoren und FET-Transistoren in Frage kommen; die Transistoren können dabei auch als Darling­ ton- oder Tripleton-Transistoren ausgebildet sein.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der Fig. 1 bis 4 näher beschrieben werden.
Dabei zeigen:
Fig. 1 das Prinzipschaltbild eines elektronischen Zündsystems,
Fig. 2 die zeitlichen Signalverläufe bei maximaler Brennzeit,
Fig. 3 die zeitlichen Signalverläufe bei verkürzter Brennzeit,
Fig. 4 das Detailschaltbild eines Ausführungsbei­ spiels des Schaltungsteils der Endstufe.
In der Fig. 1 ist das schematische Blockschaltbild ei­ nes elektronischen Zündsystems für ein Kraftfahrzeug dargestellt.
Das Steuergerät steuert den zeitlichen Verlauf der Zün­ dung bzw. die Zündzeitpunkte tZ durch Ein-/Ausschalten der Zündspule, indem über die Schaltflanken UZ am Zünd­ eingang EZ der Endstufe der zeitliche Verlauf des Stromflusses IPr durch die Primärwicklung der Zündspule vorgegeben wird. Außerdem wird ein Steuersignal Ust für die Brenndauer tBr - abhängig von Motorparametern wie Benzin-Luft-Gemisch, Drehzahl, Motortemperatur und Mo­ torlast - am Steuereingang Est der Schalteinheit der Endstufe vorgegeben.
Die Endstufe besitzt neben dem Zündschaltgerät - mit einem Zünd-IC und dem Endstufentransistor T1 zur An­ steuerung der Zündspule, wobei das Zünd-IC zur Regelung des Endstufentransistors dient - noch eine Schaltein­ heit, durch die die sekundärseitige Brenndauer auf der Primärseite der Zündspule gesteuert wird.
Die Zündspule wird vom Transistor T1 geschaltet; auf der Sekundärseite der Zündspule sind dieser mit bzw. ohne Verteiler die einzelnen Zylinder über die Zündker­ zen (Klemme 3) zugeordnet, wobei über den Zündkerzen die Brennspannung UBr ansteht und der Brennstrom IBr fließt. Die Primärseite der Zündspule ist andererseits über die Klemme 15 an die Betriebsspannung UB an­ geschlossen, andererseits liegt an der Klemme 1 die Kollektorspannung des Zündtransistors T1 an.
Die Fig. 2 zeigt die zeitlichen Signalverläufe bei ei­ ner Zündung mit der maximal möglichen Brennzeit, wobei in den Fig. 2a-2e das Steuersignal für die Brenn­ dauer (die Steuerspannung Ust), die Spannung auf der Primärseite der Zündspule (UPr), die Spannung auf der Sekundärseite der Zündspule (Brennspannung UBr), der Strom auf der Sekundärseite der Zündspule (Brennstrom IBr) sowie der Freilaufstrom (IF) in der Schalteinheit dargestellt sind.
Gemäß Fig. 2a ist das vom Steuergerät vorgegebene und die Brenndauer bestimmende Steuersignal länger als die maximale Brennzeit, so daß ein "normaler" Zündzyklus mit einer unverkürzten Brenndauer tBr von beispiels­ weise 3 ms vorliegt, wie er beispielsweise beim Kalt­ start erforderlich ist:
  • - der Schalttransistor T1 wird durch die im Steuer­ gerät erzeugten Schaltflanken UZ gesteuert, wobei beim Abschalten des Transistors der Stromfluß durch die Zündspule unterbrochen und eine Induk­ tionsspannung auf der Primärseite der Zündspule induziert wird.
  • - der Spannungsanstieg auf der Primärseite der Zünd­ spule - die in Fig. 2b dargestellte Primärspan­ nung UPr oder Rückschlagspannung, die beispiels­ weise 380 bis 400 V beträgt - wird durch Induktion auf die Sekundärseite der Zündspule übertragen.
  • - ist die Induktionsspannung auf der Sekundärseite auf einen bestimmten Wert (beispielsweise 20 kV) angestiegen, erfolgt durch einen Funkenüberschlag zwischen den Zündkerzenelektroden die Zündung (Zündzeitpunkt tZ); infolgedessen fällt die Span­ nung auf der Sekundärseite von 20 kV auf ca. 400 V ab - dies ist die sogenannte Brennspannung UBr (Fig. 2c).
  • - die in der Zündspule beim Aufladevorgang gespei­ cherte Energie bestimmt die Brennzeit bzw. Brenn­ dauer tBr; der Brennstrom IBr (Fig. 2d) fließt so lange bzw. der Lichtbogen zwischen den Zündkerzen­ elektroden (die Brennspannung UBr) steht so lange an, bis die gespeicherte Energie verbraucht bzw. in den Zündkerzen umgesetzt ist.
  • - nach Ablauf des Zündvorgangs geht die Rückschlag­ spannung auf der Primärseite (Fig. 2b) von ihrem Maximalwert (380-400 V) auf die Betriebsspannung (beispielsweise 12 V) zurück.
  • - da die Schalteinheit der Endstufe während der Brennzeit nicht aktiviert wurde, fließt gemäß Fig. 2e kein Freilaufstrom IF.
Die Fig. 3 zeigt entsprechend der Fig. 2 die Signal­ verläufe bei einer Zündung mit verkürzter Brennzeit, wobei in den Fig. 3a-3e die zu den Fig. 2a-2e korrespondierenden Größen aufgetragen sind.
Das vom Steuergerät vorgegebene Steuersignal (Steuer­ spannung Ust) geht gemäß Fig. 3a beispielsweise be­ reits nach 2 ms - also vor Ablauf der maximal möglichen Brennzeit von beispielsweise 3 ms - vom "HIGH"-Pegel zum "LOW"-Pegel über und aktiviert dadurch die Schalt­ einheit der Endstufe, die die Primärseite der Zündspule kurzschließt:
  • - gemäß Fig. 3b sinkt dadurch die Primärspannung UPr signifikant ab
  • - die Brennspannung UBr wird gemäß Fig. 3c auf ei­ nen Wert reduziert, der nicht mehr ausreicht, um den Überschlag zwischen den Zündkerzenelektroden aufrechtzuerhalten, der Brennvorgang wird beendet
  • - der Brennstrom IBr geht gemäß Fig. 3d unmittelbar nach Aktivierung der Schalteinheit gegen 0 mA
  • - der Freilaufstrom IF durch die Schalteinheit (Fig. 3e) fließt so lange, bis die in der Spule ge­ speicherte Energie dissipiert wurde; dabei muß um­ so mehr Energie vernichtet werden, je kürzer die vorgegebene Brennzeit ist. Der Betrag des Freilaufstroms IF hängt demzufolge vom Zeitpunkt der Aktivierung der Schalteinheit ab; sein Maxi­ malwert kann so groß wie der Primärstrom sein, mit dem die Spule geladen wurde (tBr = 0). Mit zuneh­ mender Brenndauer nimmt IF ab, da bereits ein Teil der gespeicherten Energie in der Zündkerze umge­ setzt wurde.
In der Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel der Schalt­ einheit dargestellt, bei dem der Schalter durch den NPN-Transistor T2 realisiert wurde.
Die Schalteinheit enthält neben dem Schalttransistor T2 den Ansteuertransistor bzw. Treibertransistor T3, die Widerstände R1 bis R3 und die Dioden D1 und D2. Der Wi­ derstand R1 dient zur Vorspannung des Transistors T2, der Widerstand R2 als Schutzmaßnahme bei Defekten und der Widerstand R3 zur Ansteuerung des Transistors T3; die Diode D1 ist eine Schutzdiode für den Transistor T2. Die Diode D2 verhindert einen ungewollten Stromfluß von Klemme 15 durch die Diode D1 zum Transistor T1 zu dem Zeitpunkt, zu dem durch das Einschalten des Transi­ stors T1 die Primärseite der Zündspule geladen werden soll; weiterhin werden dadurch vom Emitter des Transi­ stors T2 positive Spannungsspitzen auf der Versorgungs­ leitung ferngehalten. Der Transistor ist beispielsweise als Darlington-Transistor ausgebildet, dessen Emitter über die Diode D2 an die Betriebsspannung UB ange­ schlossen ist (Klemme 15) und dessen Kollektoren, die den Ausgang der Schalteinheit bilden, mit der Klemme 1 der Zündspule verbunden sind. Die Basis des Transistors T2 ist mit dem Kollektor des Transistors T3 verbunden, dessen Emitter an Bezugspotential angeschlossen ist. An der Basis des Transistors T3 ist der Widerstand R3 und an der Betriebsspannung der Widerstand R2 ange­ schlossen, wobei die zweiten Anschlüsse der Widerstände R2 und R3 den Steuereingang Est der Schalteinheit bil­ den, an dem die Steuerspannung Ust bzw. das Steuersi­ gnal des Steuergeräts anliegt.
Da im Kraftfahrzeug üblicherweise nur eine einzige Be­ triebsspannung UB (beispielsweise 12 V) vorhanden ist, und sich eine Ansteuerung des Transistors T2 dadurch problematisch gestaltet, wird die durch Induktionsvor­ gänge verursachte Spannungserhöhung ΔU der Klemme 1 ge­ genüber der Klemme 15 auf der Primärseite der Zündspule während der Brennzeit tBr (vgl. Fig. 2b/Fig. 3b) zur Ansteuerung des Transistors T2 ausgenützt. Durch die Spannungserhöhung ΔU und den Widerstand R1 wird der Ba­ sisstrom für den Transistor T2 und durch dessen Strom­ verstärkungsfaktor der Kollektorstrom bzw. Freilauf­ strom festgelegt.
Während der gewünschten Brennzeit ist das Steuersignal Ust am Schaltungseingang Est auf HIGH-Potential - der Transistor T3 wird durchgesteuert und sperrt dadurch den Transistor T2; die Schalteinheit ist folglich inak­ tiv. Wenn die vorgegebene Brennzeit erreicht ist, wird der Steuereingang Est aktiv gegen Masse geschaltet - die Steuerspannung Ust geht auf LOW-Potential - und der Transistor T3 sperrt; die an der Klemme 1 während der Brennzeit anstehende Spannungsüberhöhung ΔU gegenüber der Klemme 15 steuert über den Widerstand R1 den Transistor T2 durch, so daß die Primärseite der Zünd­ spule kurzgeschlossen wird, der Brennvorgang abgebro­ chen, und die in der Zündspule gespeicherte Energie vom Freilaufstrom IF vernichtet wird. Die gewünschte Brenndauer kann dabei von der Steuerelektronik beliebig vorgegeben werden und kann sich von der Zeit tBr = 0 (keine Zündung) bis zur maximal möglichen Brennzeit er­ strecken.
Falls durch einen Defekt (beispielsweise Bruch des Est- Kabels) keine Steuerspannung Ust am Steuereingang Est anliegt, bleibt der Transistor T3 gesperrt und die Schalteinheit würde - unerwünschterweise - bei jeder Zündung unmittelbar nach dem Zündzeitpunkt aktiviert und die Brenndauer sofort abbrechen. Um dies zu vermei­ den, ist der Pull-up-Widerstand R2 vorgesehen, der die Betriebsspannung UB der Basis des Transistors T3 zu­ führt, so daß dieser bei fehlender Steuerspannung Ust aktiviert wird; die Schalteinheit wird dadurch deakti­ viert, und ein unverkürzter Zündvorgang mit der maxima­ len Brennzeit ermöglicht.
Der Schalter der Schalteinheit läßt sich neben der oben vorgestellten Ausführungsform auch noch auf andere Weise realisieren. Beispielsweise kann der Schalter ein PNP-Transistor, IGBT-Transistor oder Feldeffekt-Transi­ stor sein, daneben können auch Thyristoren eingesetzt werden. Die Transistoren können beispielsweise als Dar­ lington-Transistoren oder als Triple-Transistoren, die eine große Stromverstärkung aufweisen, ausgebildet sein.
Außerdem können in der Schalteinheit Schutzmaßnahmen bzw. Schutz-Bauelemente für Kfz-übliche Störspannungen vorgesehen werden.

Claims (6)

1. Elektronisches Zündsystem für Brennkraftmaschinen, bestehend aus:
  • - einer Zündspule mit Primär- und Sekundärwicklung,
  • - einer Steuereinheit zum Erzeugen eines ersten Steuersignals zur Vorgabe der Einschaltzeitpunkte für den Primärstrom in der Zündspule und der den Zündzeitpunkten der einzelnen Zylinder der Brennkraftmaschine entsprechenden Ausschaltzeitpunkte für den Primärstrom sowie eines zweiten Steuersignals zur Verkürzung der Brenndauer der Zündkerzen,
  • - einer Endstufe mit einem mit der Primärwicklung der Zündspule in Reihe geschalteten Schalttransistor zum Ein- und Ausschalten des Primärstromes in der Zündspule in Abhängigkeit vom ersten Steuersignal,
  • - einer Schalteinheit mit einem Schalter, der parallel zur Primärwicklung der Zündspule liegt und der die Brenndauer der Zündkerzen in Abhängigkeit vom zweiten Steuersignal durch Kurzschließen der Primärwicklung verkürzt,
    dadurch gekennzeichnet, daß
  • - die Steuereinheit als Steuergerät ausgebildet ist, die für die Brenndauer (tBr) der Zündkerzen beliebige Werte bis hin zur maximal möglichen Brenndauer variabel vorgibt,
  • - das Steuergerät als zweites Steuersignal eine Steuerspannung (Ust) erzeugt,
  • - die Dauer des zweiten Steuersignals durch die vom Steuergerät vorgegebenen Werte bestimmt wird und die Brenndauer (tBr) der Zündkerzen entsprechend der Dauer des zweiten Steuersignals variabel eingestellt wird, indem der Schalter (T₂) der Schalteinheit die Primärwicklung der Zündspule zwischen dem Ende und dem erneuten Beginn des zweiten Steuersignals kurzschließt,
  • - zum Kurzschließen der Primärwicklung der Steuereingang des Schalters (T₂) mit dem Verbindungspunkt von Primärwicklung der Zündspule und Schalttransistor (T₁) der Endstufe in Verbindung steht.
2. Zündsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (T₂) der Schalteinheit ein Transistor oder Thyristor ist.
3. Zündsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (T₂) der Schalteinheit als bipolarer Schalttransistor mit einer oder mehreren Kollektorelektroden ausgebildet ist.
4. Zündsystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalttransistor (T₂) der Schalteinheit ein NPN-Transistor ist, dessen Kollektor mit der den gemeinsamen Verbindungspunkt von Primärwicklung der Zündspule und Schalttransistor (T₁) der Endstufe bildenden Klemme (1) der Zündspule und dessen Emitter mit der Klemme (15) der Zündspule verbunden ist, daß an der Basis des Schalttransistors (T₂) der Schalteinheit der Kollektor eines Ansteuertransistors (T₃) angeschlossen ist, und daß die Basis des Ansteuertransistors (T₃) über einen Steuereingang (Est) der Schalteinheit mit dem Steuerausgang des Steuergerätes verbunden ist.
5. Zündsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die Basis des Schalttransistors (T₂) der Schalteinheit ein Widerstand (R₁) angeschlossen ist, dessen anderer Anschluß mit der den gemeinsamen Verbindungspunkt von Primärwicklung der Zündspule und Schalttransistor (T₁) der Endstufe bildenden Klemme (1) der Zündspule verbunden ist.
6. Zündsystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Steuerausgang des Steuergeräts an den Steuereingang (Est) der Schalteinheit abgegebene Steuerspannung (Ust) der Basis des Ansteuertransistors (T₃) über einen weiteren Widerstand (R₃) zugeführt wird, daß der Steuereingang (Est) mit einem dritten Widerstand (R₂) mit der Klemme (15) der Zündspule verbunden ist, und daß zwischen dem Emitter des Schalttransistors (T₂) der Schalteinheit und der Klemme (15) der Zündspule eine Diode (D₂) angeordnet ist.
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