DE403622C - Verfahren zur Imitation echter Goldetiketten - Google Patents

Verfahren zur Imitation echter Goldetiketten

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DE403622C
DE403622C DEK88658D DEK0088658D DE403622C DE 403622 C DE403622 C DE 403622C DE K88658 D DEK88658 D DE K88658D DE K0088658 D DEK0088658 D DE K0088658D DE 403622 C DE403622 C DE 403622C
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HEINRICH BOECKEN
Kramp & Comp
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HEINRICH BOECKEN
Kramp & Comp
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/10Applying flat materials, e.g. leaflets, pieces of fabrics
    • B44C1/14Metallic leaves or foils, e.g. gold leaf

Landscapes

  • Paper (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Imitation echter Goldetiketten. Echte Goldetiketten werden in der Weise hergestellt, daß das Grundmaterial, nämlich Papier oder ein ähnlicher Stoff zunächst mit echtem Blattgold belegt, darauf geprägt und alsdann entsprechend dem gewünschten Aussehen des fertigen Produktes weiter behandelt wird. Da nun aber Blattgold bekanntlich ganz ungemein fein ist, kann hierbei die Prägung erhabener Stellen, Inschriften, Verzierungen usw., nur verhältnismäßig schwach ausgeführt werden, da sonst das Gold über die ganze Fläche rissig wird und eine Nachbehandlung nicht angängig ist, auch viel zu teuer werden würde. Anderseits haben nun aber echte Goldetiketten nicht nur einen ganz. besonders zarten und weichen Ton, sondern auch der Glanz ist frei von jeder Aufdringlichkeit, vielmehr trotz allem Feuer doch mild und angenehm. Nun hat man wohl Metallbronzen von hohem Feinheitsgrad hergestellt, ohne aber die Wirkung echten Goldes ohne weiteres damit erzielen zu können, und daher war für besonders feine Etiketten bisher immer noch von der Anwendung echten Blattgoldes abhängig geblieben. Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren, durch welches es möglich wird, Etiketten herzustellen, welche ganz genau das Aussehen echter Goldetiketten haben, wobei sich noch der weitere `'orteil bietet, ' daß es möglich wird, bei diesen neuen Etiketten beliebig starke Hochreliefs zu erzeugen, welche noch dazu feinsten Hochglanz erhalten können, während die tiefen Flächen oder der Grund des Etiketts den gewünschten echten Goldton zeigen. Endlich ist es wertvoll, daß nach diesem neuen Verfahren Metalletiketten erhalten werden, welche den Papieretiketten in vieler Hinsicht vorgezogen werden.
  • Das neue `"erfahren wird in folgender Weise durchgeführt Ein in bekannter `reise äußerst dünn ausgewalztes Metallblech wird zunächst mit einem glasklaren Schutzlack überzogen, der eine solche Konsistenz hat, daß eine Schicht etwa von der Dicke eines ganz feinen Blattes Papier (Seidenpapier) entsteht, welche warm aufgetrocknet wird. Alsdann wird die Prägung vorgenommen. Dies geschieht mit einer Prägeplatte, welche aber zunächst mit einer beliebig farbigen, dem gewünschten Ton entsprechenden Lackfarbe eingewalzt ist. Hierdurch bleiben die durch den Stempel erhaben durchgepreßten Muster von der Farbe frei, und diese wird nur auf den Grund des Etiketts aufgetragen, während das Relief auf farbigem Grund erhaben und metallglänzend vorsteht. Nach der Prägung wird unmittelbar der für trockenen Farbstaub, also auch feine Bronze, noch aufnahmefähige, matte Grund mit einem in entsprechenden Bronzestaub getauchten Bausch oder Polster derart trocken eingefärbt, daß hierdurch die Schattenpartien entstehen und ihren eigenartigen matten Glanz erhalten, der aber zunächst noch aufdringlich und speckig erscheint. Hierauf wird das Etikett etwa zwei Stunden einer Hitze von etwa 55° C ausgesetzt, wodurch der Staub sich mit der eingeprägten Farbe, sowie auch mit dem Schutzlack, der nochmals leicht erweicht, innig bindet. Nach dem Erkalten wird zum Schluß das ganze Etikett mittels eines reinen Polsters nachpoliert, wodurch aller nicht gebundene Farb- und Bronzestaub entfernt wird und das Etikett genau das Aussehen und den weichen, zarten, matten Metallglanz erhält, der das echte Gold auszeichnet, wobei aber das Relief beliebig hoch und mit vollem Metallhochglanz sich aus dem Grund abhebt. Dabei ist das neue Etikett J "lußerst haltbar, behält dauernd sein gutes Aussehen und ist beständig gegen Witterungseinflüsse und Oxydation.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Metalletiketten als Imitation echter Goldetiketten, dadurch gekennzeichnet, daß dünn gewalztes Metallblech zunächst mit einem glasklaren Schutzlack in einer Schicht von der Stärke eines feinen Papierblattes überzogen und warm getrocknet, alsdann zwischen Prägeplatten gepreßt wird, deren Matrize mit einem farbigen Lack eingewalzt ist, worauf unmittelbar der für trockenen Staub noch aufnahmefähige matte Grund mittels eines in Bronzestaub getauchten Bausches oder Polsters derart trocken aufgefärbt wird, daß hierdurch die Schattenpartien entstehen, wonach das Etikett etwa zwei Stunden einer Hitze von ungefähr 55 ` C ausgesetzt wird, wodurch der Sfaub sich mit der eingeprägten Farbe und dem Schutzlack innig bindet, und endlich zum Schluß das ganze Etikett mittels eines reinen Polsters nachpoliert wird.
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