DE440813C - Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer KunstmasseInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description
- Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse. Der Gegenstand der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Überführung von aus hufsaugfähigen Materialien unter Beigabe von Bindemitteln gebildeten formfähigen Massen in einen starren, unbedingt widerstandsfähigen und dauernd unveränderlichen Zustand, d. h. einen solchen. in welchem die anfangs formfähige Masse in ein steinartiges Erzeugnis umgewandelt wird, das eine fast unbegrenzte Lebensdauer in bezug auf inne-).-vii wie äußeren Zerfall - gleichgültig, welchen Einflüssen es ausgesetzt ist - zeigt.
- Die nach den bekannten Verfahren hergestellten, plastisch zu verarbeitenden Kunstmassen, insbesondere solche, welche aus Papier, Textil u. a. m. sowie Abfällen hieraus im Verein mit Bindemitteln bestehen und nach der Formgebung (durch Prägung, Pressung unter hohem Druck) und darauffolgender Trocknung ein fertiges Erzeugnis bilden, sind nur unter gewissen Verhältnissen widerstandsfähig, weil nicht allein von außen wirkende Einflüsse (Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen), sondern auch von innen der Struktur sowie der Bindemittel aus ein mehr oder weniger schnell zerstörender Prozeß infolge des trotz hohen Preßdruckes und weitestgehender Trocknung zurückbleibenden Feuchtigkeitsgehaltes die Widerstandsfähigkeit und die anfänglich starre Formgebung aufheben bzw. zerstören. Selbst wiederholte Behandlung mit äußerlichen Schutzmitteln (wasser- und feuerfeste Lacke u. dgl.) können den besonders von innen erfolgenden Zerfall nicht lange aufhalten. Das an sich bekannte Verfahren zur Herstellung von formfähigen Massen, soweit es sich um die Verwendung von Papier, Textil usw. ('-#\-,eu- oder Altmaterial) sowie dieser Stoffe wieder, auch Holz und ähnliches mehr in zerkleinertem (gemahlenem) Zustand unter Beigabe von Wasserglas und Talkum handelt, wird für das neue Verfahren annähernd beibehalten, die so vorbearbeitete Masse in bekannter Weise in Formen gepreßt und Itift-bzw. künstlich getrocknet.
- Gemäß der Erfindung werden nun die gepreßten und getrockneten Erzeugnisse zwecks Überführung in den steinähnlichen, starren, gegen äußere wie innere Einflüsse widerstandsfähigen Zustand einem Salzsäurebad von bestimmter, der Kompaktheit der Masse (der Wandstärke bzw. dem Querschnitt) entsprechender Dauer - etwa ro bis 15 Minuten - und unmittelbar hierauf einer mehrmaligen Auswaschung in Frischwasser ausgesetzt. Hierbei tritt keineswegs eine äußerliche Formveränderung ein. Für die Behandlung mit Salzsäure ist gemäß der Erfindung jedoch Vorbedingung, daß das Mischverhältnis von Wasserglas und Talkum stets i : a ist. Die Salzsäure hat .die Eigenschaft, aus dem Wasserglas die wasserunlösliche Kieselsäure frei zu machen. Damit die Klebefähigkeit des Wasserglas durch die Einwirkung der Salzsäure nicht beeinträchtigt wird, ist in erster Linie unbedingte Voraussetzung, daß die mit der Mischung von Wasserglas und Talkum behandelten Stoffe gut getrocknet-sind und in zweiter Linie die Salzsäurebehandlung nicht über das angegebene Zeitmaß hinausgeht, um zu vermeiden, daß die Moleküle des Trägers -(Papier, Textil u. a. in.) zerstört werden und der Zusammenhang verlorengeht. Durch die Behandlung mit Salzsäure während einer bestimmten Zeitdauer wird nach dem Vorhergesagten der mit dem Wasserglas-Talkumgemisch vorbehandelte Stoff in ein steinähnliches Gebilde umgewandelt, welches neben der diesem gleichartigen Härte eine ungewöhnliche Zähigkeit aufweist und unempfindlich gegen äußere wie innere Einwirkungen ist und keinem Zexßetzungsprozeß mehr unterliegt.
- Die nach dem beschriebenen Verfahren erhärteten Erzeugnisse, gleich welcher Form und Gestaltung, sind vollkommen unempfindlich gegen Witterungsschwankungen, Wasser, Hitze und offenes Feuer, behalten dauernd die ihnen anfangs gegebene Form und zerfallen weder von innen heraus noch bei äußerlichen Besch5digungen. Neben diesen Vorteilen sind sie um ein Vielfaches billiger als jedes andere Material und übertreffen es bei weitem noch nach langer Zeit an Dauerhaftigkeit und Aussehen.
- Die genannte Mischung von Wasserglas und -Talkum eignet sich auch zum Überziehen von Erzeugnissen aus sonst nicht widerstandsfähigem Material, die dann nachträglich .-ler beschriebenen Salzsäurebehandlung mit nachfolgender Auswaschung in Frischwasser ausgesetzt werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse aus leicht aufsaugfähigem Material, im besonderen trocknem Papier, Papier- und Textilabfällen u. a. m., unter Zu- oder Aufgabe von Wasserglas und Talkum in Lagen- oder Breiform, dadurch gekennzeichnet, daß das vorpräparierte oder vorgemischte Material nach erfolgter Trocknung einem Salzsäurebad von bestimmter, der Kompaktheit der Masse entsprechender Dauer mit unmittelbar nachfolgender Auswaschung in Frischwasser ausgesetzt wird.
- 2. Verfahren gemäß Anspruch r, dadurch gekennzeich7et, daß aus nicht widerstandsfähigen Materialien bestehende Erzeugnisse mit einem Gemische von Wasserglas und Talkum bestrichen oder bespritzt und dann einem Salzsäurebad nach Anspruch z ausgesetzt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH95307D DE440813C (de) | 1923-11-21 | 1923-11-21 | Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH95307D DE440813C (de) | 1923-11-21 | 1923-11-21 | Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE440813C true DE440813C (de) | 1927-02-12 |
Family
ID=7167248
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH95307D Expired DE440813C (de) | 1923-11-21 | 1923-11-21 | Verfahren zur Herstellung einer Kunstmasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE440813C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6986444B2 (en) | 2001-06-23 | 2006-01-17 | Ing. Erich Pfeiffer Gmbh | Dispenser for discharging a fluid medium |
-
1923
- 1923-11-21 DE DEH95307D patent/DE440813C/de not_active Expired
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US6986444B2 (en) | 2001-06-23 | 2006-01-17 | Ing. Erich Pfeiffer Gmbh | Dispenser for discharging a fluid medium |
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