DE40340C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Rosanilingruppe durch Kondensation von Paranitrobenzaldehyd mit Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Rosanilingruppe durch Kondensation von Paranitrobenzaldehyd mit Kohlenwasserstoffen

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DE40340C
DE40340C DENDAT40340D DE40340DA DE40340C DE 40340 C DE40340 C DE 40340C DE NDAT40340 D DENDAT40340 D DE NDAT40340D DE 40340D A DE40340D A DE 40340DA DE 40340 C DE40340 C DE 40340C
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paranitrobenzaldehyde
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DENDAT40340D
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Dr. F. STOLZ in München, Arcis-Str. 1
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/12Amino derivatives of triarylmethanes without any OH group bound to an aryl nucleus
    • C09B11/20Preparation from other triarylmethane derivatives, e.g. by substitution, by replacement of substituents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Während A. Baeyer schon vor längerer Zeit die Beobachtung gemacht, dafs Benzaldehyd sich nicht wie die Aldehyde der fetten Reihe mit Benzol durch concentrirte Schwefelsäure bei gewöhnlicher Temperatur condensiren läfst, hat derselbe in neuester Zeit gefunden, dafs sich diese Passivität der Aldehydgruppe im Benzaldehyd durch die Einführung der Nitrogruppe in die MetaStellung beseitigen läfst, wie aus einer von ihm veranlafsten Veröffentlichung von Oswald Tschacher (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, XIX, 2463) hervorgeht. Aus diesem Verhalten des Metanitrobenzaldehyds folgt nun nicht, dafs die isomeren Nitrobenzaldehyde sich ebenso verhalten, weil der Einflufs der Nitrogruppe auf eine andere Gruppe im allgemeinen ein sehr verschiedenartiger ist und weil im speciellen Falle über das Verhalten der verschiedenen Nitrobenzaldehyde noch nichts bekannt ist. ■
Meine Erfindung besteht nun darin, dafs sich der Paranitrobenzaldehyd mit Benzol, Toluol und Xylol durch concentrirte Schwefelsäure bei gewöhnlicher Temperatur zu dem noch unbekannten Monoparanitrotriphenylmethan und den Homologen desselben condensiren läfst, und dafs das Monoparanitrotriphenylmethan und seine Homologen durch Nitrirung in Triparanitrotriphenylmethan bezw. in Trinitroderivate der Homologen des Triphenylmethans überführbar sind, aus welchen nach bekannten Methoden Pararosanilin, sowie verwandte Farbstoffe dargestellt werden können. : \
Als ein Beispiel, wie sich dieses Verfahren, ausführen läfst, diene die im Folgenden beschriebene Darstellung des Pararosanilins aus Paranitrobenzaldehyd und Benzol. 5 Theile Paranitrobenzaldehyd und 20 Theile Benzol werden mit 20 Theilen concentrirter Schwefelsäure gemischt und unter häufigem Umrühren oder Schütteln so lange bei gewöhnlicher Temperatur sich selbst überlassen, bis der Paranitrobenzaldehyd verschwunden ist, was bei der Anwendung kleinerer Mengen .ungefähr ι bis 2 Tage erfordert. Nach dem Zusatz von Wasser wird das Benzol abdestillirt und das entstandene Monoparanitrotriphenylmethan, welches durch Umkrystallisiren aus verdünntem Alkohol gereinigt werden kann und dann dünne farblose Blättchen vom Schmelzpunkt 93 bis 940 bildet, durch Nitriren, z. B. mit rauchender Salpetersäure, in das bekannte Triparanitrotriphenylmethan übergeführt. Aus diesem letzteren kann nach ebenfalls bekannten Methoden entweder durch Oxydation zu Trinitrotriphenylcarbinol und darauf folgende Reduction oder durch Ueberführung in Paraleukanilin und darauf folgende Oxydation Pararosanilin dargestellt werden. Bei der Anwendung von Toluol und Xylol verfährt man in ähnlicher Weise. .
Die Nitrirung des Paranitrotriphenylmethans kann durch Eintragen desselben in rauchende Salpetersäure oder in ein Gemisch von concentrirter Schwefelsäure mit Salpeter oder mit Salpetersäure bei gewöhnlicher Temperatur oder
in gelinder Wärme erfolgen. Man kann zweckmäisig folgendermafsen verfahren: ι Theil Paranitrotriphenylmethan wird mit 5 Theilen concentrirter Schwefelsäure innig gemischt und dann mit einer Lösung von 1 Theil Salpeter in 5 Theilen concentrirter Schwefelsäure unter Umrühren versetzt. Auf Zusatz von Wasser zu der so erhaltenen halbfesten Masse scheidet sich das gebildete Triparanitrotriphenylmethan krystallinisch aus, welches nach dem Umkrystallisiren aus Eisessig den von Emil Fischer gefundenen Schmelzpunkt 2070 zeigt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Darstellung von Monoparanitrotriphenylm ethan und seinen Homologen durch Condensation von Paranitrobenzaldehyd mit Benzol, Toluol und Xylol mittelst concentrirter Schwefelsäure bei gewöhnlicher Temperatur oder bei gelinder Wärme.
    Ueberführung des Monoparanitrotriphenylmethans durch Nitriren in Triparanitrotriphenylmethan, sowie der mit Toluol und Xylol erhaltenen Homologen des ersteren in dreifach nitrirte Triphenylmethanderivate.
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