DE401537C - Verfahren zum Anlassen und Bremsen von Gleich- und Wechselstrommotoren ohne besondere Regelwiderstaende - Google Patents

Verfahren zum Anlassen und Bremsen von Gleich- und Wechselstrommotoren ohne besondere Regelwiderstaende

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DE401537C
DE401537C DEH92703D DEH0092703D DE401537C DE 401537 C DE401537 C DE 401537C DE H92703 D DEH92703 D DE H92703D DE H0092703 D DEH0092703 D DE H0092703D DE 401537 C DE401537 C DE 401537C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K7/00Arrangements for handling mechanical energy structurally associated with dynamo-electric machines, e.g. structural association with mechanical driving motors or auxiliary dynamo-electric machines
    • H02K7/10Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters
    • H02K7/106Structural association with clutches, brakes, gears, pulleys or mechanical starters with dynamo-electric brakes
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K11/00Structural association of dynamo-electric machines with electric components or with devices for shielding, monitoring or protection
    • H02K11/0094Structural association with other electrical or electronic devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Stopping Of Electric Motors (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Februar 1923 ab. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anlassen und Bremsen von Gleich- und Wechselstrommotoren ohne besondere Regelwiderstände und betrifft insbesondere ein Verfahren zum Anlassen und Bremsen von solchen Gleich- und Wechselstrommotoren, bei welchem den Windungen des .Bremsmagneten nach erfolgter Lüftung der Bremse nur so viel Energie zugeführt wird, als zum Festhalten der Bremse gerade erforderlich ist.
  • Bei den bisher bekanntgewordenen ähnlich wirkenden Verfahren sind stets besondere Anlaßwiderstände für den Motor erforderlich ;; während der Bremsmagnet durch eigens hierfür vorgesehene Wicklungen angezogen und in der angezogenen Lage gehalten wird.
  • Das Wesen des Verfahrens nach der Erfindung ist darin zu erblicken, daß lediglich die stufenweise kurzschließbaren oder abschaltbaren Erregerwindungen des Bremsmagneten als Anlaßwiderstand dienen, und daß bei Gleichstrommotoren parallel zur Ankerwicklung, bei W echselstrommotoren parallel zur Ständerwicklung noch eine ebenfalls stufenweise kurzschließbare, zugleich als Bremswiderstand dienende Erregerwicklung, desselben Bremsmagneten liegt, die auch nach Kurzschließung der zuerst erwähnten Erregerwindungen des Bremsmagneten die Bremse in ihrer gelüfteten Stellung festhält. Der Bremsmagnet ist dabei erfindungsgemäß zweckmäßig als offener Ringmagnet ausgebildet, zwischen dessen Polen ein die Bremse verstellender Anker sich dreht.
  • Auf der Zeichnung ist in Abb. i ein Schaltungsschema für Gleichstrom, in Abb. z ein solches für Drehstrom beispielsweise dargestellt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß der Strom einerseits durch untereinander und mit der Hauptstromwicklung in Reihe geschaltete, stufenweise kurzschließbare und so als Anlaßwiderstand verwendbare Spulen eines Bremsmagneten, an= derseits durch eine parallel zu dem Ankerstromkreise liegende, ebenfalls stufenweise kurzschließbare, zugleich als Bremswiderstand dienende Wicklung des gleichen Magneten geleitet wird, dessen Anker mit einer auf den Motor wirkenden Bremse derart mechanisch verbunden ist, daß die Bremse durch das magnetische Anziehen des Ankers gelüftet, durch dessen Loslassen angezogen wird.
  • Im folgenden sei die Wirkungsweise des neuen Verfahrens an dem Beispiele eines Gleichstrommotors dargestellt (Abb. i). Im Augenblicke der Einschaltung fließt der Strom von der + -Klemme des Netzes über die Leitung 38 und die Bürsten 49, 49 durch den Kollektor 48, weiter über die Hauptstromwicklung 39, die Leitung 40, durch die Spule 41, die Leitung 42 und durch die Spule 43 über die Leitung 44 zur - -Klemme. Dadurch werden das Feld des Mdtors sowie die Spulen 41 und 43 des Elektromagneten 46 erregt. Der Anker 47 wird infolgedessen angezogen, die mit ihm mechanisch verbundene Bremse des Motors wird gelüftet, und der Motor beginnt entgegen der Wirkung der Last 52 zu laufen. Diese ist auf der Zeichnung durch ein Gewicht P dargestellt. Der Widerstand der Magnetspulen 41 und 43 ist so bemessen, daß ein hinreichend geschwächter Strom durch den Motor fließt, so daß dieser wie mit einem gewöhnlichen Anlasser angelassen wird. Durch den Kurzschließer 45 können die Wicklungen 41a bis 41d und 43a bis 43d stufenweise kurzgeschlossen werden, so daß der Motor nach Kurzschließung beider Wicklungen zum Schlusse mit voller Feldstärke läuft. Durch teilweises Ab- und Zuschalten von Windungen wird also die Feldstärke geregelt. Durch die Abschaltung von Windungen der Spulen würde nun zugleich die Wirkung des Magneten 46 vermindert, durch die völlige Kurzschließung aufgehoben, der Anker 47 also nicht mehr angezogen, der Motor wieder gebremst werden. Um dies zu vermeiden, ist der Bremsmagnet 46 noch mit einer dritten Spule 5o ausgerüstet, die parallel zu dem Ankerstromkreise 49, 49 liegt. Zu Beginn des Anlassens zeigt sieh an den Ankerklemmen keine Spannung. Sobald aber der Anker in Bewegung kommt, entwickelt sie sich und nimmt mit wachsender Motorgeschwindigkeit zu. Die Spule 50 erfüllt also den Zweck, die Magnetisierung des Kernes 46 auf solcher Höhe zu halten, daß der Anker 47 angezogen, die Bremse also gelüftet bleibt. Dies sind die Vorgänge beim Anlassen von Elektromotoren, welche unter einer Belastung laufen.
  • Im umgekehrten Falle, wenn der Motor durch die Belastung 52 rückwärts getrieben wird, geschieht folgendes: Der von der +-Klemme kommende Strom nimmt den vorher beschriebenen Lauf. Er geht also über 38, 49, 48, 49, 39, 40, 44 42, 43, 44 zur - -Klemme des Netzes. Er erregt wiederum die Feldwicklung 39, und die parallel zum Anker liegende Spule 5o dient als Bremswiderstand. Wenn der Anker in dem erregten Felde 39 läuft, wird durch die erzeugte elektromotorische Kraft in .' der Wicklung 5o ein Strom erzeugt, welcher eine Bremswirkung ausübt. Die Wicklung 5o kann ebenso wie die Spulen 41 und 43 ! mit einem Kurzschließer versehen sein, so daß die Geschwindigkeit der Last, I z. B. die Senkgeschwindigkeit, in weiten Grenzen geregelt werden kann. Zum Umkehren des Motors kann in die Leitung 38 bis 44 ein bekannter Umkehranlasser eingeschaltet werden.
  • Die Verhältnisse bei einem Drehstrom-1- otor liegen gleichartig. Das entsprechende Schaltungsschema ist in Abb. 2 dargestellt. Die Spulen 54, 54 entsprechen den Spulen 41, 43 und können gleichfalls durch Kurzschließer 55, 55 stufenweise kurzgeschlossen werden. Die Wicklung 53 entspricht der an die Ankerklemmen gelegten Wicklung 50 beim Gleichstrommotor.
  • Das erläuterte neue Verfahren zum Anlassen und Bremsen von Elektromotoren kann für verschiedene technische Zwecke verwendet werden. So für Motoren, welche umkehrbar sind, und welche ebenso im belasteten wie im entlasteten Zustande verwendet werden. Ferner für solche Motoren, die für Hebezeuge bestimmt sind. Desgleichen für Elektromotoren, wie sie an Druckerei- und, Werkzeugmaschinen gebraucht werden, beispielsweise zum Heben und Senken des Arbeitstisches.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCPIE: I. Verfahren zum Anlassen und Bremsen von Gleich- und -Wechselstrommotoren, ohne besondere Regelwiderstände, bei welchem die Windungen des Bremsmagneten nach erfolgter Lüftung der Bremse nur so viel Energie zugeführt wird, als zum Festhalten der Bremse gerade erforderlich ist, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich die stufenweise kurzschließl?aren oder abschaltbaren Erregerwindungen (41, 43 oder 54) des Bremsmagneten (46) als Anlaßwiderstand dienen, und daß bei Gleichstrommotoren parallel zur Ankerwicklung (48), bei Wechselstrommotoren parallel zur Ständerwicklung (57) noch` eine ebenfalls stufenweise kurzschließbare, zugleich als Brerrswiderstand dienende Erregerwicklung (5o oder 53) desselben Bremsmagneten (46) liegt, die auch nach Kurzschließung der zuerst erwähnten ErregerwiiZdungen (41, 43 oder 54) des Bremsmagneten (46) die Bremse in ihrer gelüfteten Stellung festhält.
  2. 2. Ausführungsforrri nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsmagnet (46) als offener Ringmagnet ausgebildet ist, zwischen dessen Polen ein die Bremse verstellender Anker (47) sich dreht.
DEH92703D 1923-02-16 1923-02-16 Verfahren zum Anlassen und Bremsen von Gleich- und Wechselstrommotoren ohne besondere Regelwiderstaende Expired DE401537C (de)

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