DE668974C - Verfahren zum Anlassen von unbelastet anlaufenden Gleichstrommotoren - Google Patents
Verfahren zum Anlassen von unbelastet anlaufenden GleichstrommotorenInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02P—CONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
- H02P1/00—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
- H02P1/16—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters
- H02P1/18—Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting an individual DC motor
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Description
Zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, die mit annähernd konstanter Drehzahl laufen müssen,
eignet sich bei Vorhandensein eines Gleichstromnetzes insbesondere der fremderregte Gleichstrommotor.
Derselbe hat aber gegenüber dem Reihenschlußmotor den Nachteil, daß er, sofern es sich nicht um ganz kleine Leistungen handelt,
nicht ohne besondere Anlaßeinrichtung auf Drehzahl gebracht werden kann. Bei größeren
Leistungen tritt diese Schwierigkeit sogar beim Reihenschlußmotor in Erscheinung, indem auch
hier mehrere Anlaßstufen nötig werden zur Vermeidung unzulässig hoher Stromstöße. In
jedem Fall können diese Anlaufstromstöße in bekannter Weise beliebig verringert werden,
sei es durch eine entsprechend große Unterteilung des Anlaßwiderstandes im Ankerstromkreis,
sei es durch Anlegen des Motors an eine verminderte Netzspannung, z. B. vermittels
einer sogenannten Anlaßdynamo. Um im letzteren Fall im Motor zunächst ein starkes,
in der Dynamo aber ein schwaches Feld zu erhalten, kann man in bekannter Weise das
Dynamofeld anfänglich fremderregen und die Motorfeldwicklung in Reihe zum Anker legen.
Zur Erreichung der oberen Drehzahlen kann das Motorfeld geshuntet werden durch Widerstand
oder eine Akkumulatorenbatterie und schließlich sogar durch letztere allein beliebig
schwach fremderregt werden.
Allen diesen Schaltungen haftet der Nachteil
an, daß sie eine Anzahl von Bedienüngseinrichtungen erfordern, um die Zwischenstufen
zu bewerkstelligen.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren zum Anlassen von unbelastet anlaufenden
Gleichstrommotoren, bei dem die Motoren unmittelbar an ein Netz von annähernd konstanter
Spannung angeschlossen werden und eine Fremderregungswicklung besitzen, die während des Anlaßvorgangs in bekannter Weise"
mit dem Motoranker in Reihe geschaltet ist. Die Erregerwicklung ist dabei erfindungsgemäß
derart bemessen, daß der Anlaufstrom der Gleichstrommotoren beim unmittelbaren An-Schluß
derselben an das Netz den zum unbelasteten Anlauf erforderlichen Wert mindestens
erreicht ohne zulässige Werte zu überschreiten. Gewöhnlich hat die Fremderregung
eine Spannung in der Größenordnung der Netzspannung; sie hat deshalb einen viel zu hohen
Ohmschen Widerstand, um mit dem Motoranker in Reihe geschaltet werden zu können. Wird
aber die Spannung für die Fremderregung besonders klein gewählt im Verhältnis zur Netzspannung,
so eignet sich die Fremderregung bei der vorgeschlagenen Bemessung zum unbelasteten
Anlauf des Motors als Reihenschlußmotor sogar besser als die Erregerwicklung eines gewöhnlichen Reihenschlußmotors.
Die Umschaltung von Gleichstrommotoren von Fremd- auf Reihenerregung ist, wie erwähnt,
an sich bekannt. Die bekannte Schaltung l jedoch zum Anfahren unter Last (Bahnmt
vorgeschlagen worden, und es ist dabei in e*f|ü
Linie der Zweck verfolgt worden, einen währe} des Anfahrens als Reihenschlußmotor arbeitenden
Gleichstrommotor nach der Umschaltung auf Fremderregung auch zur Energierücklieferung
heranzuziehen. Im Gegensatz dazu soll nach der Erfindung ein unbelastet anlaufender
Motor ohne Anfahrwiderstände angelassen werden. Dabei wird die Fremderregerwicklung
für eine solche Spannung bemessen, daß sie als Reihenschlußwicklung günstige Anlaufverhältnisse ergibt und genügend großen
Ohmschen und induktiven Widerstand besitzt, letzteren besonders zur Verhütung zu großer
Stromspitzen beim Einschalten des stillstehenden Motors, ersteren zur Strombegrenzung währenddes
Anlaufs. Der Strom wird so begrenzt, daß die gewollte Drehzahl erreicht, aber nicht
wesentlich überschritten wird.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Der Gleichstrommotor 1 mit der Wendepolwicklung 2, einer Verbundwicklung 3 und einer
Fremderregungswicklung 4 wird mit Hilfe des Schalters 6 in Anlaufschaltung als Reihenschlußmotor
mit dem Netz verbunden. Die für die Fremderregung vorgesehene Erregerstromquelles
wird vom Hauptstrom des Motors durchflossen; sie wird daher, wenn sie eine Gleichstrommaschine
ist, als Motor laufen oder aufgeladen werden, wenn sie eine Batterie ist, ; Beträgt die Erregerleistung des unbelastet
anlaufenden Motors 1 beispielsweise 3 °/0 und
wird die Fremderregungsspannung zu 10 °/o der Netzspannung gewählt, so erreicht der Anlaufstrom
höchstens das Dreifache des Vollaststroms. Infolge der hohen Induktivität der Fremderregerwicklung 4 wird die Stromspitze
sogar wesentlich tiefer liegen. Während des Anlaufvorgangs sinkt der Strom bedeutend;
bei Erreichung der vollen Drehzahl wird der , Motor ι in der beim Anlassen von Bahnmotoren
bekannten Weise lediglich durch Einlegen des Schalters 7 in einen fremderregten Motor verhandelt.
Durch das starke Absinken des £§>iromes wird im übrigen eine Beschädigung
'•||ar Wicklungen des Motors selbst dann verändert,
wenn der Schalter 7 nicht oder erst 'verspätet eingelegt wird. Das Einlegen des
Schalters 7 kann selbsttätig erfolgen, beispielsweise
unter dem Einfluß der Ankerspannung des Hauptmotors 1 oder der Hilfsmaschine 5
oder der Spannung an den Klemmen des Schalters 7. Die Belastung des Motors erfolgt
erst nach Einlegen des Schalters 7.
Die Hilfsmaschine 5 kann auf der gleichen Welle wie der Motor 1 lanfen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Anlassen von unbelastet anlaufenden Gleichstrommotoren, bei dem
die Motoren unmittelbar an ein Netz von annähernd konstanter Spannung angeschlossen
werden und eine mit einer besonderen Stromquelle verbundene Fremderregungswicklung
besitzen, die während des Anlaßvorgangs mit dem Motoranker in Reihe geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Erregerwicklung (4) derart bemessen ist, daß der Anlaufstrom beim
unmittelbaren Anlegen an das Netz den zum unbelasteten Anlauf erforderlichen Wert
mindestens erreicht, ohne zulässige Werte zu überschreiten.
2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Fremderregung liefernde , Stromquelle (5) während des Anlassens
ebenfalls mit dem Motoranker (1) in Reihe liegt und daß nach erfolgtem Anlauf durch
Schließen eines einzigen Schalters (7) die Reihenerregung des Motors in eine Fremderregung
übergeführt wird.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fremderregung
liefernde Hilfsmaschine (5) vom Hauptmotor (1) angetrieben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH668974X | 1935-07-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE668974C true DE668974C (de) | 1938-12-14 |
Family
ID=4527519
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM131819D Expired DE668974C (de) | 1935-07-24 | 1935-08-10 | Verfahren zum Anlassen von unbelastet anlaufenden Gleichstrommotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE668974C (de) |
-
1935
- 1935-08-10 DE DEM131819D patent/DE668974C/de not_active Expired
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