AT128221B - Verfahren zum Aulassen von asynchronen Blindleistungsmaschinen. - Google Patents

Verfahren zum Aulassen von asynchronen Blindleistungsmaschinen.

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AT128221B
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Austria
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machine
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asynchronous
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Inventor
Michael Dr Ing Liwschitz
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Siemens Ag
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  Verfahren zum Anlassen von asynchronen   Blindleistungsmaschinen.   



   Den Gegenstand der Anmeldung bildet ein neues Verfahren für das asynchrone Anlassen von Blindleistungsmaschinen. Dieses besteht darin, dass für das Anlassen eine mit der Ständerwicklung der Hauptmasehine in Reihe geschaltete Drossel und ein fester Widerstand an den Schleifringen verwendet wird, wobei am Ende des Anlassvorganges die Erregermaschine eingeschaltet wird. 



   Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens ist in der Zeichnung dargestellt. Mit 1 ist eine asynchrone   Blindleistungsmaschine   bezeichnet, die mit der Erregermaschine 2 gekuppelt ist. Mit der Ständerwicklung 3 der Blindleistungsmaschine ist eine Drossel 4 in Reihe geschaltet. An den Schleifringen 5 der Blindleistungsmaschine ist ein fester Widerstand 6 angeschlossen sowie über einen Schalter 9 die Ständerwicklung der Erregermaschine   2,   die über einen Transformator 7 läuferseitig erregt ist. 



   Beim Anlassen dieser Einrichtung wird ein grosser Teil der Spannung, bei grossen Maschinen etwa vier Fünftel der gesamten Spannung von der Drossel aufgenommen, so dass nur etwa ein Fünftel auf den Ständer der Blindleistungsmaschine entfällt. Mit dieser verhältnismässig niedrigen Spannung läuft dann die Maschine als über den festen Widerstand kurzgeschlossene Asynchronmaschine an. Sobald die Maschine angelaufen ist, kann die Drosselspule abgeschaltet werden. Um jedoch den Stoss beim Abschalten der Drossel möglichst klein zu halten, wird zuvor die Erregermaschine soweit erregt, dass der Asynchronmaschine der gesamte Blindstrom über die Erregermaschine zugeführt wird.

   Die Ständerwicklung der Asynchronmaschine wird sodann nur den geringen Wirkstrom, der den Leerlaufverlusten des Aggregates entspricht, haben, so dass die Drosselspule so gut wie stossfrei abgeschaltet werden kann. 



   Als weitere Verbesserung kann die Drosselspule nach Art eines Transformators ausgebildet werden, dessen   Sekundärwicklung-gegebenenfalls   stufenweise über einen Widerstand-kurzgeschlossen werden kann. Bei einer derartig regelbaren Drossel kann man unter Umständen auf das Erregen der Hauptmaschine mit Hilfe der Hintermaschine gänzlich verzichten, da durch die Regelbarkeit die Stromstösse in zulässigen Grenzen gehalten werden können. 



   Besondere Vorteile bietet es weiter, die Schalter, die die Erregermaschine an die Schleifringe legen bzw. die Drosselspule abschalten, also die Schalter 8 und 9 des Ausführungsbeispiels derart mechanisch miteinander zu kuppeln, dass die Drosselspule erst abgeschaltet werden kann, nachdem die Erregung eingeschaltet ist. 



   An und für sich wurde zwar schon vorgeschlagen, eine asynchrone Blindleistungsmaschine mit Hilfe einer Drossel anzulassen, ebenso zum Anlassen an und für sich einen festen Widerstand zu verwenden, sowie auch die Erregermaschine während des Anlassvorganges eingeschaltet zu lassen. Die Vorteile dieser einzelnen Massnahmen kommen jedoch erst in der Kombination gemäss der Erfindung voll zur Geltung, indem es erst auf diese Weise überhaupt ermöglicht wird, grosse asynchrone Blindleistungsmaschinen ohne Anwurfmotor anzulassen, was bisher insbesondere mit Rücksicht auf die höchstzulässigen Spannungen im Läufer der Maschine ausgeschlossen war. 



   Die Anwendung des Erfindungsgedankens ist nicht auf Asynchronmaschinen beschränkt, sondern bezieht sich allgemein auf Maschinen jeder Art, bei denen ein asynchrones Anlassen möglich ist. 



   Bei synchronen Maschinen wird dann die Erregung durch Einschaltung der Gleichstromerregung bewirkt, wodurch dieselbe Wirkung erreicht wird, wie mit der Hintermaschine einer asynchronen Maschine.

Claims (1)

  1. . PATENT-ANSPRÜCHE : "''l. Verfahren zum'asynehronen Anlassen von Blindleistungsmasehinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine bei der Ständerwicklung vorgeschalteter Drossel mit festem Anlasswiderstand im Läuferkreis angelassen, sodann der Ständerkreis durch läuferseitige Erregung der Maschine von Blindströmen entlastet und hierauf die Drosselspule abgeschaltet wird.
    2. Verfahren zum asynchronen Anlassen von Blindleistungsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine mit einer regelbaren, der Ständerwicklung vorgeschalteten Drossel und einem festen Anlasswiderstand im Läuferkreis angelassen, sodann die regelbare Drossel stufenweise kurz geschlossen und gegebenenfalls abgeschaltet wird.
    3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Abschalten der Drosselspule bzw. zum Einsehalten der Erregung bestimmten Schaltorgane (8 und 9) derart gegenseitig verriegelt sind, dass das Abschalten erst nach Einschaltung der Erregung möglich ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelung erst bei Unterschreitung einer bestimmten Blindstromstärke im Ständerkreis freigegeben wird.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, gekennzeichnet durch eine Drosselspule mit Primärund Sekundärwicklung, bei der die Sekundärwicklung vor der Abschaltung etwa stufenweise kurzgeschlossen wird. EMI2.1
AT128221D 1930-02-21 1931-02-20 Verfahren zum Aulassen von asynchronen Blindleistungsmaschinen. AT128221B (de)

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