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Elektromagnetische Fernschaltvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich
auf eine elektroinagnetische Fernschaltvorrichtung zum Herbeiführen einer beliebigen
Anzahl von Arheitsverriclitungen, insbesondere der walilwu:-sen Fernschaltung von
Motoren in jeder beliebigen Drehrichtung über eine Schwachstromleitung. Es sind
Fernsclialtvorrichtungen. z. B. zum Antrieb von Schreibmaschinen, bekannt geworden,
hei denen durch über eine Linienleitung gesandte Ströme verschiedener Art mittels
eines Linienrelais mit -zwei Ari:eitskontakten von einer größeren Anzahl von Elektromagneten
eine beliebige Anzahl rum Ansprechen gebracht wird, die ihrerseits weitere Elektromagnete
zum Verrichten der Arbeitsvorgänge erregen. Die Erfindung besteht in einer besonderen
Art dieser Schaltvorgänge.
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Die selbsttätige Schaltvorrichtung wird durch eine Wählervorrichtung
heeinflußt, die ihrerseits aus der Ferne durch die Sendevorrichtung mittels zweier
verschiedener Arten von Zeichen beeinflußt wird. Bei der in ;leg Zeichnung als Beispiel
angegebenen Anordnung wurde angenommen, daß der Sender ein Tastenapparat ist, welcher
gestattet, in eine telegraphische Linie Ströme von zwei verschiedenen Arten zu senden.
Der dargestellte Wähler ist ein Relais, welches unter dem Einfluß eines der einen
oder der anderen Zeichen den einen oder anderen von zwei Kontakten, 11, 12
oder 11, 13, schließt. Vorauszuschicken ist, daß alle diese Apparate nicht Gegenstand
der Erfindung sind. Die elektromagnetische Schaltvorrichtung, also der Gegenstand
der Erfindung, kann durch ein beliebiges Übertragungssystem mit oder ohne Draht
in Tätigkeit gesetzt werden, «-elches einen an sich bekannten Empfänger besitzt
und unter dem Einfluß jeder der beiden "Zeichenarten einen anderen Kontakt schließt.
Die beiden Zeichenarten können voneinander auch in beliebiger Weise unterschieden
sein (nach der Richtung, nach der Frequenz oder der Dauer des diese Zeichen gebenden
Stromes usw.), v.-odurch sie auf die entsprechend gewählte Wählerart einwirken.
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Die hauptsächlichsten Vorteile der Erfindung sind folgende: r. Die
Arbeitsverrichtungen erfolgen in -zwei getrennten Zeitfolgen, der Vorbereitung und
der Ausführung. Die Vorbereitung ruft nicht notwendigerweise die Ausführung hervor.
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r. Die aufeinanderfolgen#le Vorbereitung mehrerer Arbeitsverrichtungen
gestattet ihre gleichzeitige Ausführung.
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3. Die Ausführung einer oder mehrerer vorbereiteter Arbeitsverrichtungen
geschieht durch den Handhabenden genau im gewünschter Augenblick: die Dauer der
Verrichtung ist nicht begrenzt, und rlie Verrichtung kann so häufig, wie nötig ist,
wiederholt werden und in jedem gewünschten Augenblick.
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.4. Das erste Zeichen der Vorbereitung, welches dein Zeichen der Ausführung
folgt, bewirkt die schnelle Rückkehr aller Elemente der Schaltvorrichtung und der
betätigten Apparate in eine ganz bestimmte Stellung, welche als Ausgangspunkt für
eine neue Ar-1,eitsverrichtung dient.
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5. Die Trennung in die beiden Zeichen »Vorbereitung« und »Ausführung«
gestattet nach einer Vorbereitung und vor einer Ausführung
die
Kontrolle der Schaltvorrichtung. Diese wird an der Aufgabestelle :durch Erscheinen
eines (elektrischen, optischen, akustischen o. dgl.) Zeichens bewirkt, welches je
nach der von der Schaltvorrichtung vorbereiteten Arbeitsverrichtung verschieden
ist. Es bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
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6. Da jede vorzunehmende Arbeitsverrichtung in der Schaltvorrichtung
von einer ganz verschiedenen Gruppe abhängt, ist es leicht, die von einem Apparat
vorzunehmenden Verrichtungen zu v errnehren, ohne daß man die Anordnung der schon
vorgesehenen Gruppen zu ändern braucht.
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7. Die die Schaltvorrichtung bildenden Eleinente sind von sehr einfacher
und in der Elektrotechnik üblicher Bauweise, was ihre Massenherstellung erleichtert.
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Die Beschreibung und Zeichnung geben ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die "Zeichnung stellt das allgemeine Schema einer Fernschaltvorrichtung dar, welche
für vier Arbeitsverrichtungen (.Manöver) gebaut ist. Die Verbindung zwischen der
Aufgabe- oder Sendestelle und dem Wähler erfolgt durch einen einzigen Draht und
durch die Erde.
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Die Aufgabestelle besitzt zwei Kontaktsätze i und 2 mit Federung.
Jede wir-) durch eine Taste 3 bzw. 3' betätigt, un-1 die Vorrichtung stellt so-einen
zweipoligen Stromsender dar, welcher gestattet, eine Stromquelle q. zwischen die
Linie 5 und die Erle 6 zu schalten und in die Linie einen Strom verschiedener Richtung
zu senden, je nachdem man die eire oder andere Taste niederdrückt. Sicherheitskontakte
7 und 7' verhindern ein Kurzschließen der Stromquelle d., wenn infolge einer falschen
Handhabung die beiden Tasten 3, 3' gleichzeitig niedergedrückt werden.
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Der Wähler besteht aus einem Gleichstromgalvanometer 8 mit beweglicher
Spule g im Feld eines Magneten io, dessen Zeiger durch einen Arm mit beweglichem
Kontakt i i ersetzt ist. Dieser kann auf zwei feste Kontakte 12 und 13 übergehen,
je nach der Stromrichtung in der zwischen der Linie 5 und der Erde 6' eingeschalteten
Spule g. Der bewegliche Teil des Galvanometers ist so gebremst, daß der Kontaktarm
i i senkrecht steht, wenn kein Strom durch die Spule geht.
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Die selbsttätige Schaltvorrichtung, der Gegenstand der Erfindung,
enthält verschiedene Elcktromagnetarten, welche in der Zeichnung init den Buchstaben
M, P, EX und E bezeichnet sind.
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Die Elektromagnete M beeinflussen direkt die .Maschinen zum Ausführen
der Arbeitsverrichtungen.
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In der Zeichnung sind die Maschinen sehe-Z-, als zwei elektrische
Motore MR) und IIR2 dargestellt. Die Elektromagnete P, Vorbereitungsr°lais genannt,
werden verwendet, um die Arbeitsverrichtung durch Schluß eines Kontaktes vorzubereiten,
welcher im Stromkreis des entsprechenden Elektromagneten IYI für die zu vollziehende
Arbeitsverrichtung liegt. Der Stromkreis des Elektroinagneten 11 wird hierdurch
teilweise geschlossen. Die Elektromagnete P schalten sich nacheinander ein, und
die vorbereitete Arbeitsverrichtung hängt von der Zahl der eingeschalteten Elektromagnete
ab. Der Elektromagnet EX' (Elektromagnet der ersten Wirkung) ruft :den vollkommenen
Schluß des Stromkreises des Elektromagneten M hervor, welcher, wie oben beschrieben,
vorbereitet wurde. Der Elektromagnet EX2 (Elektromagnet der zweiten Wirkung) ruft
den Strom in den von .den Elektromagneten 11Y1 beeinflußten Maschinen hervor.
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Die Elektromagnete E, E0, E', E2 usw. (Schaltmagnete) sind
Hilfsmagnete. Jeder von ihnen bildet eine Gruppe mit einem der Elektromagnete
EX, EX, O, P1 usw., deren sich selbst sperrende Kontakte b sie bei ihrer
Erregung auslösen und öffnen.
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An jedem Munövrierelektromagneben ist ein Kontakt vorhanden, welcher
die Aufgabe hat, ein Zeichen beliebiger Art (elektrisch, optisch, akustisch o. ,d-1)
hervorzubringen, was nicht Gegenstand (der.Erfindung ist. Beispielsweise speist
bei d'em dargestellten Kontrollsystem eine Stromquelle 24 einen Widerstand 23 und
ein -damit in Reihe geschaltetes Galvanometer 25 auf der Aufgabestelle, falls die
Elektromagnete 0, P und EX sowie die Tasten 3 und 3' in Ruhe und die
Sicherheitskontalzte 'a' und 2i' geschlossen sind. Die Einrückelektromagnete El,
E2, E3, E4 schließen bei ihrer Erregung Kontakte d, welche an verschiedene Stellen
:des Widerstandes 23 angeschlossen sind. Infolgedessen wird auf der Befehlsstelle
durch das Galvanometer 25 kontrolliert, welcher Elektromagnet El, E2,
Es
oder E4 zuletzt geschlossen worden ist, also ob der Stromkreis für
die Arbeitsverrichtung richtig vorbereitet .ist. Für ,die gute Wirkung dieser Kontrollvorrichtung
ist der geringe Strom .der ebenfalls an die Batterie 24 angeschlossenen Wählerspule
g ohne Bedeutung.
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Entsprechend dem Ansprechen eines der Arbeitselektromagnete M kann
jeder Motor MR in einem oder dem andern Sinn laufen. Durch nicht dargestellte Sicherheitsvorrichtungen
wird verhütet, daß die beiden .denselben Motor MR' oder 11R2 beeinflussenden Elektromagnete
l173, M4 oder M', 1Y12 durch gleichzeitiges Ansprechen Kurzschluß hervorrufen.
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'\Venn die verschiedenen Teile in Ruhe sind, sind die Armaturen aller
Elektromagnete
durch Federn angehoben; die durch die Teile c beeinflußten
Kontakte sind geöffnet, (1a jeder Teil c durch seinen federnden Kontakt zurückgedrückt
ist. Alle verwendeten Kontakte sind federnde Blattkontakte und offen, wenn sie nicht
durch eine Gegenkraft geschlossen werden.
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Die Schaltvorrichtung tritt in Tätigkeit, indem man zweimal hintereinander
auf den Knopf 3' und darauf einmal auf den Knopf 3 drückt; d. h. man sendet in die
Linie zwei Attsfiihrungssignale, welchen ein Vorbereitungssignal folgt.
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Bei jedem der Ausführungssignale geht ein von der Batterie q gelieferter
Strom 6, 3, 7, 1, =h 3', 5, 9, 6' durch die Erde 6, 6', die Spule 9 des Kontaktgalvanometers
8 und die Linie 5; dieser Strom bewirkt den Schluß des Kontaktes 1r, 12. Beim ersten
Signal »Ausführung« fließt ein von einer Batterie rd gelielieferter Strom folgendermaßen:
--Pol der Batterie 14, Leitung 46, Elektromagnet EX', Kontakt 16, Leitung 27, Kontakte
12, 11 und --Pol der Batterie r4.. EX zieht seinen Anker an, öffnet seine oberen
Kontakte a, a',
bringt Hebel c zum Schwingen und schließt den Kontakt b.
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EX' zieht seinen Anker' an, öffnet seine oberen Kontakte
a, a', bringt Hebel c zum Schwingen und schließt den Kontakt b.
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Bei der Unterbrechung dieses ersten Signals öffnen sich die Kontakte
i r, 12 des Kontaktgalvanometers 8, der Anker von EXl kommt zur Ruhe. die Kontakte
a, ä werden geschlossen; b bleibt geschlossen, da c durch den Anker von E
gesperrt «-orden ist. Ein von der Batterie 1q. ausgehender Strom ist nun folgender:
+ -Pol der Batterie rd., Leitung .1.6, Kontakte a und b von
EX', Elektronragnet El, Leitüng 28 und --Pol der Batterie rd.. Der Elektromagnet
El zieht seinen Anker an, unterbricht den Kontakt 16, welcher EX' außerhalb
des von r 1, 12 beeinflußten Stromkreises bringt.
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Beim zweiten Signal »Ausführung« findet ein von der Batterie rd gelieferter
Strom folgenden Weg: -f-- Pol der Batterie 1q., Leitung 46, Kontakte a, b
von EX', Wicklung von EX2. Leitung 27, Kontakte i i, 12 und --Pol der Batterie
14. Der Elektromagnet EXZ zieht seinen Anker an, welcher die zugehörigen Kontakte
a, a' öffnet und b schließt, wobei der Teil c' durch den Anker von E° gesperrt
wird. Bei der Unterbrechung des zweiten Signals »Ausführung« an den Kontakten i
r , 12 des Kontaktgalvanometers 8 läßt EXZ seinen Anker los, welcher a und
ä
wieder schließt.
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Druckt inan jetzt auf die Taste 3 »Vorbereitung«, so wird ein Stromkreis,
Erde 6, Taste 3, Kontakte 2 oben, Batterie q., Kon-
takte 2 unten, Kontakt
7 Taste 3', l.eittlll"; 5. Spule 9 und Erde 6' von einem im Sinne »Ausführung« entgegengesetzten
Strom durchflossen, was den Schleiß des Kontaktes 11, 13 hervorruft.
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Dies Signal »Vorbereitung« bewirkt den Schluß des Stromkreises des
Elektroinagneten E folgendermaßen: -r-Pol der Batterie rd, Leitung .46, Elektromagnet
E, LeitUng 29, Leitung 30, Kontakte 13, 11 und --Pol der Batterie i-.. Der Elektromagnet
E zieht seinen Anker an, welcher c freigibt unid den Kontakt b unterbricht. der
Elektromagnet El ist infolge der t@ffritni- des Kontaktes b nicht mehr erregt, Kontakt
16, also geschlossen, und der l;lehtroniagnet E11 wieder. in den Stromkreis »Ausführung«
eingefügt, spricht jedoch nicht an, weil der Kontakt r r, 12 offen ist. Der Elektromagnet
EX 2 ist außerhalb dieses Stromkreises gebracht.
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Dies selbe Signal »Vorbereitung« ruft den Schluß des Kreises des Elektroiri:3#,ireten
() für Nullstellung hervor. wobei der Stromkreis folgender ist: -f-- Pol der Batterie
r4., Leitung 46, Kontakte a. 1@ von EZ 2, Leitung 31, Flektrcrnnagiret 0, Leitung
3o, K#)ntakt 13.I r und --Pol der Batterie 14. Der Elektroniagnet 0 zieht =einen
Anker an, welcher 21 und 2r' öffnet und 22 schließt durch Hebel co, welcher durch
den Anker von El verriegelt bleibt: Die Gruppe der Kontakte 20 ist in gleicher Weise
geschlossen.
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Der Elektromagnet E0 wird dann, erregt und sein Stromkreis ist: ---Pol
der Batterie rd, Leiturig 46', Kontaktgruppen 20. Leitung 32, Elektromagnet F_0,
Leitung 33, Leitung 28 und -- Pol der Batterie 1.4. Der erregte Elektromagnet E0
gibt c' frei, welcher den Kontakt 1) von EX-' unterbricht und folglich den Stromkreis
des Elektromagneten 0. Dieser gibt seinen Anker frei, welcher die Kontakte 18, rc)
und 21 schließt und die Kontaktgruppe 20 öffnet. Der Anker c des Elektromagneten
F.' bleibt gesperrt und mithin der Kontakt 22 geschlossen.
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In dieseln Augenblick wird der Kreis des ersten Vorbereitungselektromagneten
P' ge-
schlossen: +- Pol vier Batterie r4., Leitung d.6', Kontakte 21 und
22, Leitung 34., Elektromagnet P', Leitung 35, Kontakt rc), Leitung 30, Kontakt
13, 11 und Batterie 1.4. Der Elektromagnet P' zieht seinen Anker an und läßt Hebel
c l schwingen, welcher durch den Anker von EZ gesperrt bleibt uncl den Kontakt b
von P' geschlossen hält.
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Der Elektromagnet P' zieht seinen Anker an und läßt Hebel cl schwingen,
welcher durch den Anker von F.2 gesperrt bleibt und den Kontakt b von P' geschlossen
hält.
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Bei der Unterbrechung des ersten Signals >.Vorbereitung« bei dem Kontakt
1 1, 13
gibt P' seinen Anker frei, welcher den Kontakt a und folglich
den Stromkreis von El schließt: -I-- Pol der Batterie i-., Leitung .46, Kontakt
a und b von P1, Leitung 36, Elektroinagnet El, Leitungen 33, 28 und = -Pol der Batterie
1d.. Der erregte Elektromagnet E' zieht seinen Anker an, welcher co freigibt und
den Stromkreis von P1 an einer zweiten Stelle bei 22 unterbricht. Der Anker des
Elektromagneten Ei schließt zwei Kontaktsätze d, deren einer in dein Stromkreis
des Arbeitselektromagneten1171 eingefügt ist, welcher den Motor 31T22 beeinflußt.
Dieser Stromkreis ist jedoch noch durch einen Kontakt i 5 am Flektromagileten EX'
unterbrochen.
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Durch die Aussendung von zwei Signalen »Ausführung« hintereinander,
gefolgt von einem Signal »Vorbereitung«, sind alle Organe der bisher erregten Elektroma,gnetsätze
EX', El, EX2, E, O, E0, P1 und El in ihre Anfangslagen zurückgeführt
und ein Stromkreis für den Elektromagneten P2 durch Schließen und Sperren eines
Kontaktes b mittel des Hebels cl vorbereitet worden. Elektroinagnet El bleibt zunächst
erregt.
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Es sei nun vorausgesetzt, daß es sich darum handele, die beiden Motoren
MR' und MR 2 gleichzeitig in Gang zu setzen, den ersten entsprechend dem Drehsinn,
welchen ihm sein Arbeitselektromagnet 1:T4 vorschreibt, den zweiten entsprechend
dem Drehsinn, welchen ihm sein Arbeitselektromagnet ?L72 vorschreibt. Der Befehl
besteht darin, nacheinander die Manöver 2 und .4 vorzubereiten. Die Vorbereitung
.des Manövers 2 besteht darin, denElektromagneten 312 zu erregen, die Vorbereitung
,des Manövers d. darin, -len Elektromagneten 1T4 zu erregen.
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Für die gleichzeitige Ausführung dieser beiden Manöver ist der Stromkreis
zu den Motoren durch einen weiteren Kontakt zu schließen. Hat man den Befehl i vorbereitet,
wie oben ersichtlich, so muß man, um den Befehl 2 vorzubereiten und Befehl i ungültig
zu machen, ein zweites Signal »Vorbereitung« senden, d. h. nochmals auf die Taste
3 drücken, was wiederum den Kontakt 11, 13 des Kontaktgalvanometers 8 schließt.
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Bei diesen Bedingungen wird der Vorl;ereitungselektromagnet P2 durch
folgenden Strom erregt: ----Pol der Batterie"id., Leitung; 4.6, Kontakte a und b
von PI, Elektroinagnet P2, Leitung 35, Kontakt r9, Leitung 30, Kontakt 13, 11 und
-- Pol der Batterie 14. Der erregte Elektromagnet P2 zieht seinen Anker an, läßt
den Drehhebel c2 schwingen und einen Kontakt b schließen; dieser Kontakt bleibt
geschlossen, da c2 durch den Anker von E3 gesperrt wird.
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Da bei Unterbrechung des Signals »Vorb.er@ittuig« der Kontakt ii;
13 unterbrochen wird, läßt,der Elektromagnet P2 seinen Anker los, welcher
seinen Kontakt a schließt. Da. =furch wird E= durch folgenden Strom erregt --Pol
der Batterie 1q., Leitung d.6', Kontakte a und b von P2, Elektromagnet E2,
Lei tun g 33, Leitung 28 und -- Pol der Batterie i-i. Der erregte Elektromagnet
E2 zieht seir-en Anker an, cl wird freigegeben, iler Kontakt b von P1 wird unterbrochen,
was den I?lektromagneteli El stromlos macht uncl den Stromkreis für denElektr@.nagneten
P2 unter-. bricht. In diesem Augenblick wird die Ar beitsverrichtung 2 durch den
,Schluß des Kontakts 37 des Elektromagneten E2 vorbereitet.
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Da diese Arbeitsverrichtung einen Teil der beiden ausmacht, welche
man ausführen muß, sendet nlan .dann durch den Strom 6, 3, 7, 1 unten, d., 1 oben,
3', 5, 9, 6', 6 ein Signal »Ausführung«, welches .dar Elektromagneten EX' arbeiten
läßt, wie :dies vorher beschrieben wurde. Der erregte Elektromagnet EX'
schließt
den Kontakt 15, wodurch der Arbeitselektromagnet i17= erregt wird, dessen Stromkreis
folgender ist: ---Pol einer Stromquelle .I7, Leitung 38, Kontakt 15, Leitung 39,
40, Kontakt 37, Leitung 41, Elektromagnet i'11=, Leitung ,42, Kontakt 18, Leitung
.43 und -- Pol der Strornquelle-47. Der erregte Elektrornannet .1T2 stellt Iie Verbindungen
von 1:1R2 her und schließt direkt einen Haltestromkreis -I,-, 4;, 4# j12, 4.2, 18,
43, 47, -; der Vorbereitungskontakt 3; und Ausführungskontakt 15 werden jetzt wieder
unterbrochen, und zwar der letztere (15 ) beim Aufhören des ersten Signals »Ausführung«
und der Kontakt 37 beim Aufhören des nächstfolgenden Signals .@1,u@-bereituna«.
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Bei der Unterbrechung des ersten Signals »Ausführung« durch Loslassen
der Taste 3' gibt EX' seinen Anker frei und setzt sich, wie auseinandergesetzt,
dadurch außer Strom, daß der Elektromagnet E' zur Wirkung kommt. Man sendet. dann
ein Signal »Vorbereitung« durch #len Linienstrom 6, 3, 2 ol-en, d., 2 unten, 7',
3', 5, 9, 6', welcher durch einen neuen Schluß des Kontakts ii, 13 von neuem den
Elektromagnet E erregt. Dieser IPtzte veranlaßt die Öffnung des Kontaktes b, welcher
den Stromkreis des Elektromagneten E' unterbricht; dieser schließt infolgedessen
den Kontakt 16, .der den Elektromagnet EX' wieder in den Stromkreis »Ausführung«
bringt. (In diesem Augenblick ist der Stromkreis »Ausführung« nicht mehr unter Strom,
sondern erst wieder beim nächsten Schluß von i i - 12.) Da aber die letzte Vorbereitung,
welche getätigt wurde, durch den Elektromagneten P2 geschah, so ruft da.-, neue
Signal »Vorbereitung« die Erregung des RlelctromagnetenP' hervor durch den Stroln
| @- 14. 46', a, b von P2, Frs. 35. 19, 30. 13. |
| 1 r. 14. |
| Bei der Unterbrechung dieses Signals hei |
| den Kosttakten 13, 11 wirkt der Elektroma- |
| gnet P-' durch seine Kontakte a und b auf den |
| Elektromagneten E', so <iaß dieser erregt |
| wird durch den Strorn 14, a.6', a, b von P3, |
| E:#. 33. ?8. - i4. Durch deli laektro@na- |
| ,nieten E" wird die Arlx it (lies I@lelaromagne- |
| ten .tI' vorbereitet und fier Stromkreis des |
| Hlektronragneten P' 4i dein Kontakt b von |
| I'= unterbrochen. |
| Man sendet min von nettem ein Signal |
| »Vf n Bereitung«, welches den F_lektronta- |
| glie',en P' erregt, dessen Stromkreis folgender |
| ist: +-Pol der Batterie 14, Leitung 46', |
| Kontakte a und 1; von l'-', Hlektroniagnet P', |
| 1-eitting 35. Kontakt i(), leiturig 30, Kontakt |
| 13, r 1 und - - Pol der Batterie 14. Der er- |
| rrgte Elektronia-rnet I'' zieht seinen Anker an |
| und liißt ilen klebet e' schwingen. welcher, ge- |
| halten durch den Anker vfln einen Kon- |
| takt b schließt. |
| Bei der Unterbrechung dieses Signals »Vor- |
| 1 ertittiiig#: an der Kontaktstelle 1 t, 13 rillt |
| der Elektrlmiagnet P; seinen Anker frei und |
| schließt seinen Kontakt a, welcher den Elek- |
| tromagneten F_' erregt durAi fleh Strom: |
| Pol det Batterie 1:1, Leitung 46', Kon- |
| 'akte a rund 17 des Flektronlagneten l", 1;Iek- |
| troniagnet F_`, Leituugell 33, 28 und --Pol |
| der Batterie 14. Der erregte Elektronia- |
| gret E' zieht seinen Anker an und schließt |
| den Kontakt 45, welcher die Vorbereitung der |
| Arbeitsverrichtung 4 bewirkt. |
| Man sendet dann durch die Taste 3' wie- |
| gleruin ein Signal »Ausführung«, welches den |
| Vlektroniagneten EX' ariwiten läßt und den |
| \ rl, eit,-elektroiiiagiieteii , AV erregt durch dün |
| Strflnl -t- 47, 38, 15, 39, 40, 4;, vI'. 42, 18. |
| -43. - -47. Der Elektromagnet ..l' arbeitet in |
| derselben Weise wie AI:'. Die beiden Arlleits- |
| vcrriclitttngeri, welche getvünscht wurden, sind |
| vorbereitet. |
| Bei der Unterbrechung dieses Signals |
| ,@Ausfiihrung« wird #Irr Elektromagnet EX' |
| st romlos. |
| ein Augenblick, wo man es für nötig hält, |
| sendet man l%leflertllil da, zweite Siglial »Aus- |
| fiilirtttir«. Der rlel<trimagriet 1:X2 zieht Sei- |
| ncnAliker :ui und schließt den Kontakt 17; |
| ,sie beiden \I@Itclr,#n _llli', _llR=, deren Stroni- |
| kreise fhirch feie lwifleii unteren Arlleitskon- |
| ta@tc fl.@r Elektromagnete JI= tuld .1l' ge- |
| schlossen sind, setzen sich infolgedessen in |
| I'nwerun und laufen während der gairzen |
| 7elt der Sendung des Signals »Ausführung«. |
| I fies Signal kann so hätifi- unterbrochen und |
| wiederholt «erden, wie es nötig ist. Bei Je- |
| dcr Unterbrechutt, erzeugt inan (las Öffnen |
| düs Kontaktes 1% und llll le'lulll @c111111j :1t#11 |
| Schluß .dieses Kontaktes. Beien Ansprechen |
| ,leg Elektromagnete _Il', .1P drehen sich die |
| Motoren _UM und .11R2 in um-ekehrter I,ich- |
| tulig als l:cim Ansprechen leg I- lektr cllnagaete |
| .t l2 una .11'. |
| Zur Beendigung des 1lanövers sendet man |
| ein Signal »Vorbereitung«, was den Null- |
| stell#u-gsnlagi::ten (> zur Erregung brillrt. |
| dessen Stromkreis folgender ist: -f- -P01 der |
| Batterie t4. Leitung .16, Kontakte a und 12 |
| voi EX2, Leittnir r, I:lektromirliv; (), l.ci- |
| t1lllg 30, Kontakt 13, 11 und -- 1'o1 der Bat- |
| terie 14. Dies Signal bewirkt durch Schlie- |
| 13eil der Kontakte 20 (las Arbeiten des Elek- |
| troniagnets El=f; dieser gibt c' frei tind unter- |
| i)richt den Kontakt b von EX-, so daß der |
| Stn:inkrei; ies Eiel<trrr:iiagnets 0 unterbro- |
| chen wir 1. Der Elektromagnet O #clialtet |
| bei seinem Ansprechen erstens bei 18 den |
| Stromkreis der Arbeitselektromagnete 11 all, |
| «-elche wieder zur Ruhe kommen, zweitens hei |
| i g fleh der Vorbereitungselektromagnete P' |
| bis I" und scliliellt drittens iic Kontakt- |
| "rtlppe 20, w(.l # ll-cl1 lic @aektronia<;@letc
h= |
| bis E' voriil:er`eliend erregt und die Hebel c' |
| Iris ('' entsperrt «-erden. Der Elektroniagnet- |
| sitz 1-'. E'. 1:.i"2, E, U, EO, P' tti"1 E is- |
| flann bereit, eirie_t :ictien Befehl zu erhalten. |
| Der Befehlsvorgang bestand also darin, die |
| Signale »'Vorbereitung r und 2« zu senden. |
| dann ein Signal »Ausführung«, dann die Si- |
| gnale »`'orhereitl-tn9 3 und 4<<, dann ein Si- |
| rnal »Ausführung«, welches die Vorausfiih- |
| runr festsetzt. Die folgenden Signale ».@tis- |
| fiihrtin gr« haben gestattet, die Arbeitsverrich- |
| titrig auszuführen und zu wiederholen. Das |
| :erste Signal »Vorbereitung« nach -zwei oder |
| mehreren Signalen »Ausführung« hat alle |
| Teile fies selbsttätigen Elektroinarnetsatzes |
| zu einem ganz he stimmten Punkt zurückge- |
| führt: der Vorbereitung des ersten Befehls. |
| Der beschriebene Elektrnina,rnetsatz kann |
| eitle große Zahl von Verwendungen finden. |
| militärisch, maritim rnler industriell. bei der |
| I'erii`schaltung niit Dralit oder ohne Draht. |
| Tief -<lei-"Eiiischifung, beine Flugwesen. hei |
| Wurfmaschinen, hei --'#rtilleriestückeu usw. |
| Er kann verwendet werden, um feie Unterbre- |
| cher von Selbsttätigen Unterstationen. «-elche |
| v(@n @ler Zentralstation entfernt sis; 1, zti @@rillell |
| ()der zu schließen, für die Beeinflussung der |
| Iisetillahnsigliale, die Beeinflussung von |
| Pumpen tisw.: er kann auch als liainnitttator |
| in fier Telefonie oller #e111s@tätiren Tele"ra- |
| phie verwendet werden. |
| Die \"orllereittlng,elel<trf fniarnete l;önneli |
| sei gewissen Verwendungen eitlen vollkoltl- |
| inenen Kreis blldcu, (I. Il. wenn 1m11 voln |
| ersten @larliet ausgeht und ztun letzten J-e- |
| langt, kann man fortfahren. indem nian (furch |
| Elen erstell zurückgeht. - |