DE399683C - Elektromagnetische Fernschaltvorrichtung - Google Patents

Elektromagnetische Fernschaltvorrichtung

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DE399683C DEC29298D DEC0029298D DE399683C DE 399683 C DE399683 C DE 399683C DE C29298 D DEC29298 D DE C29298D DE C0029298 D DEC0029298 D DE C0029298D DE 399683 C DE399683 C DE 399683C
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J13/00Circuit arrangements for providing remote monitoring or remote control of equipment in a power distribution network
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    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
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    • H02J13/18Circuit arrangements for providing remote monitoring or remote control of equipment in a power distribution network characterised by the remotely-controlled equipment, e.g. converters or transformers
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Description

  • Elektromagnetische Fernschaltvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine elektroinagnetische Fernschaltvorrichtung zum Herbeiführen einer beliebigen Anzahl von Arheitsverriclitungen, insbesondere der walilwu:-sen Fernschaltung von Motoren in jeder beliebigen Drehrichtung über eine Schwachstromleitung. Es sind Fernsclialtvorrichtungen. z. B. zum Antrieb von Schreibmaschinen, bekannt geworden, hei denen durch über eine Linienleitung gesandte Ströme verschiedener Art mittels eines Linienrelais mit -zwei Ari:eitskontakten von einer größeren Anzahl von Elektromagneten eine beliebige Anzahl rum Ansprechen gebracht wird, die ihrerseits weitere Elektromagnete zum Verrichten der Arbeitsvorgänge erregen. Die Erfindung besteht in einer besonderen Art dieser Schaltvorgänge.
  • Die selbsttätige Schaltvorrichtung wird durch eine Wählervorrichtung heeinflußt, die ihrerseits aus der Ferne durch die Sendevorrichtung mittels zweier verschiedener Arten von Zeichen beeinflußt wird. Bei der in ;leg Zeichnung als Beispiel angegebenen Anordnung wurde angenommen, daß der Sender ein Tastenapparat ist, welcher gestattet, in eine telegraphische Linie Ströme von zwei verschiedenen Arten zu senden. Der dargestellte Wähler ist ein Relais, welches unter dem Einfluß eines der einen oder der anderen Zeichen den einen oder anderen von zwei Kontakten, 11, 12 oder 11, 13, schließt. Vorauszuschicken ist, daß alle diese Apparate nicht Gegenstand der Erfindung sind. Die elektromagnetische Schaltvorrichtung, also der Gegenstand der Erfindung, kann durch ein beliebiges Übertragungssystem mit oder ohne Draht in Tätigkeit gesetzt werden, «-elches einen an sich bekannten Empfänger besitzt und unter dem Einfluß jeder der beiden "Zeichenarten einen anderen Kontakt schließt. Die beiden Zeichenarten können voneinander auch in beliebiger Weise unterschieden sein (nach der Richtung, nach der Frequenz oder der Dauer des diese Zeichen gebenden Stromes usw.), v.-odurch sie auf die entsprechend gewählte Wählerart einwirken.
  • Die hauptsächlichsten Vorteile der Erfindung sind folgende: r. Die Arbeitsverrichtungen erfolgen in -zwei getrennten Zeitfolgen, der Vorbereitung und der Ausführung. Die Vorbereitung ruft nicht notwendigerweise die Ausführung hervor.
  • r. Die aufeinanderfolgen#le Vorbereitung mehrerer Arbeitsverrichtungen gestattet ihre gleichzeitige Ausführung.
  • 3. Die Ausführung einer oder mehrerer vorbereiteter Arbeitsverrichtungen geschieht durch den Handhabenden genau im gewünschter Augenblick: die Dauer der Verrichtung ist nicht begrenzt, und rlie Verrichtung kann so häufig, wie nötig ist, wiederholt werden und in jedem gewünschten Augenblick.
  • .4. Das erste Zeichen der Vorbereitung, welches dein Zeichen der Ausführung folgt, bewirkt die schnelle Rückkehr aller Elemente der Schaltvorrichtung und der betätigten Apparate in eine ganz bestimmte Stellung, welche als Ausgangspunkt für eine neue Ar-1,eitsverrichtung dient.
  • 5. Die Trennung in die beiden Zeichen »Vorbereitung« und »Ausführung« gestattet nach einer Vorbereitung und vor einer Ausführung die Kontrolle der Schaltvorrichtung. Diese wird an der Aufgabestelle :durch Erscheinen eines (elektrischen, optischen, akustischen o. dgl.) Zeichens bewirkt, welches je nach der von der Schaltvorrichtung vorbereiteten Arbeitsverrichtung verschieden ist. Es bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
  • 6. Da jede vorzunehmende Arbeitsverrichtung in der Schaltvorrichtung von einer ganz verschiedenen Gruppe abhängt, ist es leicht, die von einem Apparat vorzunehmenden Verrichtungen zu v errnehren, ohne daß man die Anordnung der schon vorgesehenen Gruppen zu ändern braucht.
  • 7. Die die Schaltvorrichtung bildenden Eleinente sind von sehr einfacher und in der Elektrotechnik üblicher Bauweise, was ihre Massenherstellung erleichtert.
  • Die Beschreibung und Zeichnung geben ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die "Zeichnung stellt das allgemeine Schema einer Fernschaltvorrichtung dar, welche für vier Arbeitsverrichtungen (.Manöver) gebaut ist. Die Verbindung zwischen der Aufgabe- oder Sendestelle und dem Wähler erfolgt durch einen einzigen Draht und durch die Erde.
  • Die Aufgabestelle besitzt zwei Kontaktsätze i und 2 mit Federung. Jede wir-) durch eine Taste 3 bzw. 3' betätigt, un-1 die Vorrichtung stellt so-einen zweipoligen Stromsender dar, welcher gestattet, eine Stromquelle q. zwischen die Linie 5 und die Erle 6 zu schalten und in die Linie einen Strom verschiedener Richtung zu senden, je nachdem man die eire oder andere Taste niederdrückt. Sicherheitskontakte 7 und 7' verhindern ein Kurzschließen der Stromquelle d., wenn infolge einer falschen Handhabung die beiden Tasten 3, 3' gleichzeitig niedergedrückt werden.
  • Der Wähler besteht aus einem Gleichstromgalvanometer 8 mit beweglicher Spule g im Feld eines Magneten io, dessen Zeiger durch einen Arm mit beweglichem Kontakt i i ersetzt ist. Dieser kann auf zwei feste Kontakte 12 und 13 übergehen, je nach der Stromrichtung in der zwischen der Linie 5 und der Erde 6' eingeschalteten Spule g. Der bewegliche Teil des Galvanometers ist so gebremst, daß der Kontaktarm i i senkrecht steht, wenn kein Strom durch die Spule geht.
  • Die selbsttätige Schaltvorrichtung, der Gegenstand der Erfindung, enthält verschiedene Elcktromagnetarten, welche in der Zeichnung init den Buchstaben M, P, EX und E bezeichnet sind.
  • Die Elektromagnete M beeinflussen direkt die .Maschinen zum Ausführen der Arbeitsverrichtungen.
  • In der Zeichnung sind die Maschinen sehe-Z-, als zwei elektrische Motore MR) und IIR2 dargestellt. Die Elektromagnete P, Vorbereitungsr°lais genannt, werden verwendet, um die Arbeitsverrichtung durch Schluß eines Kontaktes vorzubereiten, welcher im Stromkreis des entsprechenden Elektromagneten IYI für die zu vollziehende Arbeitsverrichtung liegt. Der Stromkreis des Elektroinagneten 11 wird hierdurch teilweise geschlossen. Die Elektromagnete P schalten sich nacheinander ein, und die vorbereitete Arbeitsverrichtung hängt von der Zahl der eingeschalteten Elektromagnete ab. Der Elektromagnet EX' (Elektromagnet der ersten Wirkung) ruft :den vollkommenen Schluß des Stromkreises des Elektromagneten M hervor, welcher, wie oben beschrieben, vorbereitet wurde. Der Elektromagnet EX2 (Elektromagnet der zweiten Wirkung) ruft den Strom in den von .den Elektromagneten 11Y1 beeinflußten Maschinen hervor.
  • Die Elektromagnete E, E0, E', E2 usw. (Schaltmagnete) sind Hilfsmagnete. Jeder von ihnen bildet eine Gruppe mit einem der Elektromagnete EX, EX, O, P1 usw., deren sich selbst sperrende Kontakte b sie bei ihrer Erregung auslösen und öffnen.
  • An jedem Munövrierelektromagneben ist ein Kontakt vorhanden, welcher die Aufgabe hat, ein Zeichen beliebiger Art (elektrisch, optisch, akustisch o. ,d-1) hervorzubringen, was nicht Gegenstand (der.Erfindung ist. Beispielsweise speist bei d'em dargestellten Kontrollsystem eine Stromquelle 24 einen Widerstand 23 und ein -damit in Reihe geschaltetes Galvanometer 25 auf der Aufgabestelle, falls die Elektromagnete 0, P und EX sowie die Tasten 3 und 3' in Ruhe und die Sicherheitskontalzte 'a' und 2i' geschlossen sind. Die Einrückelektromagnete El, E2, E3, E4 schließen bei ihrer Erregung Kontakte d, welche an verschiedene Stellen :des Widerstandes 23 angeschlossen sind. Infolgedessen wird auf der Befehlsstelle durch das Galvanometer 25 kontrolliert, welcher Elektromagnet El, E2, Es oder E4 zuletzt geschlossen worden ist, also ob der Stromkreis für die Arbeitsverrichtung richtig vorbereitet .ist. Für ,die gute Wirkung dieser Kontrollvorrichtung ist der geringe Strom .der ebenfalls an die Batterie 24 angeschlossenen Wählerspule g ohne Bedeutung.
  • Entsprechend dem Ansprechen eines der Arbeitselektromagnete M kann jeder Motor MR in einem oder dem andern Sinn laufen. Durch nicht dargestellte Sicherheitsvorrichtungen wird verhütet, daß die beiden .denselben Motor MR' oder 11R2 beeinflussenden Elektromagnete l173, M4 oder M', 1Y12 durch gleichzeitiges Ansprechen Kurzschluß hervorrufen.
  • '\Venn die verschiedenen Teile in Ruhe sind, sind die Armaturen aller Elektromagnete durch Federn angehoben; die durch die Teile c beeinflußten Kontakte sind geöffnet, (1a jeder Teil c durch seinen federnden Kontakt zurückgedrückt ist. Alle verwendeten Kontakte sind federnde Blattkontakte und offen, wenn sie nicht durch eine Gegenkraft geschlossen werden.
  • Die Schaltvorrichtung tritt in Tätigkeit, indem man zweimal hintereinander auf den Knopf 3' und darauf einmal auf den Knopf 3 drückt; d. h. man sendet in die Linie zwei Attsfiihrungssignale, welchen ein Vorbereitungssignal folgt.
  • Bei jedem der Ausführungssignale geht ein von der Batterie q gelieferter Strom 6, 3, 7, 1, =h 3', 5, 9, 6' durch die Erde 6, 6', die Spule 9 des Kontaktgalvanometers 8 und die Linie 5; dieser Strom bewirkt den Schluß des Kontaktes 1r, 12. Beim ersten Signal »Ausführung« fließt ein von einer Batterie rd gelielieferter Strom folgendermaßen: --Pol der Batterie 14, Leitung 46, Elektromagnet EX', Kontakt 16, Leitung 27, Kontakte 12, 11 und --Pol der Batterie r4.. EX zieht seinen Anker an, öffnet seine oberen Kontakte a, a', bringt Hebel c zum Schwingen und schließt den Kontakt b.
  • EX' zieht seinen Anker' an, öffnet seine oberen Kontakte a, a', bringt Hebel c zum Schwingen und schließt den Kontakt b.
  • Bei der Unterbrechung dieses ersten Signals öffnen sich die Kontakte i r, 12 des Kontaktgalvanometers 8, der Anker von EXl kommt zur Ruhe. die Kontakte a, ä werden geschlossen; b bleibt geschlossen, da c durch den Anker von E gesperrt «-orden ist. Ein von der Batterie 1q. ausgehender Strom ist nun folgender: + -Pol der Batterie rd., Leitung .1.6, Kontakte a und b von EX', Elektronragnet El, Leitüng 28 und --Pol der Batterie rd.. Der Elektromagnet El zieht seinen Anker an, unterbricht den Kontakt 16, welcher EX' außerhalb des von r 1, 12 beeinflußten Stromkreises bringt.
  • Beim zweiten Signal »Ausführung« findet ein von der Batterie rd gelieferter Strom folgenden Weg: -f-- Pol der Batterie 1q., Leitung 46, Kontakte a, b von EX', Wicklung von EX2. Leitung 27, Kontakte i i, 12 und --Pol der Batterie 14. Der Elektromagnet EXZ zieht seinen Anker an, welcher die zugehörigen Kontakte a, a' öffnet und b schließt, wobei der Teil c' durch den Anker von E° gesperrt wird. Bei der Unterbrechung des zweiten Signals »Ausführung« an den Kontakten i r , 12 des Kontaktgalvanometers 8 läßt EXZ seinen Anker los, welcher a und ä wieder schließt.
  • Druckt inan jetzt auf die Taste 3 »Vorbereitung«, so wird ein Stromkreis, Erde 6, Taste 3, Kontakte 2 oben, Batterie q., Kon- takte 2 unten, Kontakt 7 Taste 3', l.eittlll"; 5. Spule 9 und Erde 6' von einem im Sinne »Ausführung« entgegengesetzten Strom durchflossen, was den Schleiß des Kontaktes 11, 13 hervorruft.
  • Dies Signal »Vorbereitung« bewirkt den Schluß des Stromkreises des Elektroinagneten E folgendermaßen: -r-Pol der Batterie rd, Leitung .46, Elektromagnet E, LeitUng 29, Leitung 30, Kontakte 13, 11 und --Pol der Batterie i-.. Der Elektromagnet E zieht seinen Anker an, welcher c freigibt unid den Kontakt b unterbricht. der Elektromagnet El ist infolge der t@ffritni- des Kontaktes b nicht mehr erregt, Kontakt 16, also geschlossen, und der l;lehtroniagnet E11 wieder. in den Stromkreis »Ausführung« eingefügt, spricht jedoch nicht an, weil der Kontakt r r, 12 offen ist. Der Elektromagnet EX 2 ist außerhalb dieses Stromkreises gebracht.
  • Dies selbe Signal »Vorbereitung« ruft den Schluß des Kreises des Elektroiri:3#,ireten () für Nullstellung hervor. wobei der Stromkreis folgender ist: -f-- Pol der Batterie r4., Leitung 46, Kontakte a. 1@ von EZ 2, Leitung 31, Flektrcrnnagiret 0, Leitung 3o, K#)ntakt 13.I r und --Pol der Batterie 14. Der Elektroniagnet 0 zieht =einen Anker an, welcher 21 und 2r' öffnet und 22 schließt durch Hebel co, welcher durch den Anker von El verriegelt bleibt: Die Gruppe der Kontakte 20 ist in gleicher Weise geschlossen.
  • Der Elektromagnet E0 wird dann, erregt und sein Stromkreis ist: ---Pol der Batterie rd, Leiturig 46', Kontaktgruppen 20. Leitung 32, Elektromagnet F_0, Leitung 33, Leitung 28 und -- Pol der Batterie 1.4. Der erregte Elektromagnet E0 gibt c' frei, welcher den Kontakt 1) von EX-' unterbricht und folglich den Stromkreis des Elektromagneten 0. Dieser gibt seinen Anker frei, welcher die Kontakte 18, rc) und 21 schließt und die Kontaktgruppe 20 öffnet. Der Anker c des Elektromagneten F.' bleibt gesperrt und mithin der Kontakt 22 geschlossen.
  • In dieseln Augenblick wird der Kreis des ersten Vorbereitungselektromagneten P' ge- schlossen: +- Pol vier Batterie r4., Leitung d.6', Kontakte 21 und 22, Leitung 34., Elektromagnet P', Leitung 35, Kontakt rc), Leitung 30, Kontakt 13, 11 und Batterie 1.4. Der Elektromagnet P' zieht seinen Anker an und läßt Hebel c l schwingen, welcher durch den Anker von EZ gesperrt bleibt uncl den Kontakt b von P' geschlossen hält.
  • Der Elektromagnet P' zieht seinen Anker an und läßt Hebel cl schwingen, welcher durch den Anker von F.2 gesperrt bleibt und den Kontakt b von P' geschlossen hält.
  • Bei der Unterbrechung des ersten Signals >.Vorbereitung« bei dem Kontakt 1 1, 13 gibt P' seinen Anker frei, welcher den Kontakt a und folglich den Stromkreis von El schließt: -I-- Pol der Batterie i-., Leitung .46, Kontakt a und b von P1, Leitung 36, Elektroinagnet El, Leitungen 33, 28 und = -Pol der Batterie 1d.. Der erregte Elektromagnet E' zieht seinen Anker an, welcher co freigibt und den Stromkreis von P1 an einer zweiten Stelle bei 22 unterbricht. Der Anker des Elektromagneten Ei schließt zwei Kontaktsätze d, deren einer in dein Stromkreis des Arbeitselektromagneten1171 eingefügt ist, welcher den Motor 31T22 beeinflußt. Dieser Stromkreis ist jedoch noch durch einen Kontakt i 5 am Flektromagileten EX' unterbrochen.
  • Durch die Aussendung von zwei Signalen »Ausführung« hintereinander, gefolgt von einem Signal »Vorbereitung«, sind alle Organe der bisher erregten Elektroma,gnetsätze EX', El, EX2, E, O, E0, P1 und El in ihre Anfangslagen zurückgeführt und ein Stromkreis für den Elektromagneten P2 durch Schließen und Sperren eines Kontaktes b mittel des Hebels cl vorbereitet worden. Elektroinagnet El bleibt zunächst erregt.
  • Es sei nun vorausgesetzt, daß es sich darum handele, die beiden Motoren MR' und MR 2 gleichzeitig in Gang zu setzen, den ersten entsprechend dem Drehsinn, welchen ihm sein Arbeitselektromagnet 1:T4 vorschreibt, den zweiten entsprechend dem Drehsinn, welchen ihm sein Arbeitselektromagnet ?L72 vorschreibt. Der Befehl besteht darin, nacheinander die Manöver 2 und .4 vorzubereiten. Die Vorbereitung .des Manövers 2 besteht darin, denElektromagneten 312 zu erregen, die Vorbereitung ,des Manövers d. darin, -len Elektromagneten 1T4 zu erregen.
  • Für die gleichzeitige Ausführung dieser beiden Manöver ist der Stromkreis zu den Motoren durch einen weiteren Kontakt zu schließen. Hat man den Befehl i vorbereitet, wie oben ersichtlich, so muß man, um den Befehl 2 vorzubereiten und Befehl i ungültig zu machen, ein zweites Signal »Vorbereitung« senden, d. h. nochmals auf die Taste 3 drücken, was wiederum den Kontakt 11, 13 des Kontaktgalvanometers 8 schließt.
  • Bei diesen Bedingungen wird der Vorl;ereitungselektromagnet P2 durch folgenden Strom erregt: ----Pol der Batterie"id., Leitung; 4.6, Kontakte a und b von PI, Elektroinagnet P2, Leitung 35, Kontakt r9, Leitung 30, Kontakt 13, 11 und -- Pol der Batterie 14. Der erregte Elektromagnet P2 zieht seinen Anker an, läßt den Drehhebel c2 schwingen und einen Kontakt b schließen; dieser Kontakt bleibt geschlossen, da c2 durch den Anker von E3 gesperrt wird.
  • Da bei Unterbrechung des Signals »Vorb.er@ittuig« der Kontakt ii; 13 unterbrochen wird, läßt,der Elektromagnet P2 seinen Anker los, welcher seinen Kontakt a schließt. Da. =furch wird E= durch folgenden Strom erregt --Pol der Batterie 1q., Leitung d.6', Kontakte a und b von P2, Elektromagnet E2, Lei tun g 33, Leitung 28 und -- Pol der Batterie i-i. Der erregte Elektromagnet E2 zieht seir-en Anker an, cl wird freigegeben, iler Kontakt b von P1 wird unterbrochen, was den I?lektromagneteli El stromlos macht uncl den Stromkreis für denElektr@.nagneten P2 unter-. bricht. In diesem Augenblick wird die Ar beitsverrichtung 2 durch den ,Schluß des Kontakts 37 des Elektromagneten E2 vorbereitet.
  • Da diese Arbeitsverrichtung einen Teil der beiden ausmacht, welche man ausführen muß, sendet nlan .dann durch den Strom 6, 3, 7, 1 unten, d., 1 oben, 3', 5, 9, 6', 6 ein Signal »Ausführung«, welches .dar Elektromagneten EX' arbeiten läßt, wie :dies vorher beschrieben wurde. Der erregte Elektromagnet EX' schließt den Kontakt 15, wodurch der Arbeitselektromagnet i17= erregt wird, dessen Stromkreis folgender ist: ---Pol einer Stromquelle .I7, Leitung 38, Kontakt 15, Leitung 39, 40, Kontakt 37, Leitung 41, Elektromagnet i'11=, Leitung ,42, Kontakt 18, Leitung .43 und -- Pol der Strornquelle-47. Der erregte Elektrornannet .1T2 stellt Iie Verbindungen von 1:1R2 her und schließt direkt einen Haltestromkreis -I,-, 4;, 4# j12, 4.2, 18, 43, 47, -; der Vorbereitungskontakt 3; und Ausführungskontakt 15 werden jetzt wieder unterbrochen, und zwar der letztere (15 ) beim Aufhören des ersten Signals »Ausführung« und der Kontakt 37 beim Aufhören des nächstfolgenden Signals .@1,u@-bereituna«.
  • Bei der Unterbrechung des ersten Signals »Ausführung« durch Loslassen der Taste 3' gibt EX' seinen Anker frei und setzt sich, wie auseinandergesetzt, dadurch außer Strom, daß der Elektromagnet E' zur Wirkung kommt. Man sendet. dann ein Signal »Vorbereitung« durch #len Linienstrom 6, 3, 2 ol-en, d., 2 unten, 7', 3', 5, 9, 6', welcher durch einen neuen Schluß des Kontakts ii, 13 von neuem den Elektromagnet E erregt. Dieser IPtzte veranlaßt die Öffnung des Kontaktes b, welcher den Stromkreis des Elektromagneten E' unterbricht; dieser schließt infolgedessen den Kontakt 16, .der den Elektromagnet EX' wieder in den Stromkreis »Ausführung« bringt. (In diesem Augenblick ist der Stromkreis »Ausführung« nicht mehr unter Strom, sondern erst wieder beim nächsten Schluß von i i - 12.) Da aber die letzte Vorbereitung, welche getätigt wurde, durch den Elektromagneten P2 geschah, so ruft da.-, neue Signal »Vorbereitung« die Erregung des RlelctromagnetenP' hervor durch den Stroln
    @- 14. 46', a, b von P2, Frs. 35. 19, 30. 13.
    1 r. 14.
    Bei der Unterbrechung dieses Signals hei
    den Kosttakten 13, 11 wirkt der Elektroma-
    gnet P-' durch seine Kontakte a und b auf den
    Elektromagneten E', so <iaß dieser erregt
    wird durch den Strorn 14, a.6', a, b von P3,
    E:#. 33. ?8. - i4. Durch deli laektro@na-
    ,nieten E" wird die Arlx it (lies I@lelaromagne-
    ten .tI' vorbereitet und fier Stromkreis des
    Hlektronragneten P' 4i dein Kontakt b von
    I'= unterbrochen.
    Man sendet min von nettem ein Signal
    »Vf n Bereitung«, welches den F_lektronta-
    glie',en P' erregt, dessen Stromkreis folgender
    ist: +-Pol der Batterie 14, Leitung 46',
    Kontakte a und 1; von l'-', Hlektroniagnet P',
    1-eitting 35. Kontakt i(), leiturig 30, Kontakt
    13, r 1 und - - Pol der Batterie 14. Der er-
    rrgte Elektronia-rnet I'' zieht seinen Anker an
    und liißt ilen klebet e' schwingen. welcher, ge-
    halten durch den Anker vfln einen Kon-
    takt b schließt.
    Bei der Unterbrechung dieses Signals »Vor-
    1 ertittiiig#: an der Kontaktstelle 1 t, 13 rillt
    der Elektrlmiagnet P; seinen Anker frei und
    schließt seinen Kontakt a, welcher den Elek-
    tromagneten F_' erregt durAi fleh Strom:
    Pol det Batterie 1:1, Leitung 46', Kon-
    'akte a rund 17 des Flektronlagneten l", 1;Iek-
    troniagnet F_`, Leituugell 33, 28 und --Pol
    der Batterie 14. Der erregte Elektronia-
    gret E' zieht seinen Anker an und schließt
    den Kontakt 45, welcher die Vorbereitung der
    Arbeitsverrichtung 4 bewirkt.
    Man sendet dann durch die Taste 3' wie-
    gleruin ein Signal »Ausführung«, welches den
    Vlektroniagneten EX' ariwiten läßt und den
    \ rl, eit,-elektroiiiagiieteii , AV erregt durch dün
    Strflnl -t- 47, 38, 15, 39, 40, 4;, vI'. 42, 18.
    -43. - -47. Der Elektromagnet ..l' arbeitet in
    derselben Weise wie AI:'. Die beiden Arlleits-
    vcrriclitttngeri, welche getvünscht wurden, sind
    vorbereitet.
    Bei der Unterbrechung dieses Signals
    ,@Ausfiihrung« wird #Irr Elektromagnet EX'
    st romlos.
    ein Augenblick, wo man es für nötig hält,
    sendet man l%leflertllil da, zweite Siglial »Aus-
    fiilirtttir«. Der rlel<trimagriet 1:X2 zieht Sei-
    ncnAliker :ui und schließt den Kontakt 17;
    ,sie beiden \I@Itclr,#n _llli', _llR=, deren Stroni-
    kreise fhirch feie lwifleii unteren Arlleitskon-
    ta@tc fl.@r Elektromagnete JI= tuld .1l' ge-
    schlossen sind, setzen sich infolgedessen in
    I'nwerun und laufen während der gairzen
    7elt der Sendung des Signals »Ausführung«.
    I fies Signal kann so hätifi- unterbrochen und
    wiederholt «erden, wie es nötig ist. Bei Je-
    dcr Unterbrechutt, erzeugt inan (las Öffnen
    düs Kontaktes 1% und llll le'lulll @c111111j :1t#11
    Schluß .dieses Kontaktes. Beien Ansprechen
    ,leg Elektromagnete _Il', .1P drehen sich die
    Motoren _UM und .11R2 in um-ekehrter I,ich-
    tulig als l:cim Ansprechen leg I- lektr cllnagaete
    .t l2 una .11'.
    Zur Beendigung des 1lanövers sendet man
    ein Signal »Vorbereitung«, was den Null-
    stell#u-gsnlagi::ten (> zur Erregung brillrt.
    dessen Stromkreis folgender ist: -f- -P01 der
    Batterie t4. Leitung .16, Kontakte a und 12
    voi EX2, Leittnir r, I:lektromirliv; (), l.ci-
    t1lllg 30, Kontakt 13, 11 und -- 1'o1 der Bat-
    terie 14. Dies Signal bewirkt durch Schlie-
    13eil der Kontakte 20 (las Arbeiten des Elek-
    troniagnets El=f; dieser gibt c' frei tind unter-
    i)richt den Kontakt b von EX-, so daß der
    Stn:inkrei; ies Eiel<trrr:iiagnets 0 unterbro-
    chen wir 1. Der Elektromagnet O #clialtet
    bei seinem Ansprechen erstens bei 18 den
    Stromkreis der Arbeitselektromagnete 11 all,
    «-elche wieder zur Ruhe kommen, zweitens hei
    i g fleh der Vorbereitungselektromagnete P'
    bis I" und scliliellt drittens iic Kontakt-
    "rtlppe 20, w(.l # ll-cl1 lic @aektronia<;@letc h=
    bis E' voriil:er`eliend erregt und die Hebel c'
    Iris ('' entsperrt «-erden. Der Elektroniagnet-
    sitz 1-'. E'. 1:.i"2, E, U, EO, P' tti"1 E is-
    flann bereit, eirie_t :ictien Befehl zu erhalten.
    Der Befehlsvorgang bestand also darin, die
    Signale »'Vorbereitung r und 2« zu senden.
    dann ein Signal »Ausführung«, dann die Si-
    gnale »`'orhereitl-tn9 3 und 4<<, dann ein Si-
    rnal »Ausführung«, welches die Vorausfiih-
    runr festsetzt. Die folgenden Signale ».@tis-
    fiihrtin gr« haben gestattet, die Arbeitsverrich-
    titrig auszuführen und zu wiederholen. Das
    :erste Signal »Vorbereitung« nach -zwei oder
    mehreren Signalen »Ausführung« hat alle
    Teile fies selbsttätigen Elektroinarnetsatzes
    zu einem ganz he stimmten Punkt zurückge-
    führt: der Vorbereitung des ersten Befehls.
    Der beschriebene Elektrnina,rnetsatz kann
    eitle große Zahl von Verwendungen finden.
    militärisch, maritim rnler industriell. bei der
    I'erii`schaltung niit Dralit oder ohne Draht.
    Tief -<lei-"Eiiischifung, beine Flugwesen. hei
    Wurfmaschinen, hei --'#rtilleriestückeu usw.
    Er kann verwendet werden, um feie Unterbre-
    cher von Selbsttätigen Unterstationen. «-elche
    v(@n @ler Zentralstation entfernt sis; 1, zti @@rillell
    ()der zu schließen, für die Beeinflussung der
    Iisetillahnsigliale, die Beeinflussung von
    Pumpen tisw.: er kann auch als liainnitttator
    in fier Telefonie oller #e111s@tätiren Tele"ra-
    phie verwendet werden.
    Die \"orllereittlng,elel<trf fniarnete l;önneli
    sei gewissen Verwendungen eitlen vollkoltl-
    inenen Kreis blldcu, (I. Il. wenn 1m11 voln
    ersten @larliet ausgeht und ztun letzten J-e-
    langt, kann man fortfahren. indem nian (furch
    Elen erstell zurückgeht. -

Claims (3)

  1. PATENT-AISSPRÜCHE: i. Elektromagnetische Fernschaltvorrichtung zum Herbeiführen einer belieliigen Anzahl v-in Arbeitsverrichtungen, insbesondere wahlweiser Fernschaltung von Motoren in jeder beliebigen Drehrichtung, wobei durch über eine Linienleitung ,gesandte Ströme verschiedener Art mittels eines Linienrelais mit zwei Arbeitskontakten von einer größeren Anzahl von Elektromagneten eine beliebige Anzahl zum Ansprechen gebracht wird, die ihrerseits weitere Elektromagnete zum Verrichten der Arbeitsvorgänge erregen, dadurch gekennzeichnet, daß durch ein Vorbereitungssignal für die eine Stromart ein Vorbereitungselektromagnet (PI) durch eine Klinke (c1) o. d:gl. teilweise den Stromkreis eines zweiten Vorbereitungselektromagnets (P2) und eines Auslöseelektromagnets (E') schließt, worauf der Vorbereitungselektromagnet (PI) zur Ruhe kommt und der hierdurch erregte Auslöseelektromagnet (El) den Stromkreis des ersten Vorbereitungselektromagneten (P1) abschneidet, daß durch ein weiteres Vorbereitungssignal der zweite Vorbereitungselektromagne, (P=) durch eine sich selbst sperrende Klinke (c2 ) o. dgl. teilweise den Stromkreis eines dritten Vorbereittingselektrornagnets (P3) und eines zweiten Auslöseelektromagnets (E2) schließt, worauf der zweite Vorl;ereitungselektromagnet zur Ruhe kommt und der hierdurch erregte zweite Auslöseelektromagnet (EZ) den Strom des zweiten Vorbereitunhselektroma.gnets (P2) durch Auslösung der ersten Klinke (cl) abschneidet und teilweise den Stromkreis eines Arbeitselektromagnets (1172) für einen Elektromotor schließt, während durch ein Ausführungssignal für die andere Stromart ein Ausführungselektroma--tiet (EX') endgültig den Stromkreis eines Arbeitselektromagnets (?1T=) schließt uncl ein zweites und folgende Ausführungssignale len Stromgang nach der bzw. den zti beeinflussenden Maschinen hervorrufen.
  2. 2. Elektromagnetische Fernschaltvorrichtttng nach Anspruch i, die ermöglicht, nach Belieben eine einzige Arbeitsverrichtung unter der Gesamtheit derjenigen, die durch die Anlage beeinflußt werden, zu wählen, dadurch gekennzeichnet, (.aß. nachdun eine erste Arbeitsverrichtung gemäß Anspruch i vorbereitet und der dieser Arbeitsverrfchtung entsprechende Arbeitselektromagnet (M) infolge eines ersten Schließens des Kontaktes »Ausführung« unter Einwirkung des hierfür vorgesehenen Elektromagnets (EXl) erregt worden ist, diese Arbeitsverrichtung beim zweiten Schließen des Kontaktes »Ausführung« (11, 12) infolge Einwirkung eines Elektromagnets (EX2) stattfindet und so lange andauert, wie :der Kontakt ( i i, 12) geschlossen bleibt und. dabei nach Belieben unterbrochen oder wiederholt werden kann.
  3. 3. Elektromagnetische Fernschaltvorrichtung nach Anspruch i, die gestattet, je nach Wunsch eine beliebige Anzahl Arbeitsverrichtungen aus der Gesamtheit derjenigen, die durch die Anlage beeinflußt werden, zu wählen, dadurch gekennzeichnet, daß, nachdem eine erste Arbeitsverrichtung gemäß Anspruch i vorbereitet worden ist, der dieser Arbeitsverrichtung entsprechende Elektromagnet (M) infolge eines ersten Schließens des Kontaktes »Ausführung« (11, 12) erregt wird und durch einen Ortsstromkreis erregt bleibt, darauf die Vorbereitung .einer zweiten Arbeitsverrichtung durch wiederholtes Schließen des Kontaktes für Vorbereitung (11, 13) ermöglicht und durch das Schließen des Kontaktes für »Ausführung« (ii, 12) die dauernde Erregung des dieser zweiten Arbeitsverrichtung entsprechenden Elektromagnets (<l7) veranlaßt wird, so daß es jetzt möglich ist, eine dritte Arbeitsverrichtung vorzubereiten usw. Nachdem alle gewünschten Arbeitsverrichtungen vorbereitet worden sind, wird die gleichzeitige Ausführung dieser Arbeitsverrichtungen durch nochmaliges Schließen des Kontaktes für Ausführung (ii, 12) erhalten, wobei diese Ausführung nach Belieben unterbrochen oder wiederholt werden kann. Elektromagnetische Fernschaltvorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, gekennzeichnet durch die Anordnung der Einzelglieder in der Weise, daß beim Schließen des Kontaktes »Vorbereitung« (11, 13) nach einem zweimaligen oder öfteren Schließen des Kontaktes »Ausführung« (11, 12) unter Einwirkung eines Ntillelel:troinagneten (O) die Rückkeht sämtlicher Glieder der Schaltvorrichtung in die ursprüngliche oder Nullstellung veranlaßt wird.
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