DE593268C - UEberstromrelais - Google Patents
UEberstromrelaisInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/08—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
- H02H3/083—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current for three-phase systems
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- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
Biblioihaek
luv. U^-■ '"'
11S34
AUSGEGEBEN AM
24. FEBRUAR 1934
24. FEBRUAR 1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE 68 oo
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Überstromrelais
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. September 1932 ab
Überstromrelais werden in der Selektivschutztechnik in den verschiedensten Schaltungen als
Anregerelais oder auch, als abhängige oder unabhängige Stromzeitrelais verwendet. Wenn
dabei aus Ersparnisgründen ein Überstromrelais und ein Stromwandler nicht für jede Phase vorgesehen
wird, sondern ein Überstromrelais an die Reihenschaltung zweier in verschiedenen
Phasenleitern liegenden Stromwandler angeschlossen ist, wird die Erregung des Stromrelais
je nachdem, zwischen welchen Phasenleitern ein Kurzschluß entsteht, verschieden groß. Dies
würde, wenn das Relais beispielsweise als Anregerelais verwendet ist, die Wirkung haben,
daß die Schutzrelais nicht stets bei der gleichen Leitungsstromstärke in Tätigkeit treten. Noch
störender wirkt sich dies bei solchen Anordnungen aus, wo nach dem Ansprechen des
Stromrelais Zeitrelais anlaufen, die dann eine Leitung abschalten können, obwohl die Leitung
fehlerfrei ist.
Zur Beseitigung aller der hiermit zusammenhängenden nachteiligen Wirkungen besteht ein
Überstromrelais gemäß der Erfindung aus zwei Systemen, von denen das eine durch die geometrische
Stromsumme beider Stromwandler und das andere durch die geometrische Stromdifferenz
der Stromwandler erregt wird. Das zuletztgenannte Relaissystem wird dabei auf eine
doppelt so hohe Ansprechstromstärke eingestellt wie das andere Relaissystem. Mit einer
solchen Anordnung kann man dann erreichen, daß das Relais unabhängig davon, zwischen
welchen Phasenleitern der Kurzschluß liegt, stets bei genau der gleichen Leitungsstromstärke
anspricht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur schematisch wiedergegeben. Es ist
dort ein Drehstromnetz I dargestellt, das in zwei verschiedenen Phasenleitern je einen
Stromwandler 2 und 3 enthält. Die Sekundärwicklungen dieser Stromwandler sind in Reihe
geschaltet, und ein Elektromagnet 4, welcher eine in der Mitte unterteilte Wicklung besitzt,
kann sowohl vom Sekundärstrom des Wandlers 3 als auch vom Sekundärstrom des Wandlers 2
gespeist werden. Der Stromweg für den Wandler 3 verläuft vom Wandler 3 über die obere
Wicklungshälfte des Magneten 4, eine Verbindungsleitung 5, die Wicklung eines zweiten
Magneten 6 und eine Impedanz 7 zurück zum Stromwandler 3. Der Sekundärstromkreis des
Wandlers 2 verläuft über die untere Hälfte der Magnetwicklung des Magneten 4, im übrigen
aber ebenfalls über die Wicklung des Magneten 6 und die Impedanz 7. Der Magnet 4 wird von
der geometrischen Summe der Ströme der Wandler 2 und 3 erregt, während der Magnet 6
entsprechend der Stromdifferenz dieser beiden Wandler erregt wird. Der Magnet 6 ist gleich-
v) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Hans Poleck in Berlin-Siemensstadt und Dipl.-Ing, Hermann Neugebaucr in Berlin-Spandau,-
zeitig als Antriebsmagnet für ein Zeitrelais verwendet, welches aus einer Ferrarisscheibe 8 mit
eingesetzten Eisennieten 9, einer Welle 10 mit einem Vorgelege 11 und den Kontaktteilen 12
und 13 besteht. Die Ferrarisscheibe 8 dreht sich bereits, wenn der Erregerstrom des Magneten 6
noch unter der halben Ansprechstromstärke liegt, auf welche dieser Magnet eingestellt ist.
Der Kontakt 12 bleibt aber, solange das Vorgelege 11 nicht eingerückt ist, in Ruhe. Derjenige
Teil des Vorgeleges 11, welcher den Kontakt 12 trägt, ist um einen Punkt 14 drehbar
mit einem Hebel 15 verbunden, welcher durch eine Feder 16 normalerweise in solcher
Stellung gehalten wird, daß das Vorgelege 11 ausgerückt ist. Übersteigt der Erregerstrom des
Magneten 6 den eingestellten Ansprechstrom, dann zieht er seinen mit dem Hebel 15 verbundenen
Anker 17 an und kuppelt dadurch den Laufkontakt 12 mit der bereits in Pfeilrichtung
umlaufenden Ferrarisscheibe 8. Der Kontakt 12 bewegt sich dann auf seinen Gegenkontakt
13 zu, den er nach einer ganz bestimmten Zeit erreicht, weil die Eisennieten 9 der Ferrarisscheibe
eine nur von der Netzfrequenz abhängige, also genau konstante Geschwindigkeit verleihen.
Der Hebel 15 kann aber, wenn die Erregung des Magneten 6 ihn nicht bereits in die Arbeitsstellung
gezogen hat, auch durch den Anker 18 des Magneten 4 in die Arbeitsstellung gebracht
werden. Der Anker 18 bewirkt, wenn der Magnet 4 über seine Ansprechstromstärke erregt
wird, daß das andere Ende eines doppelarmigen Hebels 19 das freie Ende des Hebels 15 entgegen
der Kraft der Feder 16 nach unten führt, wodurch das Vorgelege 11 eingelegt wird. Die
Ansprechstromstärke der Magnete 4, 18 und 6, 17 sind nun derart aufeinander abgestuft, daß
der Magnet 4, 18 anspricht, wenn beispielsweise entweder allein der Stromwandler 2 oder allein
der Stromwandler 3 einen Strom von der Stärke von 5 Amp. führt. Der Magnet 6 ist so eingestellt,
daß er die doppelte Stromstärke, also beispielsweise eine Erregung entsprechend 10 Amp.
zum Ansprechen braucht. Es ergeben sich dann folgende mögliche Fälle:
Bei einem Kurzschluß zwischen einem der Phasenleiter, in welchem ein Stromwandler liegt
und dem Phasenleiter ohne Stromwandler und einem Strom von 5 Amp. auf der Sekundärseite
eines der beiden Wandler 2 und 3 spricht der Magnet 4 an; der Magnet 6 dagegen erhält nicht
die zum Ansprechen erforderliche Stromstärke. Bei einem Kurzschluß zwischen denjenigen
beiden Phasenleitern, in welchen die Stromwandler liegen, bleibt der Magnet 4 unerregt,
weil die Ströme in der oberen und unteren Wicklungshälfte dieses Magneten sich gegenseitig
aufhebende Felder erzengen. In der Wicklung des Magneten 6 dagegen fließt dann
der doppelte Strom, also beispielsweise ein Strom von 10 Amp., so daß in diesem Falle der
Magnet 6 seinen Anker 17 anzieht.
Wenn die Kontakte 12 und 13 einander berühren,
kann sich das zum Vorgelege 11 ge- 6-5
hörende Ritzel, welches den Kontakt 12 trägt, nicht weiterdrehen. Damit nun keine Beschädigung
des Vorgeleges eintreten kann, wenn beispielsweise das Drehmoment der Welle 10
in einem K'urzschlußfalle sehr groß ist, ist die Anordnung so getroffen, daß die zum Vorgelege
11 gehörende Schnecke auf der Welle 10 axial
verschiebbar ist. Sie wird durch eine Keilnut 20 geführt, so daß sie sich gegen die Welle 10 nicht
verdrehen kann. Wenn nun der Kontakt 12 zum Stillstand kommt, während die Welle 10
sich weiterdreht, wird die Schnecke langsam gegen die Kraft einer schwachen Feder 21 hochgeschraubt,
wodurch sie sich also selbst von dem Eingriffsritzel, das den Kontakt 12 trägt, entkuppelt.
In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß das Relais beim Schließen
seiner Kontakte 12, 13 die Auslösung eines Leitungsschalters 22 bewirkt. Sobald die Kontakte
12, 13 einander erreichen, wird zu dem
Zweck ein Hilfsrelais 23, welches auch ein Sockelautomat sein kann, an die Spannung angeschlossen,
welche an den Klemmen der Magnetwicklung 6 herrscht. Das Relais 23 öffnet
dann seinen Kontakt, wodurch der normalerweise bestehende Kurzschluß der schon genannten
Impedanz 7 und der Auslösespule 24 des Leitungsschalters 22 aufgehoben wird. Die
Spule 24 erhält dann die Spannung der Impedanz 7. Man kann die Anordnung auch so
treffen, daß die Spule 24 zu der Wicklung des Relais 6 parallel liegt. An Stelle des Öffnungskontäktes
des Relais 23 kann dieses auch bei passender Schaltung mit einem Arbeitskontakt versehen sein.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Schaltung für bei einer bestimmten Stromstärke ansprechende Relais, die an 10g zwei sekundärseitig in Reihe geschaltete Stromwandler, welche in verschiedenen Phasenleitern eines Drehstromnetzes liegen, angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromrelais aus zwei Relaissystemen (4,18 bzw. 6,17) besteht, von denen das eine (4, 18) von der geometrischen Summe der beiden Phasenleiterströme und das andere (6, 17) von der geometrischen Differenz dieser Ströme erregt wird, aber im Vergleich zum ersten Relaissystem (4,18) einen doppelt so hohen Ansprechstromwert besitzt
- 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Relaissysteme (4, 18 bzw. 6, 17) Klappankerrelais sind, von denen jedes unabhängig vom anderen seinen Anker (18 bzw. 17) anziehen und dadurchunabhängig vom anderen die gleiche mechanische Bewegung eines Hebels (15) oder eines Kontaktorganes hervorrufen kann.
- 3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Relaissystem (16,17) gleichzeitig ein Laufwerk (8,9,10,11) antreibt, welches ein Kontaktorgan (12) in Bewegung setzt, sobald wenigstens eines der beiden Relaissysteme (4, 18 bzw. 6, 17) über seine Ansprechgrenze erregt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES106300D DE593268C (de) | 1932-09-18 | 1932-09-18 | UEberstromrelais |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES106300D DE593268C (de) | 1932-09-18 | 1932-09-18 | UEberstromrelais |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE593268C true DE593268C (de) | 1934-02-24 |
Family
ID=7527311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES106300D Expired DE593268C (de) | 1932-09-18 | 1932-09-18 | UEberstromrelais |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE593268C (de) |
-
1932
- 1932-09-18 DE DES106300D patent/DE593268C/de not_active Expired
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