DE39939C - Verfahren zur Herstellung von CocoYnäther - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von CocoYnäther

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DE39939C
DE39939C DENDAT39939D DE39939DA DE39939C DE 39939 C DE39939 C DE 39939C DE NDAT39939 D DENDAT39939 D DE NDAT39939D DE 39939D A DE39939D A DE 39939DA DE 39939 C DE39939 C DE 39939C
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W. KIRCHMANN in Ottensen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/04Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by esterification of fats or fatty oils

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
W. KIRCHMANN in OTTENSEN. Verfahren zur Herstellung von Cocoinäther.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. März 1886 ab.
Bildung des Cocoinäthers.
Um Coco'fnäther darzustellen, verwende ich:
1. Cocosöl, welches auch unter dem Namen Koprahöl in den Handel kommt;
2. ein Sulpholeinat, in erster Linie Ammoniumsulpholeinat, kaustische Lauge, gewöhnlich kaustische Natronlauge, specifisches Gewicht 1,38, und einen Alkohol der Methylreihe, gewöhnlich Aethylalkohöl, specifisches Gewicht 0,815 bis 0,820. Während eines eingeleiteten Verseifungsprocesses bildet sich der Cocomäther in gleichzeitiger Anwesenheit des Sulpholeinats und des Alkohols.
Darstellung des Cocoinäthers.
Um nach meiner Methode den zur Zeit verwendbarsten Cocoinäthyläther darzustellen, verseife ich 1 kg Cocosöl mit 500 bis 600 g kaustischer Natronlauge (Seifensiederlauge von 1,38 specifischem Gewicht) durch Vermischen der beiden Körper bei einer Temperatur von 320C. und setze das sulpholemsaure Ammoniak und den Aethylalkohöl zu; sobald die Lauge mit dem OeI eine Emulsion gebildet hat und die Verseifung beginnt, tritt sofort die Bildung des Aethers ein, was man am Geruch leicht erkennt.
Die Menge des sulpholemsauren Salzes ist nicht sehr relevant, es scheint ausschliefslich katalytisch zu wirken; ich nehme meistens 10 pCt. der Reactionsmasse. Die erforderliche Alkoholmenge variirt nach der Qualität und der Herkunft des Cocosöls, und man erkennt leicht den Punkt, wo bei fernerem Zusatz die Bildung des Cocomäthers aufhört, in dem einen Falle durch den neu heftig auftretenden Aethergeruch, in dem anderen Falle durch den nunmehr erscheinenden Alkoholgeruch.
Das halbe Gewicht des verwendeten Cocosöles an Alkohol genügte bei den mir vorliegenden Cpcosölsorten Cochinchina'sehen Ursprunges.
Zur praktischen Anwendung des Aethers, zur theilweisen und gänzlichen Isolirung desselben schlug ich bis dahin drei Wege ein:
1. ich stelle nach obiger Methode eine sehr cocomätherhaltige Seife dar, die ihre Verwendung zum Parfümiren der Seifen findet;
2. zerhobele ich den kalt gewordenen Seifensatz und setze so viel Alkohol zu, dafs die Masse destillationsfähig wird, destillire den cocoi'nätherhaltigen Weingeist ab, verwende diesen entweder so oder destillire denselben wiederholt über neue cocomätherhaltige Seifensätze ab, wodurch ich einen sehr stark riechenden Alkohol erhalte, der sich zum Würzen und Parfümiren von Spirituosen u. s. w." sehr gut eignet;
3. ich stelle den Cocoinäther rein dar.
Bis jetzt hat mir folgende Art die besten Resultate geliefert: Sowie die Bildung von Cocoinäther im Seifensatze beendet, sobald beim ferneren Zusatz von Alkohol unter gleichzeitiger Temperaturerhöhung keine Cocoinätherdämpfe sich mehr entwickeln, füge ich Wasser von 40 bis 45° C. hinzu, bis die Masse zum Destilliren dünnflüssig genug ist; ich bringe sie nunmehr in einen Destillations-' apparat, lasse das nöthige Wasser nachfliefsen und so lange abdestilliren, als ein genügend stark riechendes und schmeckendes Destillat gewonnen wird.

Claims (3)

  1. Das Destillat schüttele ich jetzt mit Petroleumäther, sondere- die wässerige Flüssigkeit auf dem Scheidetrichter von dem Petroleumäther. Alsdann verdampfe ich den Petroleumäther und erhalte den Cocoinäther rein. Er zeichnet sich durch einen feinen Ananas- und Reinettengeruch aus und eignet sich bei grofser Ergiebigkeit zu jeder Art Parfümirung, besonders da, wo die Anwendung des stark parfümirten Seifensatzes und des coco'inätherhaltigen Weingeistes sich verbietet.
    PateνT-A ns ρrüche:
    Verfahren, darin bestehend, dafs Cocosöl, Natronlauge, sulpholeinsaures Ammoniak und Alkohol auf einander einwirken zur Bildung des. Cocoinäthers, und
    ι. das Verfahren, aus einem wässerigen Destillat der Reactionsmasse den Cocoi'näther mit Petroleumäther rein auszuziehen und den geschiedenen Petroleumäther bei niedriger Temperatur zu verjagen;
  2. 2. die Verwendung der Reactionsmasse nach Bildung des Aethers als solcher zum Parfümiren der Seifen;
  3. 3. das Abdestilliren der Reactionsmasse nach Bildung des Aethers mit Weingeist und die Anwendung des cocornhaltigen Weingeistes als Würze und Parfüm.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6591945B1 (en) * 1999-09-24 2003-07-15 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Self propelled elevator

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