DE55057C - Verfahren zur Verseifung von Fettsäureestern durch Natriumalkoholat oder durch metallisches Natrium in Gegenwart von Alkohol - Google Patents

Verfahren zur Verseifung von Fettsäureestern durch Natriumalkoholat oder durch metallisches Natrium in Gegenwart von Alkohol

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    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Natrium in Gegenwart von Alkohol.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1890 ab.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Thatsache, dafs Fettsäureester durch Natriumalkoholat bei gewöhnlicher Temperatur schnell und vollständig verseift werden. Diese Verseifung findet statt, wenn man eine Lösung von Fett, Wollfett, Walrath, chinesischem Wachs oder von anderen Fettsäureestern in Benzol, Petroleumäther oder Aether mit Natriumalkoholat versetzt; oder wenn man zu einer Lösung der Ester in den genannten Lösungsmitteln Alkohol hinzufügt und dann metallisches Natrium einträgt. Im Verlauf weniger Minuten scheidet sich ein Niederschlag ab, welcher die Seifen enthält; die Zeit bis zur Durchführung der Reaction ist von der Menge des zugesetzten Natriumalkoholats abhängig. Der Niederschlag hat bei den meisten Fettarten bezw. Fettsäureestern eine compacte Beschaffenheit und läfst sich in allen Fällen durch Filtration leicht von der Flüssigkeit trennen.
Wenn man die Verseifung durch Einbringen von metallischem Natrium in die mit Alkohol versetzte Lösung des 'Fettes bewirkt, so überziehen sich die Natriumstückchen mit einem Ueberzug von Seife, welcher sich in den meisten Fällen durch Schütteln leicht entfernen läfst.
Die Verseifung der Fettsäureester durch die Einwirkung von Natriumalkoholat kann auch bei Abwesenheit eines Lösungsmittels ausgeführt werden, wenn für eine genügende Mischung beider Substanzen Sorge getragen wird.
Die für die Verseifung von 1 kg desTriglycerids einer Fettsäure erforderlichen Mengen Natriumalkoholat entsprechen annähernd 3 Atomen Natrium auf ι Molecül desselben. 1 kg Schweineschmalz braucht zur Verseifung ungefähr 100 g Natrium (für Tristearin berechnen sich 77,5 g). ι kg Wollfett erfordert 50 bis 60 g Natrium.
Das beschriebene Verfahren läfst sich zur Verseifung verschiedener Fettsäureverbindungen, insbesondere von Wollfett, praktisch verwerthen. Seine Vortheile beruhen hauptsächlich darauf, dafs jede Erwärmung überflüssig ist, während man nach dem bisher üblichen Verfahren der Verseifung die Lauge mit dem Fett längere Zeit bei Siedetemperatur erhalten mufste. Das Wollfett z. B., welches durch wässerige, siedende Lauge nur äufserst schwierig angegriffen wird, bedarf nach Schulze zur Umsetzung in Seifen einer 20 stündigen Erwärmung mit überschüssiger alkoholischer Kalilauge auf ioo°. Durch Natriumalkoholat dagegen wird dieselbe Umsetzung schon bei gewöhnlicher Temperatur bewirkt.
Flüchtige, in dem Fett enthaltene Stoffe, z. B. Riechstoffe, welche beim Sieden ganz oder theilweise entweichen, bleiben bei Anwendung dieses Verfahrens in der verseiften Masse zurück.
Die Anwendung des Natriumalkoholats. ermöglicht es ferner, annähernd mit der berechneten Menge des Verseifungsmittels zu arbeiten und so jeden gröfseren Ueberschufs von demselben zu vermeiden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verseifung von Fettsäureestern, besonders von Glyceriden und von Wollfett, durch Natriumalkoholat oder durch metallisches Natrium bei Gegenwart von Alkohol.
    BERLIN., GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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