DE890264C - Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen und pflanzlichen OElen und Fetten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen und pflanzlichen OElen und Fetten

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DE890264C
DE890264C DEB4670D DEB0004670D DE890264C DE 890264 C DE890264 C DE 890264C DE B4670 D DEB4670 D DE B4670D DE B0004670 D DEB0004670 D DE B0004670D DE 890264 C DE890264 C DE 890264C
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DE
Germany
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fats
animal
gasoline
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vitamin
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DEB4670D
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English (en)
Inventor
Ewald Dr Becker
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Margarine Union A G
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Margarine Union A G
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/59Compounds containing 9, 10- seco- cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L33/00Modifying nutritive qualities of foods; Dietetic products; Preparation or treatment thereof
    • A23L33/10Modifying nutritive qualities of foods; Dietetic products; Preparation or treatment thereof using additives
    • A23L33/15Vitamins
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B7/00Separation of mixtures of fats or fatty oils into their constituents, e.g. saturated oils from unsaturated oils

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen und pflanzlichen Ölen und Fetten Zur Isolierung der öllöslichen Vitamine aus tierischen und pflanzlichen Ölen und Fetten, insbesondere Fischkörperfetten bzw. Fischleberö.len, wurden bekanntlich diese Öle verseift und das Unverseifbare, das die Vitamine enthält, aus der Seifenlösungextrahiert. VerschiedeneAusführungsformen dieses. Verfahrens sind bekannt.
  • So verwendete man zur Verseifung Natrium-bzw. Kaliumhydroxyd und extrahierte anschließend mit Äther, Petroläther, Äthylendichlorid bzw. Benzin. Diese Verfahren ergaben geringe Ausbeuten, was darauf beruht, daßdiese Lösungsmittel vitaminzerstörende chemische Verbindungen bilden oder nur ein beschränktes Lösungsvermögen für die in Frage kommenden Vitamine besitzen. Außerdem -sind als Verseifungsmittel Erdalkalihy.droxvde, wie Calciumhydroxyd, verwendet worden, welche die Fettsäuren als feste Kalkseifen ausscheiden. Als Extraktionsmittel dieser festen Seifen wird neben den gebräuchlichen Lösungsmitteln auch Aceton genannt. Diese Kalkseifen haben den Nachteil, d-aß sie schlecht extrahierbar sind und infolgedessen eine geringe Ausbeute an Vitamin erhalten wird.
  • Bei Verwendung von Fischölen stellt sich be,i den oben als bekannt vorausgesetzten Verfahren außer den. beschriebenen Nachteilen weiterhin noch heraus, d.aß die isolierten Vitaminprodukte einen unangenehmen fischigen Geruch und iGeschmaek aufweisen. Es wunde .nun ein Verfahren gefunden., welches die angeführten Nachteile nicht besitzt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, .daß man tierische und pflanzliche Öle und Fette in bekannter Weise mit alkoholischer Kalilauge verseift. Nach Entfernung des Alkohols werden die Kaliseifen mit Aceton bzw. seinen Homologen, wie Methyläthylketon cd. d@gl. extrahiert. Durch Aceton bzw. seine Derivate werden die Kalisalze der festen Fettsäuren abgetrennt. Die Acetonlösung, die nur noch die Kalisalze der flüssigen Fettsäuren und das Unverseifbare enthält, wird durch Destillation eingeengt und dann erschöpfend mit 'niedrigsiedendem Benzin zwecks Extraktion des Unverseifbaren behandelt.
  • Durch die kombinierte Behandlung des Verseifungsproidukts mit Aceton bzw. seinen Derivaten und Benzin ergeben sich folgende Vorteile: Die Varbehandlung der vom Alkohol befreiten Seifen führt zu einer Trennung .der Kalisalze der festen und der flüssigen Fettsäuren, wobei die ersteren durch das Lösungsmittel ausgeschieden werden. Dieser Umstand wirkt sich vorteilhaft aus, da gerade die Kalisalze der festen Fettsäuren die Ursache stabiler Emulsionsbildung sind und infolgedessen Schwierigkeiten bzw. Vitaminverluste bei zier nachfolgenden Weiterbehandlung vermieden werden. Da .die festen Seifen aus - den Ölen und Fetten einen wesentlichen Anteil darstellen, wind auch bereits durch .die IC-etonbehandl.ung eine wesentliche Vitaminanreicherung erreicht.
  • Ein weiterer Vorteil dieser Arbeitsweise besteht darin, daß das Aceton bzw. seine Derivate bei der nachfolgenden Benzinbehandlung eine Schutzwirkung atvsüben, insofern, als chemische Verunreinigungen des Benzins in ihrer vitaminzerstörenden Wirkung ausgeschaltet werden.
  • Das Endvolumen der Seifenlösung, das nach den bisher üblichen Verfahren ein Vielfaches des Volumens des angewendeten Öls - beträgt, .wird außerdem erheblich verringert, wodurch die Extraktion wesentlich erleichtert wird.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden bedeutend höhere Ausbeuten als nach den bisher bekannten Verfahren erreicht. Es lassen sich nach diesem Verfahren die bis jetzt bekannten öllöslichen Vitamine, z. B. Vitamin A, Vitamin D und Vitamin E, in konzentrierter sowie geschmacklich und geruchlieh einwandfreier Form gewinnen. Beispiel ioo k g Fischöl werden -i ,Stunidie lang unter Stickstoffzufuhr mit alkoholischer Kalilauge verseift. destilliert. Nach Der der Verseifungsrückstand Verseifung wird der wird Alkohol sodann ab- - mit 4.00 1 reinem Aceton, das gegebenenfalls geringe Mengen Wasser enthalten kann, unter Rühren etwa io Minuten behandelt. Nach Klärung der Lösung wird die Acetonlösunig, welche die Vitamine und die Kalisalze der flüssigen Fettsäuren. enthält, abgehebert. Diese Maßnahme kann gegebenenfalls zwecks restloser Entfernung der Vitamine aus dem Seifenrückstand mit geringen Mengen Aceton wiederholt werden.
  • Die Acetonseifenlösung, die das Unverseifbare und die Kalisalze der flüssigen Fettsäuren enthält, wird durch Destillation auf :25'/o ihres Gesamtvolumens eingeengt.
  • Zu der eingeengten Acetonlös,ung wind das gleiche Volumen Extraktionsbenzin gebereben und das Ganze durch Rühren gut gemischt. Dann wird Wasser in einer Menge von 25% der angewendeten Benzinmenge zugegeben. Es findet dann sofort eine scharfe Trennung zwischen der Seifen- und Benzinlösung, welche das Unverseifibare enthält, statt.
  • Die Extraktion mit Benzin wird noch einige .Male ohne Zusatz von 'Wasser wiederholt.
  • Die vereinigte Benzinmiscella wird nun zwei- bis dreimal mit 501 destillierten Wassers zwecks Entfernung der Seife abgebraust.
  • Die seifenfreie Benzinlösung wird hierauf bei 6o bis 701' vom größten Teil .des Benzins befreit; den Rest (etwa,i,o °/o) des Benzins deastilliert man im Vakuum ab. In-,die evakuierte Destillationsblase, die das Unverseifbare enthält, zieht man die zur Verdünnung vorgesehene Menge an raffiniertem, nicht trocknendem Pflanzenöl ein und rührt zwecks Lösung des Unverseifbaren das Ganze durch. B.eispiel2, ciao kg Maiskeimöl werden in der in Bespiel i angegebenen Weise verseift und in analoger Weise mit Aceton bzw. Methyläthylketon behandelt. Die eingeengte Ketonseifenlösung wird in der oben angegebenen Weise mit Benzin extrahiert. Die Benzinlösungen werden mit Wasser seifenfrei gewaschen. Das Benzin wird erbdestilliert und der Rückstand nach Beispiel i weiterbehandelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen und pflanzlichen Fetten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Öle und Fette in bekannter Weise mit alkoholischer Kalilauge verseift und den Verseifungsrückstand mit reinen, niedrigmolekularen, aliphatischen Ketonen, die geringe Anteile Wasser enthalten können, -extrahiert und den gewonnenen Ketonextrakt nachfolgend zwecks Abscheidung der Vitamine mit Benzin behandelt.
DEB4670D 1943-05-28 1943-05-28 Verfahren zur Herstellung von Vitaminkonzentraten aus tierischen und pflanzlichen OElen und Fetten Expired DE890264C (de)

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