DE440146C - Verfahren zur Aufloesung von wasserunloeslichen oder sehr schwer loeslichen Stoffen mit Hilfe von Emulsionen von Wollfett - Google Patents

Verfahren zur Aufloesung von wasserunloeslichen oder sehr schwer loeslichen Stoffen mit Hilfe von Emulsionen von Wollfett

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DE440146C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K23/00Use of substances as emulsifying, wetting, dispersing, or foam-producing agents

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Description

  • Verfahren zur Auflösung von wasserunlöslichen oder sehr schwer löslichen Stoffen mit Hilfe von Emulsionen von Wollfett Es ist bekannt, daß Wollfett gut mit Wasser emulgierbar ist. Versuche haben gezeigt, daß die Emulsionsfähigkeit der Emulsion vergrößert wird, wenn man an Stelle des Wollfetts die voneinander getrennten flüssigen und festen Anteile des Wollfetts oder deren Sulfurierungsprodukte gesondert verwendet.
  • Die öl-und wachsartigen Anteile werden aus einer bei 400 C gesättigten Wollfettacetonlösung, erhalten durch Extraktion von Rohwolle oder Behandeln von geeignetem rohen Wollfett des Handels mit Aceton, gewonnen, derart, daß man diese Lösung bei + o° C mehrere Stunden stehenläßt. Die wachsartigen Anteile scheiden sich aus, die öligen bleiben in Lösung, beide werden in üblicher Weise getrennt und von Aceton befreit. Durch vorhergehendes Reinigen der Fettacetonlösung bzw. des Wollfettes können hellgelbe bzw. fast weiße Fette erhalten werden.
  • Zur Gewinnung der Sulfurierungsprodukte behandelt man die öligen oder wachsartigen Anteile mit konzentrierter Schwefelsäure bei niedriger Temperatur, wäscht mit destilliertem Wasser aus zur Entfernung der nicht gebundenen Säure und neutralisiert mit Nacronlauge oder Sodalösung.
  • Der ölige Anteil besteht aus den Estern der niedrigen Fettsäuren oder Wollfettsäuren (Baldrian-, Kapron-. Myristin-, Ölsäure, Kanaubasäure usw.), der wachsartige Anteil hauptsächlich aus Cholesterin-, Isocholesterin-und Oxycholesterinalkoholen und Estern der höheren Wollfettsäuren.
  • Die Sulfurierungsprodukte enthalten je nach der bei der Sulfurierung angewandten Menge konzentrierter Schwefelsäure mehr oder weniger dieser Säure organisch gebunden und geringe Mengen Seife.
  • Der ölige Anteil bildet eine gelbliçhe bis rötlichbraune Masse, der feste Anteil ist gelb bis weiß und von wachsartiger Konsistenz. Hinsichtlich ihrer chemischen und physikalischen Konstanten weichen die beiden Anteile erheblich voneinander ab: Oliger Anteil: Schmelzpunkt bei 14 bis 20° C Jodzahl-24° C Verseifungszahl - 12 Ö0 C Wachsartiger Anteil: Schmelzpunkt bei 50 bis 65" C Jodzahl 7 - I2°C Verseifungszahl - 950 ° Die Sulfurierungsprodukte sind weißlichgelbe Emulsionen. Sie mischen sich in jedem Verhältnis mit destilliertem oder Kondenswasser und sind imstande, große Mengen von in Wasser unlöslichen Substanzen aufzunehmen, z. B. Äther, Benzin, Benzol, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff usw.
  • Beispiel I.
  • Emulsionen des flüssigen Anteils lassen sich - leicht durch Behandlung mit Wasserdampf, besonders unter Einleiten von luftfreien Gasen oder Dämpfen, wie Stickstoff, Wasserstoff usw., erzielen. Es gelingt in einer solchen Emulsion z. B. 50 Prozent Benzol, 50 Prozent Xylol oder 2 bis 5 Prozent Kampfer mit Hilfe geringer Mengen Alkohol in Lösung zu bringen.
  • Erheblich stabiler wird die Emulsion dadurch, daß man der wäßrigen Phase geeignete Schutzkolloide zusetzt, z. B. Eiweißkörper, vre Leim, Gelatine oder Kohlehydrate, wie Traganth, Stärkekleister, Gummi usw.
  • Eine weitere Steigerung der Emulgierbarkeit kann durch den Zusatz von ganz wenig Alkali oder von Seifen bewirkt werden.
  • Beispiel 2.
  • Eine Emulsion von flüssigem Wollfett, die auf Iooccm etwa 2 g Kaseinnatrium enthält, nimmt das Fünffache von Olivenöl, Rizinusöl, Lebertran auf und bildet mit diesen Ölen stabile Emulsionen. Die Emulsionsfähigkeit kann ferner dadurch erhöht werden, daß nicht das ursprüngliche Wollfett bzw. seine Anteile verwendet werden, sondern das Sulfurierungsprodukt dieser Anteile.
  • Man verwendet die-Sulfurierungsprodukte entweder für sich oder auch in Mischung mit dem nicht sulfurierten Ausgangsmaterial und kann weiterhüt durch Zusatz von Schutzkolloiden sowie bei geeigneter Alkalinität eine weitere Steigerung des Effektes erzielen.
  • Beispiel- 3.
  • Zu I kg einer Emulsion, die aus 50 Prozent festen Anteils des sulfurierten Wollfetts und jo Prozent Wasser besteht, werden 2 kg Tetrachlorkohlenstoff, Ghloroform, Benzol, Terpentinöl usw. zugesetzt. Es entsteht eine stabile Emulsion.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Auflösung von wasserunlöslichen oder sehr schwer löslichen Stoffen mit Hilfe von Emulsionen von Wollfett, dadurch gekennzeichnet, daß der flüssige oder der feste Anteil des Wollfetts für sich als Emulgens verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß Schutzkolloide, wie Eiweißkörper oder Kohlehydrate, zugesetzt werden.
  3. 3- Verfahren nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß zur weiteren Stabilisierung bei schwach alkalischer : Reaktion, also unter Zusatz von Alkali oder einem hydrolytisch gespaltenen Alkalisalz einer schwachen Säure, gearbeitet wird.
  4. 4. Verfahren zur Auflösung von wasserunlöslichen Stoffen in den Sulfurierungsprodukten des Wollfett, dadurch gekennzeichnet, daß als Emulsionsmittel der sulfurierte -8üssige oder der feste Anteil des Wollfetts für sich verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch I und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch der sulfurierten flüssigen oder festen Anteile des Wollfetts mit dem nicht sulfurierten verwendet wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch I bis 5, da durch gekennzeichnet, daß Schutzkolloide zugesetzt und bei Gegenwart von geeigneten Mengen von Allrali oder hydrolytisch gespaltenen Salzen mit schwachen Fettsäuren gearbeitet wird.
DEH92966D 1923-03-09 1923-03-09 Verfahren zur Aufloesung von wasserunloeslichen oder sehr schwer loeslichen Stoffen mit Hilfe von Emulsionen von Wollfett Expired DE440146C (de)

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