AT156593B - Verfahren zur Verfestigung von Glyzerin oder Glyzerinersatzstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Verfestigung von Glyzerin oder Glyzerinersatzstoffen.

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  Verfahren zur Verfestigung von Glyzerin oder Glyzerinersatzstoffen. 



   Es ist bekannt, Glyzerin dadurch zu verfestigen, dass man demselben Natriumstearat oder Seife aus Hartfetten, gegebenenfalls zusammen mit andern Mitteln. zusetzt. Man kann auf diesem Wege das Glyzerin in konsistente Form überführen sowie zu Schmier-und Gleitmitteln, Salben od. dgl. verabeiten. Derartige Produkte reagieren selbstverständlich infolge ihres Gehaltes an Seife alkalisch, was bekanntlich in vielen Fällen   unerwünscht   ist. Ferner verbietet die Verwendung der Seife eine zusätzliche Mitverwendung von sauer reagierenden Mitteln, wie Salieylsäure od. dgl. Auch die Zugabe von Stoffen, die wie Zinkoxyd mit Seife in Reaktion treten, ist zumeist nicht   möglich.   



   Es wurde nun gefunden, dass Hydroxylgruppen enthaltende Fettverbindungen, wie die gesättigten Fettalkohole der Reihe C   14-C   18, z. B. Myristyl-, Palmitylalkohol oder ihre technischen Gemische, die Äther dieser Alkohole mit mehrwertigen aliphatischen Alkoholen, die Mono-oder Difettsäureester mehrwertiger Alkohole, z. B. Glyzerinmonostearat und Glyzerindirizinolat, auch Butyloxystearat, Cetyloxystearat, gehärtetes Rizinusöl u. dgl., befähigt sind, Glyzerin und Glykol zu verfestigen. Von Fettalkoholen, die zur Verfestigung von Glyzerin bzw. Glykol geeignet sind, kommen ferner   Octadecylalkohol   sowie Gemische dieser Alkohole und ausserdem der Oxyoctadecylalkohol sowie Gemische dieser Alkohole und ausserdem der Oxyoctadecylalkohol bzw. der gehärtete Rizinolalkohol in Betracht. 



   Diese Wirkung kann vor allem dann genau geregelt werden, wenn gleichzeitig seifenartig sieh verhaltende chemische Verbindungen, wie Salze der   Schwefelsäureester   von Fettalkoholen oder der Fettsäurekondensationsprodukte od. dgl., mit verwendet werden. Je nach den Mengenverhältnissen der zur Verwendung gelangenden Stoffe erhält man glasige,   vaselinähnliche   Produkte oder auch opake Salben und Schmiermittel. Auch nahezu feste Zubereitungen lassen sieh mit den angegebenen Mitteln erzielen. 



   Um diese Alkohole in Glyzerin bzw. Glykol in beste Verteilung zu bringen, ist es vorteilhaft, bekannte Emulgatoren, d. h. emulgierend bzw. dispergierend wirkende Stoffe mitzuverwenden, u. zw. solche seifenartig wirkende Stoffe, die in wässeriger Lösung nicht alkalisch reagieren. Hiezu gehören in erster Linie die Neutralisationsprodukte von   Schwefelsäureestern   : a) von Fettalkoholen, d. h. von höhermolekularen   aliphatisehen   Alkoholen mit mindestens acht Kohlenstoffatomen und b) von Mono-bzw. Diglyceriden höhermolekularer Fettsäuren. 



   Für viele Zwecke sind als Emulgatoren auch die Neutralisationsprodukte sulfurierter ungesättigter Mineralöle, sulfurierter Rizinusöle, sulfurierter Rizinusölfettsäuren, sulfurierter Tranfettsäuren anwendbar. 



   Schliesslich stellen auch die Fettsäurekondensationsprodukte ausgezeichnete Emulgatoren dar, 
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 säuren, oder den Eiweissabbauprodukten, wie z. B. Lysalbinsäure, kondensiert. 



   Geleeartige Zubereitungen, die als Gleit-und Schmiermittel für technische Zwecke mit Vorteil verwendet werden, lassen sich in zahlreichen Abwandlungen herstellen. Die Mitverwendung von die Haut erweichenden Mitteln, wie z. B. Salieylsäure od. dgl., sowie von korrosionsverhindernden Mitteln 

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 bei der Verwendung als Schmiermittel für spezielle Zwecke in der Maschinenindustrie ist ohne weiteres möglich. 



   Das neue Verfahren ermöglicht durch die Auswahl der zu mischenden Stoffe sowie deren Anteile in der Mischung die Anpassung an hauptsächliche physikalische Daten, die bei der technischen Verwendung verlangt werden, z. B. die Konsistenz, die auch bei tiefen Temperaturen erhalten bleibt. 



   Schliesslich sind die erhaltenen Produkte sowohl für sich als auch nach Zugabe von Füllmitteln, wie Stärke, Agar-Agar, Dimethylzellulose u. dgl. sowie von medikamentös oder kosmetisch wirkenden Stoffen wertvolle Hautpflegemittel bzw. pharmazeutische Präparate. 



   Ausser Glycerin sind auch sogenannte Glyzerinersatzmittel, wie z. B. Glykole (Äthylen-, Butylen-,   Pentamethylenglykole),   wässerige Zuckerlösungen u. dgl., verwendbar. Glyzerin und Glykole lassen sich sowohl in wasserfreier Form als auch in Verdünnung mit Wasser verwenden. Die erfindunggemäss hergestellten Mittel kann man sowohl sauer, neutral wie auch alkalisch einstellen. 



   Beispiel 1 : Beim   Zusammenschmelzen   von 10 Gewichtsteilen   Glyzerinmonododecyläther   bzw. 



    Glyzerinmonolaurinsäureester   mit 90 Gewichtsteilen   1'5-Pentamethylenglykol   und dem unter Rühren vorgenommenen Erkalten erhält man eine salbige Masse, die als Schmier-bzw. Fettungsmittel verwendbar ist. 



   Beispiel 2 : 9 Gewichtsteile Myristinalkohol werden zusammen mit 90 Gewichtsteilen wasserfreiem Glyzerin auf dem Wasserbad aufgeschmolzen und 1 Gewichtsteil eetylsehwefelsaures Natrium sowie 10 Gewichtsteile   Stärke unter Rühren zugefügt.   Alsdann wird die Masse bis zum Erkalten weitergerührt, wobei man eine halbfeste, salbige Masse erhält, die ein gutes Hautpflegemittel darstellt. 



   Beispiel 3 : 8 Gewichtsteile eines technischen Gemisches, das etwa zu gleichen Teilen aus Palmityl-und Stearylalkohol besteht, 2 Gewiehtsteile   Türkischrotöl   (50% ig) und 90 Gewichtsteile wasserhaltiges Glyzerin zig werden im Wasserbad aufgeschmolzen, mit 2 Gewichtsteilen   Salieyl-   säure versetzt und dann unter Rühren erkalten lassen. Man erhält ein ausgezeichnetes Fusspflegemittel. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verfestigung von Glyzerin oder Glyzerinersatzstoffen, insbesondere andern mehrwertigen aliphatischen Alkoholen oder deren Lösungen unter Benutzung von Alkoholen der Reihe C 14-C 18, deren Ester oder Äther, dadurch gekennzeichnet, dass diesen Zusätzen nicht alkalisch 
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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung eines salbenartigen Glyzerins nach Anspruch 1, gekennzeiehn te durch die Beimischung von etwa 20% Fettstoffen, die eine oder mehrere Hydroxylgruppen enthalten.
AT156593D 1936-11-17 1937-10-25 Verfahren zur Verfestigung von Glyzerin oder Glyzerinersatzstoffen. AT156593B (de)

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