DE376474C - Verfahren zur Herstellung von Menthol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Menthol

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DE376474C DEM73162D DEM0073162D DE376474C DE 376474 C DE376474 C DE 376474C DE M73162 D DEM73162 D DE M73162D DE M0073162 D DEM0073162 D DE M0073162D DE 376474 C DE376474 C DE 376474C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C35/00Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
    • C07C35/02Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring monocyclic
    • C07C35/08Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring monocyclic containing a six-membered rings
    • C07C35/12Menthol

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Menthol. Die bislang im Handel befindlichen Pfeffermünzöle, hauptsächlich japanisches, amerikanisches und englisches Pfeffermünzöl oder auch der Hauptbestandteil derselben, das Menthol, sind alles direkt aus den verschiedenen Spezies der Pfeffermünzpfianzen gewonnene Naturprodukte.
  • Vorliegendes Verfahren ermöglicht es nun, die ebenfalls direkt aus der Pflanze gewonnenen, aber bedeutend wertloseren und besonders für Geschmackzwecke gänzlich unbrauchbaren Poleyöle oder deren Hauptbestandteil Pulegon allein auf einfache Weise in Produkte von den Eigenschaften der sehr wertvollen natürlichen Pfeffermünzöle oder des natürlichen Menthols umzuwandeln.
  • Die auf diese Weise erhältlichen neuen Pfeffermünzöle stehen qualitativ, besonders was Feinheit des Geruches und des Geschmackes betrifft, mit an erster Stelle unter den Naturölen ihresgleichen und besitzen gleich dem englischen Pfeffermürzöl einen sehr hohen Gesamtmentholgehalt, ja übertreffen sogar denjenigen des englischen Öles meistens. Auch ihre physikalischen Eigenschaften sind denjenigen der natürlichen Pfeffermünzöle durchaas gleichartig.
  • Das durch Reduktion des Pulegons selbst erhältliche Menthol ist ein bervorr-3gendei Ersatz für das bislang handelsübliche Naturmenthol, welches fast ausschließlich aus Japan kommt.
  • Die Herstellung eines solchen Pfeffermünzölproduktes kann beispielsweise folgendermaßen verlaufen i kg Poleyöl wird in der fünffachen Menge Äthers gelöst. Diese ätherische Lösung wird mit einer kleinen Menge Wassers unterschichtet und das Ganze zweckmäßig durch eine Kältemischung von außen stark gekühlt. Alsdann werden allmählich o,8 bis z kg metallisches Natrium eingetragen, derart, daß die Wasserstoffentwicklung nicht zu stark wird und die Temperatur der ätherischen Poleyöllösung möglichst -f- 5 °C nicht übersteigt. Dem Verbrauch entsprechend muß öfter vorsichtig etwas Wasser nachgegeben werden. Ist alles Natrium eingetragen und verschwunden, so trennt man die untere wäßrige Schicht von der Äthersebicht. Letztere wird neutral gewaschen, der Äther abdestilliert und das zurückbleibende Öl im Vakuum rektifiziert oder mit Wasserdampf ausdestilliert.
  • So resultierte z. B. aus einem spanischen Poleyöl vom spezifischen Gewicht = 0,9400, optische Drehung = -[-- 2o' mit 8o Prozent Ausbeute ein Pfeffermünzöl von folgenden Eigenschaften spezifisches Gewicht = 0,9114/15', optische Drehung = 14', Estergehalt =,3 Prozent, Gesamtmenthol = 7o Prozent, Löslichkeit= 1 : 2,3 Teilen Alkohol 7o Volumprozent, Farbe = vollkommen wasserhell, Geruch und Geschmack = sehr fein und mild nach Pfeffermünz, in Nase und Mund stark kühlend.
  • Verarbeitet man auf dieselbe Weise z. B. reines Pulegon, so ist das Endprodukt ein kristallinisch erstarrendes 'Öl von allen chemischen Eigenschaften des Menthols.
  • Ähnliche Beobachtungen sind bereits einmal am Palegon gemacht worden von Beckman n & Pleißner, Annalen 262, S. 30/3x. Doch ist die Arbeitsmethode völlig verschieden gewesen von der obigen. Vor allem wurde Anwesenheit von Wasser streng vermieden bei der Reduktion, ferner wurde nur Pulegon selbst reduziert und nicht auch die Poleyöle selbst und die Ausbeute betrug nicht 8o Prozent, sondern nur 4o Prozent.
  • Alle bekanntgewordenen Reduktionen des Pulegons, sowohl mit metallischem Natrium und Alkohol als auch mittels Katalysatoren, zeigen einen völlig anderen Verlauf wie das vorliegende Verfahren.
  • Ganz abgesehen von der sichergestellten hohen Ausbeute gegenüber den schlechten und sehr zweifelhaften der anderen Methoden, liefert das neue Verfahren ein stark linksdrehendes Menthol, wodurch sich letzteres in hohem Maße dem Naturmenthol nähert. Dahingegen drehen alle auf andere Weise erhaltenen Menthole nach rechts oder nur schwach links und entfernen sich so weitgehend von dem Naturmenthol.
  • Es ist aber gerade die linksdrehende Modifikation des Menthols diejenige, welche im Geschmack und Geruch den wahren Pfeffermünzcharakter abgibt, während alle anderen optischen Isomeren, besonders die rechtsdrehenden, einen davon stark abweichenden, und zwar Kampfer-und Borneolcharakter tragen, wodurch ihre Verwendung als Pfeffermünzriech- und Geschmackstoffe nicht in Frage kommt.
  • Das angeführte Ausführungsbeispiel kann auch so z. B. geleitet werden, daß das jeweils entstehende Alkali wieder abneutralisiert wird. Zu diesem Zwecke verfährt man genau nach den Angaben für das Ausführungsbeispiel, aber löst vorher in dem vorgelegten Wasser die dem metallischen Natrium äquivalente Menge einer Säure, z. B. Essigsäure, oder auch Kohlensäure, z. B. in Form von Natriumbicarbonat, auf.
  • An Stelle des metallischen Natriums können natürlich auch andere Metalle, welche in gleicher Weise wie das Natrium in Berührung mit Wasser Wasserstoff entwickeln, zur Anwendung kommen. So z. B. metallisches Kalium oder Calcium. In letzterem Falle hat man lediglich die entsprechenden Äquivalente für die im Hauptbeispiel angegebenen Mengen Natrium anzuwenden.
  • Außer dem besonders leicht zugänglichen spanischen Poleyöl kommen noch die Poleyöle aus Nordafrika, Kleinasien besonders in Betracht; ferner das Öl von Hedeoma pulegioides, genannt Pennyroyal öl, oder amerikanisches Poleyöl; ferner die Öle von Pycnanthemum lanceolatum oder von Bystropogon origanifolius und Calamintha Nepeta.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCI3: Verfahren zur Herstellung von Menthol, dadurch gekennzeichnet, daß man Pulegon oder pulegonhaltige ätherische Öle, z. B. Poleyöle, und deren Fraktionen in einem indifferenten Lösungsmittel mit Natrium oder einem ähnlich wirkenden Metall in Gegenwart von Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz von Säure, behandelt.
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