DE3979C - Verfahren zur Darstellung eines löslichen Quecksilber-Albuminats - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines löslichen Quecksilber-Albuminats

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DE3979C
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mercury
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Dr. H. DREES, Apotheker, in Bentheim (Hannover)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • C07K14/76Albumins

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Description

PATENTSCHRIFT
1878.
H. DREES, in BENTHEIM (Hannover). Verfahren zur Darstellung eines löslichen Quecksilber-Aibuminats.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Mai 1878 ab.
Bekanntlich ist es in neuerer Zeit vielfach von hervorragenden Physiologen und Aerzten vorgeschlagen, in allen Fällen, in welchen Quecksilberpräparate zu Heilzwecken angewendet zu werden pflegen, namentlich aber zur Heilung der Syphilis, das Quecksilber dem Körper mittelst subcutaner Injectionen zuzuführen.
Es bietet diese Methode gegenüber den bisher gebräuchlichen, das Quecksilber durch den Magen oder mittelst Einreibung von Salbe ins ■Blut überzuführen, einmal den Vorzug genauerer Dosirung, da nach den übrigen Verfahren niemals sicher zu bestimmen ist, wie viel des verabreichten Präparates wirklich vom Körper aufgenommen ist.; ferner wird das Quecksilber so bei weitem leichter vertragen und erfolgt die gewünschte Wirkung schon nach erheblich geringeren Gaben.
Als geeignete Präparate zu derartigen Injectionen sind Quecksilberchlorid, Calomel, Quecksilberchlorid - Chlornatrium, sowie letzteres in Lösung mit Albumin (für ein solches Gemenge glaube ich wenigstens das nach der Methode des Herrn Professor Bamberger dargestellte Präparat halten zu müssen) vorgeschlagen, sämmtliche aber verursachen bei der Application mehr oder weniger Schmerzen, Geschwülste, selbst Abscesse; vermuthlich infolge der Gerinnung, welche die in den zunächstliegenden Geweben vorkommenden albuminhaltigen Flüssigkeiten durch das Quecksilbersalz erleiden. , ■
Hierdurch veranlafst, habe ich nachstehendes Verfahren zur Darstellung eines möglichst reinen löslichen Quecksilberalbummates ermittelt, welches ein Präparat liefert, das zu genanntem Zweck ohne Zweifel mehr geeignet sein dürfte, da die Injection desselben, wie vorläufige Versuche ergeben haben, keine Schmerzen oder Geschwülste verursacht und dasselbe rasch resorbirt wird.
Die Darstellung des in Rede stehenden Quecksilberpräparates erfolgt in der Weise, dafs man zunächst eine alkalisch gemachte Albuminlösung mit so viel einer Quecksilbersalzlösung versetzt, z. B. mit essigsaurem Quecksilberoxyd, dafs weder an Albumin noch Quecksilbersalz ein Ueberschufs in diesem Gemisch vorhanden ist. Es können zum Alkalischmachen der Albuminlösung sowohl ätzende und kohlensaure Alkalien oder die diesen entsprechenden Ammoniakverbinilungen, wie auch ätzende alkalische Erden benutzt werden; nur darf, wenn kohlensaure Alkalien oder kohlensaures Ammoniak zur Anwendung gelangt, nicht mit Haloidsalzen des Quecksilbers gearbeitet werden.
Zur Trennung des Quecksilberalbummates von überschüssigen Alkalien, Ammoniak oder alkalischen Erden, und von den Salzen, welche bei obigem Verfahren sich gebildet haben, wird die so erhaltene Lösung entweder der Dialyse unterworfen, oder man fällt durch Neutralisiren mit einer Säure, z. B. Kohlensäure und durch Zusetzen von verdünntem Weingeist das Quecksilberalbuminat aus und reinigt dasselbe durch Auswaschen mit weingeisthaltigem Wasser.
Zu demselben Resultat gelangt man, wenn man, anstatt die alkalische Albuminlösung mit einem Quecksilbersalze zu versetzen, dieselbe mit Quecksilberoxyd, am bestem mit frisch gefälltem, digerirt und die auf diesem Wege erhaltene Lösung' zur Abscheidung und Reinigung des Quecksilberalbummates, wie oben beschrieben, weiter behandelt, oder auch direct durch Verdampfen bei sehr gelinder Temperatur vom Ueberschufs an Ammoniak befreit.
Das so gereinigte Quecksilberalbuminat wird in Wasser gelöst, das durch Zusatz einer sehr geringen Menge ätzender Alkalien, alkalischer Erden oder Ammoniak schwach alkalisch gemacht ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren zur Darstellung eines löslichen Quecksilberalbummates durch Verbindung von Quecksilber mit Albumin in alkalischer Lösung, sowie Trennung des Quecksilberalbummates von den in dieser Lösung vorhandenen fremden Salzen und von dem überflüssigen, ätzenden Alkali, Ammoniak oder von den alkalischen Erden durch Dialyse, durch Fällung oder Abdampfen in vorbescbriebener Weise.
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