DE397691C - Selbsttaetige Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge - Google Patents
Selbsttaetige Nachstellvorrichtung fuer BremsgestaengeInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine selbsttätige Nachstellvorrichtung für Bremsgestänge,
insbesondere für Eisenbahnwagenbremsen u. dgl. Zweck der Erfindung ist, eine Nachstellvorrichtung zu erhalten, die mit
einer nachgiebigen Vorrichtung solcher Art versehen ist, die bei gewissen Ausführungsformen der Nachstellvorrichtung entweder die
Verminderung zu großer Spielräume (beispielsweise vom Verschleiß der Bremsklötze
abhängend) oder die Vergrößerung zu kleiner Spielräume (beispielsweise davon abhängend,
daß nach einer Belastung des Wagens derselbe ausgeladen wird, was oft eine Verminderung
der Größe der Spielräume unter die normale mit sich führt) selbsttätig bewirkt. Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. 1 einen Bremszylinder mit zugehörigen Teilen und eine
Nachstellvorrichtung, die den Spielraum zwisehen den Bremsklötzen und den Radreifen
sowohl verkleinern als auch vergrößern kann.
Abb. 2 ist eine Endansicht der in Abb. I ge zeigten Vorrichtung. Abb. 3 zeigt in größerem
Maßstab einen Längsschnitt durch die eigentliche Nachstellvorrichtung, und Abb. 4
ist ein Schnitt gemäß Linie IV-IV in Abb. 3 Abb. 5 zeigt ebenfalls in größerem Maßstab
eine Seitenansicht teilweise im Schnitt einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung,
die nur zur Verminderung des Spielraumes bestimmt ist, und Abb. 6 ist ein
Schnitt gemäß Linie VI-VI in Abb. 5.
Zur besseren Erläuterung der Erfindung ist sie in der Zeichnung im Zusammenhang mit
einem gewöhnlichen Bremszylinder 10 und den Bremszylinderhebeln ι J, 12 dargestellt. Die
Bremszylinderhebel 11, 12 werden durch eine Rückziehfeder in nicht wirksamer Lage gehalten.
Diese Feder ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und mit 13 bezeichnet,
befindet sich aber gewöhnlich im Innern des Bremszylinders. Der Bremszylinderhebel
12 ist an einem am Bremszylinder befestigten Zapfen 14 drehbar angebracht, während
sein freies Ende mit zu den Bremsklotzen führender Zugstange 15 verbunden ist.
Der Bremszylinderhebel 11 ist an einem Zapfen 16 des Bremskolbenstangenkopfes 17
drehbar angebracht, während sein freies Ende mit zu den Bremsklötzen führender Zugstange
18 verbunden ist. Zwischen den Bremszylinderhebeln 11 und 12 ist vermittels
an diesen befestigten Zapfen 19,20 anstatt
stange 18 verbunden ist. Zwischen den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende
Nachstellvorrichtung angelenkt.
Die Vorrichtung, die die Nachstellvorrichtung antreibt, besteht aus einem Winkelhebel,
der um den Zapfen 16 des Bremskolbenstangenkopfes 17 drehbar ist und dessen
einer Arm 21 vermittels einer Lenkstange 22 am Bremszylinder oder einem anderen
zweckmäßigen, festen Punkt befestigt ist und dessen anderer Arm 23 vermittels einer Lenkstange 24 mit dem einen Ende
eines zweiarmigen Hebels 25 verbunden ist, der um einen am Bremshebel 11 befestigten
Zapfen 26 drehbar ist. Das andere Ende des zweiarmigen Hebels ist vermittels einer Lenkstange
27 und einer Schelle 28 am Zapfen 29 (Abb. 3) angelenkt, der an der Antrjebskurbel
30 der Nachstellvorrichtung befestigt ist. Das eine Ende der Nachstellvorrichtung
besteht aus einer Hülse 31, die mit dem Zapfen 19 des Bremszylinders n an diesem
angelenkt ist, und das andere Ende besteht aus einer innen mit Gewinde versehenen
Hülse 32, die mit dem Zapfen 20 des Bremszylinderhebels 12 an diesem angelenkt ist. In
die Hülse 32 ist die Nachstellspindel 33 eingeschraubt, deren Kopf in der Hülse 31 frei
drehbar ist. Hieraus ist zu ersehen, daß die Lage der Bremszylinderhebel 11, 12 zueinander
durch Drehung der Spindel 33 verändert werden kann, und eine derartige Veränderung
wirkt durch die Zugstangen 15 und 18 ebenfalls auf die Einstellung der Spielräume
zwischen den Bremsklötzen und den Radreifen. Eine Flügelmutter 34 ist mit einem Stift 35 auf der Spindel 33 befestigt, so daß
diese mit der Hand gedreht werden kann, wenn die Bremsausrüstung am Wagen angebracht
wird oder die Bremsklötze ausgewechselt werden, wodurch also der Abstand der letzteren von den Radreifen genau eingestellt
werden kann. Ein an der Flügelmutter 34 befestigtes Schutzgehäuse 36 umschließt die Hülse 32 und schützt dadurch
das Gewinde der Spindel und der Hülse vor Schmutz und Nässe. Die Anbringung der Flügelmutter 34 auf der Spindel 33 ist ohne
Bedeutung, sollte jedoch derart sein, daß sie eine erhebliche Veränderung der gesamten
Länge der Spindel 33 und Hülse 32 zuläßt.
Zwischen der Flügelmutter 34 und der Hülse 3 ϊ ist eine Nachstellhülse 37 angeordnet,
die die Antriebskurbel 30 der Nachstellvorrichtung trägt. Diese Hülse 37 umschließt
eine Reibungskupplung, von der ein Teil ihrer Lamellen 38 auf im Innern der Hülse 37 angebrachten
Leisten 39 gleiten kann. Die mit den eben genannten Lamellen zusammenarbeitenden
Lamellen 40 gleiten auf Keilen 41, die in Längsnuten der Nachstellspiiv
del 33 angebracht sind und durch eine Mutter 42 festgehalten werden, die gleichzeitig
als Anschlagring für eine die Kupplungslamellen zusammenpressende Spiralfeder 43
dient. Die Hülse 31 ist mit ihrem einen Ende am Rande einer Kapsel 44 befestigt, die um
einen glatten Teil der Nachstellspindel 33 drehbar ist. Am anderen Ende wird die
Hülse 37 von einer als Stützlager dienenden Nabe 45 getragen, die an der Nachstellspindel
33 befestigt ist und mit einem Sperrrad 46 ein Stück bildet. Eine Sperrklinke 47
ist dazu bestimmt, in genanntes Sperrad einzugreifen, und diese Sperrklinke ist in einer
Ausbauchung 48 der nicht drehbaren Hülse 31 drehbar gelagert sowie mit einem Anschlag 49
verbunden, der zum Heben der Sperrklinke außer Eingriff mit dem Sperrad dient und
der sich seitlich des Sperrades befindet. Mit diesem hebenden Anschlag arbeitet ein mit
iner Aussparung versehener, einen Exzenter bildender Flansch 50 der Hülse 37 zusammen,
und dieser Exzenter wirkt in gewissen Stellungen auf den Anschlag 49 ein, so daß die
Sperrklinke 47 außer Eingriff mit dem Sperrrad 46 der Wirkung einer Feder 51 entgegen
ehoben wird. Wenn die Bremsklötze von den Radreifen entfernt sind, ist der Exzen-
daß der Spielraum zwischen Bremsklötzen und Radreifen wieder auf seine normale
Größe vergrößert wird. Diese selbsttätige Vergrößerung der Spielräume genügt, um die
Bremsklötze in richtiger Lage im Verhältnis zu den Radreifen zu halten, trotz den Lagenveränderungen,
denen die Bremsklötze in bezug auf die Räder infolge des Belastens und Entlastens des Wagens ausgesetzt sind. Wenn
ίο der Wagen bereits von Anfang an belastet
ist und die Spielräume durch das Entlasten vermindert werden, so braucht der Führer die
Bremsen nur einige Male anzusetzen, ehe der Zug in Bewegung gesetzt wird, um eine
richtige Lage der Bremsklötze sicherzustellen. Eine solche Maßnahme nimmt nur einige
Augenblicke in Anspruch und wird sowieso allgemein vorgenommen, damit das Personal
sich vergewissern soll, ob die Bremsen auch einwandfrei arbeiten.
Die oben beschriebene Ausführungsform der Erfindung bezieht sich demnach auf eine
Nachstellvorrichtung, die die Spielräume den Verhältnissen entsprechend selbsttätig sowohl
vermindern als auch vergrößern, und dies wird durch die oben beschriebene, nachgiebige
Einstellvorrichtung erreicht. Es ist jedoch auch möglich, diese Vorrichtung an solchen Nachstellvorrichtungen zu verwenden,
die nur zum Vermindern der Spielräume bestimmt sind, und eine Ausführungsform der
letztgenannten Art ist· in den Abb. 5 und 6 gezeigt.
In dieser Ausführungsform nimmt die der Hülse 31 in Abb. 1 bis 4 entsprechende
Hülse 52 in der oben beschriebenen ähnlichen Weise das drehbar gelagerte Ende der Nachstellspindel
33 ^uf. Auf dieser Spindel ist dicht am Ende der Hülse 52 eine Kurbel 53
mit Kurbelzapfen 54 zur Verbindung mit dem Bewegungsgestänge in der in Abb. 1 bis 4 gezeigten
ähnlichen Weise drehbar gelagert. In der Nähe der Kurbel und auf der der
Hülse 52 entgegengesetzten Seite derselben ist eine mit der Spindel 33 fest verbundene
Scheibe 5 5 angebracht, und dicht an dieser Scheibe anliegend ist ein frei um die Spindel
drehbares Sperrad 56 gelagert, das gegen die Anschlagscheibe mittels einer Kupplungsscheibe
57 angepreßt gehalten ist. Diese Kupplungsscheibe ist verschiebbar, aber nicht drehbar auf der Spindel mittels eines oder
mehrerer Keile angebracht, und eine Kupplungsfeder 58 wirkt auf sie ein. Die Spannung
der letzteren kann durch eine Mutter 59 geregelt werden, die auf einem Gewindeteil 60
der Schraube 33 angeordnet ist. In der Kurbel S3 ist ein Zapfen 61 drehbar gelagert,
der mit seinem einen Ende mit einer Sperrklinke 62 verbunden ist, die mit dem Sperrrad
56 zusammenwirkt, während sein anderes Ende einen Anschlag 63 trägt, der am Umkreis
eines Exzenters 64 entlanggleitet, welcher aus einem am Ende der Hülse 52 befindlichen
Flansch ausgearbeitet ist. Eine an einem Stift 66 an der Kurbel 53 angebrachte
Feder 65 ist bestimmt, den Anschlag 63 ständig niederzudrücken und die Sperrklinke 62
in Eingriff mit dem Sperrad 56 zu bringen.
In seiner Ausgangslage nimmt die Kurbei 53 die Lage ein, wie sie in Abb. 6 mit
strichpunktierten Linien angedeutet ist, und in dieser Stellung liegt der Anschlag 63 gegen
den Exzenter 64 an, so daß die Sperrklinke 62 außer Eingriff mit dem Sperrad 56 gehoben
ist. Der Exzenter 64 hat nun eine solche Form, daß der Anschlag 63, nachdem die
Kurbel 53 um einen vorausbestimmten Winkel gedreht worden ist, über das Ende des
Exzenters niedergleitet und zuläßt, daß die Sperrklinke in das Sperrad eingreift. Der
Winkel, um den sich die Kurbel vor Eingriff der Sperrklinke in das Sperrad dreht, ist
im voraus derart bestimmt, daß er der Bewegung der Bremsausrüstung vor dem Anliegen
der Bremsklötze an den Radreifen entspricht. Wenn die Spielräume die richtigen sind, so geschieht das Anliegen der
Bremsklötze zur gleichen Zeit wie die Sperrklinke in das Sperrad eingreift, und beim go
weiteren Drehen der Kurbel 53 wird das Sperrad 56 im Verhältnis zur Reibungsscheibe 57 weitergedreht. Beim Rückgang der
Kurbel, wenn der Bremsdruck nachläßt, gleitet die' Sperrklinke 62 über die Zähne des
Sperrades zurück, weil das letztere durch die Reibungsscheibe 57 an einer Rückwärtsbewegung verhindert wird. Hierbei wird also
keine Bewegung auf die Spindel 33 übertragen. ·
Wenn dagegen der Spielraum zwischen Bremsklotz und Radreifen zu groß sein sollte,
kommt die Sperrklinke in Eingriff mit dem Sperrad, ehe die beim Bremsen auf die Spindel
33 wirkende Reibung diese festklemmt, und die Spindel wird daher von der Sperrvorrichtung
gedreht, da ja das Sperrad durch die Reibungskupplung mit der Spindel in Verbindung
steht. Bei der Rückwärtsbewegung gleitet die Sperrklinke über die Zähne des
Sperrades in gleicher Weise wie vorher beschrieben zurück, und die Spindel 33 ist somit
in der Hülse 32 in einem Sinne gedreht worden, wodurch der Abstand zwischen den Bremszylinderhebeln 11 und 12 derart verändert
wird, daß der Abstand zwischen Bremsklotz und Radreifen vermindert wird.
In den beiden beschriebenen Ausführungsformen wirkt die Sperrvorrichtung auf die
Drehung der Nachstellspindel in der einen Richtung hemmend ein. Dies ist eine geeignete
Vorrichtung für diesen Zweck, aber
ter so eingestellt, daß der Anschlag 49 auf dem äußeren Umkreis des Exzenters anliegt
und die Sperrklinke daher außer Eingriff mit dem Sperrad ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Unter der Annahme, daß die Nachstellvorrichtung derart eingestellt ist, daß der richtige
Spielraum zwischen den Bremsklötzen ίο und den Radreifen vorhanden ist, so wird die
Kolbenstange beim Bremsen bei seiner Bewegung nach außen (nach links in der Zeichnung,
Abb. 1) durch die Verbindungsorgane 21 bis 28 auf die Antriebskurbel 30 auf die mit
dem Exzenter 50 versehene Hülse 37 einwirken, so daß diese Kurbel in der Richtung
des in Abb. 4 gezeigten Pfeiles gedreht wird, und diese Drehung geschieht um einen solchen
Winkel, daß der Anschlag 49 in die ao Aussparung des Exzenters 50 hineinsinkt, gerade
in dem Augenblick, wo die Bremsklötze gegen die Radreifen anzuliegen kommen. Bei dieser Drehung verursacht die Kupplung
38, 40, daß die Spindel 33 in die Hülse 32 hineingedreht wird. In dem Augenblick,
wo die beim Bremsen auftretenden, durch den Druck der Bremsklötze gegen die Radreifen verursachten Spannungen auf die
Bremszylinderhebel 11 und 12 einwirken, wird
die Spindel 33 durch die zwischen ihren Gewinden und denen der Hülse 32 auftretende
Reibung festgeklemmt, und infolgedessen wird jede weitere Drehung der Antriebskurbel
30 und der Hülse 37 bei fortgesetzter Bewegung der Bremskolbenstange nach außen
hin während des Bremsens ein Gleiten in der Reibungskupplung 38, 40 verursachen. Die
Spindel 33 wird dann während der weiteren Drehung der Hülse 37 stehenbleiben. Beim
Zurückgehen der Bremskolbenstange wird die die Spindel 33 festklemmende Reibung nicht
eher aufhören, als bis die Bremsklötze die Radreifen verlassen, in welchem Augenblick
dann der Exzenter 50 wieder in die Lage zurückgekehrt ist, wo er den Anschlag 49 hochhebt und dadurch die Sperrklinke
47 außer Eingriff mit dem Sperrad 46 bringt. Die Spindel 33 wird dann durch die Kupplung um den gleichen Winkel zurückgedreht
wie beim Bremsen, und infolgedessen kommen keine Veränderungen in der Lage der Teile der Nachstellvorrichtung vor.
Wenn der Abstand zwischen Bremsklötzen
und Radreifen jedoch größer sein sollte als der im voraus als zweckmäßig bestimmte,
so wird die Hülse 37 bei der Bewegung der Bremskolbenstange nach außen eine Drehung
um einen größeren Winkel als den normalen erhalten, ehe die Bremsklötze sich gegen die
Radreifen anlegen werden. Infolgedessen wird die Sperrklinke 47, dadurch, daß dessen
Anschlag 49 in die Aussparung des Exzenters 50 hineingedrückt wird, in das Sperrrad
46 eingreifen, ehe die Spindel 33 durch j die beim Bremsen auftretende Reibung in
der Hülse 32 festgeklemmt wird. Bei der Rückbewegung (Lösen der Bremse) wird die
die Spindel 23 festklemmende Reibung beim Entfernen der Bremsklötze von den Radreifen
aufhören, ehe der Exzenter die Sperrklinke 47 außer Eingriff mit dem Sperrad 46 gehoben hat, da aber das letztere mit der
Spindel 33 verbunden ist und von der Sperrklinke fortgesetzt gedreht wird, so wird die
Hülse 37 infolge des Gleitens in der Reibungskupplung sich im Verhältnis zur Spindel
drehen, bis der Exzenter 50 die Sperrklinke 47 außer Eingriff mit dem Sperrad hebt. Während der ganzen Bewegung der
Bremsausrüstung in ihre Ausgangslage wird also die Spindel 33 um einen kleineren Winkel
gedreht als um denjenigen, welchen die Drehung" beim Ansetzen der Bremsklötze umfaßte.
Infolgedessen wird die Lage der Spindel im Verhältnis zur Hülse 32 verändert werden,
und der Überschuß im Spielraum zwischen den Bremsklötzen und den Radreifen wird dadurch vermindert.
Wenn dagegen der Abstand zwischen den Bremsklötzen und den Radreifen kleiner als
erwünscht ist, so werden die Bremsklötze sich gegen die Radreifen anlegen, ehe der Exzenter
50 um einen genügend großen Winkel gedreht worden ist, um die Sperrklinke 47
in Eingriff mit dem Sperrad 46 bringen zu können. Die Spindel 23 wird also sofort
durch die Reibung im Gewinde festgeklemmt, und der Exzenter 50 wird, während die Kupplungsteile
gleiten, um den erforderlichen Winkel beim Ansetzen der Bremsklötze gedreht. Bei der Rückbewegung hört die Spannung
in der Bremsvorrichtung erst dann auf, wenn der Exzenter 50 die Sperrklinke 47 hochgehoben
hat. Ein kleinerer Spielraum, der nun entweder unabsichtlich oder absichtlich zustände
gekommen ist, ist jedoch in dem Gestänge 21 bis 28 vorhanden, weshalb der Bremskolben,
wenn der Bremsdruck dem Bremszylinder zugeführt wird, sich ein kleines Stück bewegen wird, ehe die Antriebskurbei
30 sich zu drehen beginnt. Dieser Spielraum oder besser gesagt Leerlauf tritt in
ähnlicher Weise auch beim Beginn der Rückbewegung auf. Infolgedessen ist die Zurückdrehung
der Kurbel 30, nachdem die die Spindel festklemmende Reibung im Gewinde aufgehört
hat, größer als die Drehung beim Ansetzen der Bremse, ehe die festklemmende Reibung auftritt. Dieser Überschuß an
Drehung bei der Rückbewegung der Kurbel iao ist genügend, um eine Drehung der Spindel
33 in solcher Richtung zu veranlassen.
sie ist keineswegs die einzige, die hierfür in Frage kommen könnte. Beispielsweise kann
sie durch einen Bremsexzenter, ein Bremsband oder eine andere Kupplungsvorrichtung
ersetzt werden, die in gleicher Weise wirkt, und die Erfindung ist nicht ausschließlich auf
die oben angegebenen Einzelteile beschränkt. Wie oben bereits erwähnt, ist die Antriebsvorrichtung
2i bis 28 der Nachstellvorrichtung und die Stelle, wo sie in der Bremsausrüstung
eingebaut ist, unabhängig von der Erfindung und kann je nach den Verschiedenheiten
in den Bremsensystemen verschiedene Gestalt annehmen. Ihre Hauptaufgabe ist, nur der Antriebskurbel 30 oder 53 eine gewisse
Drehung beim jedesmaligen Bremsen zuzuerteilen, und dies kann natürlich auf verschiedene
Weise und mittels verschiedener Vorrichtungen geschehen.
ao Es' ist für die Erfindung ebenfalls gleichgültig,
wo die Nachstellvorrichtung in der Bremsausrüstung eingebaut wird. Sie kann
nämlich in einem Bremsensystem mit derselben Wirkung in Hinsicht auf die Regelung
von Spielräumen einen verschiedenen Platz einnehmen.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Selbsttätige Nachstellvorrichtung für Bremsgestänge, bestehend aus einer Nachstellspindel, die bestimmt ist, vermittels eines mit der Bremsausrüstung verbundenen und von dieser beim Bremsen und Entbremsen in hin und her gehende Bewegung versetzten Organes herumgedreht zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß das die Drehung ,der Nachstellspindel hervorrufende Organ mit dieser Spindel unter Vermittlung teils einer nur in einer Drehrichtung wirkenden Sperr- oder Mitnehmervorrichtung und teils einer anderen mit der erstgenannten zusammenwirkenden, aber in beiden Drehrichtungen wirkenden Mitnehmervorrichtung von solcher Art verbunden ist, daß ihre mitnehmende Wirkung begrenzt ist, und von dem durch die Spannung in der Bremsausrüstung beim Bremsen erzeugten Reibungsmoment überwunden werden kann, wobei das die Drehung der Nachstellspindel hervorrufende Organ mit einer Anordnung verbunden ist, mittels welcher die erstgenannte Sperr- oder Mitnehmervorrichtung nach gewisser Bewegung des die Drehung-SS hervorrufenden Organes ausgelöst wird, so daß ihre sperrende oder mitnehmende Tätigkeit aufhört.
- 2. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nur in einer Richtung wirkende Sperr- oder Mitnehmervorrichtung aus einem Sperrad mit Sperrklinke besteht, während die in beiden Richtungen wirkende Mitnehmervorrichtung, deren mitnehmende Tätigkeit begrenzt ist, aus einer Reibungskupplung besteht sowie daß die Auslösungsvorrichtung der erstgenannten Mitnehmervorrichtung aus einem Exzenter besteht, der nach einer vorausbestimmten Bewegung des die Drehung der Nachstellspindel hervorrufenden Organes die zur Mitnehmervorrichtung zugehörige Sperrklinke betätigt, so daß diese außer Eingriff mit dem Sperrad gebracht wird.
- 3. Nachstellvorrichtung nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachstellspindel mit einer Flügelmutter o. dgl. fest verbunden ist, mit deren Hilfe die Spindel mit der Hand, unabhängig von den Sperr- oder Mitnehmervo rrichtungen, nach b eiden Richtungen hin gedreht werden kann.
- 4. Ausführungsform der in den Ansprüchen ι bis 3 angegebenen Nachstellvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrad auf der Nachstellspindel fest angebracht ist und mit einer Sperrklinke zusammenwirkt, die auf einem um genannte Spindel nicht drehbaren Teil der Vorrichtung gelagert ist, daß das die Drehung der Spindel hervorrufende Organ um die Spindel drehbar angebracht ist, und auf den antreibenden Teil der Reibungskupplung beim Herumdrehen ständig mitnehmend wirkt, während der getriebene Teil der Reibungskupplung hinsichtlich der Drehung mit der Nachstellspindel fest verbunden ist sowie daß der die Auslösung der Sperrklinke verursachende Exzenter mit dem die Drehung der Spindel hervorrufenden Organe fest verbunden ist.
- 5. Ausführungsform der in den Ansprüchen ι bis 3 angegebenen Nachstellvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrad auf der Nachstellspindel drehbar angebracht ist und an dieser mittels der Reibungskupplung festgehalten wird, während der Sperrhaken an dem die Drehung der Spindel hervorrufenden Or- no gane angebracht ist und zwecks seiner Auslösung mit einem Exzenter zusammenarbeitet, der an einem nicht drehbaren Teil der Vorrichtung angebracht ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES64082D DE397691C (de) | 1923-10-19 | 1923-10-19 | Selbsttaetige Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES64082D DE397691C (de) | 1923-10-19 | 1923-10-19 | Selbsttaetige Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE397691C true DE397691C (de) | 1924-06-27 |
Family
ID=7496881
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES64082D Expired DE397691C (de) | 1923-10-19 | 1923-10-19 | Selbsttaetige Nachstellvorrichtung fuer Bremsgestaenge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE397691C (de) |
-
1923
- 1923-10-19 DE DES64082D patent/DE397691C/de not_active Expired
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