DE395840C - Jacquardmaschine, insbesondere fuer Spitzenkloeppelmaschinen - Google Patents

Jacquardmaschine, insbesondere fuer Spitzenkloeppelmaschinen

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DE395840C
DE395840C DEE28103D DEE0028103D DE395840C DE 395840 C DE395840 C DE 395840C DE E28103 D DEE28103 D DE E28103D DE E0028103 D DEE0028103 D DE E0028103D DE 395840 C DE395840 C DE 395840C
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hook
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card
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DEE28103D
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RICHARD ECKGOLD
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04CBRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
    • D04C3/00Braiding or lacing machines
    • D04C3/02Braiding or lacing machines with spool carriers guided by track plates or by bobbin heads exclusively
    • D04C3/24Devices for controlling spool carriers to obtain patterns, e.g. devices on guides or track plates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braiding, Manufacturing Of Bobbin-Net Or Lace, And Manufacturing Of Nets By Knotting (AREA)

Description

  • Jacquardmaschine, insbesondere für Spitzenklöppelmaschinen. Um bei Jacquardmaschinen, die vorzugsweise zur Erzeugung symmetrischer Gebilde in der Textilindustrie Verwendung finden, die Kartenzahl auf die Hälfte zu verringern, hat man sich bisher dadurch zu helfen gesucht, daß man entweder durch Einbau eines Hilfszylinders mit mehreren Haken und Hebeln in die Maschine oder durch Anwendung zweier an sich bekannter Zughaken, die je für sich ober-oder unterhalb des Kartenprismas angeordnet sind, das Kartenprisma nach Ablauf eines halben Rapports rückwärts und dann wieder vorwärts zu schalten usw.
  • Die bisher bekannt gewordenen Einrichtungen dieser Art sind aber infolge ihrer umständlichen Bauart nicht nur teuerer in der Herstellung wie die sonst gebräuchlichen Jacquardmaschinen mit ungekürzter Kartenzahl, sondern sie erweisen sich in ihrer Anwendung trotz der Vorteile, welche die Möglichkeit der Rückwärtsschaltung des Kartenprismas nach jedem halben Rapport durch die Verminderung der Kartenzahl bietet, völlig unbrauchbar für Spitzenklöppelmaschinen, da bei den bekannten Jacquä.rdmaschinen mit Rückwärtsschaltung der Mechanismus nicht oberhalb der Jacquardmaschine anzubringen ist, sondern innerhalb derselben eingebaut werden muß. Das aber hat zur Folge, daß bei Verwendung solcher Einrichtungen die bisher für Spitzenklöppelmaschinen verwandten jacquardmaschinen sämtlich erst umgebaut werden müssen, wenn man sie mit der halben Kartenzahl arbeiten lassen wollte.
  • Ein solcher unbedingt erforderlich werdender Umbau der Maschinen hat aber Nachteile zur Folge, durch welche die Vorteile der Kartenersparnis bei weitem aufgehoben werden, so daß maii aus diesen Gründen bis heute noch nicht dazu übergehen konnte, Jacquardmaschinen mit der Hälfte der sonst üblichen Kartenzahl praktisch anzuwenden.
  • Gegenstand der vorliegenden neuen Erfindung ist nun eine Schaltvorrichtung für Jacquardmaschinen, durch welche die Musterkarte nach jedem halben Rapport unter Vermittlung eines zweiten Wendehakens weitergeschaltet werden kann, welche gegenüber den bekannten Einrichtungen dieser Art den Vorteil besitzt, daß dieselbe ohne weiteres für die bei Spitzenklöppelmaschinen gebräuchlichen Jacquardmaschinen benutzt werden kann, so daß letztere bei Verwendung dieser Einrichtung ohne vorherigen Umbau mit der halben Kartenzahl zur Herstellung symmetrischer Muster zu gebrauchen sind.
  • Das Wesen der vorliegenden Neuerung besteht dabei darin, daß die beiden in an sich bekannter Weise unter Wirkung von Zugfedern stehenden, je einen doppelarmigen Hebel bildenden Wendehaken, von denen der eine ein vorn offenes Widerlager bildet, gemeinsam nebeneinanderliegend auf einer oberhalb der Maschine gelagerten Achse o. dgl. sitzen und abwechselnd nach Beendigung eines halben Rapports der eine oder der andere der Hebel hinten durch den Arm eines Armkreuzes bis zum nächsten Rapportwechsel niedergedrückt wird, so daß sein vorderes Ende so lange außerhalb des Bereiches des Prismasterns gebracht wird, bis durch die Wirkung des in dem Bereich des Kartenprismas liegenden Hakens der halbe Rapport beendigt ist, worauf bei einer Vierteldrehung des Armkreuzes durch den Druck des auf das hintere Ende des anderen Schalthakens wirkenden Armes des Armkreuzes der bisher wirksame Haken vorn angehoben wird, worauf zum Zwecke der entgegengesetzten Kartenbewegung der andere Schalthaken in Wirkung tritt usw.
  • Durch die Anordnung beider Schalthaken, welche erfindungsgemäß auf einer gemeinsamen Achse sitzen, wobei der eine Haken als offenes Widerlager, der andere als Zughaken ausgebildet ist, wird dabei gegenüber den sonst bekannten Maschinen mit Rückwärtsschaltung; bei denen jeder Haken als Zughaken ausgebildet und je für sich auf einer besonderen Achse liegend angeordnet ist, der große Vorteil ausgelöst, daß sich die Einrichtung ohne weiteres an jeder für Spitzenklöppelmaschinen gebräuchlichen Jacquardmaschine anbringen läßt, da sie nur auf letztere oben aufgesetzt zu werden braucht, wobei die Kartenzahl um die Hälfte verringert werden kann, wohingegen die sonst gebräuchlichen Vorrichtungen mit halber Kartenzahl entweder den Umbau der vorhandenen oder die Anschaffung einer vollständig neuen jacquardmaschine erfordert, aus welchen Gründen bisher von dem Gebrauch derartiger Einrichtungen für Spitzenklöppelmaschinen abgesehen werden mußte.
  • Bei der vorliegenden Neuerung wird die Umschaltung dcs wechselweise mit seinen Armen auf die hinteren Enden der Schalthaken einwirkenden Armkreuzes und seine Arretierung nach einer Vierteldrehung bewirkt durch einen von dem Rapportwerk betätigten und unter Wirkung einer Zugfeder stehenden Schaltarm, in welchem eine unter Federwirkung stehende Schaltklinke angeordnet ist, die auf ein mit der Achse des Armkreuzes fest verbundenes Sperrad einwirkt und dieses mit dem Armkreuz nach Beendigung eines halben Rapports um eine Vierteldrehung weiterschaltet.
  • Auf der Zeichnung ist die neue Schaltvorrichtung für Jacquardmaschinen in einer beispielsweisen Ausführung dargestellt, und zwar zeigt Abb. z dieselbe in einem besonderen, für Flechtmaschinen geeigneten Ausführungsbeispiel in einer Seitenansicht, Abb. 2 eine gleiche Abbildung mit umgestellten Wendehaken, Abb. 3 eine Vorderansicht zu Abb. i und Abb.4 ein symmetrisches Geflechtmuster. Es bezeichnet i das Maschinengestell mit dem Kartenprisma 2, das in an sich bekannter Weise durch einen auf Zeichnung nicht dargestellten schwenkbaren Arm horizontal hin und her bewegt und mit der Barumgreifenden Karte den unter Federdruck stehenden Nadeln, welche ebenso wie die Platinen nicht veranschaulicht sind, unter Auslösung der an sich bekannten Wirkung nahegebracht werden.
  • Die Wendung des Kartenprismas i wird bewirkt durch einen ebenfalls an sich bekannten Wendehaken 3, welcher in einem Führungsstück 4 verstellbar ist, das drehbar auf einem Bolzen 5 sitzt. Eine vorn an dem Schalthaken 3 befestigte Zugfeder 6 ist bestrebt, das vordere abgebogene Ende des Hakens nach abwärts zu ziehen, so daß sich der Stern 7 des Kartenprismas bei seiner horizontalen Bewegung mit den Nocken 8 in dem Haken fängt, wobei sich das Prisma bei der Weiterbewegung (Abb. i) in Pfeilrichtung dreht und dann die strichpunktiert gezeichnete Lage einnimmt.
  • Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß neben dem Wendehaken 3 ein ebenfalls unmittelbar auf das Kartenprisma bzw. auf den Prismastern wirkender um die Achse 5 schwenkbarer zweiter unter Wirkung einer Zugfeder 6 stehender Wendehaken g angeordnet, der an seinem vorderen Ende gabelartig gestaltet ist und so ein für den einen oder den anderen Nocken 8 des Prismasterns 7 offenes Widerlager bildet, wenn sich der Haken in der richtigen Stellung befindet, so daß sich der Prismastern mit seinen Nocken in demselben fängt und nun nach der anderen Richtung hin (Pfeilrichtung Abb. 2), also entgegengesetzt wie bisher, weitergeschaltet wird. Diese wechselweise Umschaltung muß nach jedem halben Rapport eintreten, also dann, wenn die Strecke a des Bandgeflechtes (Abb.4) geflochten ist,. worauf dann nach Umschaltung des Kartenprismas mit denselben Karten die Strecke b erzeugt wird.
  • Um diese Vorteile zu erreichen, müssen beide Wendehaken 3 und 9 so eingestellt sein, daß, wenn der eine Haken in Wirkung treten soll, der andere angehoben ist.
  • Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß oberhalb der hinteren Hälfte der als doppelarmige Hebel wirkenden Wendehaken auf einer in Lagern io drehbaren Achse ii ein Armkreuz 12 angeordnet bzw. zwei ein solches Kreuz bildende Körper, deren je in einer Geraden liegenden Arme 13, 14 sich rechtwinklig kreuzen. Bei einer Vierteldrehung dieses Armkreuzes wirkt nun entweder einer der Arme 13 auf den rückwärtigen Schalthaken 9 und hält diesen vorn angehoben, wobei der andere Haken 6 vorn niedergehalten wird, oder umgekehrt hebt einer der Kreuzarme 14 den Schalthaken 3 an, wobei der Haken 9 in Wirkung tritt. Um dieses wechselweise Anheben, welches nach jedem halben Rapport stattfinden muß, zu bewirken, ist auf der Achse ii des Armkreuzes 12 ein Schaltrad 15 befestigt, und auf der gleichen Welle sitzt um diese lose drehbar ein Schaltarm 16, in welchem ein unter Wirkung einer Feder 17 stehender einseitig abgeschrägter Schnäpper (Sperrklinke) 18 sich befindet, der hinter einen der Sperrzähne des Schaltrades 15 greift. Der Arm 16 wird durch eine auf einer Schiene 1g befestigte Zugfeder 2o gegen einen Anschlag 21 gedrückt, und sein anderes Ende 22 ist durch eine Stange 23 mit einem Winkelhebel 24 verbunden. An letzterem befindet sich eine Zugstange 25, die immer nach Beendigung eines halben Rapports durch das Rapportwerk angezogen wird, worauf dann wieder der eine Wendehaken hinten niedergedrückt wird, so daß er sich vorn anhebt, und der andere Haken wird freigegeben und durch die Zugfeder 6 in seinen Wirkungsbereich gebracht, wodurch nun das Kartenprisma nach der anderen Seite hin geschaltet wird, worauf nach einem halben Rapport wieder eine Schaltung des Kartenprismas nach der entgegengesetzten Seite hin erfolgt usw.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Jacquardmaschine, insbesondere für Spitzenklöppelmaschinen, bei welcher das Kartenprisma nach Ablauf eines halben Rapports unter Vermittlung eines zweiten Wendehakens weitergeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in an sich bekannter Weise unter Wirkung von Zugfedern stehenden, je einen doppelarmigen Hebel bildenden Wendehaken (3, 9), von denen der eine ein vorn offenes Widerläger bildet, gemeinsam nebeneinanderliegend auf einer oberhalb der Maschine gelagerten Achse (5) o. dgl. sitzen und abwechselnd nach Beendigung eines jeden halben Rapports der eine oder--der andere der Hebel hinten durch den Arm eines Armkreuzes bis zum nächsten Rapportwechsel niedergedrückt wird, so daß sein vorderes Ende so lange außerhalb des Bereiches des Prismasterns gebracht wird, bis durch die Wirkung des in dem Bereich des Kartenprismas liegenden Hakens der halbe Rapport beendigt ist, worauf bei einer Vierteldrehung des Armkreuzes durch den Druck des auf das hintere Ende des anderen Schalthaken wirkenden Armes des Armkreuzes der bisher wirksame Haken vorn angehoben wird, worauf zum Zwecke der entgegengesetzten Kartenbewegung der andere Schalthaken in Wirkung' tritt usw.
  2. 2. Jacquardmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die auf ihrer Nabe (12) um 18o° versetzt liegenden Arme (13, 13 und 14, 14) des Armkreuzes, welche abwechselnd das Niederdrücken der hinteren Hebelarme der Schalthaken (3, 9) bewirken, entsprechend der Schalthebelanordnung seitlich nebeneinanderliegend angeordnet sind.
  3. 3. Jacquardmaschine nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung des wechselweise mit seinen Armen (13 bzw. 14) auf die hinteren Enden der Schalthaken einwirkenden Armkreuzes (12) und seine Arretierung nach einer Vierteldrehung durch einen von dem Rapportwerk betätigten und unter Wirkung einer Zugfeder (2o) stehenden Schaltarm (16) bewirkt wird, in welchem eine unter Federwirkung stehende Schaltklinke (18) angeordnet ist, die auf ein mit der Achse des Armkreuzes (12, 12) fest verbundenes Sperrad (15) einwirkt und dieses mit dem Armkreuz nach Beendigung eines halben Rapports um eine Vierteldrehung weiterschaltet.
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