DE3933884C2 - Rinnenschuß für Kettenkratzförderer, insbesondere für den Einsatz in Bergbaubetrieben - Google Patents
Rinnenschuß für Kettenkratzförderer, insbesondere für den Einsatz in BergbaubetriebenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rinnenschuß für Kettenkratzförde
rer, insbesondere für Mittel oder Doppelmittelkettenkratzförde
rer, entsprechend der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen
Art.
Die Förderrinnen der herkömmlichen Kettenkratzförderer, wie sie
vor allem in Bergbaubetrieben seit langem zum Einsatz kommen,
bestehen aus einzelnen Rinnenschüssen, die endseitig zugfest
derart miteinander verbunden werden, daß sie gewisse Winkelbewe
gungen in der Horizontalen und Vertikalen gegeneinander ausfüh
ren können. Es ist üblich, für die Seitenprofile der Rinnen
schüsse einstückige Walzprofile mit etwa sigmaförmiger Profilie
rung zu verwenden, die zwischen ihrem Ober- und Unterflansch
einen Zwischenflansch aufweisen, mit dem der Förderboden durch
Schweißen verbunden wird (DE-GM 70 47 222, DE 33 16 859 A1, GB
21 72 564 A) . Die Seitenprofile bilden Führungskanäle, in denen
sich die Kratzer im fördernden Obertrum und im Untertrum des
Kettenkratzförderers führen. An den Seitenprofilen der Rinnen
schüsse werden im Bergbaueinsatz Anbauteile verschiedener Art,
wie z. B. aufragende Brackenbleche, Leitplanken, Hobel- oder
Schrämmaschinenführungen, Kabelkanäle usw. angeschlossen. Hier
bei ist es auch bekannt, die sigmaförmigen Seitenprofile mit zur
Profilaußenseite vorspringenden Profilverstärkungen in Gestalt
von einstückig an ihnen angeformten Profilrippen zu versehen,
die Verbreiterungen der Kopf- und Fußflansche der Seitenprofile
bilden und zwischen die Brackenplatten eingeschweißt werden,
welche die Seitenprofile aussteifen und zugleich zum Schrauben
anschluß von Anbauteilen der genannten Art genutzt werden können
(DE-GM 19 61 512).
Im Stand der Technik sind schon vor langer Zeit Gestaltungsfor
men von Rinnenschüssen vorgeschlagen worden, bei denen die Sei
tenprofile an den beiden Rinnenschußseiten jeweils geteilt aus
geführt sind, d. h. aus zwei übereinander, z. B. U-förmigen Pro
filleisten bestehen, wobei der Förderboden mit seinen Seiten
randbereichen nach Art eines Distanzblechs zwischen den paar
weise übereinander gesetzten Profilleisten angeordnet ist und
die Profilleisten entweder durch Verschweißen oder durch Ver
schraubung, Verkeilung od. dgl. untereinander und mit dem Förder
boden fest verbunden sind (EP 01 20 896 B1, DE-GM 18 01 672, DE-
AS 10 73 386, DE-GM 17 83 681, DE 33 02 422 A1). Dabei ist es
auch bekannt, sämtliche vier die Seitenprofile bildenden Profil
leisten untereinander gleich als U-Profile auszuführen, die mit
ihren Profilschenkeln auf dem Bodenblech des Förderbodens flä
chig aufliegen (DE-PS 9 70 381).
Schließlich ist es bei Kettenkratzförderern auch nicht mehr neu,
die Rinnenschüsse unter Teilung der die Kratzerführungen bilden
den Seitenprofile jeweils aus einem Untertrumtrog und einem
hierauf aufgesetzten Fördertrog herzustellen, der als Ver
schleißtrog mit dem Untertrumtrog lösbar und auswechselbar ver
bunden ist (DE 33 35 057 A1). Die Profilleisten sind auch hier
etwa U-förmig profiliert und mit ihren Profilschenkeln mit dem
Förderboden bzw. einem unter diesem liegenden Unterbodenblech
verschweißt.
Bei den bekannten Rinnenschüssen mit geteilten, jeweils von zwei
übereinander angeordneten Profilleisten gebildeten Seitenprofi
len ergibt sich der Vorteil, daß hierbei für den Förderboden Bo
denbleche verschiedener Blechdicken verwendet werden können, oh
ne daß das im Ober- und Untertrum des Rinnenschusses vorhandene
lichte Höhenmaß für die Kratzer und die Kratzerkette durch die
Dicke des Förderbodenblechs beeinflußt wird.
Die Erfindung geht aus von der im Stand der Technik schon vor
langer Zeit vorgeschlagenen Gestaltung der Rinnenschüsse, bei
der die beiden Seitenpropfile jeweils aus paarweise übereinander
angeordneten, gleich ausgebildeten Profilleisten in Form von
Walzprofilleisten bestehen, zwischen denen das im Obertrum den
Förderboden bildende Bodenblech nach Art eines Distanzblechs mit
seinen Randbereichen angeordnet ist und bei denen somit für den
Förderboden Bodenbleche unterschiedlicher Blechstärken verwendet
werden können, wodurch sich insgesamt bei vereinfachter Ferti
gung und Montage ein Rinnenschuß mit bei der gegebenen Bauhöhe
vermindertem Gewicht herstellen läßt.
Aufgabe der Erfindung ist
es vor allem, einen solchen Rinnenschuß so auszugestalten, daß
er bei Wahrung der sich aus der Teilung der Seitenprofile und
der Verwendung gleicher Profilleisten für die Seitenprofile er
gebenden Vorteile bei verminderten Bauabmessungen und hoher Sta
bilität und verbesserten Gebrauchseigenschaften kostengünstig
gefertigt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Kennzeichen des
Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Rinnenschuß werden für die vier Pro
filleisten anstelle der gebräuchlichen U-Profile oder ähnlicher
Profile zweischenklige Profile verwendet, deren zur Rinnenmitte
weisender Profilschenkel den Kopf- bzw. Fußflansch des Seiten
profils bildet und deren anderer Profilschenkel als ein schräg
nach innen gegen den Förderboden gerichteter Stützschenkel aus
gebildet ist und mit seinem freien Schenkelende einen schmalen
Anschweißfuß bildet, wobei die Profilleisten an ihren Anschweiß
füßen über im Inneren der Führungskanäle liegende, von den zur
Rinnenmitte weisenden Profilschenkeln übergriffene Schweißnähte
mit dem Förderboden bzw. einem diesen tragenden Unterbodenblech
verbunden sind. Anstelle der üblichen U-Profile, die mit ihren
breiten U-Schenkeln am Förderboden breit flächig anliegen und ab
gestützt sind, erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Rinnenschuß die
abstützende Anlage der Profilleisten ohne breitflächige Auflage
lediglich an den schräg gegen den Förderboden gerichteten schma
len Fußenden der Stützschenkel, wobei diese Fußenden ohne sie
verbreiternde Profilteile die schmalen Anschweißfüße der Profil
leisten bilden. Damit ergeben sich für die Schweißverbindungen
der Profilleisten in mehrfacher Hinsicht Vorteile. Die Schweiß
verbindungen lassen sich mit Hilfe einer Unter-Pulver-Schweißung
schweißtechnik einfach und mit guter Festigkeit der Schweißver
bindung ausführen. Zugleich wird der Vorteil erreicht, daß sich
die Schweißnähte an den Anschweißfüßen der Profilleisten tief im
Inneren der durch die Profilleisten gebildeten Führungskanäle
für die Kratzer befinden, so daß sie im Förderbetrieb dem Ver
schleiß durch die in den Führungskanälen laufenden Kratzer zu
mindest weitgehend entzogen sind. Zugleich erhalten die für die
Seitenprofile verwendeten zweischenkligen Profilleisten dadurch
eine Profilverstärkung, daß an ihnen außenseitig die zu der Pro
filaußenseite hin vorspringenden Profilrippen angeformt sind.
Diese zum Förderboden hin versetzten Profilrippen der an den
Rinnenschußseiten paarweise übereinander angeordneten Profillei
sten bilden außerdem definierte Anschweißstellen für Bracken
platten, die zur weiteren Aussteifung der von den Profilleisten
gebildeten Seitenprofile genutzt werden können. Mit den außen
seitig angewalzten Profilrippen wird neben der Profilverstärkung
auch erreicht, daß die Brackenplatten in einem solchen Seitenab
stand an den Profilleisten angeordnet werden können, daß zwi
schen ihnen und den Profilleisten ein ausreichend großer Frei
raum für die Aufnahme der Bolzenköpfe von Schraubenbolzen ge
schaffen wird, mit deren Hilfe sich Anbauteile der üblichen Art
am Rinnenschuß außenseitig anbauen lassen. Für die Brackenplat
ten können einfache Bleche verwendet werden, die keiner aufwen
digen fräsenden Bearbeitung bedürfen. Insgesamt ist mit der Er
findung und der hier vorgesehenen Profilierung der Profilleisten
hinsichtlich Profilgewicht, Profilabmessungen und Profilfestig
keit eine Optimierung erreichbar, darüber hinaus aber auch eine
gute Kratzerführung in den von den Profilleisten gebildeten Füh
rungskanälen, da, wie erwähnt, die Schweißnähte an den innenlie
genden schmalen Anschweißfüßen der Profilleisten den Verschleiß
kräften zumindest weitgehend entzogen sind und die Führungskanä
le im Fördertrum unterhalb der die Kopfschenkel bildenden Pro
filschenkel durch die genannte Zurückversetzung der Anschweiß
füße durch den Förderboden selbst begrenzt werden, für den, wie
erwähnt, entsprechend stark bemessene Bodenbleche mit großer
Verschleißreserve verwendet werden können.
Nach einem weiteren vorteilhaften Gestaltungsmerkmal der Erfin
dung ist der Stützschenkel der Profilleisten von der Profilrippe
ausgehend zu seinem freien Schenkelende hin bogenförmig gekrümmt
verlaufend ausgeführt. Hierbei ergibt sich an der Innenseite der
Profilleisten über den Höhenbereich der Stützschenkel an deren
Innenseite eine stark gerundete Führungs- und Anlagefläche für
die Kratzer, was sich als vorteilhaft in Bezug auf eine ver
schleißarme Kratzerführung in den von den Profilleisten gebilde
ten Führungskanälen erwiesen hat.
Für die Brackenplatten können, wie erwähnt, einfache Bleche
verwendet werden, die keiner aufwendigen Bearbeitung be
dürfen. Die Brackenbleche weisen dabei zweckmäßig zwischen
den Profilrippen der paarweise übereinander angeordneten
Profilleisten zwei Reihen von Durchbrechungen auf, die,
wie bekannt, Schraubenbolzentaschen bilden. Die Bracken
platten werden zweckmäßig so ausgeführt, daß sie die
in Richtung auf die Profilmitte der oberen Profilleisten
versetzten Profilrippen überragen, wobei sie zweckmäßig
mit den horizontalen Kopfflächen der oberen Profilleisten
abschließen. Nach unten können die Brackenplatten die
Profilrippen der unteren Profilleisten überragen. Es
empfiehlt sich weiterhin, die Profilrippen so auszuführen,
daß sie nach außen geneigte obere bzw. untere Rippenflächen
aufweisen, die sich am Übergang vom Stützschenkel zu dem
horizontalen Profilschenkel bis in diesen erstrecken. Es
werden auf diese Weise an den Profilrippen der beiden
oberen Profilleisten verhältnismäßig breite Rippenflächen
und entsprechend tiefe Profileinziehungen geschaffen, die
insbesondere dann, wenn das Obertrum des Förderers als
auswechselbarer Verschleißtrog ausgeführt ist, der Auf
nahme von Sicherungselementen od. dgl. dienen können.
Der erfindungsgemäße Rinnenschuß kann mit fest integriertem
Fördertrog ausgeführt werden. In diesem Fall sind die Pro
filleisten im Ober- und Untertrum jeweils in Auflage am
Förderboden mit diesem verschweißt und außerdem jeweils
auch mit ihren außenliegenden Profilrippen mit den Bracken
platten durch Schweißen verbunden.
Andererseits kann der erfindungsgemäße Rinnenschuß, wie an
sich bekannt, auch so ausgeführt werden, daß die mit dem
Förderboden verschweißten Profilleisten des Fördertrums
einen auswechselbaren Fördertrog bilden, der zwischen die
aufragenden Brackenplatten einlegbar ist. In diesem Fall
wird die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß die
Brackenplatten mit sich von oben gegen die Stützrippen
der den Fördertrog bildenden Profilleisten legenden
Sicherungselementen versehen sind, die in den durch die
Profilrippen gebildeten Profileinziehungen liegen. Dabei
kann die Anordnung bevorzugt so ausgeführt werden, daß an
der einen Brackenplatte mindestens ein aus einer Halte
leiste od. dgl. bestehendes Sicherungselement, vorzugsweise
durch Verschweißen, fest angeordnet wird, während an der
anderen Brackenplatte mindestens ein lösbares Sicherungs
element in Gestalt eines Anschlagnockens, einer Anschlag
leiste od. dgl. vorgesehen wird, das die Profilrippe der
betreffenden (versatzseitigen) Profilleiste nach Art eines
Niederhalters übergreift.
Wird das Obertrum des Rinnenschusses als auswechselbarer
Verschleiß- bzw. Fördertrog ausgebildet, so empfiehlt es
sich, den erfindungsgemäßen Rinnenschuß so auszugestalten,
daß sich der Fördertrog mit seinem Förderboden auf einem
Unterbodenblech abstützt, mit dem die das Untertrum bil
denden Profilleisten durch Schweißen verbunden sind. Das
Untertrum bildet in diesem Fall also eine stabile Trag
rinne, die alle im Betrieb auf den Förderer wirkenden
Schub- und Zugkräfte aufnimmt. Die Brackenplatten werden
in diesem Fall zweckmäßig auch mit dem Unterbodenblech durch
Schweißen verbunden, wodurch die Stabilität noch erhöht wird.
Ebenfalls empfiehlt es sich, die Profilleisten des Untertrums
durch ein das Untertrum schließendes, untergesetztes Abdeck
blech zu verschweißen, wodurch eine besonders kräftige
Kastenkonstruktion geschaffen wird.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit den in
der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispielen näher erläu
tert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Rinnenschuß
im Querschnitt nach Linie I-I der
Fig. 2;
Fig. 2 den Rinnenschuß nach Fig. 1 in einer
Ansicht in Richtung des Pfeiles II
der Fig. 1;
Fig. 3 eine geänderte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Rinnenschusses in
Stirnansicht;
Fig. 4 in der Darstellung der Fig. 3 den
Rinnenschuß beim Einlegen bzw.
Herausnehmen des Fördertroges.
Zum Verständnis der Erfindung wird Bezug genommen auf den
Offenbarungsinhalt der DE-OS 33 24 108 und der DE-OS
33 35 057.
Die dargestellten Rinnenschüsse finden bevorzugt bei einem
Mittelketten- oder Doppelmittelkettenkratzförderer Verwen
dung, bei dem das aus einer Einzel- bzw. Doppelkette be
stehende Kratzerkettenband etwa in der Mitte der Förder
rinne geführt ist, wobei sich die Kratzer mit ihren Enden
in Führungskanälen an den Seitenprofilen der Förderrinne
führen. Die Förderrinne wird, wie bei Kettenkratzförderern
üblich, aus einzelnen Rinnenschüssen zusammengesetzt, die
endseitig zugfest, jedoch in der Horizontalen und Vertika
len geringfügig winkelbeweglich miteinander verbunden wer
den, was mit Hilfe von Verbindungsschrauben, Knebelbolzen
oder sonstiger Verbindungselemente geschieht.
Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte Rinnenschuß 1 weist einen
zwischen dem fördernden Obertrum 2 und dem Untertrum 3 an
geordneten, von einem kräftigen Bodenblech gebildeten För
derboden 4 sowie zwei spiegelbildlich symmetrisch zueinander
angeordnete Seitenprofile auf, die jeweils aus zwei über
einander angeordneten Profilleisten 5 und 6 bestehen, die
im Obertrum und im Untertrum Führungskanäle 7 bilden, in
denen sich die (nicht dargestellten) Kratzer mit ihren
entsprechend profilierten Kratzerenden führen. Sämtliche
Profilleisten 5 und 6 sind untereinander gleich ausgebil
det. Sie bestehen aus Walzprofilen. Dabei sind die Profil
leisten 5 und 6 als zweischenklige Walzprofile ausgeführt,
deren horizontaler Profilschenkel 8 den Kopf- bzw. Fuß
flansch des Seitenprofils bildet und dessen schräg gegen
den Förderboden 4 gerichteter zweiter Profilschenkel einen
Stützschenkel 9 bildet. Der Förderboden 4 liegt an den
beiden Rinnenseiten mit seinen Randbereichen zwischen den
paarweise übereinander angeordneten Profilleisten 5 und 6,
die sich mit ihren Stützschenkeln 9 von oben bzw. von unten
gegen den Förderboden 4 legen, wobei die freien Schenkel
enden der Stützschenkel 9 einen schmalen Anschweißfuß 10
bilden, mit dem die Profilleisten 5 und 6 über die Schweiß
nähte 11 mit dem Förderboden 4 randseitig verbunden sind.
Die Schweißnähte 11 liegen im Inneren der Führungskanäle
7, wobei jeweils der horizontale Profilschenkel 8 den An
schweißfuß 10 in Richtung auf die Förderrinnenmitte ver
hältnismäßig weit übergreift. Die Führungskanäle 7 werden
demgemäß im Bereich des Förderbodens 4 durch die Randteile
des Förderbodens in Verlängerung der Stützschenkel 9 und
der Schweißnähte 11 gebildet.
An den Profilleisten 5 und 6 sind zur Profilaußenseite hin
vorspringende horizontale Profilrippen 12 angewalzt, die
gegenüber ihrem den Kopf- bzw. Fußflansch der Seitenprofile
bildenden Profilschenkeln 8 in Richtung auf den Förderboden
versetzt angeordnet sind, so daß sich im Winkel zwischen
den horizontalen Profilschenkeln 8 und den Stützschenkeln 9
Profileinziehungen 13 befinden, deren Boden von nach außen
geneigten Rippenflächen 14 gebildet ist, die sich bis in
den Profilschenkel 8 erstrecken. Etwa von der Profilrippe 12
ausgehend erstreckt sich der Stützschenkel 9 der Profil
leisten 5 und 6 bogenförmig gekrümmt in Richtung auf den
Förderboden 4, so daß die Führungskanäle 7 im Kanaltiefsten
eine zumindest angenähert kreisbogenförmig gekrümmte Füh
rungsfläche für die Kratzerführung aufweisen.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Rinnenschuß zur vertikalen Längs
mittelebene symmetrisch ausgeführt. Die Profilleisten 5 und
6 an jeder Rinnenseite sind spiegelsymmetrisch zueinander
angeordnet, wobei die Schweißnähte 11 vertikal übereinander
am Förderboden 4 liegen, der als Distanzblech zwischen den
Profilleisten 5 und 6 angeordnet ist.
An jeder Rinnenseite sind die paarweise übereinander ange
ordneten Profilleisten 5 und 6 außenseitig über eine kräf
tige Brackenplatte 15 verbunden, die in Anlage an den Pro
filrippen 12 mit diesen über Schweißnähte 16 fest verbunden
ist, wodurch der Rinnenschuß mit seinen von den Profil
leisten 5 und 6 gebildeten Seitenprofilen zusätzlich aus
gesteift wird. Durch die Anordnung der Profilrippen 12
wird an jeder Rinnenschußseite hinter der Brackenplatte
15, d. h. zwischen der Brackenplatte und den Stützschenkeln
9 der beiden Profilleisten 5 und 6, ein verhältnismäßig
großer Freiraum 17 geschaffen, der für die Aufnahme der
Schraubenköpfe von (nicht dargestellten) Schraubenbolzen
dienen kann, mit deren Hilfe an den Brackenplatten 15 seit
lich Anbauteile der bekannten Art angeschlossen werden kön
nen. Die Brackenplatten 15 überragen die Profilrippen 12
der oberen Profilleisten 5; sie schließen etwa mit der
horizontalen Kopffläche 18 der Profilschenkel 8 ab. Die
Schweißnähte 16 befinden sich am Grund der Profileinziehun
gen 13 im Winkel zwischen der Profilrippe 12 und der
Brackenplatte 15. Letztere ragen nach unten über die
Profilrippen 12 der unteren Profilleisten 6 vor, wobei
sie zweckmäßig mit den horizontalen Fußflächen 19 der
Profilschenkel 8 der Profilleisten 6 abschließen. Die
Profilleisten 6 sind durch ein untergesetztes Abdeckblech
20 verbunden, das mit den Profilschenkeln 8 verschweißt
ist und in bekannter Weise eine Untertrumabdeckung bildet.
Die beiden Brackenplatten 15 weisen jeweils zwischen den
übereinanderliegenden Profilrippen 12 zwei Reihen von Durch
brechungen 21 und 22 auf, die über die Rinnenschußlänge ver
teilt angeordnet sind. Wie Fig. 2 zeigt, sind die Durch
brechungen 21 der oberen Reihe etwa schlüssellochartig aus
geführt, so daß (nicht dargestellte) Schraubenbolzen mit
ihren Bolzenköpfen durch den erweiterten Teil der Durch
brechungen 21 durchgesteckt und dann in den schmaleren
Teil der Durchbrechung 21 geschoben werden können, wo sie
mit ihren Schraubenköpfen sich rückseitig gegen die Bracken
platte 15 abstützen. Die Bolzenköpfe liegen hierbei in dem
Freiraum 17 hinter der betreffenden Brackenplatte 15. Die
Durchbrechungen 22 der unteren Reihe sind endseitige Ver
längerungen von größeren Öffnungen 23, durch die ebenfalls
Schraubenbolzen mit ihren Bolzenköpfen in den Freiraum 17
eingeführt werden können, die sich dann im Anschlußzustand
an der Rückseite der Brackenplatte abstützen und dabei die
Durchbrechungen 22 mit ihrem Bolzenschaft durchfassen.
Es ist ersichtlich, daß bei dem vorstehend beschriebenen
Rinnenschuß 1 für den Förderboden 4 Bodenbleche unterschied
licher Dickenabmessungen verwendet werden können, ohne daß
sich hierbei die lichte Höhe der Führungskanäle 7 ändert,
in denen sich die Kratzer führen. Die an jeder Rinnenseite
gegeneinander konvergierenden Stützschenkel 9 der Profil
leisten 5 und 6 können hinreichend kräftig ausgeführt wer
den, ohne daß der verbleibende Freiraum 17 hinter den
Brackenplatten 15 unzuträglich eingeengt wird. Die innen
liegenden Schweißnähte 11 an den freien Enden der Stütz
schenkel 9 ermöglichen feste Schweißverbindungen.
Der Rinnenschuß 1 gemäß den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich
von demjenigen nach den Fig. 1 und 2 im wesentlichen da
durch, daß die mit dem Förderboden 4 verschweißten Profil
leisten 5 des Fördertrums 2 einen vom Unterbau der Förder
rinne lösbaren und auswechselbaren Fördertrog 24 bilden.
Die Profilleisten 5 und 6 entsprechen im übrigen den Profil
leisten 5 und 6 des Rinnenschusses nach den Fig. 1 und 2.
Abweichend von der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2
sind bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 die
beiden Profilleisten 6 im Untertrum 3 mit den freien Enden
ihrer Stützschenkel 9 über Längsnähte 25 mit einem Unter
bodenblech 26 verschweißt, auf dem der Fördertrog 24 sich
mit dem Förderboden 4 abstützt. Das Unterbodenblech 26 ist
breiter ausgeführt als der Förderboden 4. Es durchgreift
daher an beiden Rinnenseiten den Freiraum 17, wobei es
randseitig bei 27 mit den Brackenplatten 15 verschweißt
ist. Außerdem sind die Brackenplatten 15 über die Schweiß
nähte 16 mit den Profilrippen 12 der beiden unteren Profil
leisten 6 verbunden. Die eine der beiden Brackenplatten 15,
vorzugsweise die abbaustoßseitige Brackenplatte 15, weist
an ihrem oberen Plattenrand ein festes Sicherungselement 28
auf, das aus einer an dieser Brackenplatte 15 angeschweißten
durchgehenden Halteleiste besteht, die sich von oben gegen
die nach außen geneigte Kopffläche 14 der Profilrippen 12
der betreffenden Profilleiste 5 legt. Die Halteleiste liegt
verdeckt in der Profileinziehung 13 dieser Profilleiste 5.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist am oberen Rand der
hier befindlichen Brackenplatte 15 mindestens ein Siche
rungselement 29 lösbar befestigt, das die Profilrippe 12
der hier befindlichen Profilleiste 5 übergreift und eben
falls verdeckt in der Profileinziehung 13 dieser Profil
leiste liegt. Das Sicherungselement 29 kann ebenfalls aus
einer durchgehenden Halteleiste oder aber aus mehreren
über die Rinnenschußlänge verteilt angeordneten Leisten
segmenten oder Nocken od. dgl. bestehen, die vorzugsweise
durch Verschraubung (nicht dargestellt) mit der zugehöri
gen Brackenplatte 15 verbunden sind. Im Montagezustand
wird daher der Fördertrog 24 durch die sich auf die Pro
filrippen 12 legenden Sicherungselemente 28 und 29 in
seiner Lage festgelegt. Zum Auswechseln des Fördertroges
24 werden die Sicherungselemente 29 gelöst, so daß sich
der Fördertrog 24, wie in Fig. 4 angedeutet, von der Ver
satzseite her in Pfeilrichtung 30 einseitig anheben und
hochschwenken und dann zur Versatzseite hin aus dem
Untertrumtrog herausgenommen werden kann. Fig. 4 zeigt
außerdem die in der Förderrinne laufenden Kratzer 31
eines Doppelmittelkettenkratzförderers, der zwei im
mittleren Bereich der Förderrinne laufende Kratzer
ketten 32 aufweist. Die Enden der Kratzer 31 sind ent
sprechend der Profilierung der Führungskanäle 7 gerundet
ausgeführt. Außerdem zeigt Fig. 4 an den beiden Bracken
platten 15 außenseitig angeschraubte Anbauteile 33 und
34 mit den zugehörigen Schrauben 35 und 36, die mit ihren
Schraubenköpfen in dem Freiraum 17 hinter den Bracken
platten 15 sitzen und die Durchbrechungen 21 und 22
durchfassen.
Claims (14)
1. Rinnenschuß für Kettenkratzförderer, insbesondere für Mittel-
oder Doppelmittelkettenkratzförderer, mit zwischen dem Obertrum
und dem Untertrum angeordnetem Förderboden und mit spiegelbild
lich symmetrisch zueinander angeordneten Seitenprofilen, die je
weils aus zwei übereinander angeordneten Profilleisten bestehen,
die im Obertrum und Untertrum Führungskanäle für die Kratzer
bilden, wobei der Förderboden an den beiden Rinnenseiten mit
seinen Randbereichen zwischen den paarweise übereinander ange
ordneten Profilleisten liegt und mit diesen verbunden ist, und
wobei sämtliche Profilleisten untereinander gleich ausgebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleisten
(5, 6) jeweils aus einem zweischenkligen Profil bestehen, dessen
zur Rinnenmitte weisender horizontaler Profilschenkel (8) den
Kopf- bzw. Fußflansch des Seitenprofils bildet und dessen ande
rer Profilschenkel als ein schräg nach innen gegen den Förderbo
den (4) gerichteter Stützschenkel (9) ausgebildet ist, dessen
freies Schenkelende sich direkt auf dem Förderboden (4) abstützt
und einen mit diesem verbundenen schmalen Anschweißfuß (10) bildet, wo
bei die Profilleisten (5, 6) an ihren Anschweißfüßen (10) über
im Inneren der Führungskanäle (7) liegende, von den zur Rinnen
mitte weisenden Profilschenkeln (8) übergriffene Schweißnähte
(11) mit dem Förderboden (4) bzw. einem diesen tragenden Unter
bodenblech (26) verbunden sind, und daß die Profilleisten (5, 6)
jeweils mit einer eine Profilverstärkung bildenden, zu ihrer
Profilaußenseite vorspringenden, gegenüber ihrem den Kopf- bzw.
Fußflansch bildenden Profilschenkel (8) zum Förderboden (4) hin
versetzten angeformten Profilrippe (12) versehen sind, wobei an
den Profilrippen (12) der unteren Profilleisten (6) Brackenplat
ten (15) angeschweißt sind, an denen die oberen Profilleisten
(5) mit ihren Profilrippen (12) festgelegt sind.
2. Rinnenschuß nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stützschenkel
(9) der Profilleisten (5, 6) von der Profilrippe (12)
ausgehend zu seinem freien Schenkelende hin bogen
förmig gekrümmt verläuft.
3. Rinnenschuß nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß die
Brackenplatten (15) zwischen den Profilrippen (12)
der paarweise übereinander angeordneten Profilleisten
(5, 6) zwei Reihen von Durchbrechungen (21, 22) für
den Durchgriff von Schraubenbolzen aufweisen, die mit
ihren Köpfen im Freiraum (17) hinter den Bracken
platten (15) sitzen.
4. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die
Profilrippen (12) nach außen geneigte Rippenflächen
(14) aufweisen, die sich am Übergang vom Stütz
schenkel (9) zu dem horizontalen Profilschenkel (8)
bis in diesen erstrecken und den Boden von Profil
einziehungen (13) bilden.
5. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß die
Brackenplatten (15) die Profilrippen (12) der oberen
Profilleisten (5) überragen und zweckmäßig mit den
horizontalen Kopfflächen (18) der oberen Profil
leisten (5) abschließen.
6. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die
Brackenplatten (15) nach unten über die Profilrippen
(12) der unteren Profilleisten (6) vorstehen.
7. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die
Profilleisten (6) des Untertrums (3) durch ein das
Untertrum schließendes untergesetztes Abdeckblech
(20) durch Schweißen verbunden sind.
8. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die
Profilleisten (5, 6) im Förder- und Untertrum jeweils
in Anlage am Förderboden (4) mit diesem verschweißt
sind, und jeweils an ihren Profilrippen (12) mit den
Brackenplatten (15) durch Schweißen verbunden sind.
9. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die
mit dem Förderboden (4) verschweißten Profilleisten
(5) des Fördertrums (2) einen auswechselbaren Förder
trog (24) bilden, der zwischen die aufragenden
Brackenplatten (15) einlegbar ist, und daß die
Brackenplatten (15) mit sich von oben gegen die
Profilrippen (12) der den Fördertrog bildenden
Profilleisten (5) legenden Sicherungselementen
(28, 29) versehen ist.
10. Rinnenschuß nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß das oder die Sicherungs
elemente (28, 29) an der einen Brackenplatte fest und
an der anderen Brackenplatte, vorzugsweise durch Ver
schrauben, lösbar angeordnet ist bzw. sind.
11. Rinnenschuß nach Anspruch 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Sicherungselement
(28) an der einen Brackenplatte (15) aus einer festen
Halteleiste besteht, während das oder die Sicherungs
elemente (29) der anderen Brackenplatte (15) aus einer
lösbaren Halteleiste oder aus Haltenocken od. dgl. be
steht bzw. bestehen.
12. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 9 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die
Sicherungselemente (28, 29) in den Profilausnehmungen
(13) oberhalb der Profilrippen (12) liegen und die
Kopfflächen (18) der Profilleisten (5) des Förder
troges nicht überragen.
13. Rinnenschuß nach einem der Ansprüche 9 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß der
Fördertrog (24) sich mit dem Förderboden (4) auf einem
Unterbodenblech (26) abstützt, mit dem die das Unter
trum bildenden Profilleisten (6) durch Schweißen ver
bunden sind.
14. Rinnenschuß nach Anspruch 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Brackenplatten (15)
auch mit dem Unterbodenblech (26) durch Schweißen ver
bunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893933884 DE3933884C2 (de) | 1989-10-11 | 1989-10-11 | Rinnenschuß für Kettenkratzförderer, insbesondere für den Einsatz in Bergbaubetrieben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19893933884 DE3933884C2 (de) | 1989-10-11 | 1989-10-11 | Rinnenschuß für Kettenkratzförderer, insbesondere für den Einsatz in Bergbaubetrieben |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3933884A1 DE3933884A1 (de) | 1991-04-18 |
| DE3933884C2 true DE3933884C2 (de) | 1998-02-26 |
Family
ID=6391234
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893933884 Expired - Fee Related DE3933884C2 (de) | 1989-10-11 | 1989-10-11 | Rinnenschuß für Kettenkratzförderer, insbesondere für den Einsatz in Bergbaubetrieben |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE3933884C2 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1989
- 1989-10-11 DE DE19893933884 patent/DE3933884C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE3933884A1 (de) | 1991-04-18 |
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Legal Events
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Owner name: WESTFALIA BECORIT INDUSTRIETECHNIK GMBH, 4670 LUEN |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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