DE392335C - Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, hoffreien Abziehlacken fuer Keramischen Buntdruck - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, hoffreien Abziehlacken fuer Keramischen BuntdruckInfo
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- DE392335C DE392335C DEF52518D DEF0052518D DE392335C DE 392335 C DE392335 C DE 392335C DE F52518 D DEF52518 D DE F52518D DE F0052518 D DEF0052518 D DE F0052518D DE 392335 C DE392335 C DE 392335C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
- B44C1/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
- B44C1/16—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like
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- Medicinal Preparation (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, hoffreien Abziehlacken für keramischen Buntdruck. Als einer .der wesentlichsten und ausnahmslos allen in der keramischen Industrie zur Übertragung von Abziehbildern auf die damit zu dekorierenden Gegenstände .benutzten Abziehlacken anhaftenden, zugleich am meisten als störend empfundenen Übelstände gilt das Stehenbleiben eines Hauches 'oder Hofes der Lackschicht nach dem Einbrennen -der Bilder. Das Hervortreten solcher Höfe ringsum und auch innerhalb gewisser (hauptsächlich Blumen-) Dekore, das durch darauffallende kolloidale Substanzen erheblich verstärkt und damit um so sichtbarer wird, ist zum Teil natürlich auch in technischen Unzulänglichkeiten begründet, welchen man bereits 'bei der Herstellung des Buntdruckes durch geeignete Abstaubvorrichtungen zu begegnen sucht.
- Trotz dieser bestehendenEinrichtung, welche sich lediglich auf nichtlackierte Bogen erstreckt, ist es aber nicht möglich, den Hauch (Hof) zu verhindern, weil zwischen den einzelnen Arbeitsphasen vom Lackieren der Buntdruck-bogen beginnend bis zur Übertragung der Bilder auf die Gegenstände wieder reichlich Zeit zur Ablagerung neuer Staubpartikel (Farbe, Schmutz usw.) bleibt, die, weil durch den klebenden Lack festgehalten, naturgemäß mit einbrennen müssen. Daran ändert weder irgendeine in der Praxis geübte Methode, wie das Putzen oder wiederholt gehandhabte Abstauben des Buntdruckes vor dem Lackieren, noch die Art des Waschens ,der dekorierten Gegenstände mit schwachen alkalischen, oder neutralen Seifenlösungen, mögen auch zu diesem Zwecke selbst kräftigere Hilfsmittel wie Soda, Ammoniak o. dgl., zu Hilfe genommen werden, ganz abgesehen davon, daß alle diese im Großbetriebe angewandten '-Maßnahmen die Erzeugungskosten ganz wesentlich erhöhen.
- Durch systematische Versuche wurde gefunden, daß bei Gegenwart von verseifenden oder emulgierenden Stoffen von möglichst neutralem Charakter, wie Sekreten tierischen Ursprungs, beispielsweise Galle, oder auch andern .gekannten Stoffen, wie Türkischrotöl, Monopolseife, Saponin, Borax, Seifenwurzelextrakt u. dgl. oder durch Zusatz von Harzseifen (Silvinaten) in Lacken, welche aus den weiters beschriebenen Rohstoffen hergestel't werden, -Lacke erhalten werden, die durch bloßes Waschen mit Wasser überall dort entfernt werden können, wo der Lack störend wirken könnte.
- Nun ist es aber nicht erforderlich, daß man sich der sonst üblichen Ausgangsprodukte bedienen muß. Statt Kolofonium oder Natriumsilvinat, Harzseifen o. dgl. können auch spritlösliche Körper, wie Schellack oder Kunstharze, desgleichen auch Resinate, harzsaure Metallverbindungen u. a. Verwendung finden, welche leicht löslich .und schmelzbar sein müssen und die Buntdruckbilder in keiner Weise nachteilig beeinflussen dürfen, ater in den meisten Fällen eines Zusatzes von Elastizität gebenden Produkten, wie venetian. Terpentin, Gallipot, Elemi.gummi o.,dgl. bedürfen.- Dessen ungeachtet können auch fettlösliche Harzkörper Verwendung finden, wenn sie mit Natriumsilvinat, Harzseifen, Türkischrotöl, Monopolseife o. dgl. versetzt werden. Es lassen sich aber auch spiritnxöse und fette z. B. aus Terpentinöl o. dgl. hergestellte Lacke zusammenmischen, und zwar mit Hilfe eines die Verbindung ermöglichenden Vermittlers, beispielsweise Azeton mit Tetralin, Terapin oder einem anderen hydrierten Kohlenwasserstoffe, wodurcheine klarbleibende, untrennbareMischung dieser beiden verschiedenen Lackarten erreicht wird. Der Mischung sind demnach nur insoweit Grenzen gezogen, wie es die die Wasserlöslichkeit bewirkenden Zusätze gestatten. Im übrigen ist es bei den zu erfüllenden Aufgaben solcher Abziehlacke vollständig nebensächlich, cb,die .Lacke spirituöser oder fetter Natur sind.
- Die Vorteile, die nun ein nach der Erfindung hergestellter Lack in wirtschaftlicher Beziehung für den Verbraucher aufweist, ergeben sich durch den Fortfall des Waschens mit Seife u. dgl., des Waschens mit Spiritus, wenn die Gegenstände mit Golddekor verziert werden und man ein Vorbrennen zu umgehen beabsichtigt, ferner durch die Ersparnisse an Gold für Ausbesserungen, Lohn, Schmelz, Sortier- u. a. Kosten, sowie Vermeidung von Bruch. An diese Vorteile reiht sich letzten Endes noch ein weiterer, welcher darin besteht, daß man die Buntdruckbogen sofort nach Fertigstellung lackieren kann, da der Lack vollständig, ohne nachzukleben und rasch auftrocknet, so daß der Buntdruck zeitlich unbeschränkt auf Lager gehalten werden kann, ohne an seiner Abziehfähigkeit Einbuße zu erleiden, denn sobald man die Rückseite des Buntdruckes mit Wasser in Berührung bringt, tritt sofort die verlangte, das Haften der Bilder bedingende Klebefähig-],zeit unvermindert wieder ein, eiri Umstand, welcher in bez,ug auf die weitere Ersparnis namentlich an Arbeitskräften, Zeit, Pinselmaterial usw. einen Faktor von ganz besonderer Wichtigkeit repräsentiert.
Claims (5)
- PATENT-AN sPRÜcHE: i. Verfahren zurHerstellung von wasserlöslichen hoffreien Abziehlacken für keramischen Buntdruck, dadurch gekennzeichnet, daß spritlösliche Harzkörper, wie Schellack oder Kunstharze, denen nötigenfalls Elastizität verleihende Zusätze beigegeben werden können, mit möglichst neutralen, den Buntdruck nicht .beeinträchtigenden, verseifenden oder emulgierenden Stoffen vermischt werden.
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung tierischer A.bscheidungen, wie z. B. Galle, als Emulgierungsmittel.
- 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Emulgierungsmittel Harzseifen entweder für sich oder im Vereine mit anderen geeigneten Stoffen, wie Harz oder harzsaurem Metall angewendet werden. ..
- Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als Emulgierungsmittel Türkischrotöl, Monopolseife o. dgl. verwendet.
- 5. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadarch gekennzeichnet, daß man spirituöse und fette Lacke durch einen das Mischen und das Klarbleiben ermöglichenden, die Entmischung hindernden Vermittler, beispielsweise Azeton mit Tetralin, Terapin oder anderen hydrierten Kohlenwasserstoffei miteinander vereinigt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF52518D DE392335C (de) | 1922-09-09 | 1922-09-09 | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, hoffreien Abziehlacken fuer Keramischen Buntdruck |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF52518D DE392335C (de) | 1922-09-09 | 1922-09-09 | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, hoffreien Abziehlacken fuer Keramischen Buntdruck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE392335C true DE392335C (de) | 1924-03-18 |
Family
ID=7105511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF52518D Expired DE392335C (de) | 1922-09-09 | 1922-09-09 | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, hoffreien Abziehlacken fuer Keramischen Buntdruck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE392335C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2706339A1 (de) * | 1977-02-07 | 1978-08-17 | Globe Ind Corp | Verfahren und vorrichtung zum uebertragen von druckfarbe |
-
1922
- 1922-09-09 DE DEF52518D patent/DE392335C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2706339A1 (de) * | 1977-02-07 | 1978-08-17 | Globe Ind Corp | Verfahren und vorrichtung zum uebertragen von druckfarbe |
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