DE337063C - Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer Anstrichfarben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer AnstrichfarbenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels für Anstrichfarben. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels für Anstrichfarben.
- Als Bindemittel für Anstrichfarben dienten in bekannter Weise tierischer oder pflanzlischer Leim, auch Pflanzenschleim in Verbindung mit Ätzkali, ferner auch der bekannte aus Getreidemehl hergestellte Kleister, Stärke und andere Substanzen.
- Bei _ der Verwendung dieser bekannten Mittel zur Bildung der sogenannten Leimfarbe, bei denen . bekanntlich nur Farbmittel erdischer Beschaffenheit unter Beimengung von Klebmitteln unter Ausschluß von Öl Verwendung finden, haben sich verschiedene Nachteile herausgebildet, insbesondere ist die Bindung niemals derart durchgreifend, daß die Farben- absolut haftbar sind, vielmehr ist eine Übertragung bei Berührung derselben auf Kleidungsstücke u. dgl. allgemein zu beobachten. Muß eine Fläche mehrmals überstrichen werden, so ist es erforderlich, da.ß jeweils nach Auftragen einer neuen Schicht ein Abseifen der Fläche stattfindet, zu dem Zwecke, den zur Bindung verwendeten Leim der ersten Schicht zur Bindung mit der zweiten Schicht zu veranlassen, ferner aber auch, um eine gleichmäßige Verteilung der Farbschicht ohne Streifenbildung zu ermöglichen, kurz gesagt, um die zur Verwendung gelangende Leimbeimengung leichter verstreichbar zu machen. Diese Leimfarben besitzen noch den weiteren wesentlichen Nachteil, daß dieselben leicht abblättern, dann aber auch bei Anstrichen von den Witterungseinflüssen o. dgl. ausgesetzten Stellen einer Zerstörung schlechtweg anheimfallen. Bei Anstrichen an Decken und Wänden,-bei welchen sich sogenannte Moderstellen ergeben, oder durch die Einwirkung von Salpetersäure usw. bilden, bildet die Leimbeimengung der Farbe einen günstigen Nährboden für Schimmelpilze und salpeterischer Ausschläge.
- Um diese @ Übelstände zu vermeiden, ist man erfindungsgemäß davon ausgegangen, ein Bindemittel für Farbanstriche,--welche nicht durch andere Mittel, wie Öle u: d'gl., gebunden werden, zu schaffen, das in sich bereits die Eigenschaften besitzt, welche man in einem Nebenprozeß, der mit der eigentlichen Anstricharbeit nichts zu tun hat, wie das Abseifen der Wände zur Erzielung einer mehrfachen Deckschicht, in dem von vornherein dem Bindemittel eine verseifbare Zusammensetzung gegeben wird. Dieses Mittel wird erfindungsgemäß in der Natronlauge gefunden. Es geht nun aber nicht schlechthin -an, den bisherigen Leimfarben einfach Natronlauge beizumengen, da sich hier ein gerinnendes Gemisch ergeben wird, das sich als Anstrichfarbe nicht mehr eignen würde, insbesondere würde der verwendete Pflanzenleim durch dieNatronlauge derZerstörung anheimfallen. Es mußte demgemäß ein neues Bindemittel an sich gefunden werden, welches gemäß der Erfindung aus einer Mischung von Roggenmehl mit Natronlauge gebildet ist, an und für sich ist es bekannt, aus Mehl klebrige, demgemäß leimartige Anstrichmasse, den sogenannten Kleister, zu schaffen, indessen handelt es sich beim Erfindungsgegenstand um ein anderes Anwendungsgebiet, woselbst der bekannte Kleister oder die Hinzufügung eines Kleisters als Bindemittel nicht in Betracht kommen kann, weil diesem die WetterbeständigkVt#7.urid Mwasehkarkeit ermangelt, sondern kamres dara.üf an,- ein Bindemittel zu schaffen, das',' -,ni@ht-hurdief'#guten Eigenschaften des bisherigen Leimbindemittels besitzt, sondern auch -die Nachteile desselben vollständig vermeidet und' sich im übrigen in der Anwendung und im Verhalten einem guten Ölanstrich nähert.
- Das' Verfahren zur Herstellung eines solchen Bindemittels besteht hiernach im folgenden: Kaustische Soda wird mit heißem Wasser im Gewichtsverhältnis von r : 7 aufgelöst. Hierauf wird auf getrenntem Wege Roggenmehl mit kaitdm Wasser so weit aufgerührt, bis eine dicke, breiartige Suppe entsteht. Selbstverständlich: muß hierbei Sorge getragen werden, daß die Auflösungsprozesse von Mehl und Soda restlos erfolgen. Dem Mehlbrei wird nun auf kaltem Wege und unter stetem Rühren die Natronlauge langsam, zweckmäßig durch: Ausgießen aus einer Flasche beigefügt, das so lange geschieht, bis der Mehlbrei vollständig eingedickt ist. Dies Verfahren ist gewissermaßen einem kalten Kochprozeß zu vergleichen. Das Bindemittel ist hiernach für den Gebrauch fertig. In der Anwendung wird dasselbe den vorher mit Wasser angerührten Farben zugesetzt, wodurch letztere haltbar und mischfest gemacht Werden;: indessen wird das Bindemittel gleichfalls vorher etwas verdünnt, in einem Grade; der sich nach dem Verwendungszweck der Farben richtet.
- Durch den Zusatz von kaustischer Soda findet eine Bindung aufeinandergelagerter Farbschichten ohne weiteres statt und wird hierdurch, wie schon eingangs erwähnt, der sonst in Anwendung kommende Waschprozeß mit Seife erübrigt, weil bereits durch die Verwendung der Natronlauge an sich geivissermaßen eine Verseifung stattfindet. Flächen, welche zur Bildung von Aufschlägen, insbesondere von Säurekristallen neigen, lassen die Säurebildung oder das Ausscheiden von Kristallen, sofern sie mit einer Farbe gestrichen werden, welche das vorgeschriebene Bindungsmittel enthält, überhaupt nicht aufkommen, weil ohne weiteres durch die Natronlauge eine Neutralisierung der Säuren stattfindet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels für Anstrichfarben, insbesondere an Stelle von Leimbindemitteln, dadurch gelcennzeichnet, daß kau.stische Soda im Mengenverhältnis von r : 7 in heißem Wasser aufgelöst wird, und in einem besonderen getrennten Prozeß Roggenmehl auf kaltem Wege zu einer kleisterärtigen Suppe angerührt wird, worauf der letzteren die gebildete Natronlauge in feinem Strahle langsam 'und unter ständigem Umrühren -des Mehlbreies zugegeben wird, bis eine Masse von breiartiger Beschaffenheit entstanden ist, welche den vorher mit Wasser angerührten Farben j e nach dem Verwendungszweck derselben, in mehr 'oder weniger mit Wasser verdünntem Zustande beigefügt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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