DE223417C - Verfahren zur verbesserung der physikalischen eigenschaften von wasserglas bei möglichster beibehaltung des spezifischen gewichtes bzw. der vorhandenen konzentration desselben - Google Patents

Verfahren zur verbesserung der physikalischen eigenschaften von wasserglas bei möglichster beibehaltung des spezifischen gewichtes bzw. der vorhandenen konzentration desselben

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DE223417C
DE223417C DE1907223417D DE223417DA DE223417C DE 223417 C DE223417 C DE 223417C DE 1907223417 D DE1907223417 D DE 1907223417D DE 223417D A DE223417D A DE 223417DA DE 223417 C DE223417 C DE 223417C
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water glass
same
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waterglass
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Rudolf Eberhard
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B22/00Use of inorganic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. accelerators or shrinkage compensating agents
    • C04B22/08Acids or salts thereof
    • C04B22/087Acids or salts thereof containing chromium in the anion, e.g. chromates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22g. GRUPPE
Dr. RUDOLF EBERHARD in MÜNCHEN.
Konzentration desselben.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1907 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt, dem Wasserglas seine bekannte Trägheit und Kürze zu nehmen; es wird ohne Änderung seiner Konzentration und Bindekraft flüssiger gemacht, demgemäß seine Viskosität erniedrigt, so daß es sich bedeutend besser verarbeiten läßt.
Die Vorteile kommen in allen Zweigen der Technik, in welchen Wasserglas verwendet wird, insbesondere aber bei der Verwendung als Bindemittel und Fixiermittel für Farben, zur Geltung.
Zu diesem Zwecke setzt man dem Wasserglas verhältnismäßig kleine Mengen gelöster Chromsäure oder chromsaurer Salze oder Chromalaune zu, allein oder in Mischung; auch die Chloride der Metachromsäure können verwendet werden. Diese Stoffe bilden mit dem Wasserglas Verbindungen, welche in Lösung bleiben. - .
Beispielsweise werden zu 100 kg einer Lösung von Wasserglas von etwa 1,139 bis 1,29 spez.
Gewicht (gleich etwa 18 bis 33 ° Be.) 70 g Kaliumdichromat in Wasser gelöst zugefügt oder aber z. B. 50 ggelöstes Chromsäureanrrydrid.
Zur Herstellung solcher Wasserglaslösungen kann der Zusatz von Chromverbindungen in entsprechenden Mengen auch schon bei den Anstellmassen des Wasserglases selbst erfolgen.
Durch Verwendung des so präparierten-
Wasserglases z. B. als Bindemittel und Fixiermittel für Farben wird dem gewöhnlichen Wasserglas gegenüber ein tieferes Eindringen der angemachten Farbe in den Untergrund erzielt ; dadurch tritt eine stärkere Verkieselung zwischen Farbe und Untergrund ein, so daß die Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit von Anstrich und Malerei eine größere wird, weil auch der Kieselsäuregehalt in dem betreffenden Volumen Wasserglas nicht geschwächt wird im Gegensatz zum gewöhnlichen Wasserglas, bei welchem dies zur Erzielung des gleichen Zweckes nötig wäre.
Gewöhnliches Wasserglas läßt nach Vermischen mit Farben, auch mit solchen, welche sogenannte witterungsbeständige Zuschläge enthalten, beim Stehen an der Luft die Kieselsäure rascher als weißliche, harte Masse ausscheiden, so daß die angemachte Farbe schon nach Verlauf eines Tages im Gefäß abbindet und erhärtet, also nicht mehr streichfähig ist und unbrauchbar wird.
Ein Verdünnen des Wasserglases zur Vermeidung dieses Übelstandes bringt eine Verminderung der Bindekraft mit sich.
Vermischt man dagegen die mit den genannten Chromverbindungen versetzte Wasserglaslösung mit denselben Farben, so scheidet sich die Kieselsäure aus dem Wasserglas nur sehr allmählich als zunächst leichte, flockige und später sulzige Masse von butterähnlicher Konsistenz aus, so daß jedes Farbkörperchen gleichmäßig in die Kieselsäureschicht eingebettet wird.
Die Verkieselung des Anstrichs wird dadurch eine gleichmäßigere; die Farbe gewinnt außerdem an Deckkraft, Durch die Beibehaltung
dieser kolloidalen Form der Kieselsäureverbindungen bleibt das Gemenge von Farbe und Wasserglas erheblich längere Zeit inniger miteinander vermischt, so daß ein Absetzen der Farbe im Gefäße nur langsam eintritt; dieselbe erhält sich mehrere Tage im streichfähigen Zustand und läßt sich unvergleichlich leichter verarbeiten.
Durch das veränderte Verhalten der Kieselsäure im Wasserglas wird auch andererseits eine Verzögerung oder Verhinderung der Bildung von Verbindungen zwischen manchen Farbstoffen und Wasserglas bewirkt, welche die Streichfähigkeit vermindern. v
Der mit dem angeführten Bindemittel aufgetragene Farbanstrich selbst erhärtet langsamer als derjenige mit gewöhnlichem Wasserglas, bleibt aber elastischer, wodurch die Haltbarkeit erhöht ward.
Das veränderte Verhalten der Kieselsäureverbindungen in dem mit Chromverbindungen präparierten Wasserglas ergibt sich auch daraus, daß erstere nach der Ausscheidung wieder durch verhältnismäßig wenig Alkalilauge auf kaltem oder fast kaltem Wege gelöst werden können. Bei Anwendung des mit Chromverbindungen präparierten Wasserglases als Fixiermittel für Malereien ergibt sich eine vollständig durchsichtige Verglasung und Verkieselung, so daß die Farben in ihrer ganzen Leuchtkraft zur Geltung kommen, zum Unterschied vom gewöhnlichen Wasserglas, bei welchem bekanntlich die ausgeschiedene Kieselsäure einen mehr oder minder starken grauen Schleier über die Malerei hervorruft.
Den Farben selbst können außer besonderen wetterbeständigen Zuschlägen auch entsprechende Chromverbindungen beigemischt werden. Den Farben kann auch eine entsprechende Menge der genannten Chromverbindungen beigemengt werden, um dann gewöhnliche Wasserglaslösung zu verwenden.
Auch kann die mit Chromverbindungen präparierte Wasserglaslösung zur Trockene eingedampft und mit den entsprechend zusammengesetzten Farben vermischt werden, desgleichen auch ein entsprechendes Gemenge von Wasserglaspulver und Chromverbindungen, um dann mit einer Lösung von Ätzalkalien, eventuell unter Zusatz'von"WässergTäslosüng,..angemacht zu werden. Das Farbgemenge kann auch mit Kalkbrei angemacht werden.
Der beschriebenen Wasserglaslösung (bzw. den Farben) können auch je nach Zweck, z. B. zum Malen oder Streichen auf Temperagrund, Tragant, Dextrin, Stärkearten, eventuell auch Zellulose zugefügt werden.
Die Wasserglaslösung wird auch, allein oder mit entsprechenden Farben, zum Zwecke Oxydation verhindernder Anstriche auf Eisen und andere Metalle vorteilhaft verwendet.
Die Vorteile des durch Zusatz der angegebenen Chromverbindungen in seiner Beschaffenheit veränderten Wasserglases ergeben sich auch bei der Fabrikation von Kitten, beim Imprägnieren von Holz, bei der Herstellung plastischer Massen und künstlicher Steine, beim Härten derselben sowie von natürlichen Steinen, Tonwaren, Gipsgegenständen, Zementen und Mörteln sowie bei der Herstellung von Wasserglasmörtel, ferner bei Anstrichen auf Papier, Tapeten und Leinwand, wobei gleichzeitig die desinfizierende Wirkung der Chromverbindungen in Betracht kommt und bei der Faser der Schutz gegen Fäulnis sowie die Eigenschaft des tieferen Eindringens in erstere, wodurch die Farbaufnahme der Faser eine größere wird.
Die Vorteile ergeben sich ferner in der Papierbzw. Pappefabrikation, in der Färberei, Druckerei (auch Tapetendruckerei) und Bleicherei sowie Wollwäsche, in der Seifen- und Waschmittelfabrikation, beim Konservieren von Holzfässern sowie von Eiern, ferner in der Zündholzfabrikation und in der Fabrikation von Glasuren bzw. Emaillen, ferner als Antikesselsteinmittel sowie als Düngemittel, überhaupt in allen entsprechenden Zweigen der Technik.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Verbesserung der physikaiischen Eigenschaften von Wasserglas bei möglichster Beibehaltung des spezifischen Gewichtes bzw. der vorhandenen Konzentration desselben, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Wasserglas relativ kleine Mengen gelöster Chromsäure oder chromsaurer Salze oder Chromalaune, welche mit dem Wasserglas Verbindungen ergeben, die in Lösung bleiben, allein oder in Mischung zusetzt.
DE1907223417D 1907-06-18 1907-06-18 Verfahren zur verbesserung der physikalischen eigenschaften von wasserglas bei möglichster beibehaltung des spezifischen gewichtes bzw. der vorhandenen konzentration desselben Expired DE223417C (de)

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