DE392015C - Verfahren zur Herstellung eines Holzanstriches - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines HolzanstrichesInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Holzanstriches. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Mittels, das zur Behandlung der Oberfläche von Weich- und Harthölzern unter Wegfall des nachfolgenden Lackierens Verwendung finden soll; es kann aber auch zur Erzielung farbiger Dekorationswirkungen in Verbindung mit ölfarbenanstrichen benutzt werden.
- Das Verfahren besteht darin, daß Spiritusbeizen in entsprechender Tönung, wie Hell-, Mittel- oder Dunkeleichen, Mahagoni usw. sowie aller bunten Töne in Brennspiritus gelöst werden, zu welcher Lösung so viel von einem halbmatten Wachsmattlack, .dem noch to bis 15 Prozent scharf trocknender Leinölfirnis nebst einem entsprechenden Zusatz von Sikkativ und Terpentinersatz zugegeben wurde, hinzugefügt wird, bis der gewünschte Ton durch weiteres Mischen von verschiedenen Lösungen beim Aufstreichen auf einen in bekannter Weise vorbehandelten Grund erreicht ist.
- Falls etwas: mehr Glanz gewünscht wird, kann noch etwa 15 bis 2o Prozent guter Möbellack :beigegeben werden. In diesem Fall muß aber auch der Leinölfirniszusatz von vornherein etwa 8 Prozent höher gewählt werden.
- Bezüglich .der Anwendung ,dieses Präparates sind nachstehend einige Ausführungsmöglichkeiten beschrieben: Hat man tadellose Schreinerarbeit mit ausgesucht schönem Holz zu behandeln, so wird in folgender Weise verfahren. Das abgestaubte und sauber geschliffene Holz wird mit einer Ölemulsion vorgestrichen.
- Nach dem Trocknen wird geschliffen, die evtl. vorhandenen kleinen Löcher und Risse im Holz .mit entsprechend gefärbtem Kitt ausgebessert. Falls helle Töne verlangt werden, wird mit hellem Vorlack nochmals: überzogen; werden dunkle Töne gewünscht, so wird dem Vorlack etwas in Öl geriebene Terrä di Siena, Kasselerbraun und Terpentinersatz zugesetzt; die Menge des Zusatzes richtet sich nach dem zu erzielenden endgültigen Ton. Damit wird mager angelegt und gleichmäßig verrieben. Diese zweite Behandlung ist notwendig, um einen gleichmäßig gesättigten Grund zu erhalten und auch um diesen .dem endgültigen Ton näher zu bringen.
- Ist die so behandelte Fläche trocken, so wird in bekannter Weise mit einem Tiefporenerzeuger geport je nach der zu imitierenden Holzart und hierauf geschliffen.
- Als letzter Überzug folgt nun der Auftrag des nach vorliegendem Verfahren hergestellten Präparates, und zwar in .dem Ton, der für die jeweils zu fertigende Arbeit in Frage kommt.
- Der Auftrag des Präparates erfolgt gerade so wie der mit Öl oder Wasserlasur.
- Soll Eichen imitiert werden, so wird die Anlage quer und längs vertrieben und mit dem Modler, der leicht mit dem vorliegenden Präparat befeuchtet wird, noch ganz wenig dunklere Streifen hineingebracht. Letzteres nur auf gestrichenem, d. h. mit Farbe statt mit Lacke und Emulsion behandeltem Grunde. Bei anderen Hölzern werden nach dem Einstreichen des Holztones mit in vorliegendem Präparat satt gefülltem Modler und Gabelpinsel .die dunkleren Partien und Adern angegeben, wobei auf den .Lauf des Naturholzes (wo solches nicht gestrichen) zu achten ist. Auch wird die Arbeit natürlicher und interessanter, wenn bei den Hölzern je nach Erfordernis der zu erzielenden Holzimitation noch dunklere, der Holzart eigene Beitöne mit hineingearbeitet werden etwa nach Art der Holzmalerei.
- Soll nur einfach lasiert und kein Holz imitiert werden, so wird eben nicht geport und auf dem vorbereiteten Grund mit dem Präparat wie sonst auch lasiert.
- Hat man dagegen eine schlechte Schreinerarbeit, so muß- mit Deckfarbe gearbeitet werden, die folgendermaßen den richtigen Grund ergibt.
- Eine Emulsionsfarbe wird gleich im Holzgrundton zubereitet und das Holz, welches wie üblich vorbehandelt wurde, damit möglichst deckend grundiert.
- Nach dem Trocknen des Grundes wird geschlifffen und die Vertiefungen in bekannter Weise mit aus der Grundfarbe unter Kreidezusatz gefertigtem Spachtelkitt gespachtelt. Darauf folgt ein zweiter Anstrich aus magerer Lackölfarbe im Holzgrundton des gewünschten Holzes bzw. Holztones (ja nicht zu hell, sonst wird die Wirkung zu hart).
- Im übrigen wird weiter verfahren wie beim Bearbeiten auf Naturgrund schon beschrieben. Aber auch ohne Tiefporenwalze kann mit dem vorliegenden Präparat statt O11asur in alter Weise gemasert werden, besonders ist dies bei Eichenholz sehr vorteilhaft.
- Das Präparat kann auch auf beliebig farbigem Grunde in beliebigen Tönen aufgestrichen und mit dem Schläger oder Gummitupfschläger geschlagen, oder auch mit Gummi-und Stahlkämmen bearbeitet werden, zur Erzielung wunderbarer Farbeneffekte, wie sie sonst kaum denkbar sind, auf jedem streichbaren Untergrind.
- Die hauptsächlichsten Vorteile, die sich bei Anwendung des Mittels ergeben, sind vor allem das Ersparen des nachherigen Lackierers, womit nicht nur ein schnelleres Fertigstellen der Arbeit, sondern auch Ersparung an Material verbunden ist. Ferner ergibt sich für die fertige Arbeit ein viel besseres Aussehen als wie bei der bisherigen Art.
- Zugleich ist damit eine Einschränkung des Verbrauchs an Leinöl und Kopal verbunden, während anderseits der Verbrauch an im Inland herstellbaren Beizen gesteigert wird. Man ist nicht nur auf Holzwerk und Möbel beschränkt, so-dern kann auch auf Putz, Eisen und' anderen Metallen, Glas, Stoffen überhaupt iberall dort, woAnstriche undLackierungen in Betracht kommen, die keine Hitze auszuhalten haben und Witterungseinflüssen nicht ausgesetzt sind, anwenden. Beispiel. Helleichen mit gestrichenem Grund.
- Der Grund wird -durch einmaliges Überstreichen mit einer geeigneten Emulsionsfarbe unter Zusatz von Helleichenholzgrund etwas Lacköl und Wasser hergestellt. Darauf folgt ein zweiter Anstrich aus Helleichenholzgrund in halb Lein- und halb Tercentinö lersatz. Nach dem Trocknen wird mit einer Tiefporenwalze geport. Als letzter Überzug folgt dann das nach vorliegendem Verfahren hergestellte Mittel, das sich in diesem Fall aus 5oo g Wachsmattlack, 25o g Kopallack, 5o g Leinölfirnis und roo g Terpentinölersatz zusammensetzt. Diese Masse wird gut miteinander gemischt und der Mischung 2 g Helleichen pulverförmiger Spiritusbeize und 1/2 g Lackschwarz in too g Spiritus gelöst, beigegeben.
- Der Auftrag dieser Mischung erfolgt mit cletn Pinsel, und zwar -derart, daß die eingeschnittenen Poren gut getränkt werden und schließlich eine dem Eichenholz ähnliche Oberfläche besteht.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung eines das Lackieren ersetzenden Holzanstriches, dadurch gekennzeichnet, daß Spiritusbeizen entsprechender Tönung (Hell-, Mittel- oder Dunkeleichen, Mahagoni usw. oder beliebige bunte Töne) in Brennspiritus gelöst werden, zu der Lösung so viel von einem halbunatten Wachsmattlack, dem noch 1o bis 15 Prozent scharf trocknender Leinölfirnis sowie etwas Sikkativ und entsprechend Terpentinersatz zugegeben ist, nach Wahl hinzugefügt wird, bis der gewünschte Ton beim Aufstreichen auf einem in bekannter Weise vorbereiteten Grund erreicht ist.
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch r, um dem Anstrich mehr Glanz zu geben, darin bestehend, daß der Mischung Spiritusbeize und halbmatter Wachsmattlack etwa 18 bis 23 Prozent scharf trocknender Leinölfirnis mit Sikkativ und Terpentinölersatz sowie 15 bis 2o Prozent guter Möbellack beigegeben wird.
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