DE329004C - Verfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden und erhaertenden Deckmittels fuer die Zwecke der Malerei, Anstreicherei und Lackiererei - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden und erhaertenden Deckmittels fuer die Zwecke der Malerei, Anstreicherei und Lackiererei

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DE329004C
DE329004C DE1918329004D DE329004DD DE329004C DE 329004 C DE329004 C DE 329004C DE 1918329004 D DE1918329004 D DE 1918329004D DE 329004D D DE329004D D DE 329004DD DE 329004 C DE329004 C DE 329004C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D197/00Coating compositions based on lignin-containing materials
    • C09D197/005Lignin

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden und erhärtenden Deckmittels für die Zwecke der Malerei, Anstreicherei und Lackiererei. Die Erfindung betrifft ein 'Terfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden und schnell: erhärtenden Deckmittels für die Zwecke der Malerei, Anstreicherei unid Lackiererei:.
  • Bisher hat man als Deckmittel: für derartige Zwecke beispielsweise Leinöl im Gemisch mit einem Farbstoff benutzt, ein Material, das, der Luft ausgesetzt, trocknet und erhärtet. In der Anwendung finden sich aber Schwierigkeiten, weil Leinöl' nicht gleich in dicken Schichten aufgebracht werden kann, da sonst das Trocknen zu lange dauern würde. Man mußte daher bei der Benutzung :derartiger Deckmittel auf den zu behandelnden Gegenstand das Leinölgemisch in mehreren dünnen Schichten aufbringen, deren jede Zeit zum Trocknen benötigte. Häufig waren vier bis fünf derartige Schichten erforderlich.
  • Die vorliegende Erfindung vermittelt die neue Erkenntnis, da-ß die Sulfitzellstoffablauge, die bei der Behandlung von Holz und anderen zellulosehaltigen Stoffen mit einer Lösung von schwefligsauren Salzen. o. d'gl. erhalten wird oder einer Lauge ähnlicher Zusammensetzung zu diesem Behufe besonders hergestellt wird, als Deckmittel Verwendcing finden kann. Dieses Produkt kann ent%veder so, wie es ist, oder in gekochtem Zustande, in verdünntem oder eingedicktem. Zustande, im Gemisch mit beliebigen Farbstoffen oder mit Tonerde, mit Kreide, mit Silikaten oder den Gemischen dieser Produkte, mit oder ohne Zusatz von Öl und` Fett oder Spaltungsprodukten von Fetten oder Ölen, oder Kohlenwasserstoffen, wie Petroleum o. dgl., Verwendung finden.
  • Es hat sich nämlich herausgestellt, daß mit Farbstoffen gemischte Ablauge, die bisher ein lästiges, schwer verwendbares Produkt darstellte, die Eigenschaft hat, ein Deckmittel zu liefern; das im Gegensatz zu Leinöl schon in wenigen Stunden trocknet und sogar so hart wird, daß es nur mit dem Meißel entfernt werden kann.
  • Man ist in d'er Lage, sogleich eine dicke Schicht des Mittels auf den zu behandelnden Gegenstand aufzubringen, ohne daß eine Wiederholung der Bearbeitung vorgenommen zu werden braucht.
  • Das Deckmittel kann auf beliebige Unterlagen aufgebracht werden, ist gut flüssig, deckt vorzüglich, trocknet mit halbmattem Glanz und bildet eine durch und durch steinhart werdende Grundfarbe, auf welcher sofort eine Schicht Öl oder Lackfarbe mit vollem Glanz stehenbleibt.
  • Bringt man das Deckmittel auf Karbolineum auf, so werden diese Stoffe vollkommen abgedeckt. Sie treten nicht mehr hervor, so d-aß man auf ihnen die Malerarbeiten ohne Schwierigkeiten fertigmachen kann. Das Deckmittel besitzt alle guten Eigenschaften, die Zelluloseverbindungen zukommen, es fließt, wie erwähnt; gut aus, ist elastisch und erhärtet völlig. Ein weiterer Vorteil des Produktes nach der Erfindung besteht darin, daß man nach Aufbringung der Grundlage sofort mit Holzfarbe, Marmorfarbe u. dgl. in Leinöl anstreichen oder malen kann, ohne daß :diese an äußerlicher Erscheinung einbüßen. Bereits am nächsten Tage kann also. gefirnißt werden, Der Firnis bleibt im vollen Glanz bestehen und trocknet, wie ätzfz-jedem guten Ölgrund, bis er guthart ist,rohne ,,zu@@leben.
  • Das schnelle Tioc'lenen und Erhärten des Deckmittels bewirkt, daß damit angestrichenes Metall nicht rostet, Will man Grundiermasse herstellen,- so fügt man der präparierten Ablauge Kreide mit oder ohne Tonerde hinzu, was. die Grundiermasse elastisch macht und ein Brechen derselben selbst dann verhindert, wenn das Deckmittel in fingerdicker Schicht aufgetragen wird.
  • Für Stopffarbe (Glaserkitt) genügt es, wenn man dem Ausgangsmaterial Kreide und irgendein Fett und Öl, oder auch nur eines von - beiden beigibt oder Spaltungsprodukte von Fetten oder Ölen - oder ICohlenwasserstoffe, wie Petroleum- o. dgl. Die Hinzufügung dieser zuletzt .genannten Produkte (Fette und Öle usw.) dienen zur Verlangsamung des schnellen Abtrocknens.
  • Falls es wünschenswert erscheint, kann man den unangenehmen Geruch, den die besitzt, beseitigen, und zwar dadurch, da.ß man ihr Ainylazetat zufügt. Allerdings verringert sich der Geruch durch das Kochen, Verdünnen und Stehenlassen der Masse ohnehin allmählich, so daß er, wenn sie mit Farbstoff gemischt wird, fast ganz verschwindet.
  • Als Farbstoffe, die, bei der Herstellung des Deckmittels Verwendung finden, kommen sowohl Erdfarben als auch auf chemischem Wege hergestellte Farben und überhaupt alle Farben. in Betracht. .
  • Bei der Benutzung von Kreide "mit oder ohne Zusatzvon Tonerde zur Herstellung einer Grun.diermasse im Sinne der Erfindung erhält man ein Material, ,das in etwa :2 bis 3 Stunden steinhart wird und .sich ,gut mit Stahlwolle, Glaspapier o. dgl. schleifen läßt.@ ,

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH.' Verfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden und erhärtenden Deckmittels für die Zw ecke ,der Malerei, Anstreicherei und Lackiererei, dadurch gekennzeichnet, @daß Sulfitzellstoffablauge mit einem beliebigen Farbstoffe, Tonerde, Kreide, Silikaten oder mit Gemischen dieser Stoffe mit oder ohne Zusatz von Öl, Feit oder Spaltungsprodukten dieser Stoffe oder mit Kohlenwasserstoffen, wie Petroleum u. dgl., benutzt wird.
DE1918329004D 1918-12-20 1918-12-20 Verfahren zur Herstellung eines schnell trocknenden und erhaertenden Deckmittels fuer die Zwecke der Malerei, Anstreicherei und Lackiererei Expired DE329004C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE870012C (de) * 1942-04-10 1953-03-09 F Raschig G M B H Dr Verfahren zur Verbesserung der Bindemitteleigenschaften von Sulfitlauge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE870012C (de) * 1942-04-10 1953-03-09 F Raschig G M B H Dr Verfahren zur Verbesserung der Bindemitteleigenschaften von Sulfitlauge

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