DE60727C - Verfahren zur Decorirung roher Eisenwaaren - Google Patents

Verfahren zur Decorirung roher Eisenwaaren

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DE60727C
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raw iron
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DENDAT60727D
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S. MEYER JR. in Harzgerode
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D5/00Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures
    • B05D5/06Processes for applying liquids or other fluent materials to surfaces to obtain special surface effects, finishes or structures to obtain multicolour or other optical effects

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  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren, rohe Eisenwaaren mit einem harten, nicht abspringenden Lack zu überziehen, der feuerbeständig ist und sich durch einfaches Ueberstreichen mit einer Goldlösung in ganz neuer und eigenartiger Weise decoriren läfst.
Die bisher gebräuchlichen, feuerbeständigen Eisenlacke zeigen den Fehler, dafs die Lackfarbe nicht feuerbeständig ist, sondern in der Hitze schwarz brennt, so dafs es bisher unmöglich war, einen anderen als einen schwarzen Lacküberzug für im Feuer nachträglich erhitzte Eisenwaaren zu erhalten.
Um nun Eisenwaaren mit einem feuerbeständigen braunen Lack zu überziehen, verfährt man folgendermafsen:
Man mischt pulverisirte Schwefelleber, wie solche bei galvanischen Bädern benutzt wird, mit pulverisirtem Kopal, pulverisirtem krystallinischen Cyankalium und pulverisirtem doppelt kohlensauren Natron. Nachdem diese Stoffe innig mit einander gemischt sind, wird ein einfacher Farbstoff, wie.z. B. Kasslerbraun, hinzugefügt und das Ganze noch einmal innig gemischt. Die Menge des Farbstoffes richtet sich ganz nach dem Tone der Farbe, den man erhalten will.
Darauf wird das ■ Gemisch mit absolutem Alkohol so weit gesättigt, dafs ein Brei entsteht, der nun grob filtrirt wird, um die nicht gelösten Theile abzuscheiden.
Der feuchte Brei, der nun eine Farbmasse bildet, wird auf das Eisen aufgetragen, dieser kommt darauf in den Ofen und wird bis auf 200° erhitzt, kann aber auch ebensogut bis auf 3000 erhitzt werden, ohne seine Farbe zu verlieren.
Nachdem die Waare aus dem Ofen genommen und erkaltet ist, wird über dieselbe mit einem Pinsel hinweggestrichen, der in eine Goldlösung getaucht ist. Ein Bemalen der Fläche oder einzelner Theile derselben findet nicht statt, sondern die Goldlösung soll später nur an einzelnen Stellen ganz willkürlich auftreten und giebt hierdurch dem Gegenstande ein neues und eigenartiges Ansehen.
Von den den Lack bildenden Bestandtheilen bewirkt die Schwefelleber die feste Verbindung des Lackes mit dem Eisen, das Kopal erzeugt den Glanz, das Cyankalium verhindert eine Oxydation des Eisens in der Hitze und macht den Lack in der Art hart, dafs der eingebrannte Lack sich auch nicht durch Anwendung' von Stahlbürsten von dem Eisen wieder entfernen läfst.
Nachdem die Vergoldung in der angegebenen Weise aufgetragen ist, kommt der Gegenstand wiederum in den Ofen und wird noch einmal gebrannt, so dafs nunmehr Lack und Vergoldung dauernd haftbar mit einander vereint sind.
Die Anwendung des doppelt kohlensauren Natrons dient dazu, um den Lack besser verarbeiten zu können, da derselbe sich ohne Zusatz dieses Stoffes nur sehr schwer auf den Gegenstand aufstreichen läfst.
Will man eine andere als die braune Farbe erhalten, so setzt man dem Lacke vor dem

Claims (1)

  1. Brennen eine andere feuerbeständige oder sich im Feuer nach Wunsch verändernde Farbe zu und verfährt im Uebrigen genau so, wie vorhergehend angegeben.
    Pateντ-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Decorirung roher Eisenwaaren, darin bestehend, dafs die Eisenwaare zuerst mit einem feuerbeständigen Lack überzogen wird, der aus einem Gemisch von Schwefelleber, Kopal, Cyankalium, doppeltkohlensaurem Natron und einem sich im Feuer verändernden oder nicht verändernden Farbstoffe, je nach der Farbe, die der Lack nach dem Brennen besitzen soll, besteht, worauf dann nach dem Einbrennen des Lackes derselbe mit einer Goldlösung leicht überstrichen und wiederum gebrannt wird.
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