DE585222C - Verfahren zur Reinigung von Metalloberflaechen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Metalloberflaechen

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DE585222C
DE585222C DE1930585222D DE585222DD DE585222C DE 585222 C DE585222 C DE 585222C DE 1930585222 D DE1930585222 D DE 1930585222D DE 585222D D DE585222D D DE 585222DD DE 585222 C DE585222 C DE 585222C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/02Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions
    • C23G1/025Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions acidic pickling pastes

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Description

  • Verfahren zur Reinigung von Metalloberflächen Das Patent 579 862 betrifft ein Verfahren zur Reinigung von- Metalloberflächen, auf welche Lack, Farbe oder sonst ein Überzu. aufgebracht werden soll, und kennzeichnet sich durch die Verwendung pulverförmiger Absorptionsmittel .in Verbindung mit Säuren; öilösungsmitteln, Netzmitteln usw. Das Absorptionsmittel nimmt die Säurereste, die Einwirkungsprodukte der Säure auf die Metallfläche, den Schmutz, das Öl usw. auf und bildet nach dem Trocknen einen nur locker anhaftenden Überzug, der mechanisch durch Abbürsten, Abblasen oder Absaugen leicht vollständig entfernt werden kann, so daß die Reinigung der Metallfläche, z. B. von Autoinobilkarosserien, ohne die Verwendung von Wasser erfolgen kann. Als Absorption,-mittel sollte hauptsächlich ein kolloidaler, von säurelöslichen Bestandteilen freier Ton verwendet werden.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß es nicht leicht ist, einen immer gleichen und gleichwirkenden Ton zu erhalten. Ton und ähnliche mineralische Absorptionsmittel variieren oft in ihrer Zusammensetzung und Eigenschaften. was bei Verwendung einer neuen Sendung Versuche und die Änderung der Rezepte bedingt. Mitunter neigen solche :Materialien zu festerem Haften an der Metallfläche und zu zementartigem Abbinden.
  • Die Erfindung hat die Vermeidung dieses Übelstandes zur Aufgabe durch Wahl eines solchen Absorptionsmittels, welches von stets gleichmäßiger und konstant bleibender Beschaffenheit ist, stets und zu billigem Preise beschafft werden kann und auch bei 1<ingerem Stehen der gebrauchsfähigen Mischung diese weder verdickt noch sonst beeinträchtigt.
  • Solche Stoffe sind fein -zerteilte vegetabilische Materialien mit absorbierenden Eigenschaften, wie Holzmehl, Gelluloseabfälle, Stärke u. dgl.
  • Die Anwendung erfolgt in der Weise, daß diese Stoffe trocken oder in Suspension, zweckmäßig in Anwesenheit von Öllösungsmitteln, auf die mit der Säure vorbehandelte Metallfläche aufgebracht werden, oder vorzugsweise in der Art, claß diese Stoffe mit dem eigentlichen, aus einer Säure, Öllösungsmitteln, Netzmitteln, Beizzusatzmitteln, Verdickungsmitteln usw. bestehendem Reinigungsmittel gemischt utid die so erhaltene Reinigungsmasse auf die Oberfläche aufgetragen wird. Nach dem Trocknen, d.11. nach dem Verdunsten der Öllösungsmittel und eines Teiles des Wassers, bleibt das Absorptionsmittel auf der Metallfläche in Form eines lockeren, lose anhaftenden Überzuges zurück, der die Reste -der Säure und deren Einwirkungsprodukte, den Schmutz und .das Öl aufgesaugt enthält und der ,ohne Verwendung von Wasser leicht und vollständig mechanisch entfernt werden kann.
  • Als Säure wird zweckmäßig Phosphorsäure verwendet, als Öllösungsmittel, Alkohole oder Ketone, z. B. denaturierter Spiritus, Buthylalkohol, Aceton usw., d. h. vorzugsweise solche Stoffe, die mit Wasser mischbar sind. Je nach der Menge der verwendeten Öllösungsmittel und des Wassers kann die Reinigungsmasse flüssiger oder pastenartiger gehalten werden. Die Öllösungsmittel zerstören einen etwa vorhandenen Ölfilm, bewirken, daß die Säure besser zu dem Metall gelangt und erleichtern die Aufsaugung des Öles durch das Absorptionsmittel. Gleichzeitig verhindern geeignete Öllösungsmittel, wie Alkohole, das Erweichen oder Auflösen mancher vegetabilischer Stoffe, wie z. B. Stärke, und ermöglichen damit die Anwendung solcher Stoffe, die sonst nicht verwendet werden könnten.
  • Bei Verwendung einer einzigen Reinigungsmasse müssen die einzelnen Bestandteile in geeignetem Verhältnis stehen, und vor allem muß die Menge des absorbtiven vegetabilischen Materials groß genug sein, um die verwendete Säure aufzusaugen und nach dem Trocknen einen trockenen, lockeren Überzug zu bilden. Für viele Zwecke, insbesondere zur Reinigung von Automobilkarosserien vor dem Streichen, hat sich folgende Zusammensetzung gut bewährt: Rohe, fein zerteilte Stärke ..... 1,59ö kg, Denaturierter Spiritus ......... i,1351, Buthylalkohol . . , , . . . o,5681, Orthopliosphorsäure (75°1oig) ... o,378 1, Wasser ...................... 1,4681. Diese Mischung wird auf die zu reinigende Metallfläche aufgebracht, z. B. durch Spritzen, Tauchen oder Streichen, und trocknen gelassen, was je nach der Witterung 15 Minuten bis einige Stunden dauert. Die Trocknung kann natürlich auch durch Wärrüe, z. B. Einbringen des Gegenstandes in einen auf 86 bis 9o° C erwärmten Ofen, erfolgen. Nach dem Trocknen wird die nur lose und locker anhaftende Schicht des Absorptionsmittels ohne Anwendung von Wasser mechanisch durch Abreiben oder Abbürsten, zweckmäßig unter Zuhilfenahme von Vakuum, entfernt. Die Metallfläche ist alsdann völlig rein und trocken und in tadellosem Zustand zur Aufnahme eines Überzuges.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Reinigen von Metalloberflächen, auf die Farbe, Lack oder andere Überzüge aufgetragen werden sollen, nach Patent 579862, dadurch gekennzeichnet, daß als pulverförmiges Absorptionsmittel fein zerteilte, vegetabilische Stolte, die absorbierende Fähigkeit besitzen, wie z. B. Holzmehl, Stärke usw., verwendet werden. z. Reinigungsmittel zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem an sich bekannten eigentlichen Reinigungsmittel, z. B. aus einer Mischung von Säure, Öllösungsmittel, Netzmittel, Verdickungsmittel usw., und einem fein zerteilten, vegetabilischen Stoff mit absorbierenden Eigenschaften, wie z. B. Holzmehl, Stärke u. dgl.
DE1930585222D 1930-02-04 1930-10-08 Verfahren zur Reinigung von Metalloberflaechen Expired DE585222C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE832531C (de) * 1949-04-14 1952-02-25 Degussa Verfahren zur Reinigung von Gefaessen, Geraeten u. dgl. von Fetten, OElen u. dgl. mittels Aktivkohle, durch Adsorption
DE939882C (de) * 1953-10-17 1956-03-08 Steidinger K G Geb Gehaeuse fuer Elektromotoren

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE832531C (de) * 1949-04-14 1952-02-25 Degussa Verfahren zur Reinigung von Gefaessen, Geraeten u. dgl. von Fetten, OElen u. dgl. mittels Aktivkohle, durch Adsorption
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