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Verfahren zur Herstellung von Glanzbekleidungsplatten aus Asbestzement.
Man hat schon verschiedentlich versucht, bei der Herstellung von Glanzbekleidungsplatten aus Asbestzement diesem eine glatte glänzende Oberfläche von marmorartigem Aussehen zu geben, ohne indessen nennenswerte Erfolge zu erzielen, insbesondere was die Haltbarkeit der Glanzoberfläche und deren Fä. rbbarkeit anbelangt. Es ist auch schon ein Verfahren vorgeschlagen worden, um Zementflächen eine glatte glänzende Beschaffenheit zu verleihen, indem man auf den Zement in mehr oder weniger. frischem Zustande eine feine Schicht aus gleicher Masse aufbrachte und diese unter Zugabe von irgendeinem schlüpfrigen Stoff, z. B. Talkum, mit Glättwerkzeugen behandelte, bis der Glanz erzielt war.
Indessen lassen sich diese Verfahren nicht ohne weiteres auf dieBehandlung von Asbestzement anwenden, da dieser schon an und für sich eine von gewöhnlichem Zement grundverschiedene Masse darstellt, die natürlich auch anders behandelt werden muss.
Gemäss der Erfindung wird nun als Überzug zuerst eine mit dem noch frischen Plattenmaterial abbindende Kalkfarbmischul1g auf die frische Platte aufgebracht und glattgestrichen und nach deren Abbinden wird eine zweite, mit der zuerst aufgebrachten sich verbindende Kalkfarbmisehung aufgetragen und die Plattenfläche mittels glühenden Eisens geglättet. Dank diesem Verfahren kann man auf der behandelten Asbestzementplatte eine äusserst haltbare, nicht abblätternde Hochglanzschicht erhalten, die mit der Platte selbst innig abgebundenistund jenach dem Farbzusatz der Plattenflächeein poliertem Marmor täuschend ähnliches Aussehen erhalten kann. Die Poren der Oberfläche sind gänzlich geschlossen,
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vermieden.
Das Verfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeführt werden : Die neuhergestellten, noch im nassen, weichen Zustande befindlichen Asbestzementplatten werden auf einem Arbeitstisch eben ausgebreitet und mit einer dünnen Lage einer Mischung von Kalkfarbe, u. zw. Kalkbrei und Marmormehl etwa im Volumenverhältnis von 5 TeilenKalkbrei zu 1 Teil Marmormehl, mit Hilfe eines grossen Strichpinsels gleichmässig überzogen. Dieser Überzug ist hinsichtlich seiner Dicke am ehestens einem Lack- Überzug'zu vergleichen.
Nach dem Auftragen genannter Mischung wird dieselbe mittels eines Glätteisens
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auf diePlatten aufgetragenwird, während diese noch in feuchtem, weichem Zustande sich befinden, geht die Kalkfarbe mit dem Zement der Unterlage in bekannter Weise eine chemische Verbindung ein, so dass sie vollständig festhaftet und nach dem Abbinden, welches gleichzeitig mit dem Asbestzement erfolgt, nicht abblättert. Sobald dies getan ist, wird mit einem Streichpinsel eine zweite Mischung von Kalkfarbe, bestehend aus 4 Volumenteilen Kalkmilch und 1 Y2 Volumeilteilen sodafreier Seifenlösuiig, auf die Platte über der ersten Mischung gleichmässig aufgetragen. Zur Herstellung der Seifenlösung wird sodafreie Seifenlösung verwendet, beispielsweise 1 Gewichtsteil venezianische Seife auf etwa 5 Gewichtsteile Wasser.
Um den Lösungsprozess zu beschleunigen, kann man die Seife in fein verteiltem Zustande mit Wasser mischen und die Lösung erwärmen. Nach dem Auftragen der zweiten Mischung wird dieselbe etwa 15 bis 20 Minuten auf der Platte trocknen gelassen, wonach die Platte mit einem glühenden Eisen, etwa in Form eines Glätteeisens od. dgl., überfahren undgeglättetwird. Mit dem Glätten wird fortgefahren, bis die Platte eine vollständig glatte und glasurähnliche Oberfläche erhält.
Je nach der verwendeten Farbmischung können die Platten eine dekorative Oberfläche, z. B. ein marmoriertes, holzfaseriges, majolikaähnliches Aussehen, erhalten. Die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Platten können, je nach der Verwendung, zu welcher sie kommen sollen, in der gleichen
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als Sehalttafeln und für Verkleidung in Zentralen Verwendung finden können.
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