DE390852C - Ausgleichgetriebe bei Seilbahnmaschinen - Google Patents

Ausgleichgetriebe bei Seilbahnmaschinen

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DE390852C
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MAX KUNZE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B12/00Component parts, details or accessories not provided for in groups B61B7/00 - B61B11/00
    • B61B12/10Cable traction drives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Bei Seilbahnmaschinen mit horizontaler Treibscheibe wendet man häufig ein Umschlingungsschema nach Abb. 4 an. Das meistbelastete Seilstück wird in 1/2facher Umschlingung um die Treibscheibe geführt, dann über eine vorgelagerte Umlenkscheibe und zurück über die zweite Seilrille, zu dem Zweck, einen möglichst groß umspannten Bogen zu erhalten bzw. um das e"u groß zu halten. Benutzt man nun hierbei eine zweirillige, horizontale Treibscheibe ohne Ausgleich irgendwelchen Systems, so treten die bekannten Erscheinungen auf, nämlich, daß die zweite Rille bei gleicher Tourenzahl mehr Seil notwendig hat, als die erste zubringt. Es entstehen dann schädliche Seilzerrungen, : große Abnutzung der Holzfutterklötze oder Klemmrille, ja sogar Achs- und Armbrüche. Bisher hat man verschiedene Arten von Ausgleichsgetrielren angewendet, um diese : schädliche Erscheinung zu bekämpfen, u. a. sind auch Ausgleichseinrichtungen bekannt j geworden, bei denen der Ausgleich nach Art j einer Reibungs- oder Rutschkupplung erfolgt. Diese Mittel zur Beseitigung der Spannungen lassen sich selbstverständlich konstruktiv auch bei horizontalen Treibscheiben anwenden, jedoch sind sie zum Teil sehr teuer, be- : dingen große Zusatzgewichte durch ihre Bauart, oder sind infolge ihrer Abmessungen überhaupt schlecht anwendbar, insofern als | im Bergbau gern dort Horizontalscheibenmaschinen als Seilbahnantriebsmaschinen be- j nutzt werden, wo niedrigste Streckenverhält- j nisse niedrigste Bauart der Maschine unbedingt verlangen.
Dagegen wird durch die Benutzung des Eigengewichtes der zweiten Treibscheibe ge- \ maß vorliegender Erfindung eine Anordnung ! geschaffen, die bei niedriger Bauart einfach und billig in der Herstellung ist.
Abb. ι stellt das Prinzip der Konstruktion dar; Abb. 3 zeigt die Lage des Hebelgestänges jeweils zum Armsystem; Abb. 2 läßt den Schnitt vor dem Armsystem erkennen; Abb. 4 zeigt das Umschlingungsschema.
Auf der Achse α ist eine Treibscheibe b mit angegossenem Kegelradzahnkranz und für beispielsweise Holzfutter fest aufgekeilt u'.hI erhält die Umfangskraft durch ein Kegelritzel (Abb. 1 und 2). Aus Abb. 1 ist dann weiter die Wirkungsweise des Ausgleichs und das zugehörige Gestänge ersichtlich. Die zweite, über b liegende, lose auf der Achse sitzende Treibscheibe c erhält eine kegelförmiig abgedrehte innere Nabenfläche, welche auf einer Kegelrolle d ruht. Die Kegelrolle d ist in einem Winkelhebelgestänge e eingebaut. Der Drehpunkt liegt in einem Augenlagerböckchen /, welches mit dem ersten, fest auf der Achse aufgekeilten Kegelrad an der inneren Kranzfläche fest verbunden ist. Der senkrecht nach oben stehende andere Arm des Hebels e trägt den Bremsklotz g, welcher auf dem kegelförmig gedrehten Ansatzring der Treibscheibe c fest aufliegt. Konstruktiv kann man zwischen beiden Treibscheiben einen Zwischenraum, wie aus Abb. 1 und 2 ersichtlich, vorsehen, so daß die Treibscheibe c durch ihr Eigengewicht auf der Kegelrolle und somit auf den Bremsbacken ruht. Theoretisch besteht also ein Gleichgewichtszustand zwischen der Kegelzapfenreibung und der Reibung, hervorgerufen von Eigengewicht und Hebelübersetzung am Umfang des kegelförmig gedrehten Ansatzringes der Treibscheibe c.
Werden nun größere Seilspannungen durch verschiedene Rillengrunddurchmesser erzielt, als sie einer Umfangskraft und somit dem Scheibengewicht entsprechen, so tritt eine Drehung der Scheibe c gegen b ein, bis das Mehr der Seilspannungen beseitigt ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ausgleichgetriebe bei Seilbahnmaschinen, bei dem der Ausgleich durch Reibung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die eine der horizontal übereinander angeordneten Scheiben ihr Eigengewicht durch eine Hebelübersetzung auf eine zwischen beiden Scheiben bestehende Reibungskupplung überträgt.
2. Ausgleichgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelgestänge mit Bremsklotz innerhalb der beiden Scheiben gelagert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEK85937D Ausgleichgetriebe bei Seilbahnmaschinen Expired DE390852C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3712941A1 (de) * 1986-06-03 1987-12-10 Doppelmayr & Sohn Mehrfachfoerderseil-umlaufbahn

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3712941A1 (de) * 1986-06-03 1987-12-10 Doppelmayr & Sohn Mehrfachfoerderseil-umlaufbahn
FR2603011A1 (fr) * 1986-06-03 1988-02-26 Doppelmayr & Sohn Telepherique a cables multiples sans fin
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