DE3880C - Deckapparat für Strickmaschinen - Google Patents

Deckapparat für Strickmaschinen

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DE3880C
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DE
Germany
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decker
needles
triangle
stitches
needle
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DENDAT3880D
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English (en)
Original Assignee
G. L. OEMLER in Plagwitz bei Leipzig
Publication of DE3880C publication Critical patent/DE3880C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

1878.
Klasse 25.
G. L. OEiVILER in PLAGWITZ bei LHPZIG. Deckapparat für Strickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Mai 1878 ab.
Die Leistungsfähigkeit der Strickmaschine gegenüber dem Wirkstuhle ist in letzter Zeit nur da in den Hintergrund getreten, wo es sich um Anfertigung von Phantasie - Artikeln handelte.
Hauptsächlich ist es die auf dem Wirkstuhl angebrachte >Deck-oder Stechmaschine«, welche die Herstellung verschiedenartiger Dessins auf leichte und einfache Weise ermöglicht.
Diese Deckmaschine auf der Strickmaschine anzubringen, haben sich verschiedene Hindernisse in den Weg gestellt.
Die Anwendung eines Deckers über die ganze Breite der Strickmaschine hinderte zunächst die ungleiche Stellung der beweglichen Nadeln, die bekanntlich, je nachdem sie leicht oder schwer in den Nadelschlitzen gehen, von den Maschen verschiedenartig hoch gezogen werden.
Ferner hinderten die Nadelzungen, welche, nachdem die Touren fertig gestrickt sind, in ihrer Mehrzahl auf den Nadelhaken liegen bleiben und erst zurückgeschlagen werden müssen, die Einsetzung des Deckers in die Nadelhaken.
Beide Hindernisse sind durch Anordnung der beiden kleinen Dreiecke Z1 und Z2, Blatt Π, beseitigt. Das Dreieck Zl treibt die Nadeln so hoch, dafs der Niet der Zungen ungefähr ι mm über die Nadelkreuzung geht und hierbei sämmtliche Zungen durch die Maschen zurückgeschlagen werden. Das Dreieck Z2 treibt die Nadeln wieder abwärts bis zu der Stelle, bis zu welcher die am leichtesten gehende Nadel durch die betreffende Masche gezogen würde, und läfst so sämmtliche Nadeln in einer Richtung stehen.
Es handelt sich nun darum, einen Mechanismus zu schaffen, mit dem man genau die Bewegungen des Handdeckers nachahmen kann.
Wie aus Blatt I und II ersichtlich, sind rechts und links an der Giebelwand der Strickmaschine die Arme A A angeschraubt mit den Schrauben B B, welche zugleich einen Drehpunkt für jene abgeben. Diese beiden Arme tragen eine drehbare Stange G, an welcher die Arme DD befestigt sind; an diesen Armen hängt der j Decker C in den beiden Schraubenspitzen EE, welche letztere den Drehpunkt für den Decker bilden.
Die beiden kleinen Dreiecke Z1 und Z2 sind auf einem Zapfenstück Z, Blatt I und II, befestigt, welches sich durch den Hebel M und die Feder iVaufser und in Thätigkeit stellen läfst.
Sobald man auf der vorderen Seite die Maschen umdecken will, dreht man, bevor die zu deckende Maschenreihe gestrickt ist, den Hebel M von oben nach unten. Der Zapfen L wird mit den kleinen Dreiecken Z1 und Z2 durch die Feder N auf die Nadelplatte der Strickmaschine gedrückt. Die Dreiecke L' und Z2 werden die Nadelzungen zurückschlagen und die Nadeln in eine gerade Richtung bringen, wenn die umzudeckende Maschenreihe gestrickt wird.
Man drückt nun den ganzen vorher beschriebenen Apparat nach hinten, so dafs die Arme AA, Blatt I, an den Anschlägen J*/1 liegen, dreht den Hebel F, der auf die Stange G gesteckt werden kann, links herum (man bewegt so den Decker C, Blatt I und II, von oben nach unten) und hängt den Decker mit den Decknadeln in die Haken der Stricknadeln. 'Durch weiteres Umdrehen des Hebels F nach links zieht man mit dem Decker die Stricknadeln so hoch, bis die Maschen hinter die Nadelzungen und bis auf die Decknadeln geglitten sind.
Man macht nun mit dem Decker eine kleine Bewegung nach unten und hebt gleichzeitig mit der linken Hand den Decker mit den Decknadeln, auf denen die Maschen liegen, aus den Nadelhaken; der Decker wird mit der linken Hand so hoch gedrückt, dafs die Decknadeln sich seitwärts über das Oesenbett hinweg schieben lassen. Der Decker wird ein oder zwei Nadeln seitwärts gedrückt und legt man dann den Decker wieder ein und dreht die Stange G bezw. den Hebel F rechts herum.
Durch die schräge Stellung, in welche jetzt die Decknadeln zu den Stricknadeln kommen, gleiten die Maschen leicht in die Nadelhaken.
Um dem Decker C in seiner Bewegung von oben nach unten, oder umgekehrt, eine sichere Führung zu geben, sind auf der Stange G Nuthen eingedreht, in welchen sich die Nase der Feder H, Blatt I und II, bewegt; auf der Stelle jedoch, wo man die Stange mit dein Decker seitwärts bewegen will, sind die Nuthen weggefeilt, so dafs die Nase auf einer glatten Fläche gleitet.
Wenn im Decker C so viel. Decknade'n ein- J gesetzt sind, dafs mehr als ein Drittel , der j Maschen gedeckt werden, so kann es vorkommen, dafs das Schlofsdreieck O, Blatt II, beim Rückgange die gedeckten Maschen sprengt. Um dies zu verhüten, sind diese Dreiecke so eingerichtet, dafs die Büchse r, Blatt Π, welche auf dem Excenterstift /, Blatt Π, beweglich sitzt, ca. 2 mm Spielraum in dem Schlitze des Dreiecks O hat.
Die Feder s, Blatt Π, drückt das Dreieck O nach unten und wird beim Rückgang durch die eingespannten Maschen gehoben, weil der Druck, den diese Maschen ausüben, in gerader Richtung mit der Bewegungsrichtung des Dreiecks O wirkt.
Beim Bilden der Maschen wird der Druck gegen das Dreieck O in mehr als senkrechter Richtung ausgeübt, gegenüber der Bewegungsrichtung des Dreiecks O, und wird deshalb letzteres fest stehen bleiben.
Die ganze Manipulation der Deckerei ist so einfach, dafs sie bei einiger Uebung die der Stechmaschine an Schnelligkeit übertrifft.

Claims (4)

Patent-Ansprüche: Oben beschriebene und in der Zeichnung dargestellte Deckmaschine, insbesondere:
1. Die Einrichtung, die Nadelzunge vermittelst einer schiefen Ebene, die das Dreieck Z' darstellt auf Blatt II, zu öffnen bezw. zurückzuschlagen.
2. Die Einrichtung, vermittelst einer schiefen Ebene, die das Dreieck Z2, Blatt II, darstellt, die Nadeln in gleiche Höhe zu bringen.
3. Die Art und Weise, den Decker auf- und abzubewegen vermittelst zweier Excenter DD, weiche durch den Hebel F in Bewegung gesetzt werden.
4. Das durch den Druck der vom Verdecken angespannten Maschen beim Rückgange zurückweichende Schlofsdreieck; um das Zerreifsen dieser Maschen zu verhindern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT3880D Deckapparat für Strickmaschinen Active DE3880C (de)

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