DE386918C - Farbenkinoverfahren und Film hierzu - Google Patents

Farbenkinoverfahren und Film hierzu

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DE386918C DEB101335D DEB0101335D DE386918C DE 386918 C DE386918 C DE 386918C DE B101335 D DEB101335 D DE B101335D DE B0101335 D DEB0101335 D DE B0101335D DE 386918 C DE386918 C DE 386918C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B33/00Colour photography, other than mere exposure or projection of a colour film

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Projection-Type Copiers In General (AREA)

Description

886918
In der Farbenkinematographie ist es vorgeschlagen worden, zwei Farbenbilder auf getrennten Negativfilms durch Farbenfilter herzustellen, die den entsprechenden Films individuell zugeordnet sind. Beispielsweise soll eine Bildreihe auf einem Film durch ein Rotfilter und die andere auf dem anderen Film durch ein Griinfilter aufgenommen werden, worauf beide Reihen auf die gegenüberliegenden Seiten eines Positivfilms kopiert werden, der beiderseits empfindlich gemacht ist. Nach dem Entwickeln und Fixieren des Positivfilms werden dann die Bilder auf der einen Seite beispielsweise rot und auf der anderen Seite grün eingefärbt, so daß bei gleichzeitiger Projektion beider Bilder sich auf dem Schirm ein einheitliches Bild in natürlichen Farben ergibt. Dieses Verfahren mit zwei getrennten Films dürfte • niemals in der Praxis Erfolg gehabt haben, weil die Schwierigkeit, beide Filme beim Kopieren auf dem Positivfilm genau genug zur Deckung zu bringen, unüberwindlich schien. Der Dekkungsfehler wird bei der Projektion stark vergrößert und äußert sich durch grüne und rote Farbenränder der BiWer.
Die Erfindung soll eine genügend genaue Deckung der Bilder bequem erzielen lassen.
Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung werden ein Paar Lichtbilder des Aufnahmegegenstandes auf getrennte Brennpunktsebenenbezirke projiziert, zwei gelochte Negativfilme werden schrittweise durch diese Bezirke gefordert, und die Filme werden so angebracht, daß mindestens eine ausgewählte Lochung in jedem Film sich in einer genau bestimmten Lage zu dem entsprechenden Lichtbild befindet, die dauernd konstant gehalten wird, während die Filme belichtet werden. Alsdann haben die Negativbilder auf dem einen Film zu ihren Lochungen genau dieselbe konstante Lage wie die Bilder auf dem anderen Film zu deren Lochungen. Wird mithin dann auf den Positivfilm so kopiert, daß seine Lochungen mit denen der beiden Negativfilme in Deckung sind, so müssen die entstehenden Positivbilder in genauer Deckung sein und beim Projizieren ein ι einheitliches Bild auf dem Schirm ergeben. D ie Einstellung der Negativfilme in ihren entsprechenden Brennpunktsebenenbezirken wird i durch Registerstifte bewirkt, die in die ausgewählten Lochungen, beispielsweise je eine auf jeder Seite des Films, vor der Belichtung fassen, derart, daß, wenn ein Bildfeld des Films bei irgendeiner Schaltung nur in annähernd richtige Belichtungslage gebracht worden ist, die Stifte den Film in einer oder mehreren Richtungen in seiner Ebene verschieben, um das Bildfeld genau in die Belichtungslage zu bringen.
Gewöhnlich werden die zur Festlegung der Lage der Negativbilder benutzten Lochungen dann verwendet, um die Negativbilder beim Kopieren auf den Positivfilm in gegenseitige Deckung zu bringen. Vorzugsweise werden vom Erfinder Filme verwendet, die vor der Beiichtung mit der normalen Lochung versehen worden sind, da festgestellt wurde, daß die jetzt üblichen erstklassigen Lochmaschinen genaueste Resultate ergeben, doch könnten auch besondere Lochungen in jedem Negativfilm verwendet werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Abb. ι ist ein wagerechter Schnitt durch die Kamera bei vorgeschobenen Registerstiften,
Abb. 2 eine Seitenansicht der Abb. 1, zum Teil im Schnitt,
Abb. 2 a ein Querschnitt durch den Lichtspalter rechtwinklig zur Achse des Objektivs unter Veranschaulichung eines Verfahrens zum Kippen des Spalters zwecks Hebens oder Senkens eines der Bilder,
Abb. 3 ein Aufriß einer das Licht teils reflektierenden und teils durchlassenden Fläche des Lichtspalters, mittels deren ein Teil des vom Objektiv kommenden Lichtes auf einen der Negativfilme durchgelassen und der andere Teil des Lichtes auf den anderen Film reflektiert wird,
Abb. 4 eine Hinteransicht einer Registerplatte mit ihrem Paar von Regist er stift en.
Abb. 5 zeigt in vergrößertem Schnitt einen der Registerstifte vor dem Eintreten in die ausgewählte Lochung des Negativfilms.
Abb. 6 zeigt im selben Maßstab wie Abb. 5 in Vorderansicht das zugespitzte Ende eines Registerstiftes in seiner Registerplatte.
Abb. 7 bis 9 sind Rückansichten von Registerplatten mit verschiedenen Anordnungen von Registerstiften.
Abb. 10 ist eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Kamera, bei welcher die Registerstifte ortsfest sind und der Film zum Eingriff mit ihnen bewegt wird.
Abb. 11 eine Seitenansicht der Abb. 10 bei außer Eingriff mit den Registerstiften befindlichem Film,
Abb. 12 eine Hinteransicht der Registerplatte nach Abb. 10, wobei die Enden der Registerstifte punktiert sind,
Abb. 13 eine Hinteransicht einer Registerplatte mit zwei übereinander angeordneten ; Stiften,
Abb. 14 eine Rückansicht einer Registerplatte mit einem einzigen Stift.
Abb. 15 zeigt einen Negativfilm, bei dem ao gewisse von den üblichen Lochungen fehlen und Sonderlochungen zwischen den einzelnen Bildern angebracht sind.
Abb. 16 zeigt den gleichen Film, nachdem er zwecks Herstellung der vorher weggelassenen Lochungen nachgelocht worden ist.
Abb. 17 veranschaulicht den gleichen Film in der Kopiervorrichtung bei Verwendung der besonderen Registrierstifte.
Die Kamera nach Abb. 1 und 2 hat eine Grundplatte 1, auf der die Vorderwand 2 zwecks Einstellung in Führungen 3 durch Zahnstangentrieb 5, 6 verschiebbar ist.
Das Licht vom Objektiv 4 tritt in das Spaltprisma 7 bis 9, das aus zwei rechtwinkeligen, gleichschenkeligen Prismen besteht, die an ihrer Basis 8 zusammengekittet sind. Eine dieser Flächen ist stellenweise versilbert, beispielsweise gemäß Abb. 3 in Streifen 10, so daß die auf die versilberten Stellen auftreffenden Strahlen rechtwinklig reflektiert werden und durch das Filter 11, vorteilhaft ein Grünfilter, auf den sogenannten Grünfilm fallen, während die auf den unversilberten Teil der Fläche 8 treffenden Strahlen durchgelassen werden und durch das Filter 12, vorteilhaft ein Rotfilter, auf den sogenannten Rotfilm 13 (Abb. 2) fallen. Die Filme können beide panchromatisch sein, oder der eine von ihnen kann beispielsweise durch Pinaverdol für die grüne Strahlengruppe und der andere beispielsweise durch Pinacyanol für die rote Gruppe besonders empfindlich gemacht sein. Sind die Filme mit Sonderempfindlichkeit versehen, so kann vor dem Grünfilm 13" (Abb. 1) ein Gelbfilter, beispielsweise Normalfilter Kz oder K3, verwendet werden, das die Wirkung der bläuen und grünen Strahlen auf j den Film genügend schwächt.
Die Spaltprismen werden fest auf ihrer Grundplatte 14 (Abb. 2 und 2a) durch Schrau- ; ffo ben 15 in den oberen Federklammern 16 ge- j halten. Die Grundplatte ist auf einem senkrechten Zapfen 17 gelagert, dessen Achse in der das Licht reflektierenden und durchlassenden Ebene 8 liegt. Die Prismen können daher gedreht werden, um das reflektierte Bild seitlieh auf dem Film zu verstellen. Um diese Einstellung bequem und genau zu machen, ist die Grundplatte 14 an einer Seite mit einer Stellschraube 19 versehen, die zwischen den Anschlägen 20 der Kameragrundplatte 1 wirkt.
Die beiden Filme werden absatzweise durch ihre Bildfenster, beispielsweise durch einen Greifer oder ein Malteserkreuz, gefördert, wie es die Zeichnung in Verbindung mit Film 13 zeigt, der durch das Zahnrad 21 vorgeschoben wird. Die mit der Hand gedrehte Hauptwelle 22 ist durch Kegelräder 23 mit der den Vorschub für den anderen Film bewirkenden Welle 24 verbunden. Die auf den Wellen 22 und 24 angebrachten Nocken 25, 26 bewegen die Hebel 27, 28 zur richtigen Zeit. Die Registerstifte 29, 30 sind in Führungen 31,32 der Registerplatten 33, 34 rechtwinklig zu den Filmen verschiebbar und werden durch Schraubenfedern 35 > 36 auswärts gegen die Steuerarme 27, 28 gepreßt, welche dadurch fest gegen die Nocken gedrückt werden.
Die Nocken 25, 26 sind vorzugsweise so gesteuert, daß, sobald die Filme um ein Bildfeld verschoben worden sind, die Registerstifte in die entsprechenden Lochungen eingeschoben werden. Im allgemeinen ist es erwünscht, daß die Stifte in Lochungen treten, die so nahe als möglich an den Mitten der entsprechenden Bildfelder der Filme liegen. Die Stifte liegen daher vorzugsweise in der wagerechten Linie, die durch den Punkt geht, in dem der Achsialstrahl die Filme trifft. Die Vorschubvorrichtung ist hierbei so eingerichtet, daß, wenn die Filme zur Ruhe kommen, ein Paar Lochungen jedes Films den entsprechenden Registerstiften gegenübersteht. Die Vorschubvorrichtung soll auch die übliche Schleife in den Filmen oberhalb der Filmfenster aufrechterhalten, um zu gestatten, daß die Filme in den Fenstern durch die Registerstifte etwas abwärts oder seitwärts verschoben werden. Auch sollen die unteren Vorschubzahnräder so eingestellt sein, daß sie die Mitten der für den Eintritt der Registerstifte bestimmten Registerlochungen etwas oberhalb der Achsen der Stifte zu stehen bringen, so daß die Stifte den Film nicht rückwärts schieben, da er durch das Schaltrad gegen eine Rückwärtsbewegung gesperrt ist. Bei Greifer- 1x5 vorschub lassen die Greifer den Film am Ende ihres Abwärtshubes los, so daß er auch rückwärts verschiebbar ist.
Der Registerstift nach Abb. 5 und 6 hat einen Rundschaft, der in einer Führung 31 verschiebbar ist und mit einer Nase 38 in eine Führungsnut 37 greift. Mit dem vorderen ab-
gesetzten Ende kann der Stift in die Lochungen des Films greifen. Um das Eintreten des Stiftes in die Lochungen zu erleichtern, ist die Spitze abgeschrägt, und zwar vorzugsweise unten länger, um einen Schub abwärts auszuüben, wenn der Film nach dem Vorschub derart zui Ruhe kommt, daß die Mitte des Lochs oberhalb der Achse des Stiftes steht. Der Stift soll so vordringen, daß seine Abflachungen 39, 40 (Abb. 5 und 6) genau parallel mit den geraden Kanten der Filmlöcher sind, um eine Verzerrung oder Beschädigung der Lochkanten zu vermeiden, oder aber der Stift soll eine leichte Drehbeweglichkeit haben, um sich selbst auf das Loch einzustellen. Hierfür kann die Nase 38 in der Nut 37 etwas Luft haben. Wenn dann Stift und Loch sich vor dem Zusammentreffen nicht genau decken, so wird der Stift etwas gedreht, bis die Flächen von
ao Stift und Loch sich durchweg berühren. Der Stift selbst wird dann durch die genau passende öffnung 50 (Abb. 5) in seine bei der Belichtungsperiode eingenommene Stellung gedreht, wodurch der Film im Fenster in die Belichtungs-
»5 lage geschoben wird. Vorteilhaft sind die Registerstifte 0,02 bis 0,05 mm schwächer als die Lochungen.
Vor der Belichtung wird also jeder Film durch zwei ausgewählte Registerlöcher in die richtige Lage gebracht, und demgemäß ethalten die Bilder je eine bestimmte feste Lage zu den Registerlöchern. Bei der praktischen Ausführung werden die Stifte für einen der Filme sorgfältig eingestellt. Die so zwischen den Bildern auf diesem Film und den entsprechenden Registerlöchern hergestellte Beziehung wird als Grundlage genommen und die entsprechende Beziehung am anderen Film so eingestellt, daß Übereinstimmung da ist. Die Erfindung befaßt sich mit mehreren Wegen für diese Einstellung, beispielsweise mit einem sozusagen optischen Wege, demzufolge das Bild wagerecht oder senkrecht oder wagerecht und senkrecht verschoben wird sowie mit einem mechanischen !
Wege, bei welchem die Registerstifte für ! einen der Filme verschoben werden, oder auch '. mit einer Verbindung beider Wege.
Bei dem hier veranschaulichten optischen ; Einstellungsverfahren wird das reflektierte Bild ;
So in der einen oder anderen Richtung durch I Drehung des Lichtspalters um seine senkrechte Achse mittels der Schraube 19 verschoben. Um ! das reflektierte Bild zu heben oder zu senken j wird die eine oder andere Seite des Licht- | spalters durch Unterlegen einer oder mehrerer i Beilagen gehoben. Anderseits können auch I Schrauben 42 (Abb. 2 a) in der Grundplatte 14 ' beiderseits vorgesehen sein, um die eine oder andere Seite nach Wunsch zu heben oder zu senken. Bei dem mechanischen Verfahren wird ' vorzugsweise die senkrechte Einstellung der Registerstifte zwecks Hebens oder Senkens der Registerlöcher oder seitlichen Verschiebens derselben gegenüber dem Bilde in der Belichtungsebene durch Beilagen 43, 44 und Schrauben 45, 46 (Abb. 2, 4 und 5) bewirkt. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, eine Reihe negativer Bilder auf den Filmen herzustellen, die beiden Filme Schicht gegen Schicht übereinanderzulegen und sie mittels Stifte durch die Registerlöcher zur Deckung zu bringen. Indem man hierbei die Lage der Bilder auf dem einen Film zu den Registerlöchern als Grundlage nimmt, mißt man die etwaigen senkrechten und wagerechten Fehler am anderen Film mit einem Mikroskop nach Hundertsteln eines Millimeters und ersetzt dann die bisherigen Beilagen durch andere, deren Dicke zur Berichtigung der Fehler ausreicht.
Die Lochplatten 47 (Abb. 1,2,5), hinter denen die Filme entlanglaufen, sind an den Führungsplatten 33, 34 mittels Paßstiftes 48 und Schrauben 49 (Abb. 4) befestigt, so daß sie mit den Führungsplatten verschoben werden. Die Platten 47 sind an jeder Seite mit Stiftlöchern 40 (Abb. 5) für die Registerstifte versehen. Die Löcher sind vorzugsweise genau passend zu den Stiften.
Die Preßplatten 51 (Abb. i, 2, 5) halten die Filme dicht gegen die Rückseite der Lochplatten 451, während belichtet wird. Die Registerstifte ragen durch die verhältnismäßig weiten öffnungen 52. Beim Vorgehen der Stifte legen sich die Absätze an den Stiften gegen die Federn 53 und pressen durch ihren Druck auf diese die Platte 51 auf die Rückseite der Filme. An dem einen Ende, beispielsweise oben, können die Federn an den Preßplatten befestigt sein, während am anderen Ende nur eine lose Verbindung durch die Schrauben vorhanden ist (s. Abb. 2), um ein freies Nachgeben der Federn ohne Verklemmen der Stifte zu ermöglichen.
Die Wirkung der Kamera ist die folgende.
Bei der Lage der Teile nach Abb. 1 und 2 öffnet sich der vom Getriebe 56, 57 bewegte Verschluß 55 zwecks Belichtung und schließt sich dann wieder. Die auf die Hebel 27, 28 wirkenden Nocken 25, 26 gestatten nun den Federn 35, 36, die Registerstifte 29, 30 zurückzuziehen, wodurch der Film freigegeben wird. Hierauf ziehen die unteren Förderräder den Film um eine Bildlänge abwärts. Die Nocken lassen dann die Registerstifte wieder vortreten, welche die Lage der Filme berichtigen. Durch die Preßplatten 51 werden die Filme in der richtigen Lage festgehalten. So werden die Teile erneut in die Stellungen nach Abb. 1 und 2 gebracht. Wie schon erwähnt, werden die Registerstifte vorzugsweise in der wagerechten Mittellinie des Bildfeldes angeordnet, wie in Abb. 2 und 4 dargestellt. Die Stifte können ' aber auch mit anderen Lochpaaren zusammen-
B8691S
wirken, beispielsweise mit dem nächst darüber befindlichen wie in Abb. 7 oder dem nächst unteren wie in Abb. 8. Vorzugsweise werden auch entsprechende Lochpaare in beiden Filmen benutzt, moderne Lochmaschinen arbeiten aber so genau, daß, wie die Erfahrung gezeigt hat, der Fehler zwischen aufeinanderfolgenden Lochungen völlig verschwindend ist, so daß es angängig erscheint, verschiedene Lochungen in den beiden Filmen zu benutzen. Beispielsweise kann man die Registerstifte für den einen Film nach Abb. 7 und für den anderen nach Abb. 8 anordnen. Ferner könnte der eine Stift über der wagerechten Mittellinie und der andere darunter liegen, wie in Abb. 9, oder zwei Lochungen auf derselben Seite des Films können nebst zwei Stiften benutzt werden, deren einer über dem anderen liegt, wie bei 29 in Abb. 13 veranschaulicht. Man könnte schließlich auch nur einen
ao einzigen Stift benutzen, wie dies Abb. 14 zeigt, dann ist es aber zweckmäßig, eine senkrechte Führung 52 an einer Seite des Films oberhalb und unterhalb der Führungsplatten zu verwenden und den Film leicht dagegen zu drücken,
as um seitliches Spiel des Films zu vermeiden. Tatsächlich können bei genau gelochten Filmen beliebige Lochungen verwendet werden, diese sollen aber nahe am Bildfelde liegen, um die Wirkung des Schrumpfens zu vermeiden oder auf ein Mindestmaß zu bringen. Bei dem Verfahren nach Abb. 16 ist jede fünfte Lochung auf jeder Seite des Films weggelassen, es sind aber Lochungen 58 zwischen den Bildfeldern für die Registerstifte vorgesehen, deren einer oder mehrere vorhanden sind und entsprechend in der Kamera angeordnet sind. Diese Zwischenlöcher können die übliche Form und Größe haben oder wie dargestellt, rund sein. Bei Verwendung eines solchen Films in einer Kamera mit Schalträdern für den Filmvorschub fehlt jeder fünfte Zahn am Schaltrad. Nach dem Entwickeln, Fixieren und Trocknen wird der Film nachgelocht, um die bisher fehlenden Löcher nachträglich herzustellen, wie bei 58a in Abb. 16 dargestellt. Die Zwischenlochungen 58 dienen hierbei als Führungen für die Steuerstifte im Locher. Die neuen Lochungen 58^ werden vorzugsweise als Registerlochungen beim Kopieren benutzt.
Da der Film um etwa 1 Prozent der ursprünglichen Länge schrumpft, so werden vorteilhaft die Lochungen im unentwickelten Negativ in senkrechter Richtung in einem um 1 Prozent größeren Abstande gehalten als im unbelichteten Positiv, so daß beim Kopieren des letzteren, also nach dem Schrumpfen des Negativfilms, die Lochungen in den beiden Negativen und dem Positiv sich genau decken.
Wenn der Film für eine oder mehrere Farben mittels eines Farbbades nach dem Lochen besonders empfindlich gemacht worden ist und demzufolge geschrumpft ist, werden vorzugsweise in der Kamera Registerstifte nach Abb. 17 benutzt. Hier füllt der Stift 59 an der einen Seite des Films die Lochung in senkrechter und wagerechter Richtung völlig aus, während an der anderen Seite der Stift 591^ die Lochung wohl senkrecht, nicht aber wagerecht ausfüllt, um so irgendwelche leichte Biegung des Films in seiner Ebene zu verhüten.
Bei der Kamera gemäß Abb. 10 und 13 sind die Registerstifte 29^ nicht hin und her beweglich, sondern ortsfest, und die Filme werden auf die Stifte und von ihnen ab geschoben, indem der ganze Film auf eine entsprechende Länge oberhalb und unterhalb der Stifte von den Stiften hinweggeschwungen wird, bevor der Film für die nächste Belichtung abwärts verschoben wird. Zu diesem Zwecke laufen die durch die Vorschubräder schrittweise geförderten Filme 13,13s durch schwingende Filmfenster 60, die oben ein Gelenk haben. Der Nocken 61, der auf einer der Welle 22 in Abb. 1 und 2 entsprechenden Welle 62 sitzt, bewegt einen Rahmen 63 hin und her, der mit dem unteren Teil des Fensters durch Lenker 64 verbunden ist. Entsprechendes gilt auch für das zweite Filmfenster. Bei der Lage der Teile nach Abb. 10 wird belichtet. Die Nocken bewegen dann die Rahmen, welche die Fenster vorwärtsschwingen go und dadurch die Filme von den Registerstiften abstreifen. Die Vorschubräder ziehen jetzt die Filme um ein Bildfeld abwärts, worauf die Nocken die Filmfenster zurückbewegen und die nächsten Registerlöcher der Filme in Eingriff mit den Stiften bringen, worauf sich das Spiel wiederholt. Die Filme sind also während des Belichtens stets genau in richtiger Stellung.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von Teilnegativen für farbige Kinematographie, bei dem jedes Negativ durch ein besonderes Bildfenster schrittweise hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Negative durch ein absatzweise wirkendes Glied zunächst angenähert in die Belichtungslage gebracht und alsdann durch ein zweites Glied genau in die Belichtungslage übergeführt werden. no
2. Film zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer den Schaltlöchern zum absatzweisen Schalten noch besondere Löcher zum Überführen in die genaue Belichtungslage vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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