DE38571C - Tiegeldruckpresse - Google Patents
TiegeldruckpresseInfo
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- DE38571C DE38571C DENDAT38571D DE38571DA DE38571C DE 38571 C DE38571 C DE 38571C DE NDAT38571 D DENDAT38571 D DE NDAT38571D DE 38571D A DE38571D A DE 38571DA DE 38571 C DE38571 C DE 38571C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F1/00—Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
- B41F1/26—Details
- B41F1/28—Sheet-conveying, -aligning or -clamping devices
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IB: Druckerei.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom l. December 1885 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Tiegelpresse mit selbsttätigem Aufleger und Ausleger.
Fig. ι stellt eine Seitenansicht der Presse dar,
und zwar in derjenigen Stellung, bei welcher das zu bedruckende Papierblatt in die Maschine
eingeführt wird, Fig. 2 zeigt die Maschine in derselben Stellung von der anderen Seite;
Fig. 2 a und 2 b zeigen in gröfserem Mafsstabe
den Mechanismus zum Erfassen und Einführen des Papiers in seinen beiden Endstellungen;
Fig. 2 c stellt schematisch den Lauf der zur Führung des Papiers dienenden Bänder und
und Federn dar. Fig. 3 ist eine Aufsicht auf den Prefskopf; Fig. 4 zeigt die auf der Hauptwelle
montirten Theile. Fig. 5, 5 a und 5 b stellen den Auflegertisch dar; Fig. 6 zeigt die
Befestigung des Tiegels auf dem Pendelrahmen und eine Vorrichtung zur Regulirung des
Druckes; Fig. 7 veranschaulicht die Anordnung des Fundaments am Gestell der Presse;
Fig. 8 zeigt die Stellvorrichtung für das Fundament.
■ Die dargestellte Maschine ist für Fufsbetrieb eingerichtet. Die mit beweglichen Trittbrettern a
versehenen Tritthebel b sind winkelförmig gestaltet und mit dem hin- und herschwingenden
Tiegelrahmen d auf derselben Welle c gelagert. Die Pleuelstangen e e' greifen am Schwungrad/
bezw. der Scheibe h an, welche beide auf der Welle g befestigt sind.
Letztere trägt aufserdem ein Zahnrad i, welches in ein gröfseres Zahnrad k eingreift, das
auf der Welle / sitzt. Auf der Scheibe des Zahnrades k ist ein Zapfen m angebracht, an
den die Stange η angreift, deren anderes Ende mit dem pendelnden Rahmen d bezw. der in
demselben gelagerten Stange ρ verbunden ist. Das andere Ende der Welle I trägt eine mit
gleich excentrisch gestellten Zapfen in1 versehene
Scheibe r; die vom Zapfen in' ausgehende Kurbelstange n' greift am anderen
Ende der über die Breite des Rahmens d reichenden Welle ρ an. Auf dem Zapfen m
sitzt noch eine Schnurscheibe q, von welcher aus der zum Ablegen bestimmte Mechanismus
getrieben wird.
. Die Welle ρ ist mittelst excentrischer Zapfen im Rahmen d gelagert, so dafs durch Drehen
dieser Zapfen bezw. der Welle ρ die gegenseitige Lage zwischen Tiegelrahmen und Fundament
geändert und hierdurch der Druck des Tiegels auf das Fundament regulirt werden kann.
Die Einrichtung läfst sich leicht dahin vervollständigen,
dafs der Druck auch während des Ganges regulirt werden kann. Es ist
hierzu nur die Anbringung einer Kurbel an der Welle ρ in solcher Weise erforderlich, dafs
dieselbe sich bequem handhaben läfst. Die Einrichtung kann aber auch so getroffen sein,
dafs sich der Druck auch ■ mittelst der Befestigungsmittel des Tiegels justiren läfst. Wie
Fig. 6 zeigt, wird derselbe an den vier Ecken von vier Schrauben gehalten und ist in der
Mitte mit Oesen für die Stangen t und u versehen, welche das Querstück ν tragen, durch
welches die in der Leiste χ befestigte Stellschraube^ hindurchtritt. Auf der Welle I sitzt
ein Daumen ^, Fig. 4, durch welchen die zum
Betriebe der rotirenden Farbescheibe B dienende Schaltklinke bewegt wird. Wie aus Fig. 4 er-
sichtlich, ist zu diesem Zwecke ein um E drehbarer Hebel D mit Stift C angeordnet, und wird
dieser Hebel durch eine Feder F beständig gegen den Daumen ^ der Welle / gedrückt.
An dem Ende dieses Hebels ist die in die Zähne der Farbscheibe einfallende Schaltklinke
drehbar befestigt. Weiter sitzt auf der Welle / ein Excenter G, Fig. ι und 4, durch welches
die Klinke H in schwingende Bewegung versetzt wird, die das auf der Welle der Farbwalze
/ sitzende Schaltrad J betreibt.
Der Farbapparat besteht aus der Walze / mit Lineal K, deren gegenseitiger Abstand durch
die Schraube L regulirt werden kann, Fig. 1. Der ganze Farbapparat wird von einem Rahmen
Q. getragen, der mit zwei Schienen M und N versehen ist, deren untere Enden die
Stellschrauben P tragen, welche die Schwingung der Farbscheibe B begrenzen, wenn die Uebertrag-
und Auftragwalzen dieselbe passiren. Die Welle. trägt ferner zwei zweischenklige Hebel
RR', Fig. 2 und 4, welche an dem einen Ende mit Gegengewichten 5 S' versehen und
durch eine Stange T mit einander verbunden sind. Von den beiden anderen Enden werden
die Uebertrag- und Auftragwalzen mittelst um Zapfen f drehbarer Rahmen beweglich geträgen.
Diese Zapfen f sind so lang, dafs die Walzen bequem ausgewechselt werden können.
Die Hebel RR' erhalten ihre Bewegung mittelst
der Stange y, Fig. 2, deren wirksame Länge mittelst der auf einem Stift des Hebels R'
einstellbaren Hülse %', Fig. 2, justirt werden
kann, wodurch gleichzeitig auch die Bewegung der Walzen regulirt wird. Diese Stange y ist
bei a' mit dem Rahmen d verbunden. Die Aüftragwalzen U U' sind mit Laufrollen versehen,
welche auf dem Rand C des Fundaments b' rollen und den gleichen Durchmesser
wie die Walzen besitzen, so dafs letztere den im Fundamentrahmen b' befestigten Satz gleichmäfsig
berühren. Die Uebertragwalze V besitzt dagegen Laufrollen, deren Durchmesser gröfser
ist als derjenige der Walze selbst, so dafs letztere also den Satz nicht berührt. Damit
die Walze V beim Passiren des Ueberganges von V nach B nicht in eine springende Bewegung
kommt, sind zwischen die die Walzen trägenden Bügel und die eine Verlängerung
der Hebel R R' bildenden Befestigungsstangen d' Federn c" eingeschaltet. In ähnlicher
Weise wird die Lage der Walzen U U' durch Blattfedern gesichert.
Der Zapfen m',- an welchen die Triebstange n'
angreift, Fig. 4, ist mit einer Gegenkurbel g'
versehen, welche wiederum einen in der Verlängerung der Welle / liegenden Zapfen h' trägt,
auf welchem ein Doppelexcenter i' sitzt, das aus zwei Platten besteht, welche mit Schlitzen
versehen sind, derart, dafs die Platten gegen einander verschoben werden können und der
Grad der Excentricität sich beliebig verändern läfst. Mittelst dieses Doppelexcenters wird die
mit einer Gleitrolle k' versehene Stange 1'7
Fig. 2 und 4, in eine geringe hin- und hergehende Bewegung versetzt, welche, da die
Stange /' durch das Scharnier p' mit dem Zahnsegment 0' verbunden ist, auch auf letzteres
übertragen wird. Das Excenter i' ist derart eingestellt, dafs die Bewegung der Auflegeapparate
von dem Augenblick an, wo das Blatt mit dem Satz in Berührung kommt, bis zu dem Zeitpunkt, wo das einseitig bedruckte
Blatt abgelegt wird, ' unterbrochen ist. Die Laufrolle k' gleitet in dem betreffenden Zeitabschnitt
über einen zur Achse concentrischen Theil des Excenters hinweg, so dafs auf diese
Weise der Druck sehr sauber ausfällt und Erschütterungen vermieden werden.
Von den beiden Scheiben des Excenters i' ist nur die eine verschiebbar und wird der
beständige Contact zwischen dem Excenter V und der Rolle k' durch eine Spiralfeder y",
Fig. 2, gesichert, welche die Zahnstange 0', mit der das Röllchen k' durch die Stange V in
Verbindung steht, nach rückwärts zu drücken strebt. Die Wirkung der Feder y" wird durch
den Einflufs des Hebels \" und der Stange $'"
noch unterstützt, welche letztere bei a'" mit der Zahnstange o' befestigt und an ihrem anderen
Ende mit dem bei c'" am Gestell befestigten Hebel %" durch ein Scharnier verbunden ist.
Das zu bedruckende Blatt wird im erforderlichen Augenblicke von den bandförmigen
Federn q' und der Walze r' erfafst, Fig. 2a, welche letztere auf der Welle s' montirt ist,
die von einem auf der Welle v' lose drehbaren Arm f getragen wird. Die mit geeignetem
elastischen Material bezogene Walze r' erhält ihre Bewegung von der auf der Welle v' montirten
Trommel .A', welche durch Trieb C von dem Zahnsegment ο' in Drehung versetzt
wird.
An dem Tiegelrahmen d ist eine mit kreisförmig
gekrümmtem Schlitz versehene Stange B, Fig. ι und 2, befestigt, deren Welle D' die
Trommel F' und die Riemscheibe E' trägt und von der oberen Trommel A' aus mittelst
eines über E' laufenden Treibriemens E" in Drehung versetzt wird. Letzterer dient aufserdem
dazu, das Tuch F", Fig. 3, zu spannen, dessen eines Ende, wie Fig. 2 c zeigt, von der
Trommel A' über die Walze r' und dann wieder über A' hinweg nach der Trommel F'
geführt ist. Die beiden Enden des Tuches F" sind in Längsrillen der Cylinder A' und F'
befestigt. Das Tuch selbst schmiegt sich dicht an den Tiegel an. Zwei bandartige. Federn q'
gehen ebenfalls über die Trommeln A' und F', und sind dieselben an ihrem unteren Ende in
einer Rille des unteren Cylinders F' so be-
festigt, dafs ihr Abstand regulirt werden kann. . Diese Federn wickeln sich während des Ganges
der Maschine auf Hülsen q° auf und ab, die auf der Welle G', Fig. 2 a und 2 b, verschiebbar,
aber nicht drehbar angeordnet sind, und werden hierbei durch auf der Stange I' angebrachte
Führungsbügel H', Fig. 3, vor Verwickelungen bewahrt. Die Führungsbügel ff'
dienen gleichzeitig zur Sicherung und Justirung des Hülsenabstandes und sind zu diesem
Zwecke auf der Stange Γ verstellbar, Fig. 3. Die Welle G' ist in den von Rahmen d ausgehenden
gabelförmigen Aufsätzen G" gelagert. Zur Lagerung der Stange I' sind von den
Gabelenden, welche die Welle G' tragen, noch besondere, schräg nach oben gerichtete
Stege angebracht.
Die Drehung der Welle G' erfolgt mittelst eines Riemens r", welcher mit dem einen Ende
an der Riemscheibe E' befestigt ist und sich in entgegengesetzter Richtung wie die Federn q'
auf einer besonderen, auf der Welle G' festsitzenden Hülse q*, Fig. 2a, 2b und 3, aufrollt,
derart, dafs sich die Federn q' aufwickeln, wenn der Riemen r" sich abwickelt, und umgekehrt.
Auf der in den anderen Schenkeln der Gabelaufsätze G" gelagerten Welle K' sitzen
zwei Hülsen L', in welche die Blattfedern M' M' und die mit Federn O' versehenen Lineale IV'
eingesetzt sind. Diese Lineale liegen auf den Bandfedern q' auf und können entsprechend
dem Abstand der letzteren von einander eingestellt werden.
Die Wellen Γ G' K' und v' sind sämmtlich
in den am pendelnden Rahmen d befestigten Gabelaufsätzen G" gelagert. Das zwischen der
Walze r' bezw. dem Tuch F" und den Federn q' erfafste Blatt Papier Px, Fig. 2 c, wird
von dem Tuch F" mitgenommen, der auf dem Fundament befestigten Schriftform gegenüber
gebracht und in richtiger Stellung angehalten, zu welchem Zwecke das Excenter V. entsprechend
eingestellt wird, so dafs das Zahnsegment in geeignetem Mafse auf den Trieb C einwirkt,
Fig. 2 a und 2 b, und die Trommeln A' und F'
die erforderliche Hin- und Herdrehung vollführen. Die Federn M' dienen zur sicheren
Führung der bedruckten Bögen. Die Lineale N' halten die Blätter zwischen dem Band F" und
den Federn q' fest, und zwar infolge des Druckes, welchen die an G' seitlich befestigten
Federn d" auf die Welle K' ausüben. Die auf den Linealen N' angebrachten Federn O'
dienen zum Festhalten des Blattes während des Druckes. Wenn der Tiegelrahmen nach
Beendigung des Druckes wieder zurückschwingt, drehen sich die Cylinder A' und F' in entgegengesetzter
Richtung, und infolge dessen gehen auch das Tuch F" und die Federn q'
wieder rückwärts, so dafs das bedruckte Blatt wieder zurück nach dem Cylinder A' und der
Walze r' befördert wird, welche alsdann durch
einen später zu beschreibenden Mechanismus gesenkt wird; gleichzeitig senken sich auch die
Federn M' herab, so dafs das Blatt auf das
endlose Band b", Fig. 1, gelangt, welches das
bedruckte Blatt auf den Ablegetisch befördert. Das Band b" kann seine Bewegung in beliebiger
Weise erhalten, am besten aber von der auf dem Kurbelzapfen m befestigten Scheibe^
mittelst zweier Schnüre, wie dies aus Fig. 1 ohne Weiteres ersichtlich ist. Das Erfassen des
zu bedruckenden Papiers zwischen der Walze r' bezw. dem Band F" und den Federn q' geschieht
in folgender Weise:
Das Zahnrad c', Fig. 2 a, welches durch das hin- und herpendelnde Zahnsegment ο' in
Rotation gesetzt wird, überträgt seine Bewegung auf ein gröfseres Zahnrad e", das lose
drehbar auf der hohlen Welle 0" sitzt, welche in Stegen gelagert ist, die an den die Welle K'
tragenden Schenkeln der Gabelaufsätze G" befestigt sind. Mit der Nabe des Rades e" ist
ein Arm g" und ein Hebel/" fest verbunden; die Stellung des letzteren wird gemäfs derjenigen
des doppelten Excenters V regulirt. Durch die hohle Welle 0" geht eine Welle'
hindurch, auf welcher der Arm h" befestigt ist, dessen Ende mittelst eines Röllchens auf einer
an der Welle K' drehbar angebrachten sichelartigen Sperrklinke i" gleitet, welche in der
Mitte mit einem Sperrzahn I" versehen ist und durch eine Feder ρ" beständig gegen das Röllchen
bezw. dessen Zapfen geprefst wird. Der Arm l\ welcher die Wälze r' trägt, ist mittelst
der bügelartig gebogenen Stange q" mit der Kurbel s" verbunden, welche an der durch
die hohle Achse 0" hindurchgehenden, den Arm h" mit dem Röllchen tragenden Welle
befestigt ist. '
Der die Rolle r' tragende Arm V, welcher
auf der Welle v' lose drehbar gelagert ist, ist über diese hinaus verlängert, und .dieser zweite
Schenkel a" ist mit der Stange a'" verbunden, welche durch die Feder x' herabgezogen wird.
Die Function dieses Mechanismus ist nun folgende:
Während der Tiegelrahmen nach dem Druck nach aufsen schwingt, befinden sich die Theile
des Papierzuführmechanismus in der in Fig. 2 b gezeichneten Lage, d. h. die Walze r' ist nach
unten herabgesenkt und wird in dieser Lage durch den gegen den Sperrzahn Z" anliegenden Arm h"
erhalten, derart, dafs die Spiralfeder x' gespannt ist. Sobald nun der Rahmen d seine
äufserste Lage rechts eingenommen hat, beginnt das Zahnsegment ο', welches bei der
vorhergegangenen Auswärtsschwingung des Rahmens d gleichfalls ganz nach rechts geschwungen
war, bei stillstehendem Rahmen d nach links im Sinne des Pfeiles, Fig. 2b, zu schwingen.
Infolge dessen dreht sich das Zahnrad e" durch
Vermittelung des Rades c' auch nach links im Sinne des Pfeiles, Fig. 2b, bis der Arm/"
des Rades e" auf die Fläche V" der sichelartigen Sperrklinke i" aufschlägt, letztere herabdrückt
und hierdurch den Arm h" freigiebt, so dafs nun die gespannte Feder x', welche im Verein
mit der Spannstange a"', den doppelarmigen Hebeln a"t', dem Bügel q", der Kurbel s"
und der durch die Hohlwelle 0" hindurchgehenden Achse mit dem Arm h" einen geschlossenen
Mechanismus bildet, in Wirkung treten kann. Es wird also nunmehr der Hebelschenkel t' mit der Walze r' angehoben,
während das Röllchen auf dem vorderen Bogen der Sperrklinke i" abrollt. Die Welle r' wird
bis an die auf G' aufgewickelten Federbandtheile q' angeprefst und hierdurch der über den
Auflegetisch A", Fig. 2, etwa 2 cm überstehende Rand des zu bedruckenden Papierblatteserfafst.
Die Drehpunkte s" o" und v", Fig. 2a, liegen hier aber in einer geraden
Linie, so dafs ein Zurückspringen der Welle r' verhindert wird. Bei dem nun erfolgenden
Vorschwingen des Tiegelrahmens d steht das Zahnsegment 0' zunächst nahezu still, so dafs
das Rädchen c' darauf abläuft, wodurch c' und e", sowie die Trommel A' im Sinne der
Pfeile, Fig. 2 a, in Drehung versetzt werden, so dafs das Tuch F" von A' ab- und auf F' aufgewickelt
wird. Den Federbändern q' wird natürlich die gleiche Bewegung ertheilt und
somit das zwischen den letzteren und dem Tuch eingeklemmte Papierblatt nach vorn und
abwärts auf den Tiegel befördert.
Bei der Drehung des Zahnrades e" stöfst die an demselben angebrachte Leiste g", Fig. 2 a,
bald gegen den Drehzapfen des an h" sitzenden Röllchens, nimmt dann den Arm h" nach
links mit und bringt so alle damit zusammenhängenden Theile wieder in ihre Anfangslage,
Fig. 2b, d. h. der Hebelschenkel t' mit der Rolle r' wird gesenkt, der Schenkel α" gehoben
und somit die Feder x' gespannt. Das an h" sitzende Röllchen läuft auf dem vorderen
Bogen der Klinke i" zurück, fällt schliefslich hinter den Zahn /" ein und arretirt hierdurch
die gespannte Feder x'. Die durch das Excenter V veranlafste Hin- und Herbewegung
des Zahnsegmentes o' ist nur eine geringe und so bemessen, dafs sowohl beim Drucken wie
unmittelbar vor dem Erfassen eines neuen Bogens, d. h. also zu den Zeitpunkten, wo ein
Wechsel in der Bewegung des Papiertransportbandes eintreten soll, ein geeigneter Stillstand
des Rädchens c' stattfindet. Beim Rückschwingen des Tiegelrahmens d läuft c' und damit auch
die Trommeln A' und F' nach entgegengesetzter Richtung. Der bedruckte Bogen wird
also wieder zunächst nach oben über A', dann nach rückwärts über r' hin fortbefördert und
gelangt von letzterer Rolle, welche sich so lange in gesenktem Zustande befindet, auf das
Transportband b" der Ablegevorrichtung. Unmittelbar darauf wird durch das inzwischen
wieder in Rotation gekommene Rad e" mittelst des Schlagarmes /" die Klinke i ausgeschaltet
und durch Hochschnellen des Schenkels t' mit r' der neue Bogen erfafst. Der Auflegeapparat,
Fig. 5, 5 a und 5 b, ist auf einem festen Tisch angebracht, der vor dem schwingenden Tiegelrahmen am Maschinengestell befestigt
ist, Fig. ι. Dieser Tisch ist mit Randleisten U" und einer beweglichen Platte A"
versehen, welche zufolge der schräg angeordneten Führungsleisten V" auch nur in schräger
Richtung verschoben werden kann, wie dies der Pfeil, Fig. 5, angiebt. Diese Verschiebung
erfolgt durch den Hebel X", welcher durch die Stange Y" mit der Platte verbunden ist.
Der Hebel X"' ist an dem einen Ende federnd an dem festen Tisch befestigt, während der
gekröpfte Theil des Hebels durch eine am schwingenden Tiegelrahmen d sitzende Rolle C
beeinfmfst wird. Das Lineal JS", welches zum Einstellen des Papiers in der Querrichtung
dient, ist an den beiden Leisten F" verstellbar, welche bei t" an den Randleisten U" befestigt
sind. Durch die Hülse M'" ist ein Lineal L" hindurchgesteckt, dessen Enden an die Seitenflächen
der Randleisten anstofsen, so dafs eine seitliche Verschiebung von L" nicht möglich
ist. Auf diesem Lineal L" ist ein anderes mit Stellhülse versehenes Lineal J?" verschiebbar,
welches einen Führungsstift T" trägt, der zum Einstellen des Papiers in der Längsrichtung
dient.
Es ist ersichtlich, dafs ein auf die Platte A" gelegtes Papierblatt bei der schrägen Verschiebung
der Platte gegen die Theile J3" und T" stofsen wird, welche das Blatt also in der gewünschten
Lage einstellen. Um geeignet eingestellt und beim Abnehmen leicht erfafst werden
zu können, mufs das Blatt etwa 2 mm über den Rand der beweglichen Platte A" überstehen.
Der Tisch Q., welcher die Färbvorrichtung trägt, ist mit dem Fundament C verbunden.
Die Farbvorrichtung ist mitsammt dem Fundament um die Achse a, Fig. 7,
drehbar, welche in dem Gestell gelagert ist. Die Bohrungen der an den Armen Q. befestigten
Lager sind derart bemessen, dafs die ganze Vorrichtung etwas in horizontaler Richtung
verschoben und hierdurch die Pressung auf den Schriftsatz beim Drucken regulirt werden
kann. Wenn Fundament und Farbtisch nach hinten* umgelegt sind, können dieselben in
dieser Lage durch eine Druckschraube, welche auf die Welle wirkt, oder durch ein bei χ
angehängtes Gewicht oder in sonst geeigneter Weise in dieser Lage festgehalten werden.
Die vorliegende Presse besitzt also ein regülirbares
Fundament, und bezweckt dies vor allem
eine leichte Corrector des bereits in die Presse eingesetzten Schriftsatzes. Das Einstellen des
Fundaments erfolgt mittelst des zweischenkligen Umlegehakens z, Fig. 8, dessen Drehzapfen
an der Querleiste η befestigt ist. Zum Hochklappen des Fundaments können übrigens
auch noch andere Einrichtungen getroffen werden.
Claims (2)
1. einen Mechanismus zur regulirbaren Bewegung der Färbwalzen U U' V, bestehend
aus der von dem oscillirenden Gestell der Form hin- und herbewegten Stange y,
deren Länge mittelst der doppelten Hülse % verändert werden kann, welche auf einem
centralen Arm eines der doppelschenkligen, die Färbwalzen tragenden Hebel R R'
montirt ist, derart, dafs durch Veränderung der Hebelverhältnisse zwischen der Stangej/-
und dem centralen Arm der Ausschlag der Hebel JRi?' und somit auch der Gang der
Färbwalzen verändert werden kann;
2. eine An- und Ablegevorrichtung, bestehend
aus dem auf den Trommeln A' und F' sich abwechselnd auf- und abwickelnden,
über die Rolle r' geführten Tuch oder Band und den darüber liegenden, auf der
Welle G' bezw. der Trommel F1 sich mit
auf- und abwickelnden Federbändern q' in Verbindung mit dem Zahnsegment ο', welches
die Trommeln in Rotation versetzt und von der mit Führungsrädchen k' versehenen
Stange /'eine pendelnde Bewegung erhält, deren Ausschlag durch gegenseitiges Verstellen der beiden das Excenter V bildenden
Scheiben nach Belieben geändert werden kann, zu dem Zwecke, um die Lage des eingeführten Papierbogens auf dem
Tiegel nach Bedarf regeln zu können;
3. einen Mechanismus zur Bewegung der aus den bandförmigen Federn q' und der Walze r' bestehenden Greifervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs die Walze r' von dem Cylinder A' aus eine rotirende und durch einen Hebelmechanismus, welcher von dem durch das Zahnsegment 0' und Trieb c' in Drehung versetzten Zahnrade e" bewegt wird, eine auf- und abgehende Bewegung erhält.
3. einen Mechanismus zur Bewegung der aus den bandförmigen Federn q' und der Walze r' bestehenden Greifervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs die Walze r' von dem Cylinder A' aus eine rotirende und durch einen Hebelmechanismus, welcher von dem durch das Zahnsegment 0' und Trieb c' in Drehung versetzten Zahnrade e" bewegt wird, eine auf- und abgehende Bewegung erhält.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38571C true DE38571C (de) |
Family
ID=314265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38571D Expired - Lifetime DE38571C (de) | Tiegeldruckpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38571C (de) |
-
0
- DE DENDAT38571D patent/DE38571C/de not_active Expired - Lifetime
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