DE385691C - Musikspielwerk - Google Patents

Musikspielwerk

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DE385691C
DE385691C DEC30849D DEC0030849D DE385691C DE 385691 C DE385691 C DE 385691C DE C30849 D DEC30849 D DE C30849D DE C0030849 D DEC0030849 D DE C0030849D DE 385691 C DE385691 C DE 385691C
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bellows
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • 1Vlusikspielwerk. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln des allgemeinen Ausdruckes für selbstspielende Tasteninstrumente. Gegenüber ähnlichen Anordnungen bekannter Art wird hier diese Regelung -durch- ein einziges Sperrorgan bewirkt, dessen Lage durch mehrere von dem Notenblatt ausgehende Leitungen unter bekannter Zwischenschaltung eines Relais geregelt werden kann, während gleichzeitig -dem Spieler durch einen von Hand zu bedienenden Druckknopf die Möglichkeit gegeben ist, unabhängig vom Notenblatt den Ausdruck seinem persönlichen Empfinden gemäß zu regeln. Entgegen den älteren Anordnungen ist hier das Sperrorgan zwecks Vereinfachung derart gelegt, daß es durch eine Nebenleitung, welche im Abschlußventil mündet, stets mit der Spiellade und dein Gebläse in Verbindung steht. "Zwecks Verhütung der vollständigen Aufhebung des Vakuums in der Spiellade ist jedoch ein Nebensperrorgan vorgesehen, durch welches die Expressionslade vollständig von der Spiellade abgeschaltet wird.
  • In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen der netten Ausdrucksvorrichtung wiedergegeben und zeigt Abb. i einen Längsschnitt durch die Regelungsvorrichtung, die deren Betätigung sowohl vom' Notenblatt wie von Hand aus erkeimen läßt, während die übrigen Teile in Ansicht wiedergegeben sind; Abb. 2 und 3 zeigen Schnitte nach Linie 2-2 bziv. 3-3 von Abb. i durch das zwischen der Regelungsvorrichtung und (lern Notenblatt eingeschaltete Relais, während Abb. .4 die zweite Ausführungsform im Längsschnitt wiedergibt.
  • Die Spiellade io mit den Tastenbälgen «- eist die bekannte Anordnung auf und ist dalier nicht weiter dargestellt und beschrieben. Sie ist durch eine Leitung 12 mit dem Windleasten i i der Expressionslade 16 verbunden. Der Windkasten i i schließt sich unmittelbar üri die Spiellade io und das Vakuumgebläse an und hat eine Lufteinlaßöffnung 13, durch welche Luft von atmosphärischer Spannung !, in den Windkasten i i eintreten kann, so daß (las Vakuum darin und in der Spiellade io jederzeit entweder durch das Notenblatt 53 oder von Hand durch den Druckknopf 32 verändert werden kann.
  • Um diese Veränderung zu bewirken, ist die Einlaßöfnung 13 durch einen mit Ventil 18 versebenen Sperrbalg 14 geschlossen. Das Innere dieses Sperrbalges 14 steht jedoch durch eine im Verhältnis zur Öffnung 13 ', sehr eng bemessene Öffnung i9 über und in (lein Ventil 18 dauernd mit dem Windkasten i i in Verbindung, so daß auch das Innere des Sperrbalges 14 eine teilweise Luftverdünnung entsprechend der in der Spiellade io aufweist. Da der Rahmen, in welchem der Sperrbalg 14 liegt, dauernd unter atmosphärischem Druck steht, so nimmt er, der jeweiligen Verdünnung in seinem Innern entsprechend, eine verschiedene Lage zur Öffnung 13 ein. Durch Beeinflussung der Luftverdünnung im Innern des. Sperrbalges 14, beispielsweise durch Zuführung von Luft von atmosphärischer Spannung, kann daher seine und . somit auch die Stellung des Ventils 18 zur iSf£nung 13 verändert werden, so daß die Menge der in die Öffnung eintretenden Luft von atmosphärischem Druck geregelt und das Vakuum im Windkasten i i beeinflußt wird. Hierdurch wird aber auch die in der Verbinclungsleitung 12 und in der Spiellade io selbst l;efindliche Luft auf denselben Grad der Verdünnung gebracht, so daß die Tastenbälge, welche unter diesem Druck arbeiten, die Tasten ebenfalls der vermehrten oder verminderten Druckdifferenz entsprechend zwischen Spiellade und Außenluft anschlagen.
  • Um nun in das Innere des Sperrbalges i4 mehr oder weniger Luft von atmosphärischer Spannung durch das Notenblatt 53 einführen zu können, sind mehrere (beispielsweise drei) in den Notenstock 57 mündende Leitungen 35 vorgesehen, welche jedoch nicht mit dem Sperrbalg 14 unmittelbar, sondern mittels eines Relais in bekannter Weise verbunden sind.
  • Dieses Relais 40 (.AM. 2) besteht wie alle derartigen Relais aus dem Kanal 41, in welchem ein Doppelventil .I3, 48 durch eine über eine Versenkung 44 ausgespannte -Membran 50 getragen wird. In die Versenkung 4..1. mündet in bekannter Weise eine der vom Gleitblock 57 ausgehenden Leitungen 35, so (Maß, wenn die entsprechenden Öffnungen 3.I1, 342, 343 eine der Leitungen 35 freigeben, Luft von atmosphärischem Druck unter die Membran 5o tritt, wodurch das Ventil 43 gehoben wird und das Ventil 48, durch die Ventilspindel 51 des erstgenannten Ventils veranlaßt, sich gleichfalls öffnet. Durch die Öffnung des Ventils 48 tritt Luft in die Versenkung 47 des Relais 40 und von dort durch die Leitungen 49 in die Kammern 371, 372, 373 über, von wo sie durch eine der Leitungen 38 in das Innere des Sperrbalges 14 gelangt. Die Leitungen 38 sind hier in bekannter Weise durch Stellschrauben 391, 392, 393 in der Weite verstellbar, so daß die in das Balginnere 14 eingeführte Luftmenge regelbar ist. Der Luftkanal 41 des Relais 4o steht mit der Verbindungsleitung 12 zwischen Windkasten i i und Spiellade i o durch ein Rohr 42 dauernd in Verbindung, so daß im Relais 4o dieselbe Luftverdünnung wie in der Spiellade io herrscht.
  • Außer den genannten drei Doppelventilen .I3, 48 enthält das Relais 4o noch ein weiteres Doppelventil 63, 64 (Abb.3), welches durch die Leitung 58 und eine entsprechende Bohrung im Gleitblock 57 gesteuert wird. Beim Offnen des Ventils 64 tritt Luft von atmosphärischer Spannung in die Leitung 6o ein, wobei das Ventil 63 die Leitung 62, 6o gegen den Saugkanal 41 abschließt, so daß in letzteren keine Luft eintreten kann. Die Leitung 66 mündet ihrerseits in die Luftkammer 53 oberhalb der Membran 54, welche über der Einmündung des Verbindungsrohres 12 in den Windkasten i i liegt. Durch die eindringende atmosphärische Luft wird dabei die Membran 54 niedergedrückt, so daß sie die Verbindungsleitungi2mehr oder weniger oder auch vollkommen abschließt und mithin die Verbindung der Spiellade io mit dem Windkasten i i unterbricht, was einer ff-Wirkung der Tastenbälge entspricht. Das Doppelventil 63, 64 steht hierbei ebenfalls unter der Einwirkung der Luftverdünnung im Luftkanal 41 des Relais 4o und der Membran 56, welche über der Versenkung 55 ausgespannt sind. Die Führung der Ventilspindel 61 des Doppelventils 63, 64 erfolgt in dem Verbindungskanal 6a zwischen dem Luftkanal 41 des Relais 40 und der Leitung 6o. Die Leitungen 35 und die Leitung 58 des Relais 40 sind durch eng gebohrte Öffnungen 46, 65 mit dem Luftkanal 41: des Relais 40 verbunden, so daß sie beim Verschließen der Öffnungen 341, 342, 34' im Gleitblock 57 durch das Notenblatt 53 wieder evakuiert werden, wodurch die Membranen 50, 56 wieder fallen und die Ventile 48, 64 wieder ihre Ruhelage (Abb: 2- und 3) einnehmen.
  • Um ein Mindestmaß der Luftverdünnung in der Spiellade i c) zu sichern; ist eine weitere Ventil- und Sperrbalganordnun_ g vorgesehen, welche den weiteren Eintritt von Luft von atmosphärischer Spannung verhindert, wenn die Luftverdünnung in der Lade unter eine bestimmte Grenze fällt: Zu diesem Zwecke ist die feste Unterplatte 15 des Sperrbalges 14 mit einer Bohrung 2i versehen, die für gewöhnlich auf der Außenseite durch ein Ventil 2o geschlossen ist, welches den; Zutritt von Luft von atmosphärischer Spannung in das Balginnere aufhebt. Das Ventil 2o dreht sich um die Achse 22 und hat über diese hinaus eine Verlängerung 23, welche durch den Sperrbalg 24 mittels des Hebels 27 und der Stellschraube 28 niedergedrückt werden kann. Die Oberplatte des Balges 24 steht unter Einwirkung der Spannung der Feder 25, die durch eine Schraube geregelt werden kann. Das Innere des Balges 24 dagegen ist durch eine Leitung 26 mit der Verbindungsleitung 12 zwischen Windkasten ii und Spiellade io dauernd in Verbindung gesetzt. Die Spannung der Feder 25 wird derart geregelt, daß ihr Druck etwas größer als der atmosphärische Luftdruck ist, so daß sich der Balg 24 eigentlich niemals vollständig schließen kann. Somit wird bei richtiger Stellung der Schraube 28 das Ventil 2o teilweise geöffnet, so daß genügend Luft von atmosphärischer Spannung in den Sperrbalg 14 gelangen kann, um das Ventil 18 vollständig zu schließen und so die Luft im Windkasten ii und der Spiellade io durch das Gebläse wieder zu verdünnen.
  • Außer durch das Notenblatt 53 und die Relaisleitung 35, 49 kann Luft in das Innere des Sperrbalges 14 auch von Hand durch die Leitungen 34, 36 eingeführt werden. Zu diesem Zwecke mündet die Leitung 34 in die Luftkammer 29, welche auf einer Seite mit einem schmalen Schlitz 3ö versehen ist, der durch einen Sperrschieber 31 mehr oder weniger geöffnet werden kann. Die Kammer 29 sowie die Leitungen 34, 36 stehen gewöhnlich unter der im Innern des Sperrbalges 14 herrschenden Luftverdünnung. Wird dagegen der Schieber 31 durch den von der Feder 33 belasteten Druckknopf 32 verstellt, so tritt mehr oder weniger Luft von atmosphärischer Spannung in die Kammer 29 ein. Bemerkt sei noch, daß die Zuführung von Luft in das Balginnere 14 sowohl vom Notenblatt 53 aus als auch von Hand oder durch den Druckknopf 32 oder endlich durch beide Mittel gemeinsam erfolgen kann.
  • Eine zweite Ausführungsform @ des Sperrbalges und der zugehörigen Expressionslade ist in Abb. 4 dargestellt. Der Sperrbalg 14' steht hier unter der Einwirkung der Feder 65', deren Spannung durch eine Schraube von außen regelbar ist. Die Oberplatte 17' des Sperrbalges 14' ist starr mit dem Absperrventil 18' verbunden. Die Oberplatte 17' enthält ferner eine feine Öffnung i9', um das Bälginnere mit der Luftverdünnung im Windkasten i i' in Verbindung zu setzen. Die Beeinflussung des Sperrbalges 14 erfolgt hier ebenfalls durch die Relaisöffnungen 49' und durch die Leitungen 38', welche durch Schrauben 39' in ihrer Weite verändert werden können. Der Windkasten i i' ist mit der Spiellade io' durch das Rohr 12' verbunden, über dessen obere Mündung die Membran 54', welche den Abschluß der Kammer 53' bildet, ausgespannt ist. In die Luftkammer 53' mündet die von der Relaislade ausgehende Leitung 6o'. Die Leitung 34' ist auch hier mit der Kammer 29 und dem Schieber 31 des Druckknopfes 32 in Verbindung gesetzt.

Claims (9)

  1. PATENT-ANspRÜCHE: i. Ausdrucksvorrichtung für selbstspielende pneumatische Tasteninstrumente, bestehend aus einem Balg mit einer Öffnung, durch die er selbsttätig durch die Schwankungen je nach dem Grade der Luftverdünnung in der Windlade beeinflußt wird, so daß die Luftverdünnung darin wesentlich erhalten bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftverdünnung im Balg (14) im Verhältnis zu der Luftverdünnung in der Windlade (io) veränderbar ist, um dadurch die Wirkung des Balges (14) und demzufolge auch den Grad der Luftverdünnung in der genannten Windlade (io) zu beeinflussen, ferner gekennzeichnet durch ein oder mehrere Kanäle (38), mittels deren die Änderung in der Luftverdünnung in dem Balg; (14) bewirkt wird.
  2. 2. Ausdrucksvorrichtung der angegebenen Art, bei welcher die gewünschte Änderung in der Luftverdünnung im Vakuumsystem dadurch erreicht wird, daß mehr oder weniger Luft von atmosphärischer Spannung in das System eingelassen wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Pneumatikbalg (14) vorgesehen ist, welcher selbsttätig wirkt, um den Zufluß von atmospärischer Luft zu dem System gemäß den Schwankungen der Luftverdünnung im System zu verändern und dadurch die Luftverdünnung wesentlich konstant zu erhalten, ferner dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Kanäle (38) vorgesehen sind, welche mit dem Balg (14) in Verbindung stehen und durch welche die Luftverdünnung in dem Balg (14) im Verhältnis zur Luftverdünnung im System verändert wird, um seine Wirkung zu ändern, so daß der Zufluß von atmosphärischer Luft zu dem System die Luftverdünnung darin beeinflußt.
  3. 3. Kontrollvorrichtung nach .Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (38), welche mit dem Balg (14) in Verbindung stehen, verschiedene Querschnitte haben. .
  4. 4. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (38), welche mit dem Balg (14) in Verbindung stehen, mit der atmosphärischen Luft v erbindbar sind, um die Luftverdünnung in dem Pneumatikbalg (14) zu vermindern und dadurch eine Steigerung der Luftverdünnung in der Windlade (i o) zu bewirken.
  5. 5. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i bis :4, gekennzeichnet durch die Anordnung verstellbarer Ventile (30, 31) zum Zwecke, die Luftmenge, welche durch die Kanäle (38) fließt, zu bemessen.
  6. 6. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung, daß, wenn eine vorher bestimmte Grenze der Luftverdünnung in (ler Windlade (io) erreicht ist, die Wirkung des Balges (14) durch die Wirkung eines zweiten Balges (24) aufgehoben wird, welcher dauernd mit der Windlade (io) in Verbindung steht, so daß in der Windlade (io) der Grad der Luftverdünnung innerhalb praktischer Grenzen aufrechterhalten bleibt.
  7. 7. Kontrollvorrichtung gemäß Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Kanal (26), welcher mit der Leitung (12) verbunden ist und in dem Hilfsbalg (24) mündet, welcher durch eine Feder (25) betätigt wird und ein nach dem Balg (14) führendes Ventil (2o) mittels des Hebels (27) beeinflußt, welcher durch eine Schraube (28) derart einstellbar ist, daß eine große Menge Luft von atmosphärischer Spannung in den Balg (14) eintritt, so daß der Kanal (13) des Windkastens (i i) sofort geschlossen wird und gleichzeitig die Luftverdünnung im Windkasten (i i) und in der Windlade (i o) steigt. B.
  8. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i bis 7, gekennzeichnet durch ein Ventil (54), welches von dem Notenblatt (23) mittels einer Leitung (6o) derart geregelt wird, daß die Verbindung zwischen der Windlade (i o) und dem Kanal (13) abgesperrt wird, zum Zwecke, den höchsten Grad der Luftverdünnung in der Windlade (i o) hervorzubringen.
  9. 9. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftstrom durch den Kanal (13), welcher für gewöhnlich mit der Windlade (i o) in Verbindung steht, durch die bewegliche Unterplatte (17) des Balges (14) verändert wird, deren Öffnung (i9) mit Bezug auf den Kanal (13) derart angeordnet ist, daß die Luftverdünnung in dem Balg (14) durch die Luftverdünnung in dem Kanal (13) beeinflußt wird, um der beweglichen Unterplatte (17) eine Stellung zu geben, welche von dem Grade der Luftverdünnung in der Windlade (io) abhängig ist.
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