DE38550C - Verfahren zur Herstellung von Geweben mit reliefartig erhobenen Bindungsmustern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Geweben mit reliefartig erhobenen Bindungsmustern

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DE38550C
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A. MITCHELL, i. F.: MITCHELL BROTHERS in Bradford, Manchester Road, England
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
(Manchester Road, England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. März 1886 ab.
Zur Herstellung von Geweben mit reliefartig hervortretenden Bindungsmustern stellt man aus irgend einer Spinnfaser, z. B. Kammwolle, ein Garn her, welches im Handel als »gekrimptes« oder schlechtes Garn bekannt ist und entweder zur Kette oder zum Einschlag des Stoffes verwendet wird.
Das »gekrimpte« Garn wird auf folgende Weise hergestellt:
Als Material wird Vorgespinnst genommen und dasselbe auf einer gewöhnlichen Spinnmaschine für Kammwolle, bei welcher die oberen Führungswalzen anstatt aus Holz aus Eisen gemacht sind, ausgesponnen. Durch das Gewicht der oberen Führungswalzen wird ein Druck auf die Faser ausgeübt, so dafs das Garn stark gespannt wird, wenn es auf dem Wege von den Einziehwalzen nach den Abführwalzen durch die Führungswalzen passirt. Die Faser wird daher über ihre Normallänge gestreckt und zieht sich beim Eintauchen in Wasser wieder zusammen. Zur näheren Erläuterung des eben Gesagten dient die beiliegende Zeichnung, welche eine gewöhnliche Spinnmaschine für Kammwolle im Querschnitt darstellt, auf welcher AA die Abfuhrwalzen, BB die Einzieh walzen, CC die unteren und DD die oberen Führungswalzen sind. Die letzteren sind, anstatt wie gewöhnlich aus Holz, aus Eisen gemacht, wodurch ein Druck auf die Faser ausgeübt wird, so dafs dieselbe nicht so leicht von den Hinterwalzen nach den Vorderwalzen gelangen kann, also die Faser mehr gespannt und über ihre Normallänge gestreckt wird. Aufserdem ist der Abstand der Berührunglinie der Vorderwalzen von der Berührungslinie der Hinterwalzen etwas kürzer als die Fasernlänge, so dafs die Faser gestreckt werden mufs, weil sie von den Hinterwalzen nicht so rasch abgeführt wird, als wie sie von den Vorderwalzen aufgenommen wird.
Was das Verhältnifs zwischen Streckweite des Streckwerkes und der mittleren Faserlänge betrifft, so läfst sich eine bestimmte Verhältnifszahl nicht angeben wegen der Verschiedenheit in der Stärke und Güte der Fasern, welche vermittelst des neuen Verfahrens behandelt werden können. Bei manchen Gespinnstfasern ist dieses Verhältnifs gröfser, bei anderen wieder kleiner, aber stets ist die Streckweite oder der Abstand zwischen den Vorder- und Hinterwalzen kleiner als die Faserlänge, welche 380mm bis 150 mm lang sein kann. Es ist nur erforderlich, dafs die Faser während des Spinnens gestreckt wird, und damit dies geschieht, wird auf die beschriebene Art und Weise zwischen den Vorder- und Hinterwalzen ein Druck auf die Faser ausgeübt.
Angenommen, durch den genannten Druck auf die Führungswalzen sei eine Faser von 305 mm Länge auf 311 bis 318 mm Länge gestreckt. so wird, wenn das gestreckte Garn in den Stoff eingewebt ist und letzterer in Wasser eingetaucht wird, die Faser das Bestreben haben, sich wieder auf ihre ursprüngliche Länge von 305 mm zusammenzuziehen. Hierdurch erhält die Oberfläche des Stoffes ein wellenförmiges Aussehen.
Das Garn kann auch mit den gewöhnlichen hölzernen Führungswalzen in der Weise gesponnen werden, dafs man. ein sehr starkes Vorgespinnst als Spinnmaterial .nimmt. Durch die vermehrte Zugkraft, welche dazu nothwendig ist, um das starke Vorgespinnst bis zur erforderlichen Garndicke auszuspannen, wird die Faser in dem Mafse zwischen den hinteren und vorderen Walzenpaaren ausgestreckt, dafs man auf diese Weise das nämliche Resultat wie mit eisernen Führungswalzen erzielt.
Mit solchem Garn wird auf die gewöhnliche Weise auf einem gewöhnlichen Webstuhl ein glattes Stück Zeug gewebt. Das Aussehen dieses Zeuges ist nur wenig verschieden von dem Aussehen eines mit gewöhnlichem Garn gewebten Zeuges.
Taucht man. jedoch das Zeug in Wasser, so geht das Garn ein, wodurch die beabsichtigte Wirkung, d.h. eine wellenförmige Oberfläche des Stoffes, hervorgebracht wird. Es ist nunmehr unmöglich, die Richtung, nach welcher der Einschlag im Zeug läuft, zu erkennen. Besteht der Einschlag aus Angorahaar und die Kette aus Baumwolle, so hat der Stoff das Aussehen von Seide, welche Wirkung durch die Abwechselung von Licht und Schatten in der wellenförmigen Oberfläche des Stoffes hervorgebracht wird.
Mit Bezug auf gemusterte Stoffe ist noch besonders zu bemerken, dafs aufser- der Erzeugung einer wellenförmigen Oberfläche durch das Eintauchen in Wasser auch die Zeichnung oder das Muster hervorgebracht wird.
Da, wo der Eintragfaden frei über mehrere Kettenfäden gespannt und deswegen nicht so fest wie in dem nicht gemusterten Theil des Stoffes gehalten ist, wird er beim Zusammenziehen durch das Eintauchen in Wasser sich über den Grund des Gewebes herausheben und auf diese Weise das Muster auf der Oberfläche des Stoffes erscheinen.
Beim Weben von sammtartigen Stoffen, wie z. B. dem gewöhnlich unter dem Namen »Seal Skin« bekannten, wird der Flor auf die gewöhnlich übliche Weise hervorgebracht; das den Eintrag oder die Kette bildende Garn dagegen wird nach dem neuen Verfahren zu-' bereitet, so dafs, wenn das Zeug in Wasser eingetaucht wird, der Grund des Gewebes sich zusammenzieht und ein wellenförmiges Aussehen desselben erzeugt wird. · -, ■■ ■ ■■·

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, Gewebe mit reliefartig hervortretenden Bindungsmustern dadurch herzustellen, dafs als Schufs oder Kette ein Gespinnst von Thierhaaren dient, bei welchem die Haare selbst (unter Verwendung einer kleineren Streckweite im Streckwerk der Feinspinnmaschine, als der Haarlänge entspricht) eine Streckung erfahren haben, sowie dafs das Gewebe alsdann in Wasser getaucht wird, wobei eine Wiederverkürzung der betreffenden Gespinnstfäden und die Erhebung der flottliegenden Fadenstücke eintritt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT38550D Verfahren zur Herstellung von Geweben mit reliefartig erhobenen Bindungsmustern Expired - Lifetime DE38550C (de)

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