DE3842452C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen aus Blech- und/oder aus Blech-Kunststoff-
Verbundmaterial bestehenden eimer-, kanister- oder faßförmigen Behälter
mit einem Eindrückdeckel und/oder Eindrückboden mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Ein Behälter mit diesen Merkmalen ist aus Fig. 2 der DE-OS 35 46 458
bekannt. Diese bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines Falz
randes zwischen dem Rumpf eines Behälters und dessen Boden oder Deckel aus
Fein- oder Feinstblech. Die Verbindung zwischen Rumpf und Deckel oder
Boden erfolgt bei diesem bekannten Behälter durch eine übliche Doppelfalz
naht, wie sie bei Dosen oder dgl. aus Blech bestehenden Behältern seit
vielen Jahrzehnten im wesentlichen unverändert angewendet wird. Gemäß der
Fig. 2 der Offenlegungsschrift werden die drei äußeren Blechlagen der
nach außen umgelegten und hakenförmig ineinandergreifenden Falzränder von
außen mit Hilfe eines Laserstrahles zusätzlich verschweißt. Im Unterschied
zu der vorliegenden Erfindung, die sich auf eimer-, kanister- oder faß
förmige Behälter mit einem Eindrückdeckel und/oder Eindrückboden bezieht,
befaßt sich die DE-OS 35 46 458 mit Behältern, die aus besonders dünnem
Blech hergestellt sind und daher auch im Nahtbereich von Hause aus eine
sehr geringe mechanische Festigkeit aufweisen, so daß der Falz schon bei
einem Fall des vollen Behälters aus nur geringer Höhe beschädigt werden
kann. Durch die Laserschweißnaht soll die Dichtigkeit der Naht auch bei
solchen Behältern ohne Erhöhung der Blechdicke dauerhaft und zuverlässig
gewährleistet werden.
Die DE-OS 36 00 532 zeigt die Anwendung einer Laserstrahlschweißung auch
bei anders ausgebildeten Behältern, die jedoch ebenfalls aus dünnerem
Feinblech und/oder Feinstblech hergestellt sind. Gemäß den Fig. 8 und
9 dieser Druckschrift ist der Deckelrand in eine zylindrische Gestalt
umgeformt und übergreift auf der Innenseite oder der Außenseite teleskop
artig das Ende des zylindrischen Rumpfes, wobei beide Blechlagen in dem
sich überdeckenden Bereich durch Laserstrahl von außen miteinander ver
schweißt sind.
Ausgehend von einem Behälter mit den Merkmalen des Oberbegriffs des An
spruchs 1 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Behälter so weiter
zubilden, daß keine Gefahr besteht, daß bei Handhabung oder Transport
mehrerer solcher Behälter sich diese im Bereich der Verbindungsnaht
zwischen Rumpf und Deckel bzw. Boden aneinander verhaken; daß die Gefahr
einer Verletzung durch Berühren von Blechschnittkanten gebannt wird und
daß der Eindrückdeckel oder der Boden in seiner Lage zuverlässig gegenüber
dem Rumpf abgestützt ist.
Diese Aufgabe wird durch die Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
Bei der Verwirklichung der Lehre nach der Erfindung erfolgt die Verbindung
zwischen Rumpf und Deckel bzw. Boden ohne die Verwendung der üblichen
Doppelfalznaht. Dies vereinfacht die Herstellung, da die Umformung der
relativ dickwandigen Randbereiche von Deckel und Rumpf mit einfacheren
Maschinen als bisher erfolgen kann.
Auch ist der Materialaufwand bei der Verwirklichung der erfindungsgemäßen
Lehre gegenüber einer üblichen Doppelfalznaht deutlich geringer, da selbst
bei der optimalen Ausführung im Nahtbereich nur drei Blechlagen gegenüber
sonst maximal vier Blechlagen vorliegen.
Ein weiterer, für die Praxis wesentlicher Vorteil besteht darin, daß der
Behälter im Bereich seiner zylindrischen Außenwand durchgehend im wesent
lichen glatt zylindrisch ausgebildet ist, so daß jede Gefahr vermieden
wird, daß bei der Handhabung oder dem Transport der Behälter diese sich im
Nahtbereich aneinander verhaken können, was auch leicht zu Beschädigungen
der Behälter führen kann.
Auch besteht ein weiterer Vorteil darin, daß trotz der einfachen und
materialsparenden Ausbildung der Naht der zylindrische Randbereich des
Eindrückdeckels oder Eindrückbodens in radialer Richtung fest zwischen den
beiden Lagen des Behälterrandes und in axialer Richtung zwischen der
Umbiegung des Behälterrandes und der dem Behälterrand zugeordneten Sicke
eingespannt ist. Auf diese Weise erhält man auch schon ohne Schweißnaht
trotz der verwendeten einfachen Falzgeometrie einen festen steifen Ver
bindungsbereich, der durch die Sicke zusätzlich gegen Stöße abgefedert ist.
Durch die Umlegung des Behälterrandes nach innen, und zwar in der Weise,
daß die innere Blechlage des Behälterrandes bis in den Übergangsbereich
zwischen dem Deckelspiegel und dem Deckelrand reicht, ist das Biegemoment
des Behälterrandes gegenüber Stößen oder anderen Kräften besonders groß.
Die Festigkeit des Randes wird ebenso wie die Dichtigkeit der Verbindung
dadurch unterstützt, daß der zylindrische Deckelrand mit beiden auf seinen
beiden zylindrischen Flächen anliegenden Blechlagen des nach innen umgeleg
ten Randes des Behälters in Umfangsrichtung durchgehend verschweißt ist.
Neben der Dichtigkeit wird damit eine solche Festigkeit erreicht, daß
jedes Aufbiegen des Verbindungsbereiches unter der Einwirkung äußerer
Kräfte ausgeschlossen ist.
Umfangssicken im Behälterrand sind zur axialen Abstützung des Deckels aus
der DE-OS 35 38 473 an sich bereits bekannt. Hier wird der Deckel während
des Falzvorganges durch die Umfangssicke während des Umformens eines
zylindrischen Falzes in eine Lage senkrecht zur Achse des Behälters ver
wendet. Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an
mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 im Ausschnitt und im senkrechten Schnitt einen eimerförmigen
Behälter gemäß der Erfindung;
Fig. 2 und 3 zeigen in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 abgewandelte
Ausführungsbeispiele.
Bei den aus Blech bestehenden Behältern gemäß der Erfindung handelt es
sich um eimer-, kanister- oder faßförmige Gebinde, z. B. mit einem Fassungs
vermögen zwischen 10 und 30 ltr. Derartige Behälter werden häufig aus
relativ dickem Weißblech von z. B. 0,20 bis 0,30 mm Dicke hergestellt.
Bei den meisten derartigen Behältern weist der Rumpf 2 (Fig. 1) im axialen
Abstand von der oberen Behälterkante 9 eine radial nach innen vorspringende
umfängliche Sicke 3 auf, die auch aus mehreren in Umfangrichtung verteil
ten Sickenabschnitten bestehen kann. Diese Umfangssicke dient zur Ab
stützung des Eindrückdeckels 6 und damit auch zur Lagebestimmung dieses
Deckels gegenüber dem Rumpf.
Bei allen Ausführungsbeispielen ist der Rand des Behälters 1 (Fig. 1)
reifenartig versteift.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der zylindrische Randbereich
des Rumpfes von außen nach innen umgelegt (Blechlage 2a und 4), wobei der
die Randkante enthaltende Bereich 5 ein zweites Mal nach innen umgelegt
ist, so daß die Randkante innerhalb des reifenartig verstärkten Behälter
randes zu liegen kommt. Der Eindrückdeckel 6 ist mit seinem zylindrischen
Randbereich 7 zwischen die Blechlagen 2a und 5 des Rumpfrandes eingeschach
telt.
Zusätzlich zu dieser Versteifung ist der Randbereich des Behälters durch
eine Schweißnaht verstärkt, die in einem axialen Abstand "a" von der
oberen Behälterkante 9 angebracht ist. Die Schweißnaht 8 ist durch eine
kontaktfreie Schweißung, insb. mit Hilfe energiereicher Strahlung, wie
Elektronenstrahlen oder Laserstrahlen hergestellt. Die Schweißung erfolgt
in radialer Richtung des Pfeiles R von außen nach innen.
Die Schweißung ist so ausgeführt, daß die der Schweißeinrichtung zugewandte
Blechlage, also die Blechlage 2a, bei Schweißung von außen nach innen
sowie die in direktem Kontakt miteinander stehenden Blechlagen von Rumpf 2
und Deckel 6 gemeinsam miteinander verschweißt sind.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 können also bei Schweißung von
außen nach innen lediglich die Blechlagen 2a und 7 miteinander verschweißt
sein, da einerseits die Blechlage 2a die außenliegende Blechlage des
Behälterrandes bildet und außerdem diese Blechlage in direktem Kontakt mit
der Blechlage 7 des Deckels steht.
In der bevorzugten Ausführungsform, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist,
erfolgt die Schweißung radial von außen nach innen so, daß die eingeschach
telte Blechlage 7 des Deckels 6 mit beiden mit dieser in Kontakt stehenden
Blechlagen 2a und 5 verschweißt sind.
Aufgrund der relativ dicken Bleche von 0,20 bis 0,30 mm und der Abbiegung
oder Umlegung des Rumpfrandes in Verbindung mit der Verschweißung von
wenigstens zwei oder drei Blechlagen (je nach Ausführung) erhält man eine
außerordentlich steife reifenförmige Randausbildung des Behälters 1.
Eine weitere Ausführungsform zeigt Fig. 2. Bei dem in dieser Figur dar
gestellten Behälter 20 ist der zylindrische Rand 27 des Deckels 26 ohne
Verstärkung. Der Deckel stützt sich auf der Sicke 23 ab und der zylin
drische Rand des Deckels ist zwischen dem zylindrischen Rand des Rumpfes
22 und einer Randumlegung 24 eingeschachtelt, so daß die freie Kante der
Blechlage 27 in dem Behälterrand verdeckt eingeschlossen ist. Durch die
Schweißnaht 28 werden alle drei Blechlagen des Behälterrandes miteinander
verschweißt. Die liegende Kante 11 der Blechlage 24 ist leicht in Richtung
auf den zylindrischen Rand des Deckels 26 eingebogen, um die freie Kante
noch besser gegen Berührung zu schützen.
Man erkennt, daß man einen reifenförmig hochversteiften Behälterrand auch
bei der Ausführungsform nach Fig. 2 bei verringertem Materialeinsatz
erhält. Gegenüber der Ausführung nach Fig. 1 ist jedoch der Nachteil
einer freiliegenden Kante 11 in Kauf zu nehmen.
Bei allen Ausführungsbeispielen wird die Schweißnaht erst nach Fertig
stellung der mechanischen Verformung von Rumpfrand und Deckelrand gelegt.
Zum Schutz der freiliegenden Kanten zeigt die Fig. 3 eine weitere Möglich
keit. Die freiliegende Kante 11a ist hier in eine dafür ausgebildete Sicke
26b (Fig. 3) eingebogen. Die freie Kante kann auch mit einem Schutzüber
zug versehen sein.
Unter einem zylindrischen Randbereich kann sowohl der kreiszylindrische
als auch eine davon abweichende Form verstanden werden. "Im wesentlichen
zylindrisch" heißt hier, daß der Randbereich, abweichend von einem strengen
zylindrischen Verlauf auch leicht konisch ausgebildet sein kann. Was in
den Ausführungsbeispielen für den Deckel gesagt ist, kann entsprechend
auch für den Boden des Behälters gelten.
Claims (2)
1. Aus Blech und/oder aus Blech-Kunststoff-Verbundmaterial bestehender
eimer-, kanister- oder faßförmiger Behälter mit einem Eindrückdeckel
und/oder Eindrückboden, bei dem der im wesentlichen zylindrische Rand
bereich von Rumpf und/oder Deckel und/oder Boden durch wenigstens
einfaches Umlegen des Randes verstärkt ausgebildet ist, so daß in diesem
Bereich wenigstens drei parallele Blechlagen vorliegen, von denen
wenigstens die unmittelbar aneinanderliegenden Blechlagen von Rumpf und
Deckel bzw. Boden in einem axialen Abstand vom Behälterrand miteinander
radial von außen her mittels energiereicher Strahlung kontaktfrei
verschweißt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der einfache zylindrisch
abgebogene Randbereich (7, 27) des Deckels (6, 26) oder Bodens zwischen
zylindrischen Blechlagen (2a, 5 bzw. 24, 24a) des umgelegten Randberei
ches des Rumpfes (2, 22) liegt und mit diesen beiden anliegenden Blech
lagen kontaktfrei verschweißt ist, daß die freie Randkante (11, 5) des
Rumpfes (2, 22) in Richtung auf die zunächstliegende Blechlage (7, 27)
abgebogen oder umgelegt ist und daß der Rumpf (2, 22) eine radial nach
innen vorspringende Umfangssicke (3, 23) aufweist, die so angeordnet und
bemessen ist, daß der Eindrückdeckel oder -boden auf dieser abstützbar
ist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur nächst
liegenden Blechlage (7, 27) abgebogene freie Randkante (11a) des Rumpfes
in eine im Eindrückdeckel (26a) vorgesehene Sicke (26b) ragt.
Priority Applications (7)
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