DE38423C - Verfahren zur Darstellung von Tetrachlor-, brom- und jodpyrrolen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Tetrachlor-, brom- und jodpyrrolen

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DE38423C
DE38423C DENDAT38423D DE38423DA DE38423C DE 38423 C DE38423 C DE 38423C DE NDAT38423 D DENDAT38423 D DE NDAT38423D DE 38423D A DE38423D A DE 38423DA DE 38423 C DE38423 C DE 38423C
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tetrabromopyrrole
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pyrrole
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KALLE & CO. in Biebrich a. Rh
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D207/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D207/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D207/30Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D207/34Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms

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Description

φΜί#φ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Aus Tetrachlor- bezw. Tetrabrompyrrol und ■ deren Alkylderivaten entstehen beim Behandeln mit einem Jodmetall Tetrajodpyrrol und die entsprechenden Alkylderivate.
Das Tetrachlorpyrrol wurde bereits durch Reduction von Perchlorpyrokoll mit Eisessig und Zinkstaub (Ciamician und Silber, Ber. d. deutsch, ehem. Ges., 1883, 2391), durch Erhitzen von Dichlormaleinimid mit Phosphorpentachlorid (Ciamician und Silber, daselbst, 1883, 2398) und durch Behandeln von Pyrrol mit unterchlorigsaurem Natron neben Dichlormaleinimid und Dichloressigsäure erhalten (Ciamician und Silber, daselbst, 1884, 1743, und 1885, 1763). Beim Arbeiten nach letzterem Verfahren und unter den angegebenen Bedingungen ist die Ausbeute an Tetrachlorpyrrol eine sehr mangelhafte, und es ist daher nicht auffallend, dafs Ciamician und Silber durch Einwirkung von unterbromigsaurem Natron auf Pyrrol das Tetrabrompyrrol nicht erhalten konnten.
Nichtsdestoweniger entsteht Tetrachlor- bezw. Tetrabrompyrrol unter allen Verhältnissen, wenn Pyrrol mit Chlor bezw. Brom im freien oder im nascirenden Zustande behandelt wird. Bei Anwendung von unterbromigsaurem Natron ist es zweckmäfsig, letzteres in eine wässrige PyrrollösLing einzutragen; nach beendigter Einwirkung wird dann das Tetrabrompyrrol durch Zusatz von schwefliger Säure gefällt. Am vortheilhaftesten ist es jedoch, das Pyrrol in gut gekühlter alkoholischer Lösung mit etwas weniger als der theoretischen Menge Chlor bezw. Brom zu behandeln. Das mit Wasser gefällte Reactionsproduct wird event, durch Lösen in Alkalien und Wiederausfällen mit Säuren gereinigt.
. Man versetzt z. B. zur Darstellung^ von Tetrabrompyrrol eine gut gekühlte alkoholische Lösung von 1 Theil Pyrrol in 30 Theilen Alkohol mit 6 Theilen Brom, verdünnt die Flüssigkeit mit der zehnfachen Menge Wasser, . giebt so viel Natronlauge hinzu, dafs das abgeschiedene Tetrabrompyrrol wieder gelöst wird, und fällt nun die filtrirte klare Lösung mit schwefliger Säure.
In derselben Weise verfährt man zur Darstellung von Tetrachlorpyrrol.
Beide -Körper entstehen auch unter allen Verhältnissen beim Chloriren bezw. Bromiren der bekannten Pyrrolcarbonsäuren. Zwischenproducte wurden nicht erhalten. Die Darstellung des Chlor- bezw. Brompyrrols geschieht auch hier am zweckmäfsigsten in alkoholischer Lösung in der oben angeführten Weise.
Das Tetrabrompyrrol krystallisirt gleich dem Chlor- und Jodderivat in feinen, weifsen Nadeln. Es ist in kaltem Wasser ziemlich schwer, in warmem etwas leichter, in Alkohol dagegen sehr leicht löslich. Es bräunt sich bei 1200C. und zersetzt sich bei steigender Temperatur unter Bromabgabe.
Analog dem Chlor- und Brompyrrol werden die entsprechenden Alkylderivate durch Chloriren bezw. Bromiren der Alkylderivate des Pyrrols erhalten. Die gröfsere Beständigkeit der Alkylpyrrole macht es in diesem Falle möglich, wässrige Lösungen anzuwenden, und in dieser Weise wurde bereits ein Körper dieser Gruppe, das Tetrabromäthylpyrrol von Chich. A. Bell

Claims (4)

  1. (Ber. d. deutsch, ehem. Ges., 1878, 1812), dargestellt. Einfacher ist die Gewinnung dieser Körper durch Erhitzen von Tetrachlor- bezw. Tetrabrompyrrol mit gleichen Molecülen Alkali und Halogenalkyl in alkoholischer Lösung.
    Die so dargestellten chlor- oder bromsubstituirten Alkylpyrrole sind in Alkalien unlöslich, und von indifferenten Lösungsmitteln werden sie weniger leicht aufgenommen als Tetrachlor- bezw. Tetrabrompyrrol.
    Sämmtliche Chlor- und Brompyrrole werden durch Behandeln mit Jodmetallen in die entsprechenden Jodderivate übergeführt.
    ι Molecül Tetrachlor bezw. Tetrabrompyrrol wird z. B. mit einer alkoholischen Lösung von 4 Molecülen Jodkalium kurze Zeit am Rückflufskühler erhitzt. Die Umsetzung erfolgt quantitativ und das Ende der Reaction lä'fst sich dadurch erkennen, dafs nur das Tetrajodpyrrol in alkalischer Lösung durch Salmiak gefällt wird.
    Zur Umsetzung der alkylirten Derivate ist meistens ein Arbeiten unter Druck nothwendig.
    Man erhält auf diese Weise dieselben Körper, die aus dem Tetrajodpyrrol durch Behandeln mit gleichen Molecülen Alkali und Halogenalkyl in alkoholischer Lösung entstehen.
    Pateντ-Ansprüche:
    ι . Darstellung von Tetrachlorpyrrol durch Behandeln von Pyrrol oder von Pyrrolcarbonsäuren mit Chlor in alkoholischer Lösung.
  2. 2. Darstellung von Tetrabrompyrrol durch Behandeln von Pyrrol oder von Pyrrolcarbonsäuren mit Brom in freiem oder in nascirendem Zustande.
  3. 3. Darstellung von alkylirten chlor- bezw. bromsubstituirten Pyrrolen durch Behandeln von Tetrachlor- bezw. Tetrabrompyrrol mit Halogenalkylen in alkoholischer Lösung.
  4. 4. Darstellung von Tetrajodpyrrol und von dessen Alkylderivaten durch Behandeln von Tetrachlor- bezw. Tetrabrompyrrol und von deren Alkylderivaten mit einem Jodmetall.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2490462A (en) * 1942-11-04 1949-12-06 Borden Co Halogenation products of aldehydes of mono-heteroatomic five membered rings and methods of making same

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