DE137330C - - Google Patents

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DE137330C
DE137330C DE1901137330D DE137330DA DE137330C DE 137330 C DE137330 C DE 137330C DE 1901137330 D DE1901137330 D DE 1901137330D DE 137330D A DE137330D A DE 137330DA DE 137330 C DE137330 C DE 137330C
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starch
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acetic acid
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DE1901137330D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

KAISERLICHES Λ
PATENTAMT
Vorliegendes Verfahren bezweckt die Ueberführung von Stärke in ihre in Wasser von 60 bis 80° C. lösliche Modification durch Behandlung derselben mit flüchtigen organischen Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, bei allmählich bis zu 11 50 C. gesteigerter Temperatur und einer Reactionsdauer von sechs Stunden unter gleichzeitiger Wiedergewinnung des Reactionsmittels.
Verfahren zur Herstellung von löslicher Stärke unter Verwendung von organischen Säuren als Reactionsmittel sind bereits vorgeschlagen worden. Jedoch ist bei diesen Verfahren ausdrücklich von der Verwendung von festen organischen Säuren, wie Oxalsäure, Weinsäure, Citronensäure oder sauer reagirenden Salzen dieser Säuren die Rede.
Die Verwendung fester organischer Säuren bringt jedoch den Uebelstand mit sich, dafs nach Beendigung des Processes das Reactionsproduct wiederholt ausgewaschen werden mufs, gegebenenfalls unter Benutzung von Neutralisirungsmitteln, zur Entfernung der unverändert gebliebenen Säure bezw. während des Processes gebildeter Zwischenproducte.
Dieses Auswaschen erfordert aber Opfer an Zeit und Geld, und aufserdem geht ein nicht unbeträchtlicher Theil der Reactionssubstanz mit dem Waschwasser verloren.
Beim vorliegenden Verfahren sind diese Uebelstände vermieden, denn die zur Umwandlung der Stärke in die lösliche Modification benutzte flüchtige organische Säure kann nach beendigtem Procefs unverändert durch Abdestilliren aus der Stärke entfernt und wieder gewonnen werden, so dafs sich bei Anwendung des vorliegenden Verfahrens nicht allein ein von fremden Stoffen freies Endproduct, sondern auch ein wiederholt in den Procefs einführbares Reactionsmittel ergiebt.
Die Ausführung des Verfahrens in der Praxis geschieht in folgender Weise:
Ein mit Rührwerk und Destillirhaube versehener doppelwandiger Kessel wird mit der aufzuschliefsenden Stärke beschickt und unter Umrühren so viel von einer ungefähr zehnprocentigen wässerigen Lösung einer flüchtigen organischen Säure (Ameisensäure, Essigsäure oder dergl.) in feiner Vertheilung zugesetzt, dafs ι pCt. Säure (z. B. 1 pCt. Ameisensäure) vom Gewicht der angewendeten Stärke vorhanden ist. Unter allmählich steigender Temperatur quillt die Stärke stark auf. Die Stärke wird dann zwei Stunden lang auf 90 bis ioo° C. gehalten, während welcher Zeit saure Wasserdämpfe aus der Stärke entweichen, welche condensirt und wieder zu einem neuen Ansatz verwendet werden. Im weiteren Verlauf des Processes, d. h. während einer Dauer von vier Stunden, wird die Temperatur gleichbleibend auf 1150C. gehalten. Die Aufschliefsung ist hierauf unter fortwährendem Umrühren so weit beendet, dafs man durch Erwärmen einer Probe des erhaltenen Productes mit Wasser auf 60 bis 70° C. eine dickliche, aber völlig klare Lösung erhält, welche mit Jodlösung noch die unveränderte Stärkereaction giebt.
Bei Anwendung von guten Handelsstärken ergiebt sich, besonders bei Anwendung von Ameisensäure, ein rein weifses Product, so dafs die Verwendbarkeit des Productes vergröfsert" und der Werth desselben erhöht wird.
Die wesentlichen Merkmale des neuen Verfahrens sind demnach;
1. Behandlung der Stärke mit ι pCt. vom Gewicht der letzteren an flüchtiger organischer Säure (z. B. Ameisensäure, Essigsäure) unter allmählichem Erhitzen bis zu 11 50 C. während einer Zeitdauer von sechs Stunden.
2. Abdestillirung und Wiedergewinnung der angewendeten flüchtigen organischen Säure.
3. Sofortige Gewinnung eines trockenen, säurefreien und salzfreien Reactionsproductes unter Wegfall des Neutralisirens, Auswaschens mit Wasser, Centrifugirens und Trocknens.
Die Einwirkung verdünnter Essigsäure auf Stärke ist bereits von Schulze (Journ. prakt. Chem. 28. 324) eingehend studirt. Seine Versuchsbedingungen sowie seine Ergebnisse sind jedoch völlig verschieden von. den nach vorliegendem Verfahren erhaltenen.
In mehreren Versuchen liefs Schulze 2oprocentige Lösungen von Essigsäure auf Stärke einwirken, indem er einmal vier Stunden am Rückflufskühler, zu anderen Malen in Bomben im Kochsalzbade bei verschiedener Reactionsdauer bis zu 10 Stunden erhitzte. Die erhaltenen Lösungen unterwarf er der Analyse, welche ihn zu folgenden Schlüssen führte:
Durch vierstündiges Erhitzen von Stärke mit Essigsäure mittlerer Concentration unter Druck erhält man Lösungen, welche mit Jod rothe Färbung und mit Feh 1 ing'scher Lösung geringes Reduclionsvermögen zeigen, mit Alkohol i weifse Niederschlüge geben, welche sich als Dextrin erweisen.
Durch vierstündige Einwirkung der Essigsäure auf Stärke erhält man demnach fast ausschliefslich Dextrin, welches Spuren von Traubenzucker enthält.
Durch längere Einwirkung der Essigsäure auf Stärke erhält man Lösungen mit abnehmendem Drehungsvermögen und zunehmendem Reductionsvermögen.
■ Wörtlich giebt Schulze zum Schlüsse an:
»Aus diesen Untersuchungen ergiebt sich somit, dafs durch Behandeln der Stärke mit Essigsäure zunächst Dextrin, darauf Traubenzucker gebildet wird.«
Diese Angaben zeigen, dafs die Reactions-, produete des Verfahrens von Schulze von j den nach vorliegendem Verfahren erhaltenen' völlig verschieden sind, da man nach letzterem.; feste Körper erhält, welche in kaltem Wasserjnicht löslich und je nach Art der Stärke in; Wasser von 60 bis 800C. in Lösung gehen;; diese giebt mit Jod noch die unveränderte-Stärkereaction und reducirt die Feh Iiηg'sehe· Lösung nicht. :
Bemerkenswert ist ferner noch eine Notiz; von Morgen (Dingl. Journ. 266. 603), nach welcher I. Frankhausen beim Keimen von Kartoffeln und Gerste aufser Kohlensäure auch : das Auftreten von Ameisensäure beobachtete, von der er ausführt, dafs sie auch das Ver-, mögen besitzen soll, Stärke in Zucker umzuwandeln. Es sind jedoch nähere Angaben nicht gemacht, so dafs auch hier nicht näher darauf eingegangen werden kann.
Im Gegensatz zu diesen, z. T. auf die Verschiedenheit der Einwirkungsbedingungen (be- ' deutend stärkere Concentration der Säure als beim vorliegenden Verfahren) zurückführbaren, z. T. auch nur auf blofsen Annahmen sich stützenden, abweichenden Literaturangaben, wird nach vorliegendem Verfahren nicht eine Spaltung der Stärke in andere Produete (Dextrin und Zucker) durch Inversion, sondern nur eine Umwandlung der Stärke in die lösliche Modification erzielt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung löslicher Stärke, dadurch gekennzeichnet, dafs Stärke mit einer geringen Menge, etwa 1 pCt., einer flüchtigen organischen Säure allmählich während einer Zeitdauer von fünf bis sechs Stunden auf 1150C. erhitzt, und dann durch Abdestilliren die überschüssige Säure entfernt wird.
    A r
DE1901137330D 1901-06-20 1901-06-20 Expired - Lifetime DE137330C (de)

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AT14886D AT14886B (de) 1901-06-20 1902-11-25 Verfahren zur Herstellung löslicher Stärke mittels flüchtiger organischer Saüre.

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DE1901137330D Expired - Lifetime DE137330C (de) 1901-06-20 1901-06-20

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DE (1) DE137330C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1567355B1 (de) * 1962-08-14 1971-12-02 Boehringer Sohn Ingelheim Verfahren zur Herstellung einer kaltverkleisterbaren Staerke

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1567355B1 (de) * 1962-08-14 1971-12-02 Boehringer Sohn Ingelheim Verfahren zur Herstellung einer kaltverkleisterbaren Staerke

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