DE3830C - Sicherheits-Vorrichtung zum Aus- und Einschalten des Drückers bei Schlössern - Google Patents

Sicherheits-Vorrichtung zum Aus- und Einschalten des Drückers bei Schlössern

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DE3830C
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DE
Germany
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handle
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safety device
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Application number
DENDAT3830D
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English (en)
Original Assignee
N. DAL LAGO, Ingenieur in Regensburg
Publication of DE3830C publication Critical patent/DE3830C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B21/00Locks with lamelliform tumblers which are not set by the insertion of the key and in which the tumblers do not follow the movement of the bolt e.g. Chubb-locks
    • E05B21/06Cylinder locks, e.g. protector locks
    • E05B21/066Cylinder locks, e.g. protector locks of the rotary-disc tumbler type

Landscapes

  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description

1878.
Klasse 68.
N. DAL LAGO in REGENSBURG. Sicherheitsvorrichtung zum Aus- und Einschalten des Drückers bei Schlössern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1878 ab.
Diese Vorrichtung besteht:
ι. aus einem cylindrischen Gehäuse mit innen angegossenen Verstärkungen zum Anschrauben der beiderseitigen Deckel;
2. aus einem runden Dorn, dessen über beide Deckel hinausragende Theile zur Befestigung der Griffe bestimmt sind;
3. aus zwei auf den Dorn festgesteckten Scheiben mit einem trapezförmigen Einschnitte in ihrem Umfang; diese Einschnitte sind genau einander gegenüber angebracht; die Scheiben sind in Fig. 2 und 3 ganz ausgezogen;
4. aus einer Einfallstange mit kreuzförmigem Querschnitt, deren horizontaler Balken nach dem Radius der Scheiben unter 3 gekrümmt ist; das Stück, welches oben zum Gehäuse hinausragt, wird mit dem Schliefsriegel des Schlosses in Verbindung gebracht und bewirkt die Bewegungen desselben. An beiden Enden hat die Einfallstange einen gabelförmigen Ansatz, mittelst dessen sie auf dem Dorn aufsitzt. (Diese Ansätze sind in Fig. 2 und 3 fein punktirt.) Die Einfallstange ist in einer zur Längsaxe des Domes normalen Ebene in Kreisbogen auf- und abwärts beweglich. Für die freie Bewegung der Einfallstange ist durch einen Schlitz im Gehäuse bezw. durch entsprechenden Spielraum gesorgt, Fig. 2 und 3;
5. aus einer Anzahl um den Dorn sich fortbewegender Scheiben (hier 7 Stück, Fig. 4), deren Durchmesser um ein geringes kleiner ist, als jener der Scheiben unter 3. Die beweglichen Scheiben haben auf ihrem Umfang rechteckige Einschnitte, in welche der untere Theil des verticalen Balkens der Einfallstange hineinpafst. An entsprechender Stelle des Umfanges sind diese Scheiben mit kleinen Ansätzen versehen. Die Scheiben sind in Fig. 2 und 3 nur strichweise ausgezogen;
6. aus dem Flachschlüssel, Fig. 5.
Nach Fig. 4 ist somit die Reihenfolge der Theile von links nach rechts:
Deckel des Gehäuses mit Schlitz für den Schlüssel; gabelförmiger Ansatz der Einfallstange; fest auf dem Dorn aufgesteckte Scheibe; sieben bewegliche Scheiben; fest auf dem Dorn aufgesteckte Scheibe; gabelförmiger Ansatz der Einfallstange; Deckel des Gehäuses mit Schlitz für den Schlüssel.
Nach dem vorausgesagten ist die Wirkung der Theile folgende:
Bei der Lage der Scheiben, Fig. 2, ist der Griff nach jeder Richtung drehbar, ohne dafs der untere Ansatz der Einfallstange in die Einschnitte einfallen kann, weil diese Einschnitte nicht an einander passen; es kann somit die Einfallstange nicht gedreht werden und der Griff ist vom Schliefsriegel ausgeschaltet.
Schiebt man nun den flachen Schlüssel in den Schlitz und dreht man den Griff nach links, so werden sich die kleinen Ansätze der beweglichen Scheiben gegen die entsprechenden Theile des Schlüssels stemmen und sich nicht mehr drehen.
Ist nun die Lage der Einschnitte und Ansätze auf den einzelnen Scheiben so gewählt, dafs beim Anstemmen der letzteren erstere in gerade Richtung kommen, so werden bei weiterem Drehen des Griffes die trapezförmigen Einschnitte auch in diese Richtung gebracht werden, und bei dieser Lage sämmtlicher Scheiben kann erst die Einfallstange in die Einschnitte einfallen. Hierbei ist der Griff in den Schliefsriegel eingeschaltet und kann dieser zurückgeschoben werden.
Die Art, wie der Schliefsriegel mit der Einfallstange verbunden wird, bietet nichts neues; sie wurde daher nicht ersichtlich gemacht; es sei nur bemerkt, dafs der Schliefsriegel durch eine Spiralfeder vorgeschoben wird.
Durch Drehen des Griffes nach rechts bei vorgeschobenem Schliefsriegel stemmt sich der obere Ansatz der Einfallstange gegen die Seite des Schlitzes des Gehäuses, und der untere Ansatz dieser Stange, an der schrägen Seite der trapezförmigen Einschnitte hinaufgleitend, gelangt auf den Umfang der fest auf dem Dorn sitzenden Scheiben. Die Ansätze der beweglichen Scheiben stemmen sich bei weiterem Drehen gegen den Vorsprung des Gehäuses, dadurch werden die Einschnitte der Scheiben aus der Richtung gebracht, und die Stange kann nicht mehr einfallen. Bei dieser Lage der Scheiben ist der Griff vom Schliefsriegel ausgeschaltet, und kann der Schlüssel aus dem Schlitz gezogen werden.
Damit die mittleren beweglichen Scheiben den Drehungen des Domes besser folgen und ihre Ansätze sich stärker an den Schlüssel an-
legen, erhalten diese Scheiben einen etwas geringeren Durchmesser als die äufseren; auf diese Weise liegt der Ansatz der Einfallstange nur auf letzteren auf. Ferner ist der Dorn auf einer Seite abgeplattet, und auf dieser Abplattung befindet sich ein — --^--förmig gebogenes, federndes Messingblech mit geripptem Rücken. Dieses Blech hemmt durch seine Federkraft die Scheiben in ihren Bewegungen, ohne ihre Drehbarkeit um den Dorn zu verhindern, und hält sie durch seine Rippen aus einander, so dafs eine Reibung zwischen ihnen nicht möglich ist.
Um zu verhindern, dafs die Einfallstange bei ausgeschaltetem Griff mit irgend einem Werkzeug gedreht, und somit der Schliefsriegel zurückgeschoben werden kann, hat sie auf ihrem Rücken einen weiteren Ansatz, welcher beim Heben der Stange in eine Oeffnung des Gehäuses eintritt, und jede Drehung auf diese Weise verhindert.
Der Schlüssel, welcher, wie aus dem gesagten hervorgeht, von beiden Seiten in das Gehäuse eingesteckt werden kann, hat seine richtige Lage, wenn die innere Seite der an seinen beiden Enden angebrachten Oeffnungen mit der äufseren Flucht der Deckel übereinstimmt.
Das Gehäuse sanimt Deckeln und Einfallstange sollen aus Gufseisen, die übrigen Theile aus Schmiedeisen bezw. Blech angefertigt werden.
Die Vorzüge dieser Sicherheitsvorrichtung sind folgende:
ι. Die Vorrichtung macht den Verschlufsriegel eines Schlosses in geschlossenem Zustande unabhängig vom Griff; dieser kann ohne Widerstand beliebig gedreht und kann somit durch den Griff keine Gewalt auf den Riegel ausgeübt werden.
2. Nachdem durch den Schlüssel eine Uebertragung von Bewegungen auf schwere Theile nicht vorkommt, sondern sein Zweck nur darin besteht, die beweglichen Scheiben, welche keinen grofsen Widerstand bieten, zu ordnen, so kann derselbe aus sehr dünnem Stahlblech hergestellt werden, und dem entsprechend auch die Schlitze; dieser Umstand erschwert das Einstellen von Werkzeugen in die Schlitze.
Die Vorrichtung bietet möglichst grofse Sicherheit gegen Aufsperren mittelst Nachschlüssel:
a) weil eine Reibung, durch welche die richtige Lage der Scheiben versuchsweise ermittelt werden könnte, zwischen den einzelnen Theilen nicht möglich ist;
b) weil das gleichzeitige Zusammentreffen der Scheibeneinschnitte, bei welchem das Einfallen der Stange in dieselben nur denkbar ist, bei einer einzigen Schlüsselform vorkommen kann.
Die Vorrichtung kann nicht versagen:
a) weil der Schlüssel und die mit ihm in Berührung kommenden Theile keiner Abnützung unterworfen sind;
b) weil die Bewegungen der einzelnen Theile durch keine Federn bewerkstelligt werden. (Die Einfallstange fallt durch ihr Gewicht ein.)
Die Vorrichtung mit der Falle in Verbindung an Zimmertliüren als eingestecktes Schlofs angebracht, ersetzt den Schlüssel und den Nachtriegel, und bildet ein vollständiges Zimmerthürschlofs, welches, da die Falle oder Schliefsriegel mit der Vorrichtung nicht fest verbunden ist, beliebig als Links- oder Rechtsschlofs nur durch Umdrehen der Falle verwendet werden kann.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT3830D Sicherheits-Vorrichtung zum Aus- und Einschalten des Drückers bei Schlössern Active DE3830C (de)

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