DE382223C - Verfahren zur Umformung von Gleichstrom in solchen abweichender Spannung - Google Patents
Verfahren zur Umformung von Gleichstrom in solchen abweichender SpannungInfo
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Description
Die Erfindung bezweckt, Gleichstrom gegebener Stromstärke und Spannung in Gleichstrom
beliebiger anderer Stromstärke und Spannung mittels ruhender Transformatoren umzuformen.
Die Steuerung der Ströme im Primär- und Sekundärkreis wird durch einen umlaufenden
Walzenschalter bewirkt. Die primären Spulen der Transformatoren werden durch einen
ίο einpoligen Schalter in solcher Reihenfolge geöffnet, geschlossen und vorübergehend parallel
geschaltet, daß, während der Strom noch die primäre Spule des einen Transformators
durchfließt, bereits die primäre Spule des anderen Transformators geschlossen, alsdann
die erste geöffnet und wieder geschlossen wird, während der Strom noch die zweite
Spule durchfließt; erst dann wird die zweite Spule wieder geöffnet usf. Wenn die Primärstromquelle
nur eine begrenzte Stromstärke liefern kann, so wird bei gleichzeitigen; Schluß der beiden Primärspulen der Strom
sich auf beide verteilen; der Übergang von λ-ollem Strom auf Stromlosigkeit geht also
in zwei Absätzen vor sich, und demgemäß werden auch zwei Sekundärstromstöße erzeugt.
Diese Anordnung ergibt eine nur geringe Schwankung der Stromstärke in der Primärstromquelle.
Zur Steuerung der Primärströme und zur Gleichrichtung der Sekundärströme dient ein
umlaufender Walzenschalter, der mit der Transformatorenschaltung in der Abbildung
dargestellt ist. Diese zeigt eine Abwicklung der Alantelfläche der Walze, bei der die Alan- I
tellinien parallel den Linien I-I verlaufend zu denken sind.
In die isolierende Walzenoberfläche sind
sechs Ringreihen von Kontaktstücken eingelassen. Die Kontaktstücke P., der zweiten
Ringreihe sind gegen die Stücke P1 der ersten Ringreihe in Richtung des Umfanges um eine
halbe Teilung gegeneinander versetzt und haben eine solche Breite in Richtung des Umfanges,
daß sie sich um den Abstand der LinieIT-II von der Linie III-III überlappen.
Die Kontaktstücke der anderen vier Ringreihen sind untereinander in Richtung des
Umfanges nicht versetzt, aber so gegen die Stücke P., verschoben, daß ihre achsiale Mittellinie
auf die Mitte der Überlappungsbreite IT, III fällt; in jeder dieser Ringreihen sind also doppelt so viele Kontaktstücke wie
in der ersten Reihe; die Ausdehnung dieser Kontaktstücke ist in Richtung des Umfanges
etwas breiter als die Überlappungsbreite. In der ersten Achsialreihe ist nun das Stück S1
des dritten Ringes mit dem Stück kx des fünften
Ringes und gleichzeitig das Stück Sx des vierten Ringes mit dem Stück K„ des sechsten
Ringes leitend verbunden, während in der nächsten Achsialreihe das Stück S2 des dritten
Ringes mit dem Stück K., des sechsten Ringes und das .Stück S± des vierten Ringes mit dem
Stück 7\'4 de*s fünften Ringes verbunden ist.
In der nächsten Achsialreihe ist dann wieder S1 mit /C1 und S3 mit K?m verbunden usf.
P1, p.s sind die Primärspulen von zwei
Transformatoren, die parallel, aber mit entgegengesetztem Wicklungssinn an die Zuleitungen
angeschlossen sind, während die Sekundärspulen S1, s„ hintereinandergeschaltet
sind. Eine Unterbrechungsstelle in der Zuleitung zu P1 führt zu den Bürsten 1 und 2,
die auf den Kontaktstücken P1 schleifen. Entsprechend
ist die Leitung zu -P2 über die Bürsten 3 und 4 geführt, die auf den Kontaktstücken
P2 schleifen. Von den Klemmen der Sekundärspulen geht die Leitung zu den Bürsten
5 und 6, die auf den Ringreihen S1, S., bzw. S3, S± schleifen. Auf der RingreiheK11K t
schleift die Bürste 7 und auf der Ring-
reihe K3, K,
die Bürste 8. An diese beiden Bürsten wird der Stromverbraucher angeschlossen.
Die Bürstenspitzen liegen längs derselben Mantellinie.
Bewegt sich nun die Walze in der Richtung von I-I nach IV-IV unter den Bürsten weg,
so wird, wenn die Bürsten die Linie I-I erreicht haben, der Strom in P1 unterbrochen
werden und gleichzeitig in P2 auf seinen vollen
Wert steigen. In S1 wird also eine Öffnungs - E. M. K., in S2 eine Schließungs-E.
M. K. induziert werden; da die Spulen P1 und P2 entgegengesetzten Wicklungssinn haben,
so werden diese beiden elektromotoriiS sehen Kräfte gleiche Richtung haben. Der
λΌη ihnen erzeugte Strom fließt durch die
Bürste S in das Kontaktstück S1, von da nach
/C1 über Bürste γ in die Verbraucherleitung und kehrt durch die Bürste 8, das Kontaktstück
K3 zum Kontaktstück 6"s in die Bürste 6
zur anderen Sekundärklemme zurück. Während die Bürsten von I-I nach H-II gehen, findet im Primärkreis keine Veränderung
statt, es wird also auch keine sekundäre elektromotorische Kraft induziert, und die Bürsten
5, 8 können die Kontaktstäbe S1, S3, K1,
Ks ohne Funkenbildung verlassen und auf die folgende Kontaktreihe S2, S4, K4, K2 auflaufen.
Wenn aber die Bürsten die Linie H-II erreicht haben, so schließt sich wieder der
Strom durch P1, und gleichzeitig sinkt in P2
der Strom auf die Hälfte. Es wird also in S1 eine Schließungs-E. M. K. und in P2 eine öffnungs-E.
M. K., beide im gleichen Sinne induziert. Der Sekundärstrom fließt nunmehr über Bürste 6 sowie Kontaktstücke S4 und K4
in die Leitung 7. Vom Verbraucher kehrt er über Bürste 8 und Kontaktstücke K2, S2 zur
Bürste 5 zurück. Wenn die Bürsten in die Linie III-III gekommen sind, so wird der
noch vorhandene halbe Strom in p2 völlig unterbrochen;
gleichzeitig steigt der Strom in , P1 auf seinen vollen Wert. Es wird also in P1
eine Schließungs-E. M. K., in p2 eine off- J
nungs-E. M. K. induziert, und der Strom ver- j läuft, da auch die Bürsten 5, 8 noch auf den
gleichen Kontaktstücken stehen, ebenso wie beim 'Durchgang der Bürsten durch die
Linie H-II. Beim Erreichen der Linie IV-IV 5" fällt der Strom in P1 auf die Hälfte, und
gleichzeitig wird der Strom in P2 geschlossen; es tritt also genau wie beim Durchgang durch
die Linie I-I in JT1 eine Öffnungs-E. M. K., in
S2 eine Schließungs-E. M. K. auf, und, da inzwischen
auch die Bürsten 5, 8 auf die Kontaktreihe S1, Ss, K1, Ks übergegangen sind,
so verläuft der Strom wiederum genau wie beim Durchgang durch die Linie I-I. Wenn
sich also die Walze um eine volle Teilung gedreht hat, so sind vier gleich starke, gleich
gerichtete Stromstöße in die Fernleitung gesandt worden. Dabei wirken die ersten zwei
Ringreihen von Kontakten als einfacher, einpoliger Schalter, und zwar so, daß niemals
eine vollständige Unterbrechung des Primärkreises eintritt, während die übrigen Ringreihen
als Stromwender für den Sekundärstrom wirken.
Die Sekundärspulen könnten statt hintereinander auch parallel geschaltet werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Umformung von Gleichstrom in solchen abweichender
Spannung mittels ruhender, periodisch erregier und aberregter Transformatoren und synchron laufendem Stromwender für
den Sekundärstrom, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärspulen durch einen umlaufenden, einpoligen Schalter, der sie
vorübergehend parallel verbindet, derart ein- und abgeschaltet werden, daß immer
eine Primärspule im primären Stromkreis bleibt, während über den sekundären Stromwender Stromstöße gleicher Riehtung
durch die Sekundärwicklungen fließen.
2. Walzenschalter für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß er Kontaktstücke in sechs Ringreihen und entsprechend acht längs einer Mantellinie
angeordnete Bürsten enthält, von denen die ersten vier die Schließung und
Öffnung der Primärspulen bewirken, während die fünfte und sechste an die Sekundärklemmen,
die siebente und achte hingegen an die Ver braucher leitung angeschlossen
sind, und daß die Kontaktstücke des zweiten Ringes gegen die des ersten in der Umfangsrichtung um eine halbe
Teilung versetzt sind und die in ihrer Umfangsbreite die Überlappungsbreite der ersten beiden Ringreihen etwas übertreffenden
Stücke der dritten bis sechsten Reihe mit ihren Mitten auf den durch die Mitten der Überlappungsbreiten gehenden
Mantellinien des Walzenschalters liegen, wobei abwechselnd in der einen Mantellinie
das Stück des dritten Ringes mit dem des fünften und das Stück des vierten Ringes mit .dem des sechsten, in der nächsten
Mantellinie aber das Stück des dritten mit dem des sechsten und das des vierten mit dem des fünften verbunden ist.
Hierzu t Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL54337D DE382223C (de) | Verfahren zur Umformung von Gleichstrom in solchen abweichender Spannung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL54337D DE382223C (de) | Verfahren zur Umformung von Gleichstrom in solchen abweichender Spannung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE382223C true DE382223C (de) | 1923-09-29 |
Family
ID=7276082
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL54337D Expired DE382223C (de) | Verfahren zur Umformung von Gleichstrom in solchen abweichender Spannung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE382223C (de) |
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0
- DE DEL54337D patent/DE382223C/de not_active Expired
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