DE37702C - Verfahren und Apparat zur barometrischen Messung der Verdunstung nebst selbstthätigem Registrirapparat - Google Patents

Verfahren und Apparat zur barometrischen Messung der Verdunstung nebst selbstthätigem Registrirapparat

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DE37702C
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    • G01N25/14Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by using distillation, extraction, sublimation, condensation, freezing, or crystallisation

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
DON ANTONIO BONINO in IVREA (Italien).
Registrirapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. März 1886 ab.
In Fig. 1 der Zeichnung stellt B eine Hohlkugel aus porösem Material dar, welche mit einer Flüssigkeit gefüllt werden kann und verschliefsbar durch einen Schlauch oder Rohr T mit einem mit Mefsstrichen versehenen Cylinder A in Verbindung steht. Die in A befindliche Flüssigkeit wird durch den Luftdruck, wie in einem Wasserbarometer, durch den Schlauch T in die Kugel B emporgedrückt, aus deren feinen Poren sie auf die Aufsenfläche dringt, wo sie jedoch dem äufseren Atmosphärendruck begegnet, welcher verhindert, dafs sie auf andere Weise als durch Verdunstung austritt.
Es findet hier also gewissermafsen ein Kampf statt zwischen der Capillarität, welche die Flüssigkeit nach äufsen zu treiben strebt, und dem Atmosphärendruck, welcher sie in die Kugel zurückdrängt; die Ausgleichung zwischen diesen einander entgegenwirkenden Kräften bildet den Grundgedanken des vorliegenden Apparates.
In demselben Mafse als die den Hohlkörper-B umgebende Luft sich mit Dunst sättigt und sich erneuert, findet eine weitere Verdunstung austretender Flüssigkeit statt, und da der Abgang durch Nachdringen aus dem Cylinder A ersetzt wird, so fällt die Flüssigkeitssäule in letzterem entsprechend der Verdunstungsmenge, und es kann der Verbrauch auf der Scala einfach abgelesen werden.
Dieser auf der barometrischen Messung der Verdunstung mittelst eines porösen Hohlkörpers beruhende Apparat hat aber aufserdem die werthvolle Eigenschaft, aufser der durch Verdunstung entstehenden Volumenverringerung auch vorhandene Dunstmengen, den Thau, den Nebel und andere sich durch plötzliche Temperaturveränderungen bildende Niederschläge zu messen, und zwar ebenfalls durch Veränderung des Niveaus in der Säule A in entgegengesetztem Sinne.
Um diese in Wechselverbindung stehenden Erscheinungen zu verwerthen, sind zwei Apparate construirt worden, welche sich gegenseitig ergänzen; der eine dient zur directen Beobachtung und Messung des durch Verdunstung entschwundenen Volumens oder der in vorhandenem Dunste enthaltenen Niederschlagsmenge; der andere Apparat registrirt und zeigt die Gesammtheit, sowie die wechselseitigen Producte dieser Messungen an.
Der erstere Apparat (zur directen Messung) ist in Fig. 2 dargestellt; er besteht aus einer Anzahl von mit Mefsstrichen versehenen Röhren A, welche sich nach einander entleeren und daher wie ein einziges enges und langes Rohr wirken; die in diesen Röhren enthaltene Flüssigkeitsmenge entspricht etwa der Gesammtverdunstungsmenge eines Tages; die kleinen Schwankungen des Niveaus, ab- wie aufwärts, können genau abgelesen werden.
Die unteren Enden dieser Röhren A münden in einen luftdicht verschlossenen Behälter R, dessen Boden schräg abfällt, die Röhren stehen auf diese Weise unter einander in Verbindung. Am tiefsten Ende des Be-
hälters R mündet in denselben das Rohr T1, welches nach der durch Fig. ι erläuterten porösen Hohlkugel B führt.
Die oberen Enden dieser Röhren sind mit Hahnverschlufs versehen, durch welchen sie alle zugleich gefüllt werden. Alsdann schliefst man die Hähne, ausgenommen denjenigen der ersten Röhre, welcher offen bleibt. Das Niveau wird folglich nicht durch Mangel an Luftdruck verhindert, herabzusinken. Sobald jedoch die erste Röhre sich völlig entleert hat und das Wasser in dem Kasten R fortfährt, zu sinken, tritt der Moment ein, wo Luft von unten in die zweite Röhre eintritt, und nun entleert sich diese allmälig durch die fortschreitende Verdunstung.
Ebenso geschieht es dann nach und nach mit der dritten und vierten Röhre.
Fig. 3 zeigt den Mefsapparat mit selbstthätiger Registrirung. Die Flüssigkeitssäule befindet sich hier in einem gröfseren Behälter R1, ein von ihr getragener Schwimmer F steht mit einem Uhrwerk H in Verbindung.
Die Einrichtung dieses Apparates ist im übrigen folgende:
Aus dem Boden des Flüssigkeitsbehälters R führt das Rohr T nach dem die Verdunstung vermittelnden Hohlkörper B. . Das Uhrwerk H setzt durch ein, kleines Getriebe, Fig. 5, eine Welle G in Drehung, die in einem Spurzapfenlager am Boden des Behälters R J mit geringer Reibung ruht; auf dieser Welle G gleitet in der Längenrichtung lose die Hülse des Schwimmers F, an welcher eine Feder (oder ein Registrirstift) ρ angebracht ist, die an dem auf der äufseren Cylinderwand R1 aufgerollten Papier anliegt un,d eine Curve aufzeichnet, die nach Stunde und Minute genau die Schwankungen der Flüssigkeitssäule wiedergiebt, wie sie durch die Verdunstung hervorgerufen worden sind. Das Gestell dieses Apparates wird durch Schrauben genau in die horizontale Lage gestellt.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform dieses Apparates gezeigt, in welcher der Flüssigkeits-. behälter ein Volumen fafst, das für eine Verdunstung während eines achttägigen Zeitraumes ausreicht, ohne deshalb unbequeme Raumverhältnisse zu bedingen.
Das Uhrwerk ist hier gröfser und im Fufs A1 des Apparates gelagert; es setzt mittelst der drei Rädchen / einen auf letzteren ruhenden Zahnkranz BΛ in Drehung, welcher eine Gabel C trägt, die dem Registrirstift ρ als Führung dient.
Die Bewegung dieses Zahnkranzes und folglich auch die des Stiftes ρ ist so bemessen, dafs er während eines Tages den zehnten Theil des Umfanges der Papiertrommel berührt, und das Papier ist durch Linien in kleine Quadrate getheilt, welche entweder dem Niveau oder der Stunde und den Tagen der Woche entsprechen, welche auf dem Umfang des Behälterdeckels markirt sind.
Der Schwimmer F steht mit dem Registrirstift in Verbindung durch eine Schnur, welche oben aus dem Behälter heraustritt und über kleine Rollen h geführt wird, die von der Gabel C bei ihrer Drehung mitgenommen werden.
Die an der Seite des Apparates angebrachten Röhren münden in den Boden des Flüssigkeitsbehälters ; eines derselben führt nach dem die Verdunstung vermittelnden Hohlkörper B, das andere dient zur Füllung des Behälters.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, die Menge der durch einen porösen Hohlkörper verdunstenden Flüssig-' keit dadurch zu messen, dafs die Flüssigkeit durch Atmosphärendruck aus einem mit dem Hohlkörper in Verbindung stehenden Gefäfse in den Hohlkörper gedrückt und das allmälige Sinken der Flüssigkeit in dem Gefäfse gemessen wird.
  2. 2. Zur Ausführung dieses Verfahrens: die Einrichtung eines oder mehrerer unter sich in Verbindung stehender mit Mefsstrichen versehener Röhren (A), aus welchen die Flüssigkeit durch ein Verbindungsrohr (T) vermöge des Atmosphärendruckes in einen porösen Hohlkörper (B) gelangt und entsprechend dem durch Verdunstung entstehenden Abgang nachdringt.
  3. 3. Die Einrichtung eines aus einem Flüssigkeitsbehälter (R), einem porösen Hohlkörper (B) und dem Verbindungsrohr (T) bestehenden Apparates mit einer selbstthätigen Registrirvorrichtung, bestehend aus einem von der Flüssigkeit getragenen, den Niveauschwankungen folgenden Schwimmer (F), einem von letzterem geradlinig bewegten Registrirstift (p) und einem eine gleichmäfsige Drehung dieses Stiftes hervorrufenden Uhrwerke oder Motor.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT37702D Verfahren und Apparat zur barometrischen Messung der Verdunstung nebst selbstthätigem Registrirapparat Expired - Lifetime DE37702C (de)

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