DE36968C - Maschine zum Etikettiren von Nähfadenspulen - Google Patents

Maschine zum Etikettiren von Nähfadenspulen

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DE36968C
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DE
Germany
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labels
flap
bobbin
shaft
box
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT36968D
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English (en)
Original Assignee
J. HUTZELSIEDER in Augsburg
Publication of DE36968C publication Critical patent/DE36968C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C9/00Details of labelling machines or apparatus
    • B65C9/02Devices for moving articles, e.g. containers, past labelling station

Landscapes

  • Labeling Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE B4: Papiererzeugnisse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1886 ab.
Die Erfindung bezweckt, auf Papierstreifen aufgedruckte Etiketten auf ihrer Rückseite selbstthätig mit flüssigem Klebstoff zu bestreichen, dieselben auszustanzen und auf die Kopfseite von Nähfadenspulen festzukleben. Die dazu dienende, auf beiliegender Zeichnung dargestellte Maschine besitzt aufser den Einrichtungen zu obigen Zwecken noch Vorrichtungen, um dieselbe für Spulen von verschiedener Gröfse leicht einstellen und den Vorschub des Etikettstreifens beliebig reguliren zu können.
Die Construction und Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Auf einer leicht einstellbaren schiefen Ebene oder Rinne α rollen die zu beklebenden Spulen herab, bis die unterste von einem Riegel b aufgehalten wird. Auf dem Tisch der Maschine ist die Antriebswelle c' drehbar gelagert, welche entweder von den Riemscheiben dd1 aus oder durch die Handkurbel e gedreht wird. Auf dieser Welle c sitzt eine Reihe von Excentern, oder Curvenscheiben, von denen das eine, /, beim Drehen der Welle den Riegel b hochhebt, worauf die unterste Spule abwärts rollt, bis sie in das Spulenlager gelangt. Dasselbe wird aus einer drehbaren Klappe h "hergestellt, welche, wenn sie nach oben gedreht ist, mit der schiefen Ebene α zusammen eine Vertiefung bildet,' in welche sich die Spule hineinlegt, während sie, wenn sie nach unten gedreht wird, die Verbindung zwischen der Rinne a und einer zweiten Rinne a1 herstellt und eine Gleitbahn zum Hinabrollen der fertig beklebten Spule bildet. Der Drehzapfen hl der Klappe h sitzt in einem Halter i, welcher mittelst Stellschraube i1 leicht höher oder tiefer gestellt werden kann, so dafs dadurch und durch gleichzeitige Einstellung der Rinne α das Spulenlager einer jeden Spulengröfse entsprechend eingestellt werden und das Bedrucken mit Etiketten genau centrisch erfolgen kann.
Auf beiden Seiten des Spulenlagers sind zwei Ständer k und Jc1 angebracht, in welchen die Stahlbolzen oder Stempel Z und Z1 so gelagert sind, dafs ihre Mittellinien mit der Mittellinie der eingelegten Spule in einer Richtung liegen. Diese Stahlbolzen erhalten eine gleichzeitige Vorwärtsbewegung oder Verschiebung durch die ebenfalls auf der Welle c sitzenden Excenter/1 und/", über deren Erhöhungen und Vertiefungen die mit Laufrollen versehenen Stangen m und in1 gleiten, welche im Ständer k drehbar gelagert sind und ihre Bewegung mittelst der Kolben η und n1 auf die Bolzen / und Z1 übertragen, während zwei Spiralfedern 0 und o1 die Laufrollen stets fest gegen die Excenter ziehen und die Vorwärtsbewegung der Stempel unterstützen. Diese Stempel / und Z1 stanzen aus den vor ihnen herunterlaufenden gummirten Papierstreifen die gedruckten Etiketten aus und pressen dieselben bei ihrer Weiterbewegung rechts und links auf die beiden Kopfseiten der eingelegten Spule.
Um die Bewegung der Bolzen einer beliebigen Spulenlänge entsprechend einzustellen, können erstens die Ständer k und k1 durch eine Schraubenspindel k" mit Rechts- und Linksgewinde einander genähert oder von einander entfernt werden, wobei eine Scala k3 die jedesmalige Stellung anzeigt; ferner können aber auch die Mitnehmerkloben η und w1 durch Schrauben in den Stangen m und ml genau

Claims (2)

Justin werden, wobei jedoch die Gröfse der Bewegung stets dieselbe bleibt. Nachdem das Bekleben mit der Etikette erfolgt ist, wird die Klappe h durch die Maschine niedergelassen, worauf die Spule hinabrollt, und darauf wieder hochgehoben und der Riegel b weggezogen, so dafs die folgende Spule aus der Rinne α in das Spulenlager rollen kann, während der Riegel b sich wieder vorschiebt. Die Bewegung der Klappe h erfolgt durch das Excenter fi auf der Welle c, welches den Hebel ρ mit Laufrolle pl und Zugfeder p" dreht, während eine Gabel den Arm h" der Klappe h erfafst und dieselbe in geeigneten Momenten auf- und niederdreht. Die in genauen Abständen von einander mit Etiketten bedruckten Papierstreifen sind auf leichte Rollen aufgewickelt, von wo sie über zwei Walzen q und ql laufen, die mit ganz feinen Stahlspitzen versehen sind, welche, ohne zu schaden, in das Papier eintreten und dieses fortziehen. Die Drehung dieser Walzen mufs eine ruckweise sein und wird durch das auf der Welle c sitzende Excenter oder die Curvenscheibe/5 erzielt. Die letztere hat einen daumenartigen Ansatz, welcher in die Zähne eines Schaltrades r eingreift und dasselbe um einen Theil seines Umfanges dreht, bis er aufser Eingriff mit dem Zahn gelangt und später bei weiterer Umdrehung den folgenden Zahn erfafst. Bei acht Zähnen des Schaltrades r wird dasselbe demnach achtmal ruckweise bewegt, bis es eine volle Umdrehung ausgeführt hat. Diese Bewegung wird nun durch Kegelräder r1 r" und eine Anzahl von entsprechend eingestellten Wechselrädern auf die Walzen q und q1 übertragen. Zum Gummiren der Papierstreifen ist folgende Einrichtung getroffen: Auf den Achsen der Walzen q und q1 sitzen zwei glatte Rollen s und s1, welche sich mit denselben drehen und in Gefäfsen mit flüssigem Gummi laufen, so dafs ihre Oberfläche stets mit Klebstoff bedeckt ist. Zwei Druckstücke s2 und ss nehmen das flüssige Gummi von den Rollen s und s1 ab und übertragen dasselbe auf den von den Walzen q und q1 ablaufenden Papierstreifen, und zwar auf die Rückseite der bedruckten Etiketten. Die Druckstücke müssen zu diesem Zweck bei jeder Drehung der Maschine erst eine Bewegung nach unten, dann eine nach oben, eine horizontale und nochmals eine nach unten ausführen. Die horizontale Bewegung der die Druckstücke tragenden Schiene i* mit Querstange f5 erfolgt durch die Curvenscheibe /° auf der Welle c, welche den Hebel t dreht, auf welchen einerseits die Zugfeder t1 einwirkt, während er mittelst der Zugstange f2 und des Winkelhebels i3 die Schiene f4 horizontal hin- und herbewegt. Zu gleicher Zeit wird durch die Curvenscheibe/7 auf der Welle c ein Hebel u auf- und niedergedreht, der in den entsprechenden Momenten durch die Zugstange w1 die Schiene if4 und mit ihr die Druckstücke s2 und s3 auf- und niederhebt. Die zum Ausstanzen der Etiketten dienenden Stahlbolzen oder Stempel / und Z1 sind an den Enden schwächer gedreht und müssen der Gröfse der Etiketten entsprechend ausgewechselt werden. Vor den Stempeln befinden sich Platten ν und v1, in welche Stahlringe eingesetzt werden, die ebenfalls nach den verschiedenen Etiketten ausgewechselt werden müssen. Diese Ringe liegen in genau nach dem Achsenmittel der Stempel ausgebohrten Ringflächen, so dafs der Stempel bei seiner Vorwärtsbewegung stets genau durch den Stahlring hindurchgeht und die Etikette scharf und glatt ausstanzt. Das Zurückziehen der Stempel geschieht direct durch die Excenter/1 und /2, und zwar rascher als das Vorschieben. Die fertig beklebten Spulen rollen aus der Rinne a1 in den Kasten w. Derselbe ist tief und lang, aber nicht viel breiter, als die Spulenlänge beträgt. Er ist aus Holz oder Blech angefertigt und oben offen. Diese Kasten sind ebenfalls leicht auszuwechseln und erhalten zu diesem Zweck eine Rippe n>1, mit der sie in einen Halter eingesetzt werden, während eine Zange χ die Kasten festhält und am Umfallen hindert. Das Gestell y ist mit dem eingesetzten Kasten um einen Bolzen yl drehbar und hat einen Handgriff ^, den der Arbeiter ergreift, um den Kasten von Zeit zu Zeit auf- und niederzuschütteln, damit die darin liegenden Spulen sich gleichmäfsig aufschichten, wodurch die Kasten gut gefüllt werden und zum Packen bereit sind. Es verrichtet also die Maschine jeden Theil der erforderlichen Arbeit ganz selbstthätig, sie läfst sich für jede Spulengröfse leicht passend einstellen, versieht die Etikette mit Klebstoff, stanzt sie aus, klebt sie auf jede Kopfseite der Spule auf und besorgt schliefslich auch das Einpacken der fertig beklebten Spulen, ein technischer Effect, der mit den früheren Maschinen dieser Art noch nicht erreicht worden ist. Patenτ-Ansprüche:
1. Die Vorrichtung zum Ausstanzen und Anpressen der Etiketten, bestehend aus Stahlbolzen oder Stempeln Z und Z1, Platten ν und v1 mit eingesetzten Stahlringen, Welle c mit Excentern/1 und/2, Stangen m und m1 und Spiralfedern ο und o1.
2. Die Vorrichtung zum Reguliren der Zuführung der Spulen und zum Festhalten derselben, bestehend aus den Rinnen α und a1,
dem aus der Rinne α und der Drehklappe la gebildeten Spulenlager, Riegel b, Halter ϊ mit Stellschraube i1, den Excentern f und/1 mit Hebeln zum Bewegen der Klappe h und des Riegels b.
Die Vorrichtung zum ruckweisen Abwickeln des Papierstreifens, bestehend aus dem zugleich fortbewegend und hemmend wirkenden Schaltrade r, in welches der Ansatz des Excenters f5 eingreift, um durch die Kegelräder und Wechselräder die erforderliche ruckweise Drehbewegung auf die Papierwalzen q und ql zu übertragen.
Die Vorrichtung zum Gummiren der Etiketten, bestehend aus den Klebstoffrollen s und j1, Druckstücken sz und s3, Curvenscheiben/6 und/7, Hebeln t und u, Zugstangen i2 und u1, Winkelhebel f3 und Schiene i4.
Der Kasten w zur Aufnahme der fertig beklebten Spulen mit Zange χ und Gestell^ zum Schütteln des Kastens.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT36968D Maschine zum Etikettiren von Nähfadenspulen Expired - Lifetime DE36968C (de)

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