DE368461C - Kantvorrichtung fuer Walzwerke - Google Patents

Kantvorrichtung fuer Walzwerke

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DE368461C
DE368461C DESCH62772D DESC062772D DE368461C DE 368461 C DE368461 C DE 368461C DE SCH62772 D DESCH62772 D DE SCH62772D DE SC062772 D DESC062772 D DE SC062772D DE 368461 C DE368461 C DE 368461C
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rolling mills
ruler
block
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DESCH62772D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B39/00Arrangements for moving, supporting, or positioning work, or controlling its movement, combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, metal-rolling mills
    • B21B39/20Revolving, turning-over, or like manipulation of work, e.g. revolving in trio stands
    • B21B39/22Revolving, turning-over, or like manipulation of work, e.g. revolving in trio stands by tipping, e.g. by lifting one side by levers or wedges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Kantvorrichtung für Walzwerke. Die vorliegende Eefindung betrifft eine-Vorrichtung zum Kanten (Wenden) und Verschieben von Blöcken und Walzstäbon; wie sie in Walzwerken erforderlich ist.
  • Gute Kantvorrichtungen müssen sicher und zuverilässig arbeiten; :sie dürfen nicht zu verwickelt im Aufbau und auch, wenn möglich; während d"es Betriebes zugängig sein.
  • Kantvorridhtungen, bei .denen das Kanten des Blockes !durch von: unten zwischen den Rollgamgsrollen hindurchtretende Kantstempel bewirkt wiindi, sind' wohl meistenteils einfach -im Aufbau, jedoch liegen die Antriebselemnente (z. B. hydraulische .Zylinder) vielfach tief unter 1Valzwerksflur bzw. Rollenoberkanbe, so,daß ihre Zugängigkeit für Überwachung und Ausbesserung sehr erschwert ist. Außerdem werden die runter dem Rollgangsrahmeru liegenden Fundamentteile durch Teilschlitze, durch welche die die K.antstempel tragenden Arme durchgreifen, erheblich geschwächt.
  • Es gibt nun Kantvorrichtungen-, wie 'beispielsweise -die für schwerste Straßen gebräuchlichen Limealkamter, die über Rollenolyerkante und Walzwerksflur liegen, jedoch sind diese verwickelt und teuer im Aufbau, zumal da sie niemals vom einer Roilligangsseite aus bewegt werden (können, sondern immer einen zweiseitigen Antrieb bedingen., da ja jedes der beiden Lineale unabhängig voneinander bewegt werden muß, d'as rechte sowohl als das linke. Eine Arbeiten (Kanten) mit nur einem Lineal wäre nicht rdiurchfiillrbar, ohne daß das andere als Widerlager für den Block 'benutzt wird.
  • Die Kantvorrichbung gemäß Erfindung kann jedoch ohne weiteres, auch wenn sie nur ihren Antrieb von einer Seite erhält, d. h. .mit einem einzigen Lineal ausgerüstet ist, den Block nach beiden Seiten herumkanten. Sie ist deshalb billig und einfach im Aufbau. Außerdem zeichnet s,idh diese Kantvorrichtung dadurch aus, daß sämtliche Maschinenelemiente in unmittelbarer Nähe unter @diem Plattenbelag liegen, so daß sie auf einfachste Art und Weise überwacht und reimgehalten und bei Beidarf mit Sc hmiermnaterial versehen werden können. Die Bewegung der Kantgabeln ist nur eine drehende ;beim Kanten und eine achsiale beim Verschieben des Walzmaterials. Die Hauptführungsteile bestehen aus Rundstangen.
  • In dien Zeichnungen stellt Abb. I die Grundstellung der Kantgabeln dar, und zwar im Schnitt mlit dem darüber befindlichen Block, Abb.2 im Seitenriß dazu.
  • Abb. 3 zeigt die Kantgabeiln während des Kantvorgangs, Abb. q: einen iSeitenriß dazu, Abb. 5' zeigt diie Lage ider Kantgalieln und des Blockes nach. erfolgtem. Kantvorgang, Abb. 6 einen -Seitenriß dazu.
  • A!bb. 7 zeigt die allgemeine Anordnung der Kantgabeln im Rüllgang vor dem Walzwerk. Abb.8 ist @die Üraufsicht auf die Kantvarrichitung.
  • Abb. g ist ein bei A-B geführter Schnitt von. Abh. B.
  • Abb. Io zeigt die Kantvorrichtung in dappelter Ausführung für einen Betrieb, von zwei Seiten..
  • Die Kantgab,eln 2, 2 (A'bib. z) bestehen -der Form nach aus Zylinderabschnitben, die ,in ihrer Längsrichtung eine rechteckige Ausspa-ru-ng `besitzen. Die rechteckige Aussparung ist ,in Abb. 6 rund Abb. 8 zu erkennen. Die Kantgafbeln 2 können .um Achsen, die oberhalb der Rollenoberkante liegen, um ,ihre Längsachse gedrieht werden. Dieses geschieht durch Ritzet 7, 7, die durch eine Zahnistange 6 und durch einen hydraulischen Zylinder 5 hewegt wenden. Das zwangläiufige Drehen der Kantgabeln 2,:2 kann auch durch Hebel, die unter sich durch Stangen verbunden. sind, mit Hilfe .eines hydraulischen Zylinders oder eines Elektromotors um den -entsprechenden Winkel erfolgen,. Die Ritzel oder Hebel sind in Gehäusen 8 (Afb. 8) gelagert, die nur eine
    Drehung der Ritze- 7, 7 oder der Hebel zu-
    lasseri. Indien Bo'hrntngen der Ritze- !oder
    Hebel gleiten, Wellen g, ,g, die auf dem einen-
    Ende die Kantgabeln 2, 2 und: ein die Wellen
    gemeinsam verbindlendes Lineal io und auf
    dem anderen Ende eine gemeinsame Tra-
    verse i i tragen.
    Die Verbindung der Wellen g, g. mit dem
    Lineal io sowohl als :auch mit der Traverse 1i
    erfolgt derart, daßeine Drehung der Well-an
    in den Verbindungsstellen möglich ist. Da-
    mit- bei Drehung der Ritze- oder Hebel die
    Wellen mitgedreht werden, sind' diesellben mit
    Längsnuten versehen, in welche Federkeile
    der Ritze- oder Hebel eingreifen. Das Ach-
    sialverschieben der Kantgabeln geschieht
    hydraulisch oder elektrisch. Damit beim voll-
    ständigen Herausschieben der Kantgaibeln bis
    zur -anderen: Rollgangsseite :die Ritzellager-
    gehäuse 8 die verhältnismäßig schweren Kant-
    gabeln und das Lineal irnicht frei zu tragen
    brauchen, sind: am Lineal io (Abb. 7) Füh-
    rungsstützen -12 vorgesehen, die auf -den Roll-
    gan.gstraversen 13 :zwischen den. Rollen i
    schleifen. Das Lineal io -erhält einfache Büch-
    senlager für die Wellenenden- @bzw. für die
    Kantgabeln. In den Abb. 7 'und 8 sind' bei-
    spvelsweise vier Kantgabeln: igezeichmet. Es
    können naturgemäß beliebig mehr oder weni-
    ger Kantgabeln je nach Bedarf angeordnet
    werden:
    Die Kantvorrichtuaig -kann ,die Blöcke nach
    links oder rechts, d. h. mit oder -im entgegen-
    gesetzten 'Sinn des Uhrzeigers, kanten. `Der
    Block 3 (Abb. i), der in der Ruhelage auf den
    Rollgangsrollen i. i liegt, soll beispielsweise
    in 'der in Abb. 2 angedeuteten Pfeiil:richtung
    gekantet wenden. Zu diesem @Zwe& wird die
    K antgabel 2 derart unter den iBlock 3 -;e-
    fahren, daß der Vorsprung der @K antgabzl
    links vom, Blockschwerpunkt zat liegen kommt
    (Ab b. 2). Nunm.e'hr :erfolgt eine Drehung der
    Kantgabeln .(Abb. 3). Es wird' dadurch der
    Vorsprung die :eine iBlockseite so, lange :an-
    heben, ;bis der Blookschwerpwckt .rechts vom
    Unterstützungspu nkt des Blockes liegt,
    worauf !der Block id:ann von. selbst urnkantet.
    Die Drehung der Kan.tgalbel macht 'etwa go°
    aus (Abb.5).
    )Nach erfolgter Drehung tauchUder mittlere
    Teil der Kantgäbelm 2 über Rollemöberkante
    hervor und hebt den -Block leicht vom Roll-
    gang ab. In: dieser Stellung wird der ganze
    Bloch von der Kantvorrichtung getragen und
    kann -also .nach erfolgter Kantung, ohne die
    Rollen zu berühren, zum (nächsten Kalieber ge-
    schoben werden. Dieser Umstand ist nützlich
    fier die Schonung des Rollgangs. Jegliche
    Achsialverschiebu4:g der Rolijen wird dadurch
    "no#m Rollgang
    Da :die Kantvorrichtung zwei-Kantzaeken-
    reihen besitzt, so ist :es auch möglich, das
    Kanten nach der umgekehrten Richtung, wie
    in Aeblb. 2 und 4 punktiert @eingezeidhnet ist,
    vorzunehmen. In, diesem Falle- wirkt der
    äußere Kantvarspruing der Kantgabel. Nach
    erfolgtem iKanten liegt der Block natürlicher-
    weise wieder zwischen den beiden,'Kantzacken
    in der von dem Rollgang abgehobenem Stel-
    iung (Abbl6).
    ,Es -kann nun durch besondere Umstände
    vorkommen, daß .der Block bzw. ,der Walzstab
    gelegentlich schief auf dem Rollgang liegt.
    Um idennoch ein stidheres Kanten zu :ermög-
    liehen, wird der Block vorher von :dem
    Lineal io geraidegeschoben, bis er die Rellen
    unter: einem rechten 'Winkel kreuzt.
    Die ganze Vorrichtung kann .natürlich auch
    zweiseitig (A:bib. io) ausgebildiet werden, so
    daß sowohl an .der - linken Seite als auch' an
    der ,rechten Seite des Rollgangs .zwei umab-
    hängig voneinander angetriebene Kanitvor-
    richtungen,sich befinden. In diesem Fall ;sind
    natürlich die Kdntgabeln 14, 15 kürzer und
    die Kantzackenreihe am äußeren freien Enide
    fällt vollständig fort, weil sie ja durch :die !am
    Lineal liegende Kantzackenreihe der anderen
    Kantverrichtung ersetzt ist. Der mittlere
    verbind'en:die Steg zwi,sc!h;em den beiden. Kant-
    zacken dierbeschriebenen Vorrichtung fällt
    dann fort oder ist wenigstens so kurz, daß. die
    Lineale 16, 17einen:dazwischenliegen:den Stab
    geraiderichten können
    Bei Anordnung von Kantvorrichtungem vor
    und hinter der iWtalze @nvierden 'die Kan:tvor-
    richtungen auf einer iSeite,-iwie in bekannter
    Weise, @dierart .zivamgläiuf:g verbünden, daß :ein
    Verschieben: der Kantvorriclvtung Ibeisliiels-
    w :eise auf einerSeite vor der Straße auch das
    Verschieben der Kantvorrichtung auf der-
    selhen Seite hinter der -Straße 'bedingt.

Claims (1)

  1. PATEIQT-ANSPp'ÜcHE:
    i. iKantvörrichtung für Walzwerke, da- durch gekennzeichnet, daß die Kant- elemente .au ZVel'len.(g, g) b,efestigti- ,sind und durch diese um ihre Längsachsen ge- idre'ht wenden, @so,daß die Kantzacken ganz aas der, von den Rollenoberkanten. gebil- deten,Ebene hervortreten. 2. Käntvorrichtung nach Anspruch i, :dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Wellen (g) für die Kantelemente (2) durch :ein über Rolleno1Uerekante liegend-es Lineal (io) imitelinrnander verbunden @sind.
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