DE367967C - Verfahren zur Herstellung von Schmier- und Zylinderoelen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schmier- und ZylinderoelenInfo
- Publication number
- DE367967C DE367967C DET23343D DET0023343D DE367967C DE 367967 C DE367967 C DE 367967C DE T23343 D DET23343 D DE T23343D DE T0023343 D DET0023343 D DE T0023343D DE 367967 C DE367967 C DE 367967C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- oils
- oil
- lubricating
- production
- cylinder
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000010727 cylinder oil Substances 0.000 title claims description 8
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- 239000010687 lubricating oil Substances 0.000 title claims description 6
- 230000001050 lubricating effect Effects 0.000 title claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 16
- 239000010779 crude oil Substances 0.000 claims description 9
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 6
- LRCFXGAMWKDGLA-UHFFFAOYSA-N dioxosilane;hydrate Chemical compound O.O=[Si]=O LRCFXGAMWKDGLA-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 239000003208 petroleum Substances 0.000 claims description 4
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 3
- 238000010992 reflux Methods 0.000 claims description 2
- 239000011295 pitch Substances 0.000 description 5
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 description 4
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 4
- UHOVQNZJYSORNB-UHFFFAOYSA-N Benzene Chemical compound C1=CC=CC=C1 UHOVQNZJYSORNB-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- QGJOPFRUJISHPQ-UHFFFAOYSA-N Carbon disulfide Chemical compound S=C=S QGJOPFRUJISHPQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- 238000004061 bleaching Methods 0.000 description 2
- 239000000047 product Substances 0.000 description 2
- VZGDMQKNWNREIO-UHFFFAOYSA-N tetrachloromethane Chemical compound ClC(Cl)(Cl)Cl VZGDMQKNWNREIO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- BPQQTUXANYXVAA-UHFFFAOYSA-N Orthosilicate Chemical compound [O-][Si]([O-])([O-])[O-] BPQQTUXANYXVAA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N Phosphorus Chemical compound [P] OAICVXFJPJFONN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000010306 acid treatment Methods 0.000 description 1
- 230000001464 adherent effect Effects 0.000 description 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 125000000853 cresyl group Chemical class C1(=CC=C(C=C1)C)* 0.000 description 1
- 239000003599 detergent Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 238000001914 filtration Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000005416 organic matter Substances 0.000 description 1
- 239000003960 organic solvent Substances 0.000 description 1
- 230000003647 oxidation Effects 0.000 description 1
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 description 1
- 239000012188 paraffin wax Substances 0.000 description 1
- 229910052698 phosphorus Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011574 phosphorus Substances 0.000 description 1
- 235000019353 potassium silicate Nutrition 0.000 description 1
- 230000001376 precipitating effect Effects 0.000 description 1
- 239000010909 process residue Substances 0.000 description 1
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000005070 sampling Methods 0.000 description 1
- 239000011265 semifinished product Substances 0.000 description 1
- RMAQACBXLXPBSY-UHFFFAOYSA-N silicic acid Chemical compound O[Si](O)(O)O RMAQACBXLXPBSY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 235000012239 silicon dioxide Nutrition 0.000 description 1
- NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N sodium silicate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-][Si]([O-])=O NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G29/00—Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, with other chemicals
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von Schmier- und Zylinderölen. Die Erfindung betrifft die Herstellung von hochviskosen und hellen Schmierölen und Zylinderölen aus dunklen, asphalthaltigen Roherdölen und Erdölrückständen, indem man auf sie Hydrosilikate oder Hydrokieselsäure enthaltende Stoffe bei höherer Temperatur einwirken läßt. Es war bis jetzt nicht möglich, aus solchen Erdölen Zylinderöle herzustellen, die dem amerikanischen Erzeugnis gleichen. Selbst das schlechteste Rohöl, z. B. Wietzerohöl, läßt sich nach dem neuen Verfahren zu sehr guten Schmier- und Zylinderölen verarbeiten, was bisher für ausgeschlossen galt. Das Verfahren bedeutet daher einen wichtigen Fortschritt in der Erdölindustrie.
- Zur Ausführung des Verfahrens bringt man das Rohöl oder die zu verarbeitenden Rückstände in einen mit Rückflußkühler versehenen, aufrechtstehenden-Behälter (Erhitzer, Digestor), der mit Hydrosilikat, z. B. Floriidaerde oder Kambaraerde (Japan), gefüllt ist. Der Digestor ist an allen ,Seiten von einem Erhitzungsraum umgeben, :der von Feuergasen durchstrichen wind. Die Temperatur, die mittels Thermometer dauernd beobachtet wird, regelt man nach den besonderen Eigenschaften :des Öles, sie ist aber ;selten höher als 300° C. Man l:äßt das Erhitzen mehrere Stunden andauern und prüft den Inhalt des Apparates durch Probeziehen. Nach genügender Einwirkung, die sich auch .durch fortschreitende Aufhellung in .der Farbe ,des Öles zu erkennen gibt, werden die Feuergase abgestellt und ,der Inhalt einige Stunden abgekühlt.
- Dann wird das helle Öl, wenn nötig, durch einen Kühler, abgezogen und in einem Destillierkessei mittels trockenen Dampfes und schwachen Feuers eingedickt. Sollte das vom Digestor kommende öl noch einer Filtration durch Hydrosilikate bedürfen, ivas oft bei Schvverölen aus Kalifornien nötig ist, so wird das noch warme t51 auf eine Filterkolonne geschickt und bei einer Temperatur von 6o bis 8o° C filtriert. Es wird dabei ein prachtvoll hellgrünes Öl erhalten, das sich mit der nötigen Vorsicht im Destillierkessel zu ausgezeichneten Schmier- und Zylinderölen eindicken läßt.
- Die Ausbeuten sind unübertrefflich. Ein Wietzerohöl, welches z. B. 48 Prozent über 35o° C siedende Bestandteile enthielt, lieferte nach dieser .Behandlung 2o bis 22 Prozent hellgrünes Zylinderöd mit einer Viskosität von q. bis 5 Engler=Graden und einem Flammpunkt von etwa 28o° C. Auch Rückstände von amerikanischem Erdölvorkommen gaben bei gleicher Behandlung stets gute Resultate. " Die Einwirkung,des Hydrosilikates auf die aspalthaltigen Rohöle bei erhöhter Temperatur beruht wohl darauf, idaß es die im Öl oder dessen Rückständen enthaltenen Pechstoffe (.fälschlich Asphalt genannt) absorbiert und sie so vom Öle, in welchem sie unlöslich sind, trennt.
- Dasselbe Hydrosilikat kann für mehrere neue Beschickungen von Rohöl benufzt werden. Ist die Menge der absorbierten Pechstoffe Leträchtlich angewachsen, so wird das Hydrosilikat zuerst mit Benzin von mechanisch anhaftendem Öl tefreit und (Tann mit organischen Lösungsmitteln, wie Tetrachlorkohlenstoff, Schwefelkohlenstoff oder Benzol, gewaschen, was direkt im Di:gestor geschehen kann. Nachdem das Waschmittel aus dem Silikat durch trockenen Dampf entfernt und dieses mittels Feuergase getrocknet ist, kann es ununterbrochen für weitere Verarheitung tenutzt werden, da es keiner Abnutzung oder Veränderung unterliegt.
- Die Zusammensetzung der vom Hydrosilikat absorbierten Pechstoffe war bei allen untersuchten Erdölen ziemlich :gleichmäßig und schwankte nur im Verhältnis .der Bestandteile. Durchschnittlich ergib die Analyse go Prozent Kresolverbindungen, a Prozent gell-e, harzige Körper und 8 Prozent dunkle, stark schwefelhaltige und stets phosphorhaltige Verbindungen. Durch Oxydation der Pechstoffe an der Luft bilden sie Hartasphalt.
- Die gewonnenen hellgrünen Schmieröle sind unvergleichlich besser als die nach den bisherigen Verfahren erhaltenen, @da sie ihre natürliche Beschaffenheit nicht :eingebüßt haben. Infolge der völligen Entfernung der harzigen Verbindungen bilden sich beim Gebrauch, z. B. als Zylinderöl, keine harten Rückstände mehr.
- Von der vorbekannten Verwendung von Kamnbaraerde und Floridaerde zum Entfärten und Bleichen von ölen und Destillaten unterscheidet sich die Erfindung sowohl hinsichtlich ihres Zweckes als auch in der Durchführung. Der Zweck .ist :die ökonomische Beseitigung der Pechstoffe aus Rohölen ohne Säurebehandlung derselben. Das ist eine Aufgabe, deren Lösung bisher für unmöglich gehalten worden ist und die :ganz besonders für paraffinhaltige Öle von weittragen.der Bedeutung sein wird. Bei der Durchführung des Verfahrens findet ein weit höheres Erhitzen statt .als beim Bleichen und Entfär:-en von Ölen, Halbprodukten und Destillaten. Während in :d=esem Falle nach der Literatur höchstens bis auf i5o° erhitzt wird, findet im vorliegenden Falle ein Erhitzen auf Temperaturen von Zoo bis 300° C statt, je nach den -esonderen Eigenschaften des Öles.
- Da die Wirkung der Hydrosilikate auf ihrem Gehalt an Hydrokieselsäure beruht, können naturgemäß auch andere Hydrokieselsäure enthaltende Stoffe, und zwar sowohl Natur- als auch Kunstprodukte, verwendet werden. Fast reine natürliche Hydrokieselsäure ist Kieselgar. Künstliche Hydrokieselsäure kann durch Fällung aus Wasserglas in Gegenwart organischer Stoffe gewonnen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schmier-und Zylinderölen mittels Hydrosilikate oder anderer Hydrokieselsäure enthaltender Stoffe, .dadurch gekennzeichnet, :daß pechstoffh:altige Roherdöle oder Erdölrückstände mit ;diesen Verbindungen am Rückfiußkühler auf aoo bis 300° C, je nach ,den besonderen Eigenschaften des Öles, erhitzt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET23343D DE367967C (de) | 1919-11-25 | 1919-11-25 | Verfahren zur Herstellung von Schmier- und Zylinderoelen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET23343D DE367967C (de) | 1919-11-25 | 1919-11-25 | Verfahren zur Herstellung von Schmier- und Zylinderoelen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE367967C true DE367967C (de) | 1923-01-29 |
Family
ID=7550951
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET23343D Expired DE367967C (de) | 1919-11-25 | 1919-11-25 | Verfahren zur Herstellung von Schmier- und Zylinderoelen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE367967C (de) |
-
1919
- 1919-11-25 DE DET23343D patent/DE367967C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1917357C3 (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von aktive Zusatzstoffe enthaltenden Altschmierölen vor der Regenerierung | |
| DE1594421C3 (de) | Isolieröl auf Mineralölbasis und Verfahren zur Herstellung eines Isolieröle auf Mineralölbasis | |
| DE831435C (de) | Abschmierfette | |
| DE367967C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schmier- und Zylinderoelen | |
| DE3024423C2 (de) | Verwendung pikrierbarer Pechfraktionen zur Herstellung von anisotropem Kohlenstoff | |
| DE2113987A1 (de) | Verfahren zur Raffination von Erdoelfraktionen | |
| DE863979C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Lackharzen, Teeroelen und Benzolunloeslichem aus Steinkohlenteer | |
| DE453175C (de) | Verfahren zur Zerlegung von Kokereiteer ohne Destillation | |
| AT70988B (de) | Verfahren zur Trennung von Kohlenwasserstofföl in seine Bestandteile. | |
| DE564772C (de) | Verfahren zur Gewinnung von ceresinartigen Stoffen | |
| DE689297C (de) | Verfahren zur Herstellung schwer versproedender Teere, Erdoelpeche oder ihrer Gemische mit Asphalt bzw. Asphaltrohoel | |
| DE389059C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von OElen, Bitumina, Teer, Harzen usw, aus OElschiefer, OElsanden, Bleicherde, Torf, Braunkohle, Steinkohle, Holz | |
| DE374928C (de) | Verfahren zum Raffinieren von Mineraloelen, Urteeren u. dgl. | |
| DE735440C (de) | Verfahren zum Reinigen von Kohlenwasserstoffen in der Dampfphase mit Phosphorsaeure | |
| DE496224C (de) | Verfahren zur Raffinierung von Erdoel und Erdoelfraktionen | |
| DE352189C (de) | Verfahren zur Raffinierung von Mineraloelen u. dgl. | |
| DE482416C (de) | Verfahren zur Herstellung von Isolieroelen aus Braunkohlenteer- und Schieferteeroelen | |
| DE532249C (de) | Verfahren zum Herstellen von Druckfarben aus Steinkohlenteer | |
| AT17466B (de) | Verfahren zur Herstellung von Pech. | |
| DE622088C (de) | Verfahren zum Gewinnen von Leichtoelen aus Gasen | |
| DE888177C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von Teer-Rueckstaenden | |
| DE631468C (de) | Verfahren zur Verbesserung von Schmieroelen | |
| DE542801C (de) | Verfahren zur Herstellung von echten Kuepenfarbstoffen | |
| DE501407C (de) | Gummiartiges Erzeugnis aus Pflanzensamen und Verfahren zur seiner Herstellung | |
| DE385658C (de) | Verfahren zum Destillieren von Harz, Kolophonium u. dgl. |