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Verfahren und 1Vlaschine zur Herstellung von Eierpackungen aus Stroh,
Holzwolle o. dgl. Das im Hauptpatent beschriebene Verfahren zur Herstellung von
Eierpackungen . aus Stroh, Holzwolle o. dgl. mit metallischer Verstärkung hat sich
im allgemeinen bewährt, nur hat sich gezeigt, daß es schwierig ist, die Drähte sowohl
auf den Boden der Nester als auch bis in die höchsten Teile der Trennwände zu pressen.
Daraus folgt dann, daß (Abb. z) die Trennungswände r der Nester z nicht genügend
steif sind, sich namentlich beim Einlegen der Eier in die Packung P leicht deformieren
und Tappig werden und
dann die Eier nicht ausreichend umklammern,
um ein Gegeneinanderschlagen derselben unter den bei ihrem Transport unvermeidlichen
Erschütterungen und Stößen sicher auszuschließen. Oder es ergab sich auch, daß der
Boden des Nestes nicht immer von Drähten des Drahtnetzes f überquert war, so daß
die in diesen Nestern befindlichen Eier infolge ihres Gewichtes nach unten sinken
und trotz der Zwischenschicht von Holzwolle g gegen die darunterliegenden Eier stoßen
konnten.
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Dieser Übelstand wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß zur
Versteifung der Trennungswände der Nester von der Rückseite der Packung her in die
zwischen den einzelnen Nestern gebildeten Vertiefungen h Papier eingepreßt wird.
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Bei den praktischen Versuchen, die Papierversteifung lediglich an
den angegebenen Stellen anzubringen, erwies sich die in dem Hauptpatent dargestellte
Halbeigestalt der Preßformen als unzweckmäßig, da in diesem Falle die Breite der
Vertiefungen an den verschiedenen Stellen der Packung sehr bedeutend schwankt und
es demzufolge nicht zu vermeiden ist, daß der Papierbelag von den schmäleren Stellen
der Vertiefungen auch auf den Boden der Nester übergreift.
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Es wird daher, was einen weiteren Teil der Erfindung bildet, vorgeschlagen,
den Preßformen nicht wie bisher den Querschnitt eines Halbeies, sondern denjenigen
eines Rhomboids mit abgerundeten Ecken zu geben. Man erreicht hierdurch eine an
allen Stellen der Packung ziemlich gleichbleibende Breite der Vertiefungen zwischen
den einzelnen Preßformen und damit auch eine Einlagerung des Papiers nur in die
Vertiefungen. Ferner kann man aber auch, was zu einer wesentlichen Verbilligung
der zur Herstellung der Eierpackung dienenden Maschine führt, die Matrize aus durchlaufenden
Längswänden und den Rhomboidseiten entsprechend geneigten Querwänden herstellen,
also für beide Wandarten Bandeisen verwenden, so daß man nicht, wie im Hauptpatent
beschrieben, an einer gemeinsamen Platte die Preßstempel einzeln für sich anzubringen
braucht, was sehr kostspielig und umständlich ist.
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Wichtig ist, daß das Papier im wesentlichen ausschließlich in diese
Vertiefungen gelangt und nicht etwa auch den Boden des Nestes bedeckt, da sonst
die Elastizität und Luftdurchlässigkeit der einzelnen Nester, das wichtigste Erfordernis
einer Eierpackung, v erlorengehen würde. Daher werden, was ebenfalls zur Erfindung
gehört, die Preßformen am Kopf mit Dornen versehen, so daß das einzulegende Papier
in den Nestmitten durchstochen und so geschwächt wird, daß es über der Nestmitte
zerreißt und sich leicht in die Wände einpressen läßt. Diese Dorne bewirken gleichzeitig
mit daneben angebrachten Riefen, daß die einzelnen Drähte des Drahtnetzes beim Pressen
der Packung sich an den Dornen führen und sodann in die Riefen einlegen, so daß
sie sich beim Pressen nicht seitlich verschieben können. Auf diese Weise ist Gewähr
dafür geboten, daß in der gepreßten Packung der Boden jedes einzelnen Nestes immer
von Drähten überquert wird.
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Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform einer zur Herstellung der
neuen Eierpackung geeigneten Maschine in Abb. 2 schematisch in einem Längsschnitt,
während Abb. 3 eine Draufsicht auf die Tragplatte der Preßformen, Abb. 4 ein Schaubild
der Matrize und Abb. 5 eine einzelne Preßform in erheblich vergrößertem Maßstabe
als Schaubild darstellt; Abb.6 und 7 veranschaulichen die Ober-und Unteransicht
eines Teiles einer fertigen Packung und die Abb. 8 und 9 sollen zur Erläuterung
des Herstellungsverfahrens der Packung dienen. Auf einer Tragplatte a (Abb. 2 und
3) sitzen innerhalb eines Rahmens 3 in Längsreihen die einzelnen Preßformen b, welche
(s. auch Abb. 5) im Querschnitt die Form eines Rhomboids mit abgerundeten Ecken
besitzen. Auf dem Kopf der Preßformen sitzen (Abb. 5) vierseitige Pyramiden 4 mit
der Grundfläche auf. Die Pyramiden sind in Längs- und Querreihen so angeordnet,
daß sie zwischen sich Längs- und Querriefen 5 frei lassen. Ferner gehen von dem
Kopf der Preßformen eine Anzahl die Pyramidenspitzen überragende, zugespitzte Dorne
6, 7 aus, von denen der mittelste (6) am kräftigsten ist und am weitesten nach oben
vorspringt.
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In den Rahmen 3 der Tragplatte a paßt ein Einsatz E (Abb. 2 und 8),
bestehend aus einem oben offenen Kasten, dessen Bodenplatte 9 mit den Preßformen
b entsprechenden Öffnungen versehen ist. Die Tragplatte a der Preßformen b wird
an geeigneter Stelle von Stempeln io durchsetzt, welche zum Ausstoßen des in den
Rahmen 3 eingesetzten Einsatzes E nach oben dienen und zu diesem Zwecke auf- und
abbeweglich sind.
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Von der Tragplatte a gehen Stangen i i aus, auf welchen die Matrize
1V1 geführt ist. Diese besteht (s. Abb. 4) aus einer Kopfplatte 12, Seitenwänden
13 und 14 und Längs- und Querwänden 15 und 16. Die durchlaufenden Längswände 15
wie auch die Querwände 16, von welchen die letzteren den schrägen Seiten
der
Preßform b entsprechend geneigt sind, sind so angeordnet, daß sie zwischen die Preßformen
b passen.
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Mit der Matrize M, die vor dem Pressen durch geeignete Mittel in der
in Abb. 2 gezeichneten Hochlage festgehalten wird, muß man sich geeignete Vorrichtungen
verbunden denken, welche einmal gestatten, die Festhaltemittel plötzlich auszulösen,
so daß die Matrize durch ihr Eigengewicht jäh herunterfällt, und welche anderseits
ein allmähliches Niederbewegen der Matrize ermöglichen.
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Zur Herstellung einer Eierpackung wird ein Drahtnetz neben der Maschine
auf einen Tisch aufgelegt und auf das Drahtnetz, welches in bekannter Weise der
Länge und Breite nach gewellt ist, Holzwolle aufgeschüttet, worauf die Ränder des
Drahtnetzes um die Holzwolle herum nach oben gebogen werden. Die so vorbereitete
Schicht wird in den Einsatz E eingelegt (s. Abb. 8, in welcher das Drahtnetz mit
f, die Holzwolle mit g bezeichnet ist). Nun wird der Einsatz E bei niedergelassenen
Stempeln io in den Rahmen 3 der Tragplatte a eingelegt und sodann die Matrize M
einige Male hintereinander von der Hochstellung auf die Tragplatte a bzw. die Preßformen
b herunterfallen gelassen, wodurch in der in .dem Einsatz befindlichen, aus Holzwolle
und Drahtnetz bestehenden Schicht Nester gebildet werden. Beim Pressen führen sich
die Längs- und Querdrähte des Drahtnetzes an den Dornen 6, 7 und legen sich schließlich
in die gerade unter ihnen befindlichen Riefen 5 im Kopf der Preßformen b ein, so
daß sie sich unter dem Preßdruck nicht seitlich verschieben können. Hierdurch können
noch weitmaschigere Drahtnetze als bisher verwendet werden, wodurch an Material
und Herstellungskosten für das Drahtnetz gespart wird.
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Es hat sich, um eine schnellere, leichtere und dauerhaftere Formgebung
der Nester zu erreichen, als zweckmäßig herausgestellt, die zu pressende Schicht
vor dem Pressen anzufeuchten und die Presse selbst zu beheizen. In diesem Falle
versieht man, damit die sich bildendenDämpfe abziehen können, die Kopfplatte i2
der Matrize M mit Löchern 17 (Abb. 2).
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Nach diesem erstmaligen Pressen gleicht die Packung, abgesehen von
der Form der Nester und dem Umstande, daß nunmehr die Böden sämtlicher Nester ausnahmslos
von Drähten überquert werden, der bisher bekannten Packung. Nun wird auf die in
dem Einsatz E sich befindende Packung P, wie in Abb. 9 angedeutet ist, ein angefeuchteter
Bogen Papier 18 aufgelegt, worauf eine nochmalige Pressung, diesmal jedoch in der
Weise stattfindet, daß die Matrize M einmal oder mehrere Male langsam gegen die
in dem Einsatz E sich befindende, vorgepreßte Packung herunterbewegt wird. Während
dieses Pressens reißen die Spitzen der am Kopf der Preßformen b vorgesehenen Dorne
6, 7 das Papier ein, so daß die Längs- und Querwände 15, 16 der Matrize das Papier
in die zwischen den Nestern vorhandenen Vertiefungen V (Abb.9) drücken können und
der Kopf der Preßformen und demnach auch der Boden der Nester vom Papier befreit
wird.
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Nun ist die Packung fertig. Die MatrizeM wird wieder in die in Abb.2
gezeichnete Hochlage angehoben, worauf durch Aufwärtsbewegung der Stempel io der
Einsatz E mit der fertig gepreßten Packung aus dem Rahmen 3 ausgestoßen wird.
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Die fertige Packung hat nunmehr das Aussehen, wie es in Abb. 6 und
7 in Ober- und Unteransicht dargestellt ist.