DE36719C - Sicherheits-Vorrichtung an Schiffen zur Verhinderung von Kollisionen - Google Patents
Sicherheits-Vorrichtung an Schiffen zur Verhinderung von KollisionenInfo
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B43/00—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for
- B63B43/18—Improving safety of vessels, e.g. damage control, not otherwise provided for preventing collision or grounding; reducing collision damage
- B63B43/20—Feelers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 65: Schiffbau und Schiffsbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1886 ab.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt eines Dampfers, Fig. 2, den Grundrifs desselben,
Fig. 3 den Querschnitt am Bug durch den Buffercylinder,
Fig. 4 den Längsschnitt des Buffercylinders mit Kolben in vergröfsertem Mafsstabe,
Fig. 5 den Querschnitt desselben,
Fig. 6 eine Anordnung mit zwei hinter einander liegenden Kolben und
Fig. 7 eine Anordnung mit zwei parallel neben einander (auch über einander) liegenden
Kolben und Cylindern.
Der Apparat besteht aus dem Bufferkopf A •am vorderen Ende der Fühlerstange B; diese
geht durch eine geeignete Stopfbüchse C in den inneren Schiffsraum. Der Hals des Bufferkopfes
ist auf solche Länge verstärkt bezw. mit einer Brüstung versehen, dafs der Hub des
Kopfes dem Hub des Kolbens entspricht und die Brüstung also aufsen gegen den Stopfbüchsenkranz
anstöfst, noch ehe der Kolben seinen ganzen Weg durchlaufen hat. Im Schiffsraum tritt die Stange B in den aus
Stahlblech oder Gufsstahl hergestellten Cylinder D ein und ist dort mit dem Kolben E
armirt. Cylinder D und Kolben E sind im wesentlichen den bekannten Dampfmaschinen
und Gebläsekolben ähnlich, nur fehlt die Steuerung, und es ist für den Dampfeintritt
(bezw. eine andere Druckflüssigkeit) nur an einem Ende ein Ventil F vorhanden. Der
Cylinder ist doppelwandig mit sogen. Dampfjacke gebaut, mit directem Dampfzutritt, um
eine Abkühlung und Condensation des Dampfes im Innern des Cylinders so viel wie möglich
zu verhüten und den wirkenden Dampf auf
Bezirks verein a. d.
dem höchsten Druck zu erhalten. Ueberdies ist der Aufsenmantel durch schlechte Wärmeleiter
noch möglichst geschützt. Um den Cylinder für sehr hohen Druck geeignet zu
machen, ist er durch Versteifungsringe G ringsum gebunden.
Das Einlafsventil F ist so construirt (nach Art der Rückschlagventile), dafs zwar Dampf
vom Kessel stets freien Zutritt zum Cylinder D hat, dafs jedoch nur ein geringer
Ueberdruck im Innern des Cylinders über den Druck des eintretenden Dampfes (den Kesseldruck)
das Ventil von der Cylinderseite aus schliefst und so ein Entweichen oder Zurücktreten
des Dampfes nach dem Kessel verhindert wird und also bei eintretendem Kolben der
Dampf im Cylinder mehr und mehr comprimirt wird und die oben erläuterte Gegenwirkung
giebt.
Die hinten aus dem Cylinder austretende Kolbenstange ist mit einer doppelten Rückhaltsklaue
H versehen, welche in entsprechender Zahnführung J läuft und sich stets von
selbst einhakt, um bei etwa plötzlichem Freiwerden des Buffers nach erfolgtem Zusammenstofs
ein Vorschiefsen des Kolbens sammt Stange und Buffer, wodurch der vordere Cylinderdeckel zertrümmert werden könnte, zu
vermeiden. Ein im hinteren Cylinderdeckel angebrachter Hahn K gestattet ein allmäliges
Entweichen des comprimirten Dampfes bezw. eine Entlastung des Kolbens, so dafs dieser
ohne Gefahr und ganz langsam in seine Ursprungslage versetzt werden kann.
Mit dem Innenraum des Cylinders sowohl als mit dem ringförmigen Dampfmantel ist ein
selbstthätiger Condensationswasserableiter L in Verbindung, um stets trockenen Dampf im
Cylinder zu haben und auch die Schutzhülle stets frei von Wasser zu erhalten. Das Condensationswasser
kann nach dem Kessel bezw. Speisereservoir zurückgeführt werden.
Mit der hinten austretenden Kolbenstange JV bei Fig. 4 mit einfachem Cylinder oder bei JV1,
Fig. 6, bei hinter einander liegenden Cylindern, oder mit dem Kreuzkopf bei M ist eine
Contactvorrichtung angebracht, durch welche ein elektrischer Alarmapparat in Verbindung
gebracht wird, welcher beim ersten Anprall des Buffers bezw. Zurückweichen der Stange
den Steuermann und den Maschinisten warnt und so lange am Läuten bleibt, als der Contact
von -j- Pol und — Pol besteht.
Bei einem stark S-förmig geschweiften Bug eines Schiffes könnte es vorkommen, dafs die
Bufferstange, um überhaupt zur Wirksamkeit zu kommen, sehr lang sein müfste. Man
lege dann die Compressionscylinder über einander, wie in Fig. 8, 9 und 10 gezeigt ist.
Statt beide Kolben auf eine gemeinschaftliche Bufferstange wirken zu lassen, führe man jede
Kolbenstange für sich aufserhalb des Schiffsraumes und lasse beide mit einem vertical
stehenden hohen Buffer verbinden, welcher, wenn zurückgeprefst, immer noch die vorderste
Spitze des Buges überragt. Da ein solcher Buffer aber dem Lauf des Schiffes durch
ungünstige Form schon beträchtlich Widerstand bereiten könnte, armire man denselben
mit einer keilförmigen Blechhülse 2Γ, welche ein Durchschneiden des Wassers bewirkt, deren
Widerstandsfähigkeit beim Anstofs gegen ein anderes Schiff so gering ist, dafs sie zusammengedrückt
würde, ohne durch ihre relativ scharfe Kante Schaden zu thun. Eine solche keilförmige Blechhülse ist auch zweckmä'fsig
bei einem einfachen flachen oder Ballenbuffer anzuwenden, um den Widerstand des Schiffes
im Wasser zu vermeiden.
Die beiden Cylinder stehen in Verbindung mit einander.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An dem Cylinder ' eines Bufferkolbens zur Verhütung von Schiffscollisionen die Anordnung eines Einlafsventils für steten Eintritt der Compressionsflüssigkeit bei normalen Verhältnissen, welches Ventil sich aber bei entstehendem Ueberdruck im Cylinder durch diesen Druck von selbst schliefst und den Rückflufs der Compressionsflüssigkeit absperrt; die Ausrüstung des Cylinders mit einer Fangvorrichtung, durch welche sich die durch den hinteren Kolbendeckel hindurchgehende Kolbenstange mittelst an ihr angebrachter Klauen fängt und so den selbstthä'tigen Vorwärtsgang des Buffers und seines Kolbens bei frei werdendem Widerstand hindert. Die Combination der hinteren Kolbenstange mit einem elektrischen Alarmapparat, welcher sofort beim Rückgange des Kolbens bezw. des Buffers einen Strom schliefst und ein Läutewerk in Thätigkeit setzt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36719C true DE36719C (de) |
Family
ID=312519
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36719D Expired - Lifetime DE36719C (de) | Sicherheits-Vorrichtung an Schiffen zur Verhinderung von Kollisionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36719C (de) |
-
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- DE DENDAT36719D patent/DE36719C/de not_active Expired - Lifetime
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