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Vorrichtung zum Trennen von Fliissigkeiten verschiedener Dichte.
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Das Trennen von Flüssigkeiten verschiedener Dichte kommt in der Industrie
vielfach vor. Die dazu verwendeten Verfahren und Vorrichtungen haben noch die Mängel,
daß sie zu umständlich sind und man dabei viel zu sehr auf die Aufmerksamkeit der
Arbeiter angewiesen ist.
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Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine zum Trennen
verschieden dichter Flüssigkeiten geeignete Vorrichtung,
welche
die erwähnten Mängel vermeidet. Die Erfindung besteht darin, daß unten an den.
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Flüssigkeitsablaßrohr ein mit zwei oder mehr Durchlässen versehener
Rahmen und in diesem ein mit ebenso vielen auf die Durchlässe genau passenden, nach
oben kegelförmig erweiterten Trennröhren versehenes, verschiebbares Gehäuse angeordnet
ist, wobei jedes Trennrohr einen kugelförmigen Schwimmer, eine Umfübrungsleitung
und oben einen Siebdeckel besitzt, und der Ablaßhahn mit seinem Griff auf den Griff
des Hahnes der Umlaufleitung einwirkt, sowie während der Verschiebung des Treunrohres
gesperrt wird.
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Die Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand dar, und zwar zeigen
Abb. I dessen Vorderansicht, teilweise geschnitten, Abb. 2 einen Querschnitt, Abb.
3 eine Draufsicht, teilweise geschnitten, Abb. 4 eine andere Ausführungsform, Abb.
5 eine Draufsicht mit verschobenem Trenngehäuse.
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An dem Flansche des Rohres b zum Ablassen der zu trennenden Flüssigkeiten
ist ein rechteckiger, kastenförmiger Rahmen c angeschraubt, der an den Stirnseiten
ganz und an der vorderen langseite de halb offen ist.
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Der Rahmen c besitzt oben, wo er an das Rohr a, b anschließt, die
Öffnung e, welche ebenso groß ist wie der Querschnitt des Rohres a, unten die Öffnung
c1. In dem Rahmen c, d ist das Gehäuse f verschiebbar und so angeordnet, daß es
mit seinen oberen. und unteren Flanschen g und h am Rahmen c, d anliegt und sich
innerhalb dieses führen läßt (vgl. Abb. 2). Das Gehäuse f, g, h besitzt bei der
gezeichneten Vorrichtung drei Trennrohre i, i1, i2, die alle unter das Rohr b geschoben
werden können, indem das Gehäuse f, g, h im Rahmen c, d entsprechend verschoben
wird. In der Stellung nach Abb. I befindet sich das Trennrohr i1 unter dem Rohr
a, in der Stellung nach Abb. 5 das Rohr i2; ebenso kann das Rohr i daruntergeschoben
werden.
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Von den Trennrohren i, il, i2 besitzt ein jedes einen hohlen kugelförmigen
Schwimmer k, an dem unten ein Siebkörbchen l hängt, um den Schwimmer verschieden
belasten zu können, so daß er jedesmal mitten auf der Trennfläche der beiden zu
trennenden Flüssigkeiten stehenbleibt (vgl. Abb. 2). 2). Damit der Schwimmer k nicht
durch das Rohr a in den auf der Zeichnung nicht dargestellten Behälter der Flüssigkeiten
aufsteigt, sind oben in den Rohren i, i1, i2 Siebdeckel et vorgesehen. Anstatt dessen
kann jedoch auch nur ein Siebdeckel im Rohre selbst angebracht werden. Die Rohre
i, i1, i2 sind nach oben kegelförmig erweitert, und an der Stelle, wo die Erweiterung
beginnt, setzen sich, wenn keine Flüssigkeit durchfließt, oder aber von den zu trennenden
Flüssigkeiten die schwerere gerade abgeflossen ist, die Schwimmer k nieder und verschließen
das betreffende Trennrohr, bis ein anderes untergeschoben ist, dessen Schwimmer
so belastet ist, daß er auf der nun kommenden Flüssigkeit schwimmt. Die Schwimmer
werden vorher durch die Belastung auf die einzelnen zu trennenden Flüssigkeiten
abgestimmt.
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Der Schwimmer k würde nun, wenn man die Flüssigkeit, während er unten
im Rohr i oder i1 oder i2 sitzt, darauflassen würde, nicht schwimmen, weil unter
dem Schwimmer k keine Flüssigkeit sich befände. Daher ist in jedem der Trennrohre
i, i1, i2 ein Umführungsrohr n mit Hahn o angeordnet, durch das die Flüssigkeit
unter den Schwimmer k geleitet wird. Von jedem Hahno geht die Kükenspindel p nach
außen und trägt hier einen Winkelhebel q, q1, der vom Hebel r des Ablaßhahnes s
beeinflußt wird. Solange der Hebel r senkrecht steht (Abb. 1, in ausgezogenen Linien
gezeichnet) und der Hahn s geschlossen ist, ist der Hahno offen. Wird aber der Hebel
r in die gestrichelt gezeichnete Stellung gebracht und der Hahn s geöffnet, so wird
gleichzeitig zwangläufig der Hahn o geschlossen, indem der Hebel r an den hebelarm
q1 schlägt und den Winkelhebel q, q1 in die gestrichelte Stellung (Abb. 1, Mitte)
dreht.
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Der Hebel r wird während der Verschiebung des Gehäuses f, g, h mit
den Röhren i, it, i2, wobei der Hahn s geschlossen sein muß, selbsttätig verriegelt.
Dies bewirkt ein mit einem Doppelarm t und senkrecht dazu mit dem Einzelarm versehener
Sperrhebel, der auf der Achse v sitzt, die in Lagern w an der Wand d des Rahmens
c drehbar ruht. An den Trennrohren i, i1, i2 sind an der Seite gegen die Rahmenwand
d muldenförmige Rasten x, und zwar an dem Rohr il eine ganze, an den Rohren i und
i2 je eine halbe angeordnet, in die der Einzelarm¢ (Abb. 2, gestrichelt gezeichnet)
hineintritt, wenn eines der Trennrohre genau unter dem Rohr b steht und eine Flüssigkeitstrennung
stattfinden soll. Greift in einem solchen Falle der Arm u in eine Mulde x, dann
hängt der Doppelhebel t senkrecht nach unten und gibt den hebel r zum Öffnen des
hahnes s frei.
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Wird aber ein anderes Trennrohr, z.B. i, unter das. Rohr b geschoben,
dann drückt die gebogene Wand der Muldex edlen Arm u allmählich nach unten, wobei
sich die Achse und der Doppelarm t mitdreht, bis der letztere die Stellung einnimmt,
die Abb. 2 zeigt, also wagerecht nach außen, wodurch er den senkrecht
stehenden
Hebel r sperrt, und zwar so lange, bis das Rohr i genau unter dem Rohr b steht und
man den Sperrhebel mit den Armen t, u drehen und hierbei den Arm u wieder in die
Mulde x hineinbewegen kann.
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Daraufhin läßt sich wieder der Hebel r wagerecht stellen und der
Hahn s öffnen.
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Gemäß Abb. 4 können der Rahmen c, d und das Gehäuse f, g, h auch
zylindrisch sein und die Trennrohre i, il, i2 revolverartig unter das Rohr b geschoben
werden. Im übrigen ist die zylindrische Vorrichtung mit derselben Einrichtung versehen,
wie sie für den rechteckigen Apparat beschrieben wurde. Aus Abb. 5 ist zu ersehen,
wie sich die rechteckige Vorrichtung darstellt, wenn das Gehäuse f, g, h mit Iden
Röhren i, il, i2 verschoben ist und das Trennrohr i2 unter dem Rohr b steht.
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Mit der beschriebenen Vorrichtung wird die Trennung von Flüssigkeiten
folgendermaßen vorgenommen: Steht z. B. in einem Behälter Petroleum über Wasser,
und das Wasser soll abgelassen werden, ohne daß Öl mitgeht, so wird bei der Stellung
der Vorrichtung nach Abb. 1 der Schwimmer k mit dem Siebkörbchen l aus dem Trennrohr
i2 genommen und in einem besonderen kleinen Glasgefäß, in dem Petroleum über Wasse@
steht, durch Einlegen von Gewichten in das Siebkörbchen so belastet, daß er mit
seiner Mitte genau innerhalb der Trennfläche der beiden Flüssigkeiten stebenbleibt.
Der so vorbereitete Schwimmer k wird wieder in das Trennrohr i2 eingesetzt, das
Gehäuse f mit den Röhren i, i,, i2 nach links verschoben, wobei der Arm u des Sperrhebels
durch die gewölbte Wand der mittleren Rast x nach unten gedrückt, der Arm t nach
außen gestellt und dadurch der Hebel r des Ventils s in der senkrechten (Schließ-)
Stellung (Abb. I und 2, in ausgezogenen Linien gezeichnet) gesperrt wird, bis das
Trennrohr i2 genau unter dem Rohr b steht. Nun wird das Absperrorgan am Vorratsbehälter
für die Flüssigkeiten (in der Abbildung nicht gezeichnet) nur wenig geöffnet, damit
das Trennorhr i2 über dem Schwimmer k mit Wasser volllaufen und durch das Umlaufrohr
n, dessen Hahn o durch die Hebel r und q offen gehalten wird, auch Wasser unter
den Schwimmer treten kann, worauf der Schwimmer dann in die Höhe steigt und sich
an den Siebdeckel m anlegt. Hierauf wird das Absperrorgan des Vorratsbehälters vollkommen
geöffnet. Der Hahn s wird sodann zwecks Ablassens des Wassers durch Umstellen des
Hebels in die wagerechte Lage ebenfalls geöffnet, nachdem vorher der Arm u des Sperrhebels
die in Abb. 2 gestrichelt gezeichnete Stellung erhalten hat und die Arme t den Hebel
r freigegeben haben. Beim Umstellen des Hebels in die wagerechte Lage wird der Umlaufbahn
o geschlossen, indem der Hebel r an den Hebelarm q1 an schlägt und ihn dreht. Nunmehr
läuft das Wasser aus Idem Vorratsbehälter durchl das Trennrohr ab, bis die Trennfläche
zwischen Öl und Wasser in das Trennrohr i eingetreten ist, wie Abb. 2 zeigt; die
untere, eng gestrichelt gezeichnete Schicht ist Wasser, die obere, weitgestrichelte
ist Ö1. Innerhalb der Berührungsfläche der beiden Schichten steht der Schwimmer
k, der mit ,dem Abfluß des letzten Restes Wasser aus dem Trennrohr rasch sinkt,
sich im Trennrohr dann festsetzt und dieses verschließt, so daß kein Öl mit abfließen
kann. Steht über dem Öl noch eine leichtere Flüssigkeit und wollte man das Ö1 von
dieser trennen, so würde ähnlich, wie oben beschrieben, verfahren werden.