DE36680C - Lenk- und Brems-Vorrichtung an Fahrrädern - Google Patents

Lenk- und Brems-Vorrichtung an Fahrrädern

Info

Publication number
DE36680C
DE36680C DENDAT36680D DE36680DA DE36680C DE 36680 C DE36680 C DE 36680C DE NDAT36680 D DENDAT36680 D DE NDAT36680D DE 36680D A DE36680D A DE 36680DA DE 36680 C DE36680 C DE 36680C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
spring
bicycles
attached
drums
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT36680D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. ch. F. OTTO in London, 7 York Row, Peckham
Publication of DE36680C publication Critical patent/DE36680C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K21/00Steering devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht mit theilweisem Schnitt durch den Steuerungsmechanismus·, Fig. 3 ist ein Verticalschnitt nach X- Y, Fig. 2; Fig. 4 und 5 sind Details vom Steuerungsmechanismus.
Fig. 6 ist ein verticaler Längenschnitt durch die Kupplung, Fig. 7 ein Querschnitt durch den linken, Fig. 8 ein desgleichen durch den rechten Theil der Kupplung; Fig. 9 und ι ο sind entsprechende Querschnitte unmittelbar neben der Mitte der Kupplung.
Fig. 11 und 12 zeigen eine Kupplungsfeder; Fig. 13 und 14 stellen in Ansicht und Schnitt eine Verschlufskappe der die Kupplung enthaltenden Kapsel dar; Fig. 15 veranschaulicht die Art der Kupplung der Wellentheile; Fig. 1 5 a ist ein Schnitt nach X%- F2, Fig. 6. Fig. 16 zeigt eine modificirte Kupplungskapsel.
Die an der Hauptachse des Fahrzeuges angebrachte Kupplung zeichnet sich dadurch aus, dafs sie augenblicklich in Wirkung gesetzt werden kann und gleichzeitig ein freies Drehen des Rades in entgegengesetzter Richtung oder ein Anhalten der Pedale gestattet.
Auf der Welle A ist mitten zwischen den Rädern eine aus zwei concentrischen Rohrstücken mit Zwischensteg bestehende Kapsel B angeordnet, in deren innerem, als Büchse dienendem Rohrstück sich die Welle A drehen kann. Diese Kapsel ist aufsen in der Mitte mit dem Zahnkranz .B1 versehen, an welchen die Triebkette angreift. Die Welle A ist nach der einen Seite hin, Fig. 2 rechts, von einer hohlen Wellet.1 umgeben, und sitzt von den beiden Rädern das eine (linke, Fig. 2) auf der Welle A, das andere (rechte, Fig. 2) auf dieser Hohlwelle A1, welche ein wenig kürzer ist als der halbe Radstand des Fahrzeuges. Das innere Ende A"1, Fig. 6, dieser Hohlwelle ist verstärkt und durch Zahneingriff nach Art einer Klauenkupplung, Fig. 15, mit dem Muffenrohr C, Fig. 6, verkuppelt. Diese Kupplung ist durch eine Ueberwurfmutter D, welche sich mit nach innen vortretendem Rande gegen den Absatz von A2 anlegt, gesichert. Zur Verhütung des Lockerns der Mutter D kann dieselbe mit federnder Sperrklinke D1 versehen sein, Fig. 1 5a, welche in einen Einschnitt oder einen auf der Welle A2 angebrachten Zahn eingreift. Die vorerwähnte Verbindung kann aber auch in beliebig anderer Weise, beispielsweise mittelst Gegenmutter, gesichert werden. Die Muffe C reicht nahe bis an den Mittelsteg der Kapsel B und trägt hierselbst eine Trommel E, auf welcher eine Spiralfeder F befestigt ist.
Die in den Fig. 11 und 12 dargestellte Spiralfeder hat eine besondere Form; sie kann aber auch von der gewöhnlichen Spiralform sein. Die dargestellte Form ist dadurch gekennzeichnet, dafs jede Windung in derselben Ebene liegt, und die Spirale also nicht gleichmäfsig und allmälig, sondern ganz plötzlich um eine volle Windung steigt, Fig. 11.
Eine gleiche Muffe C mit Sicherungsring D, Trommel E und Feder F befindet sich auch rechts von der Mitte der Kapsel, Fig. 6, auf der Welle A. Nur ist die auf dieser Seite aufgefügte Spiralfeder F entgegengesetzt gewunden. Die beiden Muffenrohre C sind bei C1 mit je einer Nuth versehen, welche zur Aufnahme von Kugellagerhülsen für das Sitzgestell etc. des Fahrzeuges dienen.
Das Vorwärtsfahren wirkt ausdehnend auf die Feder F ein, so dafs diese bestrebt ist, einen gröfseren Durchmesser anzunehmen; da dies aber nur so weit möglich ist, als das äufsere Rohrstück der Kapsel B es gestattet, so wirken die Federn auf letztere und hierdurch auf die Räder ein.
Das eine Ende f der Feder F ist in einem entsprechenden Loch der Trommel E befestigt, Fig. 9. Beim Lenken mufs die Feder zusammengezogen werden, während sie im normalen Zustande ausgedehnt ist. Bei Fahrrädern, bei welchen ein Rückwärtstreten nicht erforderlich ist, wie z. B. den Cheylesmore-Fahrrädern, kann die Feder F nur an einem Ende an der Trommel oder einem anderen Wellentheil befestigt werden, und zwar in solcher Weise, dafs die Feder vom anderen Ende aus abgewickelt wird, sobald beim Vor- -wärtsfahren die um die Feder befindliche • Kapsel gedreht wird.
Bei einigen Fahrrädern, wie z. B. Otto's Zweirädern oder gewöhnlichen Dreirädern, welche auch rückwärts gefahren werden können, kann eine einzelne Feder von etwa sechs Windungen für jedes Triebrad und ohne Nase f (wie in Fig. 12 dargestellt) mittelst der mittleren Windung an der Trommel E befestigt und die Hälfte der Windungen zum Antrieb und die andere Hälfte für Rückwärtsfahren ausgenutzt werden.
Wenn die ganze Feder für Triebzwecke ausgenutzt werden soll, so wird dieselbe in der durch Fig. 8 bis 12 dargestellten Weise befestigt und neben der Trommel E entweder eine ähnliche Ringkupplung angeordnet oder mit dieser Trommel, wie vorliegend dargestellt, eine verbesserte Cheylesmore- Kupplung combinirt. Letztere besteht aus einer gehärteten Stahlplatte G, welche, wie in Fig. 9 und 10 dargestellt, ausgeschnitten ist und gehärtete Stahlkugeln H enthält, welche durch Spiral- oder sonstige Federn Hi in ihrer Stellung gehalten werden und sich zwischen die schrägen Flächen der Scheibe G und die innere Wandung der mit einem gehärteten Stahlring ausgefütterten Trommel E einklemmen.
Anstatt die Spiralfeder an einer inneren Trommel zu befestigen, kann dieselbe auch an einer äufseren Trommel befestigt und in umgekehrter Richtung bewegt werden, so dafs die Feder durch geeigneten Antrieb sich auf die Trommel aufwickelt. Das Federmaterial kann von allmälig abnehmendem Querschnitt sein, so dafs das Aufwickeln stufenweise fortschreitet.
Das eine Ende der Spirale ist mittelst des Ansatzes f an der inneren Trommel E befestigt. Das andere Ende ist ebenfalls mit einem Ansatz f1 versehen, welcher in eine Ausklinkung der Verschlufskappe I eingreift, welche derart angebracht ist, dafs sie sich frei auf der Muffe C drehen kann. Die Kappen I sind mit Flantschen versehen, welche über die Ränder der Trommel B hinweggreifen, Fig. 6 und 16, und als Bremstrommeln dienen. Dieselben sind durch Mitnehmerstifte K mit der Trommel E verbunden, haben jedoch so viel freien Spielraum, dafs, wenn die Bremse angezogen wird, diese Trommeln I die Spiralen spannen, die letzteren also von der Innenwandung der Trommel B ab- und auf die Trommel E aufgewickelt werden.
Der Mitnehmerstift K beginnt alsdann auf die Trommel B und hierdurch auf das betreffende Rad zu wirken, so dafs die Bewegung desselben verlangsamt wird. Die andere Spirale wirkt inzwischen treibend, und es ist ersichtlich, dafs ein Rückwärtstreten ohne die Anordnung der Klemmkugelkupplung Gif oder eine äquivalente Kupplung nicht möglich wäre. Sobald der Zweiräder rückwärts gefahren wird, klemmen sich die Kugeln fest, verhindern das Ueberdrehen des bezüglichen Triebrades und sichern hierdurch, selbst beim Rückwärtsfahren, das richtige Lenken des Fahrzeuges.
Um ein Triebrad beim Stillstehen des Fahrzeuges ausschalten zu können, ist an jeder Bremstrommel I je ein kleiner, mit Kopf versehener Stift i angebracht, welcher durch eine Feder nach aufsen gedrückt wird. Wird dieser Stift i in das in einem inneren Flantschstück der Trommel E vorgesehene Loch gestofsen, so hält derselbe die zuvor aufgewickelte Feder F in dieser Spannung fest, so dafs das Rad ein Stück frei bewegt und die Maschine von Hand fortgestofsen werden kann. Wird der Stift i wieder herausgezogen, so hält ihn die Feder in dieser Lage fest.
Die Gabel L, Fig. 1 und 2, ist mittelst Kugellager auf den Muffenrohrenden C1 montirt und dient zur Befestigung derjenigen Theile, mittelst welcher die vorbeschriebenen Kupplungen und Bremsen in Thätigkeit gesetzt werden. In der Mitte der Gabel L ist die Stange M befestigt, welche die Hülse N trägt, in welcher der den Sitz tragende Stiel N1 verstellbar ist. Auf dem Stiel iV1 ist die Feder N3 für den Sitz befestigt und zwischen die beiden Enden dieser Feder noch eine Spirale N* eingeschaltet, welche die Federung von N3 begrenzt und zur Regulirung dieser Federung dient. Die Stange M trägt ferner die Gabel N2 mit der Trittkurbel. Die beiden Schenkel der Gabel L sind mit Büchsen L1 versehen, in welchen Hohlspindeln L2 befestigt sind, die zur Aufnahme des Lenkmechanismus dienen.
In jeder Spindel L'2 befindet sich eine Hohlwelle P, welche am Ende einen Hebel P1 trägt. Mit diesen Hebeln ist das eine Ende der Bremsbänder Q. verbunden, deren anderes Ende an einem am Rahmen angebrachten Bolzen Q.1, Fig. 3, befestigt ist. Die äufseren Enden der
Stangen P tragen Hebel R, Fig. 4 und 5, welche von den innerhalb der Lenkhandhaben R3 angeordneten Handgriffen i?2 durch Vermittelung der Stangen R1 verstellt werden können.
Die Hohlspindeln L2 tragen an den Enden runde Stiele 5, welche mittelst Auges in geeigneter, lösbarer Weise befestigt sind. Auf diesen Stielen sitzen Büchsen T, welche unten mit einem Kegelrad T1 und oben mit dem Handgriff JRs versehen sind. Auf der Büchse T ist eine verschiebbare Stange T2 angeordnet, deren unteres Ende mit einer Schelle Ta und hierdurch mit der Stange J?1 verbunden ist. Die obere Spitze von T'2 trägt den Griff R'2, welcher an den Schenkeln der Handgriffe i?3 geführt wird. Mittelst dieser Griffe i?2 werden also die Bremsen angezogen.
Mit den vorerwähnten Kegelrädern T1 stehen die Zahnsectoren U in Eingriff, welche auf Muffen U1 angebracht sind, die um die an der Gabel befestigte Hohlspindel L'2 drehbar sind.
Durch die Hohlwelle P geht eine Stange Z72 hindurch und am Ende nahe der Gabel ist ein Hebel Us befestigt, welcher mit einem der zum Steuern dienenden Bremsbänder V verbunden ist, die, wie oben beschrieben, zum Aufwinden der Spiralen F auf der Trommel E dienen und hierdurch das betreffende Rad auslösen. Das andere Ende dieser beiden zum Lenken dienenden Bremsbänder V ist mit demselben festen Bolzen Q verbunden, an welchem auch die anderen Bremsbänder befestigt sind.
Der Hebel U3 ist auf derselben Spindel Z72 befestigt und mit dem Zahnradsector U verbunden , welcher von dem an den Handhaben 2?3 befestigten Kegelrad T1 betrieben wird.
Die Bremsbandhebel werden sämmtlich durch Federn oder andere an der Gabel befestigte Vorkehrungen in ihrer Lage erhalten. Zum Anbringen von Laternen sind die Stiele 5 mit Oesen oder Augen S1 versehen, in welche die Lampen etc. eingehakt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Lenk- und Bremsvorrichtung an Fahrrädern, der durch nach Art einer: Reibungskupplung wirkende Spiralfedern (F) charakterisirt ist, welche die Drehung der Trommel (B) auf die mit den Fahrrädern verbundenen Trommeln (E) übertragen, aber behufs Steuerung aufgewunden werden können, so dafs die betreffende Uebertragung theilweise oder ganz aufgehoben wird, zu welchen Zwecken:
    a) jede der beiden Trommeln (E) durch eine Achse (A bezw. A1) mit einem Fahrrade gekuppelt ist, die äufsere Trommel durch Bremsbänder (Q.) mittelst Wellen (P) und Handgriffe (R2) gebremst werden, die Steuerung aber durch Kappen (I) und auf dieselben wirkende Bremsbänder (V) mittelst Wellen (W2) und Handgriffes (R3) erfolgen kann;
    b) innerhalb der Trommeln (E) Kupplungen angeordnet werden, welche eine Verbindung derselben mit der Antriebstrommel (B) ermöglichen;
    c) in der Mitte der Achse (A A1) ein Schwingrahmen (M N N1 N2) angeordnet wird, welcher mit Tretvorrichtung und Scheibe (O) zum Antrieb der Trommel (B B1) mittelst endloser Kette oder dergleichen versehen ist;
    d) die Federn (F) mit einer Kugelkupplung (GHH1) derart combinirt werden, dafs die Federn treibend wirken, die Kugeln aber für das Rückwärtsfahren benutzt werden, oder aber eine Feder (F in Fig. 16J angewendet wird, deren eine Hälfte treibend wirkt, deren andere aber für das Rückwärtsfahren benutzt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT36680D Lenk- und Brems-Vorrichtung an Fahrrädern Expired - Lifetime DE36680C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE36680C true DE36680C (de)

Family

ID=312482

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT36680D Expired - Lifetime DE36680C (de) Lenk- und Brems-Vorrichtung an Fahrrädern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE36680C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69618571T2 (de) Fahrrad mit vorderradantrieb
DE602005004774T2 (de) Fahrradgangschaltmechanismus
DE10012466B4 (de) Fahrradfreilaufmechanismus
DE2927896A1 (de) Fahrradaehnliches zweiradfahrzeug
DE36680C (de) Lenk- und Brems-Vorrichtung an Fahrrädern
DE4342679A1 (de) Tretkurbelantrieb mit einem Drehwinkel von 360 Grad sowie periodisch veränderlichen Hebelarmlängen für durch Muskelkraft angetriebene Fahrräder und Fahrzeuge
EP0750558B1 (de) Alternierender antrieb für fahrräder
DE19702764A1 (de) Haltevorrichtung für ein Hinterrad eines Fahrrades
DE838115C (de) Fahrrad mit Vorderradantrieb
DE102122C (de)
CH131968A (de) Grabmaschine mit mehreren Spaten.
DE55513C (de) Vorrichtung zum Verändern der Geschwindigkeit von Fahrrädern
DE28000C (de) Neuerung an dreirädrigen Velocipeden
DE80182C (de)
DE80869C (de)
DE481960C (de) Fallhammer
DE72450C (de) Antrieb- und Lenkvorrichtung für Fahrräder mit Hand- und Fufsbetrieb
DE832554C (de) Kettengangschaltung fuer Fahrraeder oder aehnliche Fahrzeuge
DE43955C (de) Antriebsvorrichtung für Fahrräder
AT144933B (de) Wechselgetriebe mit Umschaltvorrichtung für Fahrräder u. dgl.
DE95686C (de)
DE18867C (de) Dreirädriges Velociped
DE161690C (de)
DE15158C (de) Dreirädrige Velocipede mit änderbarer Geschwindigkeit
DE96534C (de) Fahrradantrieb